
Von Sicherheitsfragen der Windenergie an Land und auf See bis hin zu den Sonnendecks der Tourismus-Leuchttürme von St. Peter Ording: Auch der dritte Tag der Rad-Thementour von Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen war wechselhaft wie das Wetter. Der größte gemeinsame Nenner aller Westküsten-Stationen: Gegenwind und der Fachkräftemangel, der sowohl Unternehmen wie dem „Green-Tec-Campus“ in Enge Sande wie auch Hotelbetrieben wie dem „Urban Nature“ in St. Peter Ording zu schaffen macht.
Hier ein paar Impressionen und ein Minister-Blitz-Fazit des heutigen Tages:
Bei der ersten Station in Enge Sande heute Vormittag kam Gastgeber Marten Jensen vom Green-Tec-Campus sogleich auf den Punkt: «Wir müssen dringend weitere Fachkräfte ausbilden, vor allem im erweiterten Elektrotechnikbereich», adressierte er an Madsen in dessen Funktion als Arbeitsminister. Einen kleinen Lichtblick hatte der CDU-Politiker für den umtrieben Campus-Gründer immerhin im Gepäck: Morgen wird er der Öffentlichkeit den Fahrplan zum ersten „Welcome Center“ des Landes vorstellen. Über die Einrichtung sollen künftig ausländische Fachkräfte geworben werden (Einzelheiten dazu morgen ab 13 Uhr auch als Livestream hier: Livestream Pressegespräch morgen ab 13 Uhr)

Zu seinem Besuch im Green-Tec-Campus sagte Madsen weiter – Audio starten, Pfeil klicken…
In Mildstedt bei Husum war anschließend in erster Linie Madsen in seiner Rolle als Verkehrsminister gefragt – genauer gesagt: er wurde sehnsüchtig erwartet. Denn: Für den Ausbau eines innerörtlichen Radwegs in der Gemeinde hatte er einen Förderbescheid über 160.000 Euro im Gepäck. «Eine gute Infrastruktur ist das A und O beim Umstieg vom Auto aufs Rad. Dabei steht Sicherheit immer an oberster Stelle. Die Gemeinde geht hier den richtigen Weg», sagte Madsen. Und da er in den letzten drei Tagen selbst über 300 Kilometer zwischen Kiel und Kotzenbüll zurückgelegt hatte, wusste er aus eigener Erfahrung: «Jeder neue Meter Radweg macht das Radfahren ein bisschen attraktiver.» Der Gehweg an der Mildstedter Hauptstraße wird noch in diesem Jahr auf einer Länge von 470 Metern zu einem Geh- und Radweg umgestaltet und dafür auf 2,50 Meter verbreitert und saniert.

Landrat Florian Lorenzen, der seitens des Kreises Nordfriesland nochmal weitere 95.000 Euro für das Vorhaben beisteuerte, erinnerte daran, dass der ausgebaute Radweg Teil des neuen Radverkehrskonzepts des Kreises Nordfriesland sei. Mit dem Konzept wolle der Kreis den Anteil des Radverkehrs erhöhen, indem die Radwege selbst aber auch die Begleitinfrastruktur wie Abstellanlagen verbessert werden.
Mildstedts Bürgermeister Riebesell freute sich über den Förderbescheid:«Nur wenn alle politischen Entscheidungsebenen die Kommunen bei der Umsetzung ihrer Verkehrsprojekte unterstützen, kann die Mobilitätswende gelingen. Der aktuelle Förderbescheid ist ein gutes Beispiel dafür», sagte er.

Letzte Station der Reise – teils begleitet von Rad.SH-Chef Thorben Prenzel – die touristische Top-Destination St. Peter Ording. Das 2021 entstandene Drei-Sterne-Superior-Familienhotel setzte bereits beim Bau auf nachhaltige Grundsätze und wurde vom Land bei Gesamtkosten von über 25 Millionen Euro mit knapp zwei Millionen Euro gefördert.

Zu dem Konzept sagte Madsen – Audio starten, Pfeil klicken…
Hotelchef Christian Bärwinkel nutzte die Gelegenheit, um auf das erste „Sound of Urban Nature“-Festival am 23. Juli hinzuweisen. Die Teilnahme ist kostenlos. Das Hotel holt dafür einige bekannte Namen nach St. Peter-Ording. Philipp Dittberner (Wolke 4) ist einer von ihnen. «Mit unserem ersten Sommer-Open-Air ‚Sound of Urban Nature‘ stellen wir ein neues Highlight-Event auf die Beine und freuen uns auf einen stimmungsvollen Tag und das gemeinsame Feiern mit Freunden und neuen Gesichtern“, so Bärwinkel.