Rüstungsbetriebe in SH stark im Aufwind – Buchholz: Gutes Signal für den Industriestandort

SH-Rüstungsindustrie rechnet mit Umsatzsteigerungen und weiteren Personaleinstellungen

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Die absehbaren Umsatzsteigerungen und geplanten Personaleinstellungen habe eine Konjunktur-Blitzumfrage des Arbeitskreises Wehrtechnik bei den Mitgliedsfirmen ergeben, sagte heute der Vorsitzende des Arbeitskreises Wehrtechnik, Dieter Hanel. Die Entwicklung der einzelnen Unternehmen sei allerdings unterschiedlich. Konkrete Zahlen könnten noch nicht genannt werden. Insgesamt werde die Lage besser eingeschätzt als im vergangenen Jahr, vor allem von den größeren Wehrtechnik-Unternehmen.

Im Jahr 2016 habe der Umsatz der 29 Mitgliedsunternehmen bei 1,5 Milliarden Euro gelegen. Die Zahl der Beschäftigten habe um etwa 8 Prozent zugenommen. Rund 6200 Menschen arbeiten laut Hanel direkt in der Wehrtechnik im Norden – so viele wie nie zuvor in den vergangenen 25 Jahren. Hinzu kämen Tausende weitere Arbeitsplätze. Wirtschaftsminister Bernd Buchholz bezeichnete die optimistischen Erwartungen der enorm innovativen Branche als gutes Signal für den Industriestandort Schleswig-Holstein. Vor allem die hochwertigen Arbeitsplätze in diesem Bereich würden zur weiteren Stabilisierung des Arbeitsmarktes beitragen.

Der Exportanteil lag 2016 bei über 50 Prozent. Für das laufende Jahr sei mit einem ähnlichen Anteil zu rechnen, sagte Hanel. Über die Jahre schwanke der Exportanteil zwischen 50 und 70 Prozent. Zur Produktpalette gehören U-Boote, andere Marineschiffe, Panzer und Schützenpanzer sowie Kommunikations- und Luftfahrttechnik.

Als gravierendes Problem nannte Hanel die nach Ansicht der Branche viel zu langen Zeiträume, bis die Bundesbehörden über Exportanträge entscheiden. Dies dauere in manchen Fällen bis zu zwei Jahre. Für den Export etwa von Ersatzkomponenten müssten Entscheidungen aber innerhalb von drei Monaten möglich sein, forderte Hanel. Um die Exportchancen nicht zu gefährden, sei eine Verkürzung der Bearbeitungszeiten bei Exportgenehmigungen dringend erforderlich.

Die neue, auf die Landes- und Bündnisverteidigung ausgerichtete Einsatzstruktur sowie die Finanz- und Materialplanung der Bundeswehr («Bundeswehr 2032») lassen die Wehrtechnik-Unternehmen optimistischer in die Zukunft schauen. «Es überwiegt die Zuversicht, dass sich die Nachfrage seitens der Bundeswehr in den nächsten Jahren wieder in Richtung Zuwachs entwickelt», hieß es. Notwendig sei auch eine europäische Harmonisierung etwa bei Normen in der Wehrtechnik.

An der Konjunkturumfrage nahmen 18 Unternehmen mit insgesamt 19 200 Mitarbeitern teil, von denen rund 5000 direkt in der Wehrtechnik arbeiten

Marschbahn: Sylt-Pendler können sich über weitere Entlastungen freuen

Nach Minister-Besuch auf Sylt: Land und NAH.SH ermöglichen weitere Entlastungen auf der Marschbahn

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Tourismus Urlaub Bahnhof Westerland Copyright/Foto:grafikfoto.de

Pendler, die zwischen Niebüll und Husum unterwegs sind, können künftig wochentags auf zwei Verbindungen des Sylt Shuttle Plus (SSP) ausweichen. Wie Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz und NAH.SH-Chef Bernhard Wewers heute in Kiel mitteilten, haben das Land, die NAH.SH GmbH und DB Sylt Shuttle eine auf die Pendlerbedürfnisse zugeschnittene Freigabe am Nachmittag vereinbart. Eine weitere Fahrplanlücke soll außerdem geschlossen werden.

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Buchholz sagte dazu

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Hintergrund: Die Pendlerinitiative hatte beim Besuch des Verkehrsministers auf der Insel Sylt vor knapp drei Wochen um eine Entlastung derjenigen Pendler gebeten, die südlich von Niebüll unterwegs sind. Bei seinem Besuch auf Sylt hatte Buchholz bereits angekündigt, die Taktlücke zwischen 14:22 und 16:22 Uhr (ab Westerland) für die Weiterfahrt südlich von Niebüll zu schließen. Das ist durch die Verlängerung eines Zuges von Niebüll bis Bredstedt ab dem 4. September möglich. Die Kosten in Höhe von rund 130.000 Euro übernimmt das Land.

Übergangsweise können Pendler mit Fahrkarten des Schleswig-Holstein-Tarifs nun auch ab sofort bis Anfang September auch die Verbindung des Sylt Shuttle Plus um 16:38 Uhr ab Niebüll nutzen. Darüber hinaus ist für Pendler ebenfalls ab sofort bis zum 9. Dezember die SSP-Verbindung um 19:38 Uhr ab Niebüll freigegeben. Die Kosten für beide Freigaben trägt das Land.

Buchholz: „Mir ist bewusst, dass die Situation auf der Marschbahn vor allem für Pendler wegen des Ersatzkonzeptes weiter schwierig ist und ihnen viel Geduld abverlangt. Deshalb ist es mir wichtig, die Pendler mit diesen Freigaben und Fahrplanveränderungen zu entlasten.“

Eine weitere Verbindung wollen Land und NAH.SH in Kürze verbessern: Der Regionalzug, der um 15:29 Uhr in Niebüll ankommt, war wegen seiner langen Standzeit von fast einer halben Stunde in Niebüll bisher ungünstig für Pendler Richtung Husum. Gemeinsam haben sich NAH.SH, DB Sylt Shuttle und DB Regio nun auf eine Verschiebung der Trassen geeinigt. An Werktagen fährt der Zug künftig um 15:31 Uhr weiter ab Niebüll. Die Reisezeit bis Husum wird dadurch deutlich kürzer. Die Anpassung soll zum 4. September umgesetzt werden.

NAH.SH-Geschäftsführer Wewers: „Das Ersatzkonzept bleibt eine große Anstrengung für alle Beteiligten. Umso wichtiger ist es, dass alle an einem Strang ziehen und kurzfristige Verbesserungen ermöglichen. Dafür danke ich allen Beteiligten, diesmal besonders Herrn Onken von DB Sylt Shuttle.“

Bis zum Oktober sollen alle 90 Reisezugwagen den Betrieb auf der Marschbahn wieder aufnehmen. Deshalb gelten die Freigaben für den SSP und den bereits Ende Juni freigegebenen IC 2073 (15:26 Uhr ab Westerland) für Pendler nur befristet. Die ersten Parks mit reparierten Kupplungen sind bereits auf der Marschbahn unterwegs.

Mehr zum Nahverkehr in Schleswig-Holstein und dem Ersatzkonzept an der Westküste gibt es unter www.nah.sh

Buchholz: „An der A 7 können wir lernen, Ökologie und Ökonomie in Einklang zu bringen“

Wo der Natur grüne Brücken gebaut werden – Ortstermin mit Minister Buchholz an der Autobahn A 7

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Ortstermin mit Fachleuten auf der Grünbrücke bei Großenaspe; Buchholz (Mitte) mit DEGES-Chef Brandenburger (2.v.r.), Bereichsleiter Rothe (links) und LBV-SH-Chef Conradt

Ökologische Ausgleichsmaßnahmen bei großen Infrastrukturvorhaben bieten aus Sicht von Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz großen Spielraum für einen engen Schulterschluss zwischen Projektträgern und Naturschützern. „Man kann aktuell beispielsweise am Ausbau der A 7 sehr gut beobachten, was es in der Praxis bedeutet, ökonomische Erfordernisse und ökologische Verantwortung in ein gesundes Gleichge­wicht zu bringen – und zwar unabhängig von den ohnehin schon bestehenden gesetz­lichen Vorschriften“, sagte Buchholz heute bei einem Besuch der Baustelle.

Buchholz sagte während des Besuchs im Gespräch mit Journalisten

Bei dem Ortstermin in Höhe Großenaspe erläuterten DEGES-Geschäftsführer Dirk Brandenburger und der für die A 7 zuständige DEGES-Bereichsleiter Bernd Rothe dem Minister die einzelnen ökologischen Begleitprojekte des sechsspurigen Autobahn-Ausbaus. „Autobahnbau und Umwelt sind keine Gegensätze, sondern sie gehören zusammen, weil sie sich gegenseitig bedingen,“ betonte Brandenburger. Die im Besitz von zwölf Ländern und dem Bund befindliche Projektmanagementgesellschaft DEGES plant und betreut das gemeinsame Projekt der Länder Schleswig-Holstein und Hamburg seit 2008. Umgesetzt wird der Ausbau vom Baukonsortium Via Solutions Nord. Sowohl Brandenburger und Rothe, als auch der für beide Länder zuständige Verkehrskoordinator Christian Merl zeigten sich zuversichtlich, dass der angepeilte Fertigstellungstermin der A 7 bis Ende 2018 erreicht werde.

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Buchholz und DEGES-Bereichsleiter Bernd Rothe

Wie Buchholz sagte, sei die Bewältigung naturschutzfachlicher Belange Dreh- und Angelpunkt bei der dringend nötigen Beschleunigung des Infrastruktur-Ausbaus in Deutschland. Großen Spielraum für ausgewogene Kompromisse sieht der Minister bei Vermeidungsmaßnahmen wie etwa der Umsiedlung von Haselmäusen oder auch bei Kompensationsmaßnahmen wie der Renaturierung von Flächen. „Vieles von dem, was hier einvernehmlich realisiert wurde, kann ich mir beispielsweise auch an der A 20 vorstellen“, sagte Buchholz. Er erinnerte zugleich aber auch daran, dass ein Ausbau-Projekt wie die A 7 mit einem ökologisch sensiblen Neubauvorhaben wir der A 20 nur sehr eingeschränkt vergleichbar sei.

Als ein besonders erfolgreiches Resultat guter Zusammenarbeit von Projektträgern, Behörden, Betroffenen und Naturschützern bezeichneten Brandenburger und Buchholz unter anderem die Grünbrücke bei Brokenlande inklusive der Umfeldgestaltung. Darüber hinaus wird unter Federführung der Stiftung Naturschutz und unter Mitwirkung des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV-SH) der Bereich zwischen den Grünbrücken bei Brokenlande und bei Bad Bramstedt sowie an der A 21 bei Kiebitzholm über Verbundelemente ökologisch vernetzt.

Buchholz „Ich würde mich freuen, wenn wir die bewährte und pragmatische  Zusammenarbeit mit den Naturschützern an der A 7 auch mit den Naturschutzverbänden an der A 20 forcieren können.“ Der erste Schritt dazu sei bereits getan – mit einem monatlichen Treffen von Umweltminister Dr. Robert Habeck und Buchholz mit den Spitzen der Naturschutzverbände BUND, NABU und LNV.

Überblick über ökologische Maßnahmen beim A-7-Ausbau

Zerschneidung

Wichtige naturschutzfachliche Gesichtspunkte und Konfliktfelder beim Autobahnbau sind vor allem die Zerschneidung und Versiegelung sowie die Beeinträchtigung von Biotopen, Tieren und dem Landschaftsbild. Dabei wird die Trenn- und Barrierewirkung auf der A 7 unter anderem verstärkt durch die Verbreiterung um zwei Fahrstreifen, Betongleit­wände im Mittelstreifen, eine höhere Verkehrsbelastung oder die komplette beidseitige Anlage eines Wildschutzzaunes.

Beispielhafte Minimierungs- und Vermeidungs-Maßnahmen:

  • Grünbrücken (bei Brokenlande und bei Bad Bramstedt) inklusive Umfeldgestaltung durch Aufforstung
  • deutliche Aufweitung von Bauwerken durch Vergrößerung der so genannten Lichten Weite bei 13 von insgesamt 16 A-Bauwerken
  • Überflughilfen (Stahlzäune) für Fledermäuse an bekannten Flugrouten parallel zur A 7-Trasse
  • Einbau von Bermen unter Bauwerken, unter anderem für Fischotter, Klein-und Mittelsäuger.

Versiegelung

Durch die neuen Fahrstreifen (2 x 3,00 m) kommt es zu einer Neuversiegelung von Böden auf einer Fläche von rund 36 Hektar. Hinzu kommen noch Flächen für die Erweiterung von Bauwerken, Anschlussstellen oder Baustelleneinrichtungsflächen, so dass rund 45 Hektar Fläche direkt betroffen ist.

Beispielhafte Kompensationsmaßnahmen:

Moorrenaturierung Breitenburger Moor (Ökokonto): 45 Hektar

  • Entsiegelung von Flächen; Abriss einer Hofstelle in Tackesdorf
  • Grünlandextensivierung: 233 Hektar, davon drei große Komplexe:
  • Langwedel, nordöstl. Bordesholm   24 ha
  • Bargstedter Moor, bei Nortorf   88 ha
  • Tackesdorf, südl. Nord-Ostsee-Kanals, südwestl. Rendsburg 91 ha

Biotope (Pflanzen)

Anlage- und baubedingt wird in die verschiedensten Biotoptypen eingegriffen wie etwa Laubwälder, Nadelforsten, Knicks und Feldhecken, Fließgewässer, Grün und Ackerland.

Beispielhafte Kompensations-Maßnahmen:

  • Aufforstung , Sukzessionsflächen: 60 ha
  • Feldgehölze: 2 ha
  • Knicks- und Feldhecken: 3.550 m

Tiere

Der Einfluss der A 7-Erweiterung auf die Tierwelt ist in vielfacher Weise untersucht worden. Beispiele: Rot- und Damwild, Hasel- und Fledermäuse, Fischotter, Brutvögel, Ampibien, Reptilien, Libellen, Wildbienen und Grabwespen, Fische und Neunaugen (Flussneunauge / Meerneunauge)

Beispielhafte Minimierungs- und Vermeidungs-Maßnahmen:

  • Großwild Grünbrücken, sonstige Querungshilfen, Wildschutzzäune
  • Haselmäuse Bauzeitenbeschränkungen, zur Vermeidung

von artenschutzrechtlichen Verbotstatbeständen waren Vermeidungsmaßnahmen so genannte „Continued ecological functionality“ (CEF)- Maßnahmen erforderlich.

  • Fischotter Bermen unter Bauwerken, Aufweitung von Bauwerken,             Schutzzäune
  • Fledermäuse Bauzeitenbeschränkung, Baumkontrolle vor Fällung, Pflanzung       von Leitstrukturen, Überflughilfen
  • Brutvögel Bauzeitenbeschränkungen, Sichtschutzzäune, Vergrämung,                 Baum- und Nestkontrolle
  • Amphibien Schutzzäune; Neunaugen Z. B. an der Osterau: Aufwändiger Schutz der Gewässer vor

Eintrag von Stäuben und Abbruchmaterial beim Abriss der alten Brücken (Abdeckung mit Bohlen und Planen), vorheriges Abfischen und Umsetzen von Neunaugenlarven

Landschaftsbild

Veränderungen des Landschaftsbildes durch Verlust von straßenbegleitender Vegetation (große Bäume, Wald) oder durch neue „Elemente“ wie Lärmschutzwände und –wälle, Wildschutzzäune, Überflughilfen für Fledermäuse.

Beispielhafte Gestaltungs-Maßnahmen:

  • Bepflanzung von Böschungen, Lärmschutzwällen
  • Bepflanzung Mittelstreifen
  • Bepflanzung Parkplätze
  • Pflanzung von Hochstämmen an markanten Punkten

„Meisterstück deutscher Ingenieurskunst“ verlässt Kieler Werft Richtung Ägypten

TKMS liefert U-Boot an Ägypten – Staatssekretär Rohlfs erinnert an hohe industriepolitische Bedeutung

Das zweite von insgesamt vier U-Booten hat die Kieler Werft TKMS heute offiziell an die ägyptische Marine übergeben. Ende 2016 war mit «S41» das erste Boot an die Ägypter ausgeliefert worden. Von einem «Meisterstück deutscher Ingenieurskunst» sprach Andreas Burmester, Mitglied der Geschäftsführung der Werft ThyssenKrupp Marine Systems, bei einem militärischen Zeremoniell am Pier 11 des Werftgeländes. Wirtschafts- und Technologuie-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs erinnerte zudem an die hohe industriepolitische Bedeutung der Aufträge für Schleswig-Holstein.

An der Zeremonie nahm Bootauch der Oberbefehlshaber der ägyptischen Marine, Vizeadmiral Ahmed Khaled, teil. Er betonte die Bedeutung der Marine nicht nur für die Sicherheit im Nahen Osten und den Schiffsverkehr im Suezkanal. Die U-Boote seien angesichts der sich verändernden Risiken «um uns herum und des Terrorismus» wichtig.

Der Befehlshaber der deutschen Flotte, Vizeadmiral Rainer Brinkmann, betonte die Bedeutung von nur schwer zu ortenden U-Booten. «Das macht sie zu einem unschätzbaren strategischen Instrument im politischen und Marine-Werkzeugkasten.» Die Boote aus Kiel seien «state of the art» und die besten konventionellen U-Boote der Welt.

Insgesamt hat Ägypten vier U-Boote bei TKMS bestellt. Die beiden anderen Boote sollen bis 2021 abgeliefert werden. Sie sind rund 62 Meter lang. Zum Kaufpreis machte die Werft selbst keine Angaben.

Die «Kieler Nachrichten» hatten von rund einer Milliarde Euro berichtet. Die Boote hätten demnach acht Torpedorohre, aus denen bis zu 14 Torpedos und Flugkörper verschossen werden können. Der Zeitung zufolge hat die ägyptische Marine für rund 130 Millionen Dollar 20 Flugkörper des Typs Harpoon UGL-84L in den USA bestellt.

Rüstungsexporte sind nicht unumstritten. In Israel hatten Berichte über den Verkauf von zunächst zwei deutschen U-Booten an Ägypten 2012 Irritationen ausgelöst. Drei Jahre später genehmigte die Bundesregierung den Bau von zwei weiteren Booten.

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Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs

Die Landesregierung in Kiel freue sich über jeden Auftrag für die Kieler Werft, sagte Wirtschafts-Staatssekretär Thilo Rohls. «Industriepolitisch hat dieser Standort für Schleswig-Holstein eine überragende Bedeutung.» Die Boote seien «im konventionellen Bereich absolute Spitzenklasse». Die Entscheidungen, welche Lieferungen an welche Länder gingen, fielen in Berlin. «Diese Beurteilung haben wir hier in Kiel – von der Landesregierung – nicht zu treffen.»

Mehr Komfort für täglich 3000 Bahnkunden: Barrierefreier Zugang zu den Gleisen in Reinfeld

Barrierefrei: Land und DB AG nehmen neue Fußgänger-Überführung auf dem Bahnhof Reinfeld in Betrieb

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Buchholz (2.v.r.) mit Reinfelds Bürgermeister Heiko Gerstmann (rechts), Bernhard Wewers (2.v.l.), Manuela Herbort (mitte) und Bärbel Aissen, Regionalbereichsleiterin Nord der DB Station&Service AG beim Durchschneiden des Bandes

Gemeinsam mit der DB-Konzernbevollmächtigten Manuela Herbort sowie NAH.SH-Chef Bernhard Wewers, Bundestagsabgeordneten und Kommunalpolitikern hat Verkehrsminister Bernd Buchholz heute die neue Personenüberführung sowie die neuen Aufzüge im Bahnhof Reinfeld offiziell in Betrieb genommen.

Buchholz sagte bei der Feierstunde in Reinfeld unter anderem (Audio anklicken)

Der Ausbau des Bahnhofs hatte im Oktober letzten Jahres begonnen. Es wurde eine Brücke über das Richtungsgleis Lübeck–Hamburg gebaut. Die Zuwegung erfolgt über Treppen und über je einen Aufzug auf der Seite des Empfangsgebäudes sowie auf dem Mittelbahnsteig.

Damit ist nun auch der Bahnhof Reinfeld mit werktäglich über 3.000 Ein- und Aussteigern barrierefrei. Buchholz: „Ich freue mich, dass damit eine weitere Lücke im Netz der barrierefreien Bahnstationen in Schleswig-Holstein geschlossen werden konnte. Der Bahnhof Reinfeld wird dadurch noch attraktiver.“

Mit werktäglich zwei schnellen Verbindungen pro Stunde (30-Minuten-Takt) in knapp über 30 Minuten nach Hamburg Hbf ist der Bahnhof äußerst attraktiv an den Schienenverkehr angebunden. Nach Lübeck beträgt die Fahrzeit 10 Minuten. In den vergangenen 15 Jahren stiegen die Fahrgastzahlen um 120 Prozent.

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Erste Probefahrt mit dem neuen Aufzug

Der Bahnsteig erhielt drei zusätzliche Wetterschutzhäuser sowie ein neues Wegeleitsystem. Außerdem wurde das Bahnsteigdach grundlegend erneuert.

Bernhard Wewers, Geschäftsführer der NAH.SH Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein GmbH: „Nach und nach haben wir die Barrierefreiheit an den Stationen in Schleswig-Holstein vorangebracht. Wir sind bundesweit Spitze. Das liegt auch an der guten Zusammenarbeit mit der DB Station&Service AG“.

In den barrierefreien Ausbau investierten das Land Schleswig-Holstein und die DB AG rund 2,7 Millionen Euro. Nach Abschluss der Arbeiten erfolgen der Rückbau und das Verfüllen des Personentunnels.

Mehr klimafreundliche Mobilität auf der Schiene: Pofalla und Buchholz im Schulterschluss

Pofalla und Buchholz besiegeln Innovationspartnerschaft: Mobilität und Klimaschutz stärker in Einklang bringen 

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Der für Infrastruktur zuständige DB-Vorstand Ronald Pofalla und Verkehrsminister Bernd Buchholz wollen sich gemeinsam für einen stärkeren Einklang von Mobilität und Klimaschutz einsetzen. Bei ihrem ersten Treffen heute in Berlin bekräftigten beide die Ziele der im Frühjahr zwischen DB AG und dem Land Schleswig-Holstein geschlossenen „Innovationspartnerschaft für moderne Mobilität und Klimaschutz“. Bei dem Gespräch, an dem auch die für Hamburg und Schleswig-Holstein zuständige DB-Konzernbevollmächtige Manuela Herbort teilnahm, wurde unter anderem auch über die Zukunft der Sylt-Verkehre gesprochen.

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Bahntower Berlin

Wie Buchholz sagte, gehe es bei der Innovations­partner­schaft darum, in den nächsten fünf Jahren neue und moderne Verkehrskonzepte auszuprobieren und nach Möglichkeit schon in den regulären Betrieb zu überführen. Ziel dabei sei, neue Techniken und Konzepte so zu etablieren, dass sie als Vorbild für andere Regionen genutzt werden können. „Wir sind uns mit der Bahn einig, dass Schleswig-Holstein enorme Standort-Vorteile bietet und wir Pilot-Projekte aufgleisen hönnen, die am Ende ganz Deutschland zugute kommen werden“, so Buchholz. Er erinnerte daran, dass unter anderem der japanische Konzern Toshiba in Kiel den Prototyp einer Speicher-Hybrid-Lokomotive entwickeln will.

Schwerpunkt der Innovationspartnerschaft ist laut Pofalla und Buchholz unter anderem die Entwicklung von Betriebs- und Einsatzkonzepten für moderne Fahrzeuge, die deutlich weniger oder gar keine CO2-Emissionen mehr ausstoßen. Zudem hätten sich beide Seiten verpflichtet, die Möglichkeiten eines gemeinsamen Aufbaus von  leistungsfähiger Ladeinfrastruktur für Elektromobilität im gesamten Öffentlichen Verkehr zu untersuchen. „Dabei wollen wir – auf dem Weg weg vom Diesel – insbesondere die Chancen der Digitalisierung nutzen, um Qualität und Verfügbarkeit für moderne Mobilität in Schleswig-Holstein weiter zu verbessern“, sagte Buchholz.

Ein weiteres Thema bei dem Treffen waren auch die Probleme bei den Sylt-Verkehren. „Nach meinem Eindruck ist der Konzernspitze der DB die einzigartige Engpass-Situation sehr bewusst und wir waren uns auch rasch einig, dass wir gemeinsam mit dem Bund langfristig weitere Ausbaumöglichkeiten auf der Strecke Niebüll-Westerland prüfen müssen.“

Antrittsbesuch im DB-Tower: Buchholz heute beim  Bahn-Vorstand in Berlin

Buchholz heute bei Bahn-Vorstand Pofalla in Berlin – Erstes Treffen mit breitem Themenspektrum

Mit einem breiten Themenbündel im Gepäck reist Verkehrsminister Bernd Buchholz heute früh nach Berlin, um im DB-Tower mit Bahn-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla zu sprechen. Bei dem ersten Kennlern-Treffen werden neben Ausbauprojekten des Bundesverkehrswegeplans unter anderem auch die Engpässe bei den Sylt-Verkehren eine Rolle spielen. 

Ein weiteres Thema: die im März zwischen Land und DB geschlossene Innovationspartnerschaft für moderne Mobilität und Klimaschutz. Dabei geht es um Strecken-Elektrifizierungen und weitere klimafreundliche Projekte. Unter anderem möchte die DB AG die neuen Lokomotiven des Autozug Sylt so umrüsten, dass sie künftig deutlich weniger CO² ausstoßen. 

Niedrigste Arbeitslosenquote in einem Juli seit 25 Jahren – Ausbildungsmarkt holt Schwung

Sommerlicher Arbeits- und Lehrstellenmarkt: Buchholz und Haupt-Koopmann appellieren an Jugendliche und Unternehmen.

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Agentur-Direktorin Haupt-Koopmann und Arbeitsminister Buchholz beim Pressegespräch

Rein rechnerisch steht auf dem Lehrstellenmarkt in Schleswig-Holstein alles zum Besten. Nach Angaben der Arbeitsagentur stehen 6300 unbesetzten Ausbildungsplätzen 6200 noch suchende Jugendliche gegenüber. Folglich könnte auf dem Papier jeder Bewerber eine Lehrstelle bekommen. Doch die Lage in den Branchen ist zum Teil sehr unterschiedlich, wie die Regionaldirektorin der Arbeitsagentur, Margit Haupt-Koopmann, heute gemeinsam mit Arbeitsminister Bernd Buchholz erläuterte: Im Lebensmittelverkauf entfallen auf einen Suchenden 7,3 freie Stellen, bei Arzthelferinnen ist es nur eine halbe.

TonbildIm Gespräch mit Christian Nagel (NDR) und Sven Brosda (RSH) sagte Buchholz…

(Audiopfeil klicken)

Die Zahl der unbesetzten Lehrstellen ist im Vorjahresvergleich mit 7,6 Prozent stärker gestiegen als die der unversorgten Jugendlichen mit 4,8 Prozent. Zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres sei auf dem Lehrstellenmarkt noch viel in Bewegung, sagte Haupt-Koopmann. Ein großer Teil des Geschäfts werde im August und September gemacht. Gute Einstiegschancen gebe es besonders im Einzelhandel, im Handwerk sowie im Hotel- und Gaststättengewerbe.

Die Regionalchefin der Arbeitsagentur rief Betriebe und Jugendliche zur Flexibilität bei der Bewerber- und Berufsauswahl auf. Es gebe 330 Ausbildungsberufe. Haupt-Koopmann warb bei den Unternehmen auch für die Unterstützungsangebote der Arbeitsagenturen und Jobcenter. Dazu gehörten Einstiegsqualifizierungen und Ausbildungshilfe durch Coaches.

Zwei Medizinische Fachangestellte (MFA) in einem Krankenhaus
Nach wie vor sehr gefragt: Beruf der Arzthelferin

«Alle Jugendlichen bekommen am Ende ein Angebot», sagte Arbeitsminister. Sie sollten sich nicht nur auf einen Wunschberuf fixieren und auch räumlich flexibel sein. Die Lehrstelle müsse nicht immer gleich auf der anderen Straßenseite liegen. An die Unternehmer appellierte er zu bedenken, dass die Nachwuchssicherung ein zentraler Standortfaktor sei. Angesichts des Fachkräftemangels sei es im Interesse der Betriebe, möglichst alle Ausbildungsplätze zu besetzen – auch einmal mit Bewerbern, die vielleicht nicht gleich auf den ersten Blick mit ihrer Qualifikation überzeugen. «Häufig wird mancher Bewerber auf den zweiten Blick zur ersten Wahl.» Für manche Jugendlichen wäre es auch besser, statt des angestrebten Studiums eine Ausbildung zu absolvieren, sagte Buchholz.

Arbeiter der FSG während eines Stapellaufs
Werftarbeiter der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG)

Die Arbeitslosigkeit ist in Schleswig-Holstein unterdessen auf den niedrigsten Stand in einem Juli seit 25 Jahren gesunken. Mit 90 900 Menschen ohne festen Job waren im Juli 1,6 Prozent weniger arbeitslos gemeldet als vor einem Jahr. Nur im Vergleich zum zum Vormonat gab es saisonbedingt eine Zunahme um 1,5 Prozent. Die Arbeitslosenquote beträgt derzeit 5,9 Prozent, nach 6,1 Prozent vor einem Jahr.

Arbeitsminister Buchholz führt die nach wie vor stabile Lage am Arbeitsmarkt vor allem auf den robusten Mittelstand im Land zurück. Er sei auch hinsichtlich der weiteren konjunkturellen Entwicklung überaus optimistisch, sagte der FDP-Politiker. Angesichts des saisontypischen Verlaufs sei er auch sicher, dass die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen zum Herbst wieder deutlich zurückgehen wird. Als besonders erfreulich bezeichnete Buchholz den Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit. Zurzeit gebe es gute Chancen auch für Menschen, die nach längerer Arbeitslosigkeit zurück in die Beschäftigung wollen.

Die Erhöhung der Arbeitslosigkeit gegenüber Juni liegt zum einem an quartalsbedingten Kündigungen und zum anderen, dass in vielen Branchen Einstellungen erst nach den Sommerferien vorgenommen werden. Entscheidend ist aber, dass sich im Juli viele junge Leute nach Abschluss ihrer Berufsausbildung vorübergehend arbeitslos melden. «Der größte Teil dieser jungen Frauen und Männer ist im Herbst nicht mehr arbeitslos», sagt Haupt-Koopmann. Dies gelte speziell für frisch ausgelernte Fachkräfte, die von ihren Ausbildungsbetrieben aus unterschiedlichen Gründen nicht übernommen wurden.

Positiv entwickelt sich weiterhin die Beschäftigung. Nach den aktuellsten Daten vom Mai stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs im Vorjahresvergleich um 25 700 auf 963 800. Kräftige Zuwächse verbuchten vor allem das Gesundheits- und Sozialwesen (plus 4600), der Handel (3400) und das verarbeitende Gewerbe (2800). Nur in der Finanz- und Versicherungswirtschaft gab es ein leichtes Minus von 400 Stellen.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften bewege sich seit Jahresbeginn auf einem hohen Niveau, bilanzierte die Regionaldirektorin. Von Januar bis Juli seien den Arbeitgeberserviceteams 44 300 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet worden und damit noch einmal 400 mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Besonders bei unternehmensnahen Dienstleistungen, im Handel, im Bereich Soziales und Gesundheit, im Tourismus und auf dem Bau werden Mitarbeiter gesucht.

Im Juli waren in Schleswig-Holstein 18 700 Ausländer arbeitslos gemeldet und damit 3300 mehr als ein Jahr zuvor. Der Zuwachs geht auf die hohen Flüchtlingszahlen von 2015 und teilweise 2016 zurück. Diese Menschen rücken nach Abschluss ihrer Sprachkurse nach und nach auf den Arbeitsmarkt. In den nächsten Monaten werden das noch 7000 weitere sein, wie Haupt-Koopmann sagte. Der Anteil der Ausländer an allen Arbeitslosen beträgt derzeit rund 20 Prozent.

Die niedrigste Arbeitslosigkeit unter den Kreisen hat nach wie vor Stormarn mit 3,3 Prozent, die höchste Dithmarschen mit 6,5 Prozent. Bei den kreisfreien Städten hat Lübeck mit 8,4 Prozent die niedrigste Quote und Neumünster mit 9,4 Prozent die höchste.

 

Kieler Hafen weiter auf Expansionskurs: Neuer Passagier-Terminal in Planung

Terminal für Kreuzfahrt-Passagiere im Kieler Hafen geplant – Buchholz stellt Förderung in Aussicht

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Auf Hafentour: Buchholz, Kiels OB Kämpfer und Hafenchef Dirk Claus

Im Kieler Seehafen stehen die Zeichen auf Expansion. Weil immer größere Kreuzfahrtschiffe die Stadt anlaufen, plant Seehafen-Chef Dirk Claus ein weiteres Terminal am Ostseekai. «Die Baukosten betragen rund 5,5 Millionen Euro», sagte er heute beim Antrittsbesuch von Wirtschaftsminister Bernd Buchholz. Bereits 2019 soll das neue, 4000 Quadratmeter große Terminal mit zwei Ebenen neben dem bestehenden Gebäude in Betrieb nehmen. Es soll zwei derzeit dort stehende Leichtbauhallen ablösen.

Laut Claus ist der Grund für die Investition das weiterhin gut laufende Kreuzfahrtgeschäft. Dieses Jahr werden voraussichtlich erstmals mehr als 500 000 Passagiere an oder von Bord eines Kruezfahrtschiffes gehen. Mittelfristig würden die Stadt Schiffe mit mehr als 4000 Passagieren anlaufen, sagt der Hafenchef. Insgesamt rechnet der Hafen in diesem Jahr mit 2,1 Millionen Passagieren, inklusive der Passagiere der Fährschiffe auf den Linien nach Oslo, Göteborg und ins Baltikum.

Im Gespräch mit Journalisten sagte Buchholz zu dem geplanten Invest unter anderem (Pfeil oder „In Browser anhören“ klicken)

Aber auch der Umschlag entwickelt sich gut. Im laufenden Jahr wird der Hafen voraussichtlich erstmals einen Umschlagsleistung von mehr als sieben Millionen Tonnen erzielen. Der Hafen braucht deshalb Platz für weitere Expansion. Claus und Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) haben dafür das Gelände des derzeit noch genutzten Kohlekraftwerks ins Visier genommen. «Für mich ist das die letzte große strategische Hafenerweiterungsfläche», sagte Kämpfer.

Das Problem: Das Gelände neben dem Ostuferhafen gehört Uniper und den Stadtwerken Kiel, die das Kraftwerk noch bis 2018 gemeinsam betreiben. Eine Verpflichtung zum Abriss des Kraftwerks nach dessen Betriebsende gibt es laut Kämpfer nicht. Die geschätzten Kosten dafür lägen im hohen einstelligen Millionenbereich, sagte Kämpfer. Für ihn sei ein Abriss des Baus jedoch alternativlos. Zweites Problem: Niemand weiß, wie viele Schadstoffe und möglicherweise auch Munition aus dem Zweiten Weltkrieg sich dort im Boden befindet. «Man muss von extrem hohen Sanierungskosten ausgehen», sagte Kämpfer. Dies sei ohne Landeshilfe nicht machbar.

Buchholz gab bei seinem Besuch bereits entsprechende Signale: «Das Land wird sich sicherlich beteiligen» und den Ausbau fördern, «wenn es hier wirtschaftlich darstellbare Möglichkeiten gibt, den Hafen richtig zu erweitern». Laut Claus geht es um ein etwa 13 Hektar großes Areal. Er beziffert die Kosten auf etwa 50 bis 70 Millionen Euro. Liefe alles glatt, könnte das Areal bereits 2024 genutzt werden. Insgesamt seien bis 2030 Investitionen in Höhe von 110 Millionen Euro denkbar.

Vom Hafenbetrieb hängen nach Angaben des Seehafens mittlerweile mehr als 2500 Arbeitsplätze ab. «Das ist ein wachsendes, gutes Geschäft», sagte Buchholz. Das Land werde den Kurs des gut aufgestellten Hafens tatktäftig unterstützen. Dies gelte genauso für den Lübecker Hafen, der derzeit allerdings «ein Stückchen Sorgenkind» sei. Von dort habe es 2013 zuletzt einen Antrag auf Fördermittel gegeben.

WiMi.SH-Termine heute: Besuch im Seehafen Kiel und PK zum Ausbildungsmarkt

Buchholz heute zu Besuch im Seehafen Kiel +++ Danach: Vorstellung von Arbeits- und Ausbildungsmarktzahlen

Stark im Aufwind – nicht nur als Kreuzfahrer-Destination: Seehafen Kiel

Bei seiner Tour durch die großen schleswig-holsteinischen Häfen besucht Wirtschaftsminister Bernd Buchholz heute (ab 9 Uhr) den Seehafen Kiel, der erst vor wenigen Tagen die besten Halbjahreszahlen seiner Geschichte vorgelegt hatte. Und Hafenchef Dirk Claus hat weitere Pläne, die er dem Minister erläutern wird.

Ab 11.30 Uhr wird Buchholz in seiner Funktion als Arbeitsminister gemeinsam mit der Chefin der Regionaldirektion-Nord der Bundesagentur für Arbeit, Margit Haupt-Koopmann, Zahlen und Tendenzen des SH-Arbeits- und Ausbildungsmarktes vorstellen.

Klar ist: Die gute Konjunktur sorgt weiterhin für eine entspannte Lage auf dem norddeutschen Arbeitsmarkt. Für SH und HH erwarten Experten einen weiteren Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Gegenüber dem Juni hat sich die Zahl der Frauen und Männer ohne festen Jobs aus jahreszeitlichen Gründen allerdings erhöht. Das liegt zum einen an Schulabgängern und jungen Leuten, die nach Ende ihrer Ausbildung nicht übernommen wurden. Zum anderen werden in der Ferienzeit kaum Einstellungen vorgenommen.
In den Juli war der norddeutsche Arbeitsmarkt in einem anhaltend guten Zustand gegangen. 

In Schleswig-Holstein waren Ende Juni 89 567 Menschen arbeitslos und damit knapp 900 weniger als ein Jahr zuvor. Das war der niedrigste Wert in einem Juni seit 1993. Die Arbeitslosenquote betrug 5,8 Prozent. „Auch die jüngsten Zahlen werden belegen, dass die Situation auf dem Arbeitsmarkt stabil ist und wir uns weiterhin vor allem auf unseren robusten Mittelstand verlassen können“, sagt Minister Buchholz.

In Hamburg waren Ende Juni 68 580 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 0,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Arbeitslosenquote fiel auf 6,7 Prozent.

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus