Günther und Buchholz fordern vom Bund klare Perspektive für den Marine-Schiffbau

Text
Ministerpräsident Daniel Günther (rechts) und Wirtschaftsminister Bernd Buchholz nach dem Treffen mit Betriebsräten der Werften und Zulieferer sowie der IG-Metall Küste

Nach dem Zuschlag für das Kampfschiff «MKS 180» an ein niederländisch geführtes Konsortium hat Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) ein Bekenntnis der Bundesregierung zum deutschen Marineschiffbau gefordert. Betriebe wie die jüngst unterlegene Kieler Werft German Naval Yards (GNYK) bräuchten für den Bau von Marineschiffen «eine klare Perspektive für die Zukunft», sagte Günther heute. Er erwarte, dass die Ankündigungen der Bundesregierung, den Unterwasser- und den Überwasserschiffbau als Schlüsseltechnologien zur Stärkung der Verteidigungsindustrie in Deutschland einstufen zu wollen, rasch umgesetzt werden.

Zurückhaltend äußerte sich Günther zu der Frage, ob sich an der Entscheidung gegen GNYK noch etwas ändern kann. «Was politisch beeinflusst werden kann, versuchen wir maximal in unserem Sinne zu drehen», sagte Günther. Zuvor hatte er gemeinsam mit Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP), dem Bezirksleiter der IG Metall, Daniel Friedrich, und Betriebsräten von Kieler Werften und Zulieferern über die Situation mit Blick auf künftige Rüstungsprojekte beraten.

2c63f696-7d93-4b6a-b116-797dd5db29f3-3383-0000043a67d18ad4-1Wirtschaftsminister Buchholz sagte nach dem Treffen im Gespräch mit Journalisten
(Audio starten – Pfeil klicken)

Auch Bezirksleiter Friedrich forderte «Klarheit über die Perspektive, wie der Marineschiffbau in Zukunft aufgestellt sein soll». Dazu brauche es eine verlässliche Aussage, dass Schiffbauaufträge künftig national vergeben werden. Die Vergabe im Fall «MKS 180» bedeute für Schleswig-Holstein mehr Schatten als Licht. Aber auch hier profitierten Zulieferbetriebe von dem Auftrag. «Es geht explizit darum, dass auch die Zukunftstechnologie hier vor Ort im Land gehalten wird. Ein Schiff zusammenschweißen – das können sie fast auf jeder Werft auf der Welt.»

Wirtschaftsminister Buchholz sagte, «maritimer Schiff- und insbesondere militärischer Schiffbau ist Hightech». Es gehe darum, auch Design und Ingenieurleistung hierzulande zu halten. Auch er sprach sich gegen europaweite Ausschreibungen aus.

Innerhalb der Jamaika-Koalition haben sich die Grünen im Landtag von der Position von Günther und Buchholz distanziert. «Ich finde es keine gute Idee zu sagen, jetzt gehen wir wieder auf den nationalen Gang», sagte Fraktionschefin Eka von Kalben. «Ich finde das falsch und uneuropäisch; wir sind eine europäische Partei.»

Günther sprach von Meinungsverschiedenheiten: «Das ist eine unterschiedliche Auffassung, die sie da hat.» Das ändere aber nichts an der Position der Landesregierung, für die Arbeitsplätze in Schleswig-Holstein zu kämpfen. «Wir setzen uns dafür ein, dass zukünftig nationale Ausschreibungen durchgeführt werden.»

Hintergrund: Bei einer entsprechenden Einstufung könnte auf europaweite Ausschreibungen verzichtet werden – was andere Länder auch tun.

Um den «MKS 180»-Auftrag im Volumen von 5,3 Milliarden Euro für vier Schiffe hatte sich auch German Naval Yards in Kiel mit Thyssenkrupp Marine Systems (TkMS) als Subunternehmer beworben. Es ist der größte Marineauftrag dieser Art in der Geschichte der Bundeswehr. Das CDU-geführte Verteidigungsministerium hatte in der vorigen Woche bekanntgegeben, die niederländische Werftengruppe Damen habe die Ausschreibung gewonnen; das Schiff werde bei der Lürssen-Tochter Blohm + Voss in Hamburg gebaut.

Hier ein Mitschnitt des gesamten Gesprächs

 

 

Von wegen trister November: Tourismus macht im Vorjahresvergleich erneut einen Sprung

Mit einem Plus von 4,5 Prozent bei den Übernachtungen und 1,9 Prozent bei den Gästeankünften gegenüber dem Vorjahresmonat weist der November 2019 für die Tourismusbranche eine gute Bilanz für die Nebensaison auf. Dabei werden für die Reiseregion Ostsee mit einem Plus von 8 Prozent bei den Übernachtungen und 2,7 Prozent bei den Ankünften für den November 2019 beste Ergebnisse erzielt.

„Mit diesen guten Wachstumszahlen zeigt Schleswig-Holstein sein großes Potenzial für die Nebensaison“, sagte Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz heute in Kiel. „Zuwächse im Tourismus für den eher zurückhaltenden Urlaubsmonat November zu erzielen sind eine außerordentliche Leistung der Branche. Das Engagement der touristischen Akteure und die Investitionen in die touristische Infrastruktur führen zu einer Stärkung der Nebensaison. Dies ist der beste Weg, die Arbeitsplätze im Hotel- und Gastgewerbe nachhaltig zu sichern, das ist unser Ziel.“

Laut Statistikamt Nord konnten im November 2019 in Beherbergungsstätten mit zehn und mehr Betten und auf Campingplätzen etwa 400.000 Gäste begrüßt und rund 1,4 Millionen Übernachtungen gezählt werden. Auch der Ganzjahresvergleich weist positive Zahlen auf: Von Januar bis November 2019 kamen 3,8 Prozent mehr Gäste ins Land. Die Zahl der Übernachtungen stieg im gleichen Zeitraum um 4,4 Prozent an. Buchholz: „Schleswig-Holstein hat auch im November seine Reize als Urlaubsland. Das erkennen dank unserer Marketing-Strategien immer mehr Touristen an, und darüber freue ich mich sehr.“

Die Nebensaison erfolgreich zu vermarkten, ist ein wichtiges strategisches Ziel der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TA.SH): „Das positive November-Ergebnis ist sehr erfreulich. Aber wir sollten noch mehr attraktive Angebote schaffen, damit Gäste dauerhaft auch in den schwächeren Monaten November bis April nach Schleswig-Holstein kommen“, so TA.SH-Geschäftsführerin Dr. Bettina Bunge. Sie wies darauf hin, dass im letzten Jahr die Weihnachtsmärkte früh, nämlich bereits am 25. November, gestartet seien. Sie hätten ihren Teil zum Ergebnis beigetragen. „Wie der Dezember letzten Jahres und somit die Tourismusbilanz 2019 insgesamt ausfällt, werden wir dann Ende Februar wissen“, resümierte Bunge. Die Zeichen stünden auf Wachstum, quantitativ wie qualitativ. „Nur wenn wir Schleswig-Holstein als Ganzjahresreiseziel dauerhaft etablieren, können die Unternehmer wirtschaftlich erfolgreich sein, haben die Beschäftigten eine langfristige Perspektive und die Gäste einen guten Grund, jederzeit zu uns zu kommen.“

Günther und Buchholz treffen Betriebsräte von Werften und Zulieferern sowie Vertreter der IG-Metall Küste


Nach der Entscheidung zur Vergabe des Mehrzweckkampfschiffs 180 (MKS 180) treffen sich heute Mittag Vertreter der IG Metall Küste sowie Betriebsräte von Werften und Zulieferern aus Schleswig-Holstein mit Ministerpräsident Daniel Günther und Wirtschaftsminister Bernd Buchholz, um über die Auswirkungen und das weitere Vorgehen zu beraten. Für Journalisten: Im Anschluss ziehen Günther, Buchholz und IG-Metall-Bezirksleiter Daniel Friedrich eine kurze Bilanz des Gesprächs. 

Treffpunkt: ca. 13.20 Uhr, Gästehaus der Landesregierung (Haus B), Arwed-Emminghaus-Weg 6, 24105 Kiel.

Nur anderthalb Jahre nach GEOMAR-Ausgründung: Kieler Osteolabs zieht Großauftrag an Land

Osteo2
Pioniere in der Früherkennung von Knochenschwund: Prof. Anton Eisenhauer (links) mit osteolabs-Geschäftsführer Dr. Stefan Kloth (rechts) und Minister Buchholz

Einen der allerersten Versuche zur Früherkennung von Osteoporose nahm Firmen-Mitgründer Prof. Anton Eisenhauer an seinem Sohn Fynn vor. Damals war Fynn ein Säugling von 5 Monaten, heute ist er 17 Jahre alt. Und die väterliche Firma „osteolabs GmbH“ feiert ihren ersten internationalen Großauftrag:  Neben dem  erfolgreichen Abschluss erster Vertriebsvereinbarungen für Deutschland und die Türkei die Bestellung von über 1.000 Untersuchungs-Sets durch den medizinische Dienst einer großen europäischen Armee. Die plant, die osteolabs-Test in einem etwa dreijährigen Zeitraum einzusetzen – mit der Option auf Verlängerung.

Wie Geschäftsführer und Gründer Dr. Stefan Kloth heute anlässlich einer Feier in den neuen Räumen der Firma auf dem Kieler Seefischmarkt erläuterte, legt die Armee die 300.000 Euro für die Erst-Bestellung an, um an weiblichen Armeeangehörigen den Zusammenhang von hohem Kalziumverlust, intensiver sportlicher Aktivität und Knochenbrüchen zu untersuchen.

„Wir sind hocherfreut über die Firmenentwicklungen in den letzten Monaten seit Abschluss unserer ersten Finanzierungsrunde im Sommer 2019. Neben den ersten Vertriebsvereinbarungen mit führenden Partnern in Deutschland und der Türkei ist das gemeinsame Projekt zusammen mit Großauftrag des medizinischen Dienstes einer großen europäischen Armee eine hervorragende Anerkennung des Potentials unseres neuartigen Testverfahrens, bei dem wir schon auf die Ergebnisse sehr gespannt sind“, sagte Kloth. In Deutschland werde die „Eurofins LifeCodexx GmbH“ exklusiver Vertriebspartner für die Vermarktung des neuartigen medizinischen Testverfahrens, in der  Türkei erfolge der Vertrieb über BioGen Medical, einem führenden Distributor für Labortests.

Eisenhauer, Erfinder des Verfahrens und zugleich Wissenschaftler am GEOMAR in Kiel, kommentierte: „Ein Ungleichgewicht in der Versorgung mit Kalzium kann schon frühzeitig und auch in jungen Jahren zu Knochenbrüchen führen. Unser Test kann feststellen, ob gesundheitsgefährdende Kalziumverluste bei weiblichen Armeeangehörigen schon frühzeitig erkannt werden können. Der osteolabs-Test ist das einzige uns bekannte Verfahren, welches dazu bisher in der Lage ist.“

Wirtschafts- und Technologieminister Dr. Bernd Buchholz zeigte sich begeistert:  Osteolabs sei ein wunderschönes Beispiel für erfolgreichen und kreativen Technologietransfer in Schleswig-Holstein. An der Schnittstelle von Meeresforschung im GEOMAR und dem starken Life Science-Wissen in Norddeutschland seien marktreife Ideen für den Einsatz in der medizinischen Diagnostik entstanden, die nun auch international erste Früchte tragen. Buchholz; „Damit stellt sich osteolabs nicht nur als hervorragender Life-Science-Botschafter für Norddeutschland auf, sondern steht zugleich für mutige und innovative Unternehmensgründungen im Land.“

buchWeiter sagte er
Audio starten (Pfeil klicken)

Der Minister erinnerte weiter daran, dass Osteolabs als Projekt zur Früherkennung von Osteoporose aus dem GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung entstanden ist. Hintergrund seien Gemeinsamkeiten bei Korallen und Knochenschwund. Meeresforscher des GEOMAR hatten gemeinsam mit Medizinern des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UK.SH) die Bestimmung von Kalzium –Isotopen im maritimen Bereich aus der Korallenforschung auf die medizinische Diagnostik von Osteoporose übertragen. Buchholz: „Und so wurde ein sehr schnelles, röntgenfreies Früherkennungsverfahren für Osteoporose entwickelt.“

Begleitet wurde die Firmengründung unter anderem auch von Dr. Hinrich Habeck (großes Foto rechts) vom norddeutschen Cluster Life Science Nord.

Kieler Werft lässt MKS-Vergabe juristisch prüfen – Bund kehrt zu alter Vergabepraxis zurück 

Der im Bieterverfahren um vier Marine-Kampfschiffe gegenüber der niederländischen Damen-Gruppe unterlege Schiffbauer German Naval Yards (GNY) will den Deal über Gerichte stoppen lassen. Das berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf informierte Kreise. Die Bundesmarine erhält für sechs Milliarden Euro vier Mehrzweckkampfschiffe 180 (MKS 180). Sie sollen das neue Rückgrat der Seestreitkräfte werden.
Die Anwälte der Kieler Werft haben die Gründe für die Absage analysiert und sehen eine Basis, um den Zuschlag für die Niederländer anzugreifen. Die Unterlagen für eine Rüge würden derzeit ausgearbeitet, hieß es in Unternehmenskreisen. GNY hat sich bislang nicht geäußert – ebenso wie der Partner TKMS.

Um Kostensteigerungen und Qualitätsmängeln vorzubeugen, von denen jedes Großprojekt in der Vergangenheit geprägt war, hatte der Bund neue Wege beschritten. Entgegen der bisherigen Praxis wurde der Auftrag für MKS 180 europaweit ausgeschrieben, um Druck auf die lokalen Werften auszuüben. Bis dahin hatte der Bund solche Rüstungsaufträge wie andere Länder national vergeben.

Nach massiver Kritik aus Politik (siehe auch Buchholz „Meldung der Woche“ unten) und Industrie kehrt Berlin zu dieser Praxis zurück. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) kündigte am Wochenende im Präsidium ihrer Partei an, dass Schlüsselaufträge wie der für MKS nicht mehr EU-weit ausgeschrieben werden sollen. „Der Fregattenauftrag ist ein Sündenfall, der sich nicht wiederholen darf“, sagte ein Politiker dem „Handelsblatt“.

Buchholz kritisiert Bundesregierung: Vergabe des Marine-Auftrags war kein Ergebnis von Wettbewerb

Keine gute Woche für die Maritime Branche im echten Norden: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat gestern noch einmal die angekündigte Vergabe des Auftrags für den Bau des Mehrzweckkampfschiffs 180 an ein Konsortium unter niederländischer Führung kritisiert. Er warnte vor unabsehbaren und schweren Folgen für den Industriestandort Deutschland.

Auch Wirtschaftsminister Bernd Buchholz zeigt sich besorgt – seine „Meldung der Woche“. Video starten

Günther und Buchholz enttäuscht über Zuschlag für Kampfschiff an niederländisches Konsortium

img_1139
Ministerpräsident Günther und Wirtschaftsminister Buchholz

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) und Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) haben sich enttäuscht über die Entscheidung geäußert, den Auftrag zum Bau des Mehrzweckkampfschiffes 180 an ein Konsortium unter niederländischer Führung zu vergeben. Aus sicherheits- und industriepolitischer Sicht sei es nur schwer nachvollziehbar, wie diese Entscheidung zu Beschlüssen der Bundesregierung und der Verabredung im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD passen solle, den Überwasserschiffbau als Schlüsseltechnologie einzustufen, erklärte Günther.

Buchholz sagte  – Audio starten („im Browser anhören“)

Auch Günther machte deutlich, dass es für das bisher größte Rüstungsprojekt in der Geschichte der deutschen Marine wichtig gewesen wäre, dass die Bundesregierung auf das vorhandene Know-how in Deutschland setze. Nur so ließen sich auf Dauer Expertenwissen im eigenen Land und eine größere Unabhängigkeit von Exporten sichern.

Das «MKS 180» soll unter niederländischer Federführung bei Blohm und Voss in Hamburg gebaut werden, wie am Montagabend bekanntgeworden war. Um den Milliardenauftrag hatte sich auch German Naval Yards in Kiel mit Thyssenkrupp Marine Systems (TkMS) als Subunternehmer beworben. Für die Beschaffung von vier Schiffen sind 5,27 Milliarden Euro veranschlagt.

 

 

Amazon-Ansiedlung: Für Buchholz trotz mancher Kritik ein Erfolg, den man nicht kleinreden sollte

Der Internet-Händler Amazon baut in Nützen an der A7 bei Kaltenkirchen und bei Bad Oldesloe  weitere Verteil-Zentren in Schleswig-Holstein. Insgesamt schafft das allein im Kreis Segeberg bis zu 1000 neue Jobs.

Erst im Oktober hatte Amazon in Borgstedt bei Rendsburg ein Verteilzentrum eröffnet. Für Wirtschafts- und Arbeitsminister Bernd Buchholz seine „Meldung der Woche“ (Video starten)

Land fördert Kursportal der Volkshochschulen – Buchholz: Für jeden was Passendes dabei

DSC_0066
Buchholz (2.v.r.) mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Volkshochschule in Pinneberg

Die Online-Plattform „Kursportal Schleswig-Holstein“ geht in die nächste Förderrunde. Wirtschaftsminister Buchholz übergab heute an Hans-Peter Bockelmann, dem Vorsitzenden der Volkshochschule in Pinneberg, einen Förderbescheid über 336.000 Euro, um die erfolgreiche Online-Plattform zunächst bis 2021 weiterbetreiben zu können. „Es gibt viele gute Gründe, sich beruflich oder allgemein weiterzubilden. Denn nur so lässt sich Schritt halten mit neuen Anforderungen im Job und damit bieten sich zugleich auch bessere Aufstiegschancen. Und ich bin sicher: Da ist für jeden etwas Passendes dabei“, sagte Buchholz.

Im Kursportal sind nach Angaben von Projektleiterin Susan Remé derzeit über 29.000 Kurse von knapp 1.000 Anbietern zu finden, die allen Menschen landesweit für fast jeden Bereich ein gutes Bildungsangebot machen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf maximalem Qualitätsstandard und Tagesaktualität.

Wie Buchholz sagte, werde das Kursportal Schleswig-Holstein bereits seit 2007 aus Landesmitteln gefördert. Neben der Kurssuche seien auch ergänzende Informationen zu Beratungsstellen oder Fördermöglichkeiten leicht auffindbar. Sechs Infoblöcke helfen bei der Orientierung und Finanzierung, allen voran das Portal „Deutsch als Fremdsprache“, das im September 2017 an den Start ging. Sämtliche Kursangebote werden seit 2016 nach Abschlüssen und Zertifikaten gekennzeichnet.

Das Kursportal wird als Weiterbildungsdatenbank auf Basis der Open Source Software WISY der „Weiterbildung Hamburg Service und Beratung gemeinnützige GmbH“ (W.H.S.B.) betrieben. Die genutzte Open Source Software WISY ist ein langjährig bestehendes und in länderübergreifender Kooperation mit Hamburg, Rheinland-Pfalz und Hessen weiterentwickeltes Datenbanksystem für Weiterbildungsangebote. Buchholz: „Besonders stolz sind wir darauf, dass das Kursportal ständig steigende Zugriffszahlen im Vergleich zu den Vorjahren verzeichnet. Erfreulich sind vor allem vermehrte Zugriffe auf die Regionalportale.“

 

Ausbildung in Teilzeit – ab sofort für Jede und Jeden möglich – Rohlfs übergibt Förderbescheide

Maack_Rohlfs_Hoffmeister
Rohlfs (Mitte) übergibt an Christian Maack (links) und Dr. Ulrich Hoffmeister die Förderbescheide

Weiterer Baustein zur Stärkung der dualen Ausbildungswege in Schleswig-Holstein: Wirtschafts- und Arbeitsstaatssekretär Dr. Thilo Rohlfs übergab heute in Kiel drei Förderbescheide über insgesamt knapp 300.000 Euro für das Projekt „Teilzeitausbildung für alle“ an Vertreter der Handwerkskammern Lübeck und Flensburg sowie der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck. „Damit schaffen wir eine weitere Flexibilisierung, die dazu beitragen soll, die duale Ausbildung noch attraktiver zu machen, mehr Menschen in Ausbildung zu bringen und die drohende Fachkräftelücke in den kommenden Jahren einzudämmen“, sagte Rohlfs.

Durch das neue Förderprojekt steht eine Berufsausbildung in Teilzeit künftig nicht mehr nur Eltern oder Pflegenden offen, sondern allen, die für sich persönlich eine Vollzeitausbildung nicht in Betracht ziehen. „Damit wird allen jungen Menschen diese Möglichkeit geboten, egal, wie alt sie sind oder ob sie schon eine Erstausbildung absolviert haben“, so Rohlfs. Das Modellprojekt sorge für Organisation und Vernetzung der Teilzeitberufsausbildung im Land. Mit einer passgenauen Vermittlung von Interessenten werde das Angebot attraktiv, ebenso wie durch eine begleitende Betreuung und Unterstützung von Betrieben und Auszubildenden bis zum Berufsabschluss.

Rohlfs sagte weiter (Audio starten – „im Browser anhören“:

Rohlfs appellierte an angehende Azubis und Betriebe, das neue Angebot zu nutzen: „Mit diesem neuen Vorhaben verbessern wir das Ausbildungsplatzangebot, erweitern das Berufswahlspektrum und erhöhen insgesamt die Attraktivität der beruflichen Ausbildung in Schleswig-Holstein.“

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus