Nach den Deutschen nun auch die Dänen? Kopenhagen erwägt Maut-Einführung

Buchholz zu Maut-Überlegungen der Dänen: Folge der vierjährigen Debatte in Deutschland

An der Deutsch-dänischen Grenze werden Kennzeichen erfasst

Urlaub in Dänemark könnte für viele Autofahrer bald teurer werden. Die dänische Regierung prüft die Einführung einer Pkw-Maut. Die Regelung könnte ab 2020 gelten und jährlich 300 Millionen Kronen (rund 40 Mio Euro) in die Staatskasse spülen, wie die dänische Nachrichtenagentur Ritzau heute berichtet. Demnach sollen ausländische Autofahrer bis zu 130 Euro im Jahr zahlen, um auf dänischen Straßen fahren zu dürfen. Die dänische Regierung will sich dabei das in Deutschland geplante Modell zum Vorbild nehmen. Dänische Autofahrer sollen ebenfalls Maut zahlen, das soll aber durch geringere Abgaben ausgeglichen werden.

Verkehrsminister Bernd Buchholz – der kommende Woche mit Ministerpräsident Daniel Günther nach Kopenhagen reisen wird – zeigte sich über den Vorstoß wenig überrascht, zugleich aber enttäuscht.

BundesratAm Rande des Bundesrats in Berlin – hier im Gespräch mit Europaministerin Sütterlin-Waack – sagte Buchholz zu den Mautplänen…

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Nach Lärmschutz-Einigung mit der Gemeinde Hamberge: Bahn frei für den eHighway in SH

Habeck und Buchholz ebnen Weg für den ersten E-Highway in Schleswig-Holstein

Unterzeichnung

Über die Autobahn 1 bei Lübeck sollen von Ende 2018 an Lastwagen mit Elektroantrieb rollen. Mit Bundesmitteln entsteht dort auf einem knapp sechs Kilometer langen Abschnitt eine von zwei bundesweit geplanten Teststrecken. Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck und Wirtschaftsminister Bernd Buchholz sowie Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kommunen unterzeichneten heute eine entsprechende Vereinbarung. «Der E-Highway bietet die Möglichkeit, einen ökonomisch wie ökologisch nachhaltigen Güterverkehr auf den Weg zu bringen», sagte Buchholz bei der Unterzeichnung in Kiel.

Ansicht_Buchholz_088Buchholz sagte zu dem Projekt weiter

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Die Kosten für den Feldversuch zwischen der Anschlussstelle Reinfeld und Lübeck betragen rund 14 Millionen Euro. Der zweite Testabschnitt in Deutschland ist auf der A5 zwischen Darmstadt und dem Frankfurter Flughafen geplant. «Die Hoffnung ist, dass dies künftig zur Basisinfrastruktur einer deutschen Autobahn wird», sagte  Habeck.

Das Projekt sieht die Nutzung von Hybrid-Lkw vor, die auf den Testabschnitten in beide Richtungen auf Knopfdruck auf den Elektroantrieb umschalten und automatisch den Stromabnehmer ausklappen. Dafür werden entlang der Strecke im Abstand von 65 Metern Masten mit zweipoligen Oberleitungen aufgestellt. An der Fahrbahn selbst muss dafür nichts verändert werden. Lkw ohne Stromabnehmer können problemlos darunter fahren.

An dem Projekt beteiligt ist auch Schiffbauingenieur Jan Bachmann von der Fachhochschule Kiel. «Wir halten Oberleitungen für den sinnvollsten Ansatz», sagte er. Möglich sei damit eine Geschwindigkeit von bis zu 100 Kilometern pro Stunde. «Für Lkw reicht das allemal.» Geplant ist auch eine Isolation der Leitungen zum Schutz von Vögeln. Wissenschaftler wollen durch den Feldversuch wichtige Erkenntnisse zur Elektromobilität im Straßengüterverkehr gewinnen.

Wirtschaftsminister Buchholz sprach von einem «innovativen Projekt». Nach seiner Ansicht «werden 70 Prozent des Güterverkehrs im Zweifel auf der Straße bleiben». Umweltminister Habeck sieht das ähnlich und spricht von einem «sehr verheißungsvollen System». «Die Vorstellung, dass irgendwann keine Lkw mehr auf den Autobahnen fahren werden, ist sehr unwahrscheinlich.» Deshalb sei es nötig, andere Möglichkeiten auszuloten, den Verkehr sauberer zu machen. «Gerade als Land, das viel erneuerbaren Strom produziert, sind wir gefragt, mit Pilotprojekten in der Elektromobilität voranzugehen.»

Bis Ende November 2018 sollen die Bauarbeiten beendet sein. Eine Spedition aus der Region Lübeck wird die Strecke dann nach derzeitigem Stand mit vier oder fünf Elektro-Lkw über mehrere Jahre befahren. Deren Lastwagen werden ihren Strom aus der Leitung ziehen. Möglich ist es auch, Batterien während der Fahrt aufzuladen.

 

StartUp-Summercamp: Buchholz und Kämpfer drücken Daumen für den Endspurt

Endspurt im Rennen um die besten Konzepte beim „StartUp-SummerCamp“ im Kieler Wissenschaftszentrum.

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Kämpfer, Buchholz und Stephan Jacquemot von Microsoft mit den angehenden Jung-Unternehmern Benjamin Flum  (My study genius), Jonas Stamm (Protonaut) und Jan-Henrik Steffen (Groundkeeper)
Noch bis zum kommenden Sonnabend feilen neun junge Gründer-Teams aus ganz Deutschland – darunter drei aus Schleswig-Holstein – an Geschäfts­konzepten rund um das Thema Digitale Wirtschaft. Am Sonnabend wird eine Jury die drei besten Startups küren und Geldpreise zwischen 3000 und 7000 Euro vergeben. Die Preisvergabe werden wir auf unserem Facebook-Kanal live übertragen.

„Wir drücken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Daumen, ganz besonders natürlich unseren Bewerben aus Schleswig-Holstein“, sagte heute Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz, der das Camp gemeinsam mit Kiels Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer besuchte. „Schon die Tatsache, dass Sie hier alle mit großem Engagement und vielen zündenden Ideen angetreten sind, macht Sie zu Gewinnern“, sagte Kämpfer.

Und hier kommen unsere SH-Teilnehmer ein wenig selbst zu Wort:

Die neun angetretenen Startup‘s erhalten in dem Camp – das von Microsoft Deutschland unterstützt wird – die Chance, intensiv mit Profis an ihrer Geschäftsidee zu arbeiten. Nach den Worten von Buchholz sollen die softwarebasierten Konzepte sich auf dem Boden der schleswig-holsteinischen Stärkefelder bewegen – etwa im Bereich Energie, maritime Wirtschaft, Gesundheitswirtschaft, Medizintechnik, Pharma, Biotechnologie oder eGovernment.

Wie Buchholz weiter sagte, sollen die Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Wettbewerb dazu genutzt werden, „in Schleswig-Holstein künftig dauerhaft und professionell junge Gründer auf ihrem Weg vom Geistesblitz bis zum ersten Kreditantrag zu begleiten“. Dabei sei eine enge Zusammenarbeit mit dem im Juni gegründeten „StartUP Schleswig-Holstein e.V.“ geplant. Hervorgegangen ist der Verein aus dem „Innovationsorientierten Netzwerk Schleswig-Holstein“.

Seit Beginn dieses Jahres stehen den Netzwerkpartnern für die Umsetzung von gründungsunterstützenden Projekten 6,9 Millionen Euro aus dem Landesprogramm Wirtschaft zur Verfügung.

So berichtet der sh:z in seiner Freitagausgabe 


Alle Teilnehmer-Teams im Überblick:

Protonaut Schleswig Cloud-Lösung für Bauunternehmen zur Vorplanung, Zeiterfassung, Abrechnung und Verwaltung von Mitarbeitern und Bauvorhaben.
MyStudyGenius Kiel All-in-one Lösung, die Anbietern von Aus- und Weiterbildungen hilft, ihren Alltag besser zu organisieren.
Gaia Nutrition Hamburg Künstliche Intelligenz, die individuelle Ernährungspläne für Unternehmen im eHealth oder Fitnessmarkt erstellt.
Higgs Live München Die einfachste Art, Events einfach und professionell in Netz live zu übertragen.
Crashtest Security München Cybersicherheit, die mittels künstlicher Intelligenz kritische Sicherheitslücken in Echtzeit findet.
Ticketrunner Köln Die Organisatoren von Events können ihre Fans zu Ticketverkäufern werden lassen, um die Reichweite zu erhöhen und Verkaufszahlen zu steigern.
Pododesk Ludwigshafen Innovative Cloudanwendung zur Verwaltung von Praxen der Heilhilfsberufe und termin-/kundenorientierten Dienstleistungsbetrieben
Green Mile Düsseldorf Die cloudbasierte Softwareplattform Freightpilot reduziert durch intelligente Tourenplanung das LKW-Aufkommen in Innenstädten um bis zu 20%.
Groundkeeper Kiel Smart City Sportportale für Kommunen, Krankenkassen, Sportanbieter und Freizeitsportler für erleichterten zeitsparenden Zugang.

 

Tourismus im echten Norden auch bei Regen auf der Sonnenseite

Auch ohne Dauer-Sonnenschein: Der Juli hat dem Land wieder mehr Gäste beschert

Beitrag
Im Aufwind: Ostsee-Ferienort Scharbeute – Buchholz mit OHT-Chefin Lauritzen und Bürgermeister Volker Owerien

Trotz des wenig sommerlichen Wetters verläuft der Tourismus in Schleswig-Holstein weiterhin positiv: Der Aufwärtstrend bei den Gäste- und Übernachtungszahlen hielt auch im Juli an. Nach den heute (20. September) vom Statistikamt Nord  veröffentlichten Zahlen wurden in den größeren Beherbergungsstätten mit zehn und mehr Betten sowie und auf den Campingplätzen des Landes nahezu 1.100.000 Gäste  und mehr als 4.800.000 Übernachtungen gezählt. Dies ist ein Anstieg von 3,1 beziehungsweise 3,4  Prozent im Vergleich zum Juli des vergangenen Jahres. „Diese Ergebnisse zeigen, dass wir in der Gunst der Urlauberinnen und Urlauber weiter zugelegt haben und mit vielen attraktiven Angeboten immer saison- und wetterunabhängiger werden“, sagte Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz zu der Juli-Bilanz. In die Erhebung einbezogen waren 3 734 geöffnete Beherbergungsstätten mit 182 000 Betten sowie 273 geöffnete Campingplätze.

Von den Auswirkungen des unbeständigen Wetters im Juli waren allerdings die Campingplätze im Land betroffen. Vor allem in den Regionen Ostsee und Holsteinische Schweiz  waren in diesem Monat Rückgänge bei den Ankünften (-4,0 bzw. -12,4 %) und Übernachtungen  (-7,9 bzw. -7,8 %) zu verzeichnen.

Vergleicht man die Monate Januar bis Juli mit dem Vorjahreszeitraum weist die Statistik  insgesamt eine Steigerung der Gästezahlen um 5,1 Prozent und bei den Übernachtungen von 4,9 Prozent aus. Schleswig-Holstein liegt damit erneut bei den Übernachtungen über dem Bundesdurchschnitt (+ 3 %).

Nach den Worten von Buchholz zeigt ein Blick auf die Betriebsarten, dass hiervon vor allem die Segmente Hotellerie (mit Gasthöfen und Pensionen) und so genannten Parahotellerien (Erholungs- und Ferienheime, Ferienzentren, Ferienhäuser/-wohnungen, Jugendherbergen) mit einem Zuwachs von 5,5 Prozent bzw. 6,8 Prozent profitieren. Doch auch die Campingplätze verzeichnen – trotz der witterungsbedingten Einbußen – für  den Zeitraum ein Plus von 2,2 Prozent bei den Übernachtungen.

Aktuelle Stunde: Buchholz-Rede zum Vergabe-Mindestlohn in Schleswig-Holstein

Buchholz in Debatte über Vergabe-Mindestlohn: Wir folgen Hamburg und Niedersachsen

Mit einem rhetorisch aufgeladenen Schlagabtausch haben Regierungsfraktionen und Opposition heute im Landtag über die politische Geschlossenheit der Jamaika-Koalition gestritten.Anlass für die von SPD und SSW beantragte Aktuelle Stunde waren Äußerungen von FDP-Wirtschaftsminister Buchholz, der sich – analog zu den SPD-geführten Ländern Hamburg und Niedersachsen für die Abschaffung des so genannten Vergabe-Mindestlohns von 9,99 Euro pro Stunde für öffentliche Aufträge ausgesprochen hatte – obwohl dies im Koalitionsvertrag nicht vorgesehen ist.

Natürlich halte er sich an den Koalitionsvertrag, betonte Buchholz. Es sei vereinbart, das Tariftreue- und Vergabegesetz bürokratisch zu entrümpeln. Ziel sei es, Schleswig-Holstein zum mittelstandsfreundlichsten Bundesland zu machen. Grünen-Fraktionschefin Eka von Kalben sprach von «viel Lärm um nichts».

Hier die Rede von Buchholz zum Nachhören und -schauen:

Buchholz besucht heute Neumünster: Visite bei NordBau und Stadtwerken

WiMi.SH heute: Buchholz besucht NordBau und Stadtwerke NMS

Wirtschaftsminister Buchholz besucht heute Vormittag die Neumünsteraner Fachmesse NordBau und führt dazu unter anderem Gespräche über künftige Lösungen, die Parkplatz-Situation rund um das Messegelände zu verbessern. Messechef Dirk Iwersen wird zudem die weiteren Ausbaupläne erläutern.

Mittags wird der Minister die Stadtwerke Neumünster besuchen – dabei geht es unter anderem um den Glasfaser-Ausbau in der Region.

Ostsee-Gemeinden meldeten nach Januar-Sturmflut Schäden von über 3,6 Millioen Euro

Buchholz zieht Bilanz der Januar Sturmflut: Land kehrt 1,5 Millionen Euro an Gemeinden aus

Sandvorspülungen am Strand von Glücksburg

Mit knapp eineinhalb Millionen Euro unterstützt das Land insgesamt zwölf Gemeinden an der Ostseeküste bei der Beseitigung der zum Jahresbeginn entstandenen Sturmflutschäden. Diese Abschlussbilanz zog heute Wirtschafts- und Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz. Insgesamt waren 15 Anträge eingegangen und zwölf positiv beschieden worden. „In sehr guter Zusammenarbeit mit den Fachleuten aus dem Umweltministerium sowie aus dem Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz haben wir die Schäden bewertet und die Zuwendungsbescheide erstellt. Einige der Maßnahmen sind bereits abgeschlossen, andere werden kurzfristig umgesetzt“, sagte Buchholz. Er erinnerte daran, dass der Sonderfonds bereits von der Vorgängerregierung aufgelegt worden war.

Wie der Minister weiter sagte, mussten lediglich Anträge aus Laboe, Kiel und Lübeck abgelehnt werden, weil die Vorhaben nicht förderfähig waren oder die Bagatellgrenze von 20.000 Euro pro Gemeinde nicht erreicht wurde. Gemeldet wurden von den Gemeinden – die sich im Schnitt mit 50 Prozent an den Kosten beteiligen müssen – Schäden in Höhe von rund 3,6 Millionen Euro (siehe Einzelauflistung unten).

Geld aus dem Sonderfonds erhielten die Gemeinden Behrensdorf, Heikendorf, Hohenfelde, Schönberg und Stein aus dem Kreis Plön, Fehmarn, Großenbrode, Heiligenhafen und Timmendorfer Strand aus dem Kreis Ostholstein, die Gemeinden Noer und Strande aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde sowie das Amt Geltinger Bucht im Kreis Schleswig-Flensburg.

Der Sonderfonds Sturmflutschäden war aufgelegt worden, um die Gemeinden bei der Beseitigung der unmittelbaren Schäden der Sturmflut vom 4. und 5. Januar zu unterstützen. Förderfähig waren Schäden an der öffentlichen touristischen Infrastruktur wie Uferanlagen, Promenaden, Wege und Seebrücken sowie Ufersicherungen (Mauern, Strandwälle, Sanddünen) und Strandausräumungen an touristisch relevanten Abschnitten.

Fehmarns Bürgermeister Jörg Weber und Tourismusdirektor Oliver Behncke freuten sich über die Förderung: „Da Fehmarn als Insel in der Ostsee ganz besonders der Witterung aus allen Windrichtungen ausgesetzt ist, bedeutet die Förderung, dass unsere Sorgen ernst genommen wurden und wir nun schnellstmöglich noch vor den Winterstürmen die geschädigten Küstenabschnitte und Strände vom Sturmtief Axel ausbessern können. Die insgesamt 76 Kilometer lange Küstenlinie mit Radwegen, Stränden und Häfen ist schließlich unser großes Kapital für Einwohner und Gäste.“

Schönbergs Bürgermeister Peter A. Kocinski ergänzte: „Die Strände in Schönberg laden nicht nur zum naturnahen Verweilen oder Urlaub ein, sie sind von wesentlicher touristischer Magnetwirkung und damit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Gemeinde Schönberg und darüber hinaus. Ein großer Teil der Arbeitsplätze hängen hier am Tourismus. Dank der Unterstützung des Landes ist es der finanzschwachen Gemeinde möglich einen großen Teil der Schäden der Sturmflut zu beseitigen.“

Der Überblick über die gewährten Zuschüsse im Einzelnen:

Tabelle

ÖPNV in Schleswig-Holstein wird immer beliebter – gegen den Bundestrend

ÖPNV in SH verzeichnet gegen den Bundestrend wachsende Nachfrage – Note 2,7 bei  Zufriedenheit mit Zugverkehr

Pressegespräch mit der NAH.SH
Buchholz und DB-Regio-Chef Torsten Reh bei der Vorstellung des neuen Bombardier-Zugs, der zum Jahresende im Netz Mitte für schnellere Verbindungen und mehrv Komfort sorgen soll.

Der Anteil des Nahverkehrs bei der Verkehrsmittelwahl sei 2016 mit 7,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (7,1 Prozent) deutlich gestiegen, teilten Verkehrsminister Bernd Buchholz und NAH.SH-Geschäftsführer Bernhard Wewers heute in Kiel mit. Beide stellten die Jahresbilanz und ein repräsentative Marktstudie vor. Die Pünktlichkeit der Nahverkehrszüge stieg demnach im Schnitt auf 91,4 Prozent (Vorjahr 90,6 Prozent). Für das Zugangebot vergaben die Befragten im Schnitt die Schulnote 2,7, für das Busangebot eine 2,9 – beides wie im Vorjahr. «Die Zahlen sind erfreulich und zeigen, dass der Nahverkehr im Land auf einem guten Weg ist. Es bleibt aber noch viel zu tun», sagte Buchholz.

Der schleswig-holsteinische Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz macht sich ein Bild vom neuen „Hein Schönberg“ und der Strecke zwischen Kiel Hauptbahnhof und Oppendorf, die der Zug der DB Regio seit dem 4. September wieder stündlich befährt.

Im Gespräch mit RSH-Reporter Andreas Otto sagte Buchholz weiter

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Die Nachfrage im Bahnverkehr stieg nach der Analyse um rund drei Prozent auf 1,8 Milliarden Personenkilometer. Besonders stark entwickelte sich der Abschnitt zwischen Pinneberg und Hamburg mit 10 Prozent mehr Fahrgästen (ohne S-Bahn) sowie der Abschnitt Hamburg-Aumühle (plus 11 Prozent) und Aumühle-Büchen (plus 10 Prozent).

Eine deutliche größere Nachfrage erwarten Land und NAH.SH, wenn ab Ende des Jahres auf den Regionalexpress-Linien Kiel-Hamburg und Flensburg-Hamburg die neuen Züge vollständig im Einsatz sind. Der Hersteller Bombardier sollte diese ursprünglich im Jahr 2014 an DB Regio liefern, verschob den Liefertermin dann aber auf 2017. Der vorgesehene Betrieb und kürzere Fahrzeiten ließen sich deshalb erst zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember vollständig umsetzen, hieß es.

Vertrag besiegelt: SH-Werften profitieren massiv vom Milliarden-Auftrag über neue Korvetten

Buchholz: Milliarden-Korvetten-Auftrag gibt Industriestandort SH erheblichen Rückenwind

Korvetten

Wirtschaftsminister Bernd Buchholz sieht in der Entscheidung der Bundeswehr, fünf weitere Korvetten bis 2025 bei norddeutschen Werften in Auftrag zu geben, einen großen Schritt für den Industriestandort Schleswig-Holstein: «Die Tatsache, dass nun neben den Werften tkms und Lürssen auch die in Kiel und Rendsburg ansässige Werft German Naval Yards zum Zuge kommt, verschafft diesem wichtigen Industriezweig einen großen Puffer und sichert vor allem Arbeitsplätze», so Buchholz. Der Vertrag war am Vorabend unterzeichnet worden, teilte das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) mit.

«Wir versetzen die Deutsche Marine in die Lage, ihre gestiegenen Verpflichtungen innerhalb des Bündnisses mit Booten, die sich in zahlreichen Einsätzen bestens bewährt haben, zu erfüllen», ergänzte der Vizepräsident des BAAINBw, Armin Schmidt-Franke. Die nun  bestellten Schiffe sollen ab 2022 ausgeliefert werden. Insgesamt hat der Vertrag ein Finanzvolumen von knapp zwei Milliarden Euro. Die Marine benötigt die Schiffe wegen zahlreicher neuer Aufgaben, die mit der vorhandenen Flotte nicht mehr bewältigt werden können.

Der Auftrag war zunächst ohne öffentliche Ausschreibung an das Konsortium Arge K130 der Werften Lürssen und Thyssen Krupp Marine Systems gegangen, die bereits fünf Korvetten gebaut haben. German Naval Yards Kiel hatte dagegen Einspruch erhoben und wurde daraufhin am Bau der fünf neuen Korvetten beteiligt. Das Kartellamt gab im Juli grünes Licht für die Beteiligung der Werft.

Korvetten sind kleiner und wendiger als Fregatten und vor allem für den Einsatz in sogenannten Randmeeren und Küstengewässern geeignet – also etwa in der Ostsee. Die Marine verfügt bereits über fünf  Korvetten des Typs K 130. Dieser Typ soll nun  nachbestellt werden.  German Naval Yards wird als Arbeitspakete unter anderem Stahlbauaufträge erhalten.

Nadelöhr ade: Nun fährt die Rader Brücke doch auf 6 Spuren Richtung Zukunft

Rader Hochbrücke wird sechsspurig +++ Bund finanziert  +++ DEGES baut +++ Buchholz: guter Tag für SH

Die Rader Hochbrücke im Zuge der Autobahn A7

Der Ersatzbau für die marode Rader Hochbrücke im Zuge der A7 über den Nord-Ostsee-Kanal wird nun doch sechsspurig. Nach mehreren Treffen mit dem Parlamentarischen Verkehrsstaatssekretär beim Bund, Enak Ferlemann, bekam Verkehrsminister Bernd Buchholz am Abend grünes Licht aus Berlin.  «Das ist eine tolle Nachricht für Schleswig-Holstein,» sagte Buchholz. Klar sei, dass der Zeitplan gehalten werde. Denn: Die jetzige Rader Brücke hält nur noch bis 2026 – bis dahin muss die erste von zwei geplanten Zwillingsbrücken in Rade bei Rendsburg stehen. Die Kosten wurden bislang auf rund 290 Millionen Euro geschätzt.

Tonbild Buchholz sagte im Gespräch mit RSH-Reporter Andreas Otto

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Damit habe er Erfolg mit seinem Vorstoß in Berlin für einen sechsspurigen Ausbau gehabt.

Wie Buchholz weiter sagte, habe er bei seinen Besuchen in Berlin versucht klarzumachen, wie wichtig die sechs Spuren seien, damit kein Nadelöhr entstehe. Bisher waren für die künftige Rader Hochbrücke vier Spuren plus Standstreifen vorgesehen.

«Das Bundesverkehrsministerium hat sich nach vielen Gesprächen umstimmen lassen», sagte auch der schleswig-holsteinische Bundestagsabgeordnete Norbert Brackmann (CDU). Brackmann ist als Haushaltspolitiker für den Verkehrsetat zuständig. Das Land werde jetzt angewiesen, für die weiteren Planungen der Rader Hochbrücke einen sechsstreifigen Regelquerschnitt zugrundezulegen.

Nach Angaben von Buchholz und Brackmann hat vor allem das Argument durchgeschlagen, dass nicht nur starr auf die Verkehrszahlen, sondern auch auf die Qualität und die Sicherheit geachtet werden müsse. Eine vierspurige Brücke mit einem verbreiterten Standstreifen, den man im Bedarfsfall zu einer eigenen Spur umfunktioniert hätte, wäre dem nicht gerecht geworden.

ohne Überschrift

Die Belastung der zu ersetzenden maroden Rader Brücke war zuletzt schon von täglich 42 500 Fahrzeugen im Jahr 2010 auf 54 200 im Jahr 2015 gestiegen. Damit wurde bereits die für 2030 prognostizierte Zahl erreicht.

Mit Veröffentlichung der Ergebnisse der Straßenverkehrszählung 2015 Anfang des Jahres 2017 war laut Buchholz deutlich geworden, dass die Diskussion um einen zukunftsfähigen Querschnitt erneut geführt werden musste. Mit dem in 2015 festgestellten Verkehrsaufkommen  auf dem Abschnitt der A7 zwischen der Anschlussstelle Büdelsdorf und dem Autobahnkreuz Rendsburg in Höhe von rund 54.000 Fahrzeugen pro Tag wäre die im Rahmen der Bundesverkehrswegeplanung für 2030 prognostizierte Verkehrsbelastung in Höhe von 54.000 Autos am Tag bereits erreicht gewesen.

In einem Verkehrsgutachten wurde unter Berücksichtigung der aktuellen Zahlen die Prognoseberechnung für 2030 aktualisiert.  Die neue Berechnung hat eine Verkehrsbelastung von 61.900 Kfz/24 h für 2030 ergeben.  Diskutiert wurde dabei sehr intensiv mit dem Bund, welchen Einfluss die Kanaltunnelarbeiten Rendsburg  haben. Gemäß den geltenden Richtlinien für die Festlegung von Querschnitten befindet man sich mit dieser Verkehrsbelastung im Grenzbereich zwischen einem  4-streifigen Autobahnquerschnitt und einem 6-streifigen Querschnitt.

„Seitens meines Hauses und der Planungsgesellschaft DEGES , die seit Anfang 2015 mit der Planung eines Ersatzbauwerkes für die Rader Hochbrücke betraut ist, ist ein sechsstreifiger Querschnitt befürwortet worden, um eine ausreichende Leistungsfähigkeit der Brücke garantieren zu könne“, so Buchholz.

Im Hinblick auf die Gestaltung des Genehmigungsverfahrens soll es kurzfristig einen Abstimmungstermin mit der zuständigen Planfeststellungsbehörde geben.

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus