Buchholz beim StartUp-Summit: Wir brauchen eine risikofreudige Haltung und Mut zum Scheitern

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Buchholz berichtete über seine Eindrücke aus dem Silicon Valley          Fotos: Jan Konitzki

Treffen der StartUp-Szene Schleswig-Holsteins: Unter dem Motto „Suchst Du noch oder kennst Du schon?“ haben sich heute Nachmittag rund 160 Gründerinnen und Gründer sowie Interessierte in Kiel über Unterstützungsangebote, Ideen, Erfahrungen und Herausforderungen ausgetauscht. Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz appellierte an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die Angebote des Landes zu nutzen – vor allem aber, von der Gründer-Mentalität der Amerikaner zu lernen.

Buchholz Rede in voller Länge: hier

Ob „Women Entrepreneurship“ in Flensburg, „Digital & Technology Entrepreneurship“ in Kiel oder Internationalisierung von StartUps in Lübeck – in den vergangenen Jahren haben sich laut Buchholz vielfältige Einrichtungen und Initiativen im Land etabliert, die alle ein gemeinsames Ziel haben: StartUps zu unterstützen und das Gründungsgeschehen zu forcieren. 24 dieser gründungsunterstützenden Einrichtungen, zu denen unter anderem die Hochschulen, Kammern und Wirtschaftsförderer des Landes gehören, sind gebündelt im StartUp SH e.V.

Auch die WT.SH (Wirtschaftsförderung und Technologietransfer GmbH) bietet Gründungsunterstützung: Im Auftrag des Landes gewährt sie etwa das Gründungsstipendium Schleswig-Holstein sowie Teile des Seed- und StartUp Fonds Schleswig-Holstein II und vernetzt aktiv mit den Baltic Business Angels. Im Rahmen des StartUp SH Summits wollen nun StartUp SH e.V. und WTSH allen Gründungsinteressierten die Möglichkeit geben, die Akteure dieses Netzwerks kennenzulernen und tiefere Einblicke in das Gründungsökosystem Schleswig-Holstein zu erhalten.

559Kernstück des diesjährigen Summits war der „StartUp Talk“. Hier berichteten Gründerinnen und Gründer über ihre Erfahrungen und Stolpersteine und über den Umgang mit den Unterstützungsangeboten. Mit dabei unter anderem auch die eyespec GmbH aus Heide. Eyespec entwickelt individuelle Bildverarbeitungssysteme zum Beispiel für die Medizintechnik oder Maschinenbauunternehmen. Das Jungunternehmen zählt mittlerweile zu den Top Innovationstreibern in der industriellen Bildverarbeitung. Als wertvolle Anschubfinanzierung im Jahre 2012 diente damals der Seed- und StartUp-Fonds Schleswig-Holstein II.

„Als eyespec sich im Jahre 2012 gründete, war das Gründungs-Ökosystem in Schleswig-Holstein nahezu nicht vorhanden, meint Dr. Annelie Tallig, Teamleiterin StartUp Förderung und Finanzierung bei der WTSH. „Im Laufe der vergangenen Jahre hat sich viel getan, nicht nur die Anzahl der StartUps stieg, sondern damit auch die Unterstützungsangebote“, so Tallig weiter.

So gibt es zum Beispiel seit 2016 das Gründungsstipendium Schleswig-Holstein, das Studierenden sowie Absolventinnen und Absolventen 12 Monate lang einen monatlich nichtrückzahlbaren Zuschuss in Höhe von bis zu 1600 Euro gewährt. Seit 2016 wurden 59 Stipendien für 25 Gründungsvorhaben von der WTSH im Auftrag des Landes Gründungsstipendien vergeben.

anja-kromer-foto.1024x1024Für Christina Lehmann und Anja Kromer von „Umtüten“ war das Gründungsstipendium eine Initialzündung bei der Umsetzung ihrer Geschäftsidee. „umtüten“ bietet umweltfreundliche Alternativen zur Einwegverpackungen in Form von Bio-Baumwollbeuteln mit abwaschbarem Inlay aus pflanzlicher Stärke an. Ebenso berichten die zwei im StartUp Talk über die Unterstützung durch WEStartUpSH, eine Initiative die sich explizit an Gründerinnen richtet und zum Beispiel bei der Vermittlung von Mentorinnen hilft. Mittlerweile sitzt das Team in der Alten Mu Think Farm in Kiel (ehemalige Muthesius Kunsthochschule) und rollt von dort sein Business in ganz Deutschland aus.

Startneu
Organisatoren und Gäste des Summits im Kieler musiculum  – unter anderem die beiden Gastgeberinnen Annelie Tallig (links) und Anke Rasmus (2.v.r.)

„Das StartUp SH Summit 2019 steht ganz im Zeichen des Austausches zwischen StartUps, Interessierten und Gründungsunterstützern. Wir wollen zeigen, wie StartUps, von der Gründung bis hin zum etablierten Unternehmen, auf ihre ganz individuelle Weise ihren Weg beschreiten. Außerdem schauen wir darauf, wie das StartUp Ökosystem sich in Schleswig-Holstein entwickelt hat und wo es in Zukunft hingehen wird“, beschreibt Dr. Anke Rasmus, erste Vorsitzende des StartUp SH e.V, die Idee des diesjährigen Summit.

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