Buchholz beim Energie-Forschungsgipfel: Wir müssen den Wissenstransfer beschleunigen

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Buchholz (rechts) im Gespräch mit Moderatorin Eva Diederich, Flensburgs FH-Chef Jansen, dem Energieexperten Martin Grundmann und dem Präsidenten der FH-Kiel, Udo Beer. Fotos: Konitzki

Um Ideen und Strategien zu entwickeln, wie angesichts von Klimawandel und knappen Rohstoffen die Energiewende vorangetrieben werden kann, treffen zur Stunde in Kiel rund 100 herausragende Energie-, Klima- und Nachhaltigkeitsforscher zusammen. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat für den vom Land geförderten Fachkongress „Future Energies Science Match“, zu dem rund 800 Teilnehmer angereist sind, die Schirmherrschaft übernommen. „Es muss uns gelingen, Bereiche wie Infrastruktur, Speichertechnik, Energieerzeugung und Verbrauch noch enger und effizienter zusammenzuführen“, sagte Günther heute zur Eröffnung der Konferenz. Auch für Schleswig-Holstein sei die Energiewende von enormer Bedeutung. „Saubere Energie ist ein großer Zukunftsmarkt“, so Günther.

Nach den Worten von Wirtschaftsminister Bernd Buchholz, der an einer der Posiumsdiskussionen teilnahm, ist vor allem ein verbesserter Wissenstransfer zwischen Hochschulen und Wirtschaft der wesentliche Erfolgsfaktor: Als Beispiel nannte er das Projekt „Campus 100“ der Fachhochschule Westküste in Heide (Kreis Dithmarschen). Dort werde die Energiewende mit praxisorientierter Forschung vorangetrieben. „Unser Ziel ist es, ein Forschungs- und Transferzentrum aufzubauen, das die Energiewende begleitet“, so Buchholz. Themen des Kongresses in der Kieler Sparkassenarena sind neben Zukunftsfragen der Mobilität, der effizienten Energiespeicherung und -erzeugung auch der digitale Wandel der Branche und eine leistungsstarke Infrastruktur.

Sowohl Günther als auch Buchholz appellierten an Forschunseinrichtungen wie Unternehmen, das vom Land eingerichtete „Innovations- und Technologieforum SH“ als zentrale Austauschplattform zu nutzen. „Mit solchen Angeboten können wir Hemmnisse im Wissenstransfer rasch identifizieren und beseitigen“, so Buchholz.  Zudem sei im kommenden Jahr in Kiel die Einrichtung eines Qualitätszirkels der Technologietransferbeauftragten aller Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Kammern und Förderinstitute geplant, um eine noch bessere Vernetzung aller Akteure zu gewährleisten.

Hier die Podiumsdiskussion in voller Länge:

Mit Blick auf den hohen Fachkräftebedarf der Energiebranche mahnte Buchholz: „Wir müssen und werden im Schulterschluss mit der Branche bedarfsgerechte Qualifizierungsangebote und berufsbegleitende Weiterbildungsformate schaffen. Und wir brauchen einen schnelleren Wissenstransfer, wobei wir ein besonderes Augenmerk auf die Speicher- und Sektorenkopplung legen müssen, die sowohl im gewerblichen als auch im akademischen Bereich unterrepräsentiert sind.“

Nach Angaben von Schleswig-Holsteins Energie-Staatssekretär Tobias Goldschmidt hat Schleswig-Holstein bei der Stromversorgung aus Erneuerbaren Energien die 100-Prozent-Grenze längst übersprungen. Der nächste Schritt sei die Übertragung dieses Erfolges auf alle Energiesektoren. „Wir erleben gerade eine Transformation unserer analogen Energiewelt in eine digitale vernetzte Welt. Das Future Science Match ist genau der richtige Ort, um diesen Wandel zu gestalten“, so Goldschmidt.

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