Nach 5 Jahren Sanierung: Oströhre des Kanaltunnels Sonnabend wieder frei

Aufatmen in Rendsburg:Tunnel-Oströhre ab Sonnabend wieder frei

Sanierung des Tunnels unter dem NOK

Nach jahrelanger Sanierung mit großen Verzögerungen wird die Oströhre des Rendsburger Kanaltunnels in der Nacht zum Samstag wieder für den Verkehr freigegeben. Wie die Schifffahrtsverwaltung heute ankündigte, können Autos voraussichtlich ab 2.00 Uhr die Oströhre unter dem Nord-Ostsee-Kanal passieren. Die Sanierung hatte 2012 begonnen. Ursprünglich sollte der gesamte Tunnel binnen zweieinhalb Jahren überholt werden. Die Sanierung der Weströhre steht noch bevor.

«Ich bedauere die Verzögerungen bei den Arbeiten, die die Geduld der Verkehrsteilnehmer stark beansprucht haben», sagte der Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, Hans-Heinrich Witte. «Jetzt steht eine komplett sanierte Oströhre mit leistungsfähiger Technik zur Verfügung, die den aktuellen Sicherheitsstandards entspricht.»

Über den Sanierungsbeginn in der Weströhre wird noch mit der Baufirma verhandelt. «Sobald der Verkehr durch die Oströhre fließt, werden wir für kurze Zeit die Weströhre außer Betrieb nehmen, um sie zu reinigen und die anstehende Bauwerksprüfung durchführen», sagte der Planungsleiter für den Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals, Sönke Meesenburg. Sicherheitsrelevante Schäden würden sofort behoben. Danach soll die Weströhre vorübergehend wieder freigegeben werden, bis ihre Sanierung beginnt.

Wie HH und SH Wissen und Kapital aus der Energiewende schöpfen

Auftakt heute in Hamburg: Leinen los für das norddeutsche Energiewende-Projekt NEW 4.0

WTSH-CLP_MOEUnter dem Titel NEW 4.0 hat sich in Hamburg und Schleswig-Holstein  eine einzigartige Projektinitiative aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik gebildet, die in einem länderübergreifenden  Großprojekt eine nachhaltige Energieversorgung realisieren und gleichzeitig auch die Zukunftsfähigkeit der Gesamt-Region stärken will. Rund 60 Partner aus der Region und    überregionale    Partner    bilden    eine    „Innovationsallianz für das Jahrhundertprojekt Energiewende“ mit gebündeltem technologischem Know-How, unterstützt von den Landesregierungen beider Bundesländer.

„NEW“ steht für die Norddeutsche EnergieWende und „4.0“ beschreibt die Schwelle zur vierten industriellen Revolution: die Digitalisierung der Industrie, die durch eine intelligente Vernetzung der Systeme auch bei der Energiewende eine zentrale Rolle spielt. Rund 90 Mio € investieren die Partner in den kommenden vier Jahren, das BMWi fördert dieses Schaufenster-Projekt (SINTEG – Schaufenster Intelligente Energie) mit rund 44 Mio €. Die Gesamtstrategie, rund 100 Einzelprojekte und 30 Demonstratoren wurden in der dreijährigen Vorbereitungszeit entwickelt.

Der Norden Deutschlands spielt für die Energiewende eine wichtige Rolle: als Energielieferant mit der wachsenden Anzahl an Onshore- und Offshore-Windparks in Schleswig-Holstein und als Industriestandort und Großverbraucher, insbesondere in Hamburg. NEW 4.0 verknüpft beide Länder zu einer Energie-Gesamtregion. Übergeordnetes Ziel ist es, als „Schaufenster“ für Deutschland, aber auch für Europa die Machbarkeit der Energiewende aufzuzeigen: NEW 4.0 will demonstrieren,  wie die Region mit 4,5 Millionen Einwohnern bereits 2035 zu 100 Prozent  sicher, kostengünstig, umweltverträglich und gesellschaftlich akzeptiert durch regenerative Energie versorgt werden kann und hierdurch 50-70% der CO2-Emissionen reduziert werden. Auf dem Entwicklungspfad zu diesem Ziel soll die Region bereits 2025 zu 70 Prozent sicher und zuverlässig mit regenerativem Strom versorgt werden. NEW 4.0 will aber weiter gehen durch “SektorenkopNew_neuplung”. Erneuerbare Strom soll auch sukzessive für die Wärmeversorgung und industrielle Prozesse, die bislang mit fossilen Energien wie Gas betrieben wurden, verwendet werden: aus der “Stromwende” soll in Schleswig-Holstein und Hamburg eine Energiewende werden.

Akteure aller Sektoren und entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Energiesektor haben sich zu NEW 4.0 zusammengeschlossen. Mit den im Projekt entwickelten Produktinnovationen und Lösungen können die beteiligten Unternehmen neue Markt- und Exportchancen erschließen und so ihre Wettbewerbsfähigkeit in einem wachsenden Zukunftsmarkt stärken. Für die Bundesländer ist die Stärkung der regionalen Wirtschaft, die Entstehung neuer industrieller Wertschöpfungsketten und damit die  Sicherung  und Schaffung von Arbeitsplätzen eine zentrale Perspektive – Hamburg und Schleswig-Holstein wollen sich als führender Innovationstandort profilieren.

Senator Frank Horch: „Für das Jahrhundertprojekt  Energiewende sind innovative Lösungen und herausragendes Engagement erforderlich. Hamburg und Schleswig-Holstein haben erfolgreich die politischen und unternehmerischen Kräfte gebündelt. Mit NEW 4.0 beschreiben wir, wie die Energiewende gelingen kann. Wirtschaft und Wissenschaft im Norden haben ein einzigartiges Bündnis geschmiedet.“

Nach den Worten von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer bietet das Projekt für Schleswig-Holstein und den gesamten Norden einmalige Chancen, erneuerbare Energien für wirtschaftliche Zwecke zu nutzen und dabei neue Geschäftsmodelle und Innovationen zu entwickeln. „Ich erwarte viele Impulse – beispielsweise für unsere innovativen mittelständischen Unternehmen oder die Energieversorger im Land. Durch die Einbeziehung der Wissenschaft werden auch die Ziele unserer Innovationstrategie im Projekt NEW 4.0 hervorragend umgesetzt“, sagte Meyer.

Minister Dr. Robert Habeck: „Wir erproben mit NEW 4.0, wie die Energiewelt von morgen aussieht. Wie wir eine Welt mit einem sehr hohen Anteil größtenteils fluktuierender Erneuerbarer Energien effizient gemeinsam mit der Wirtschaft gestalten können. Das Prinzip Verantwortung hält damit Einzug in die Energieversorgung“

Senator Jens Kerstan: „Norddeutschland macht mit diesem Projekt eine großen Schritt hin zu einer Energiezukunft ohne Kohle und Atom. Hinter dem Projekt steht eine breite Allianz aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Mit NEW 4.0 wollen wir zeigen, dass die Region Hamburg bis 2025 zu 70 Prozent mit regenerativen Energien versorgt werden kann. Damit lösen wir gleichzeitig einen Innovationsschub für die Industrie aus.  Ein Verzicht auf Kohle und Atom ist machbar. Der Norden kann so zum Vorreiter werden für eine zukunftsfähige Energiewirtschaft in Deutschland.“

Hauptaufgabe des Großprojekts ist es zu zeigen, wie die vollständige Integration der Erneuerbaren Energien in einer Region mit extremen und wachsenden Ungleichgewichten zwischen Erzeugung und Verbrauch gelingen kann. Erforderlich ist daher eine vollständige Synchronisation von (schwankender) Erzeugung und Verbrauch. Hierzu sollen in einem neuartigen Konzept für die ganzheitliche Systemintegration  alle Komponenten bzw. Akteure der Erzeugung, Transport, Verteilung, Speicherung und Verbrauch vollständig integriert, intelligent miteinander vernetzt und optimal aufeinander abgestimmt werden. Gleichzeitig soll die marktorientierte Integration mithilfe weiterentwickelter Marktregeln bzw. regulatorischer Bedingungen erprobt werden.

NEW 4.0 hat durch die Landesregierungen eine sog. “Experimentierklausel” bei der Bundesregierung erwirkt, mithilfe derer die Wirksamkeit eines zukünftigen Rechtsrahmens erprobt und wertvolle Erkenntnisse für die Bundespolitik zur Entwicklung des zukünftigen Marktdesigns liefern soll.

NEW 4.0 wird die Kernherausforderungen der Energiewende mit einer Doppelstrategie lösen: die Steigerung des Stromexports in andere Regionen durch effiziente Nutzung und Ausbau der Energieinfrastruktur in der Region und durch die Erhöhung der energetischen Selbstverwertungsquote für regionale, regenerative Erzeugungspotenziale mit Hilfe konsequenter Sektorenkopplung.

Die einzelnen Aufgabenstellungen umfassen

  • Die Entlastung der Übertragungsnetze zur Vermeidung von Netzengpässen,              die “Ertüchtigung” und Optimierung von Netzen zur Steigerung der Kapazität,
  • Einsatz von Speichern zur Systemstabilität und zum Ausgleich der Schwankungen von Erzeugung und Verbrauch,
  • Verbesserung der Netzintegration von Windenergieanlagen durch innovative Technologien zur Regelung,
  •  die Flexibilisierung des (industriellen) Verbrauchs in ganz neuen Dimensionen, d.h. den Verbrauch der Erzeugung anzupassen durch Power to Heat-, Power to Steel- und Power to Gas-Konzepte. Die notwendige Flexibilisierung soll bei den Industriepartnern des Konsortiums durch veränderte Betriebsweisen und den Einsatz neuer Technologien entwickelt werden,
  • die Vernetzung aller Systemkomponenten durch neue Informations- und Telekommunikationstechnologien (IKT). Durch leistungsfähige innovative digitale Prozesse soll  Echtzeit-Kommunikation über Netzinformationen geschaffen werden.
  • Die intelligente Vernetzung und ganzheitliche Integration aller Komponenten soll eine wesentliche Reduzierung der konventionellen Mindesterzeugung, u.a. von Kohlekraftwerken, bewirken und damit wesentlich CO2 reduzieren.

Durch aktive begleitende Kommunikation in der gesamten Modellregion während der Projektlaufzeit soll Akzeptanzsteigerung in allen gesellschaftlichen Gruppen erzielt werden. Die Erkenntnisse aus der Projektarbeit sollen in Qualifizierungskonzepte für Aus- und Weiterbildung münden.

NEW 4.0 zeigt erstmalig, wie auf der Verbrauchsseite Lasten in der Industrie im Verbund im dreistelligen Megawatt-Bereich und Arbeit im vierstelligen MWh-Bereich zeitlich verlagert werden und sich der Erzeugung anpassen können – dies birgt für die Energiewende ein großes Potential. Auf der Erzeugungsseite werden eigenständig agierende Verbundsysteme miteinander verbunden, um Entlastungen auf Übertragungs- und Verteilnetzebene zu erbringen. Die Zusammenführung von heterogenen „Virtuellen Kraftwerken“ mit rd. 1,6 GW erfordert dabei eine Echtzeitkommunikation zwischen allen Einheiten und ein Zusammenarbeiten aller Partner.

„Die Einzigartigkeit und besondere Herausforderung von NEW 4.0 ist, dass erstmalig das Zusammenspiel der unterschiedlichen technologischen Lösungsansätze, die marktorientierte Integration in den Energiemarkt und die regulatorischen Rahmenbedingungen ganzheitlich in diesem Praxisgroßtest erprobt werden. Die Ergebnisse werden zum Gelingen der notwendigen Transformation des gesamten Energiesystems beitragen“, so Koordinator und Projektleiter Prof. Dr. Beba.

Für die Projektsteuerung ist ein fünfköpfiges Führungsgremium (ARGE) aus Wirtschaft und Forschung zuständig: Matthias Boxberger, Vorstandsvorsitzender HanseWerk AG sowie Vorstand Schleswig-Holstein Netz AG, Dr. Martin Grundmann, Geschäftsführer ARGE Netz, in der rund 300 Unternehmen mit Schwerpunkt Erneuerbare Energien gebündelt sind, Dr. Oliver Weinmann, Geschäftsführer Vattenfall Europe Innovation GmbH, Michael Westhagemann, Vorsitzender Industrieverband Hamburg und CEO Siemens Nord sowie Prof. Dr. Werner Beba, Leiter des Competence Centers für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz (CC4E) an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. Sprecher der ARGE und Projektleiter ist Prof. Dr. Werner Beba.

Mega-Übernahme: Lürssen holt sich Traditionswerft Blohm + Voss an Bord

Mega-Übernahme: Bremer Lürssen Werft holt sich Hamburger Blohm+Voss an Bord

Werft Blohm und Voss
Die Bremer Werft Lürssen übernimmt den Hamburger Konkurrenten Blohm+Voss. Das teilte Lürssen soeben in Bremen mit. Man habe sich bereits am vergangenen Wochenende mit dem bisherigen Eigentümer, dem Fonds der britischen Investmentgesellschaft Star Capital Partners verständigt. Über die Höhe des Kaufpreises sei Stillschweigen vereinbart worden. Die Fonds der Star Capital Partners hatten die Werft im Dezember 2011 von Thyssenkrupp erworben.Durch die Übernahme, die noch vom Kartellamt genehmigt werden muss, hätte die Unternehmensgruppe Lürssen künftig sechs hochspezialisierte Werften mit rund 2800 Mitarbeitern in allen norddeutschen Küstenländern.

Wie Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer dazu sagte, hatte die Lürssen-Gruppe bereits im Jahr 2015 ein Angebot zur Übernahme von Blohm & Voss abgegeben. Der Deal sei damals allerdings nicht zustande gekommen.

Meyer_FSGIm Gespräch mit Journalisten in Hamburg sagte Meyer weiter

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Meyer begrüßte die Übernahme der tradititionsreichen Hamburger Werft Blohm & Voss durch die äußerst erfolgreiche und weltweit agierende Lürssen-Gruppe, die mittlerweile in allen fünf Küstenländern Werftstandorte betreibe. „Deutsche Werften müssen sich im weltweiten Wettbewerb behaupten. Mit der Übernahme von Blohm & Voss wird die Lürssen-Gruppe insbesondere ihre Kapazitäten im Marineschiffbau stärken“, so Meyer.  Mit den Dockkapzitäten von Blohm & Voss, der qualifizierten Belegschaft und den Erfahrungen Marineschiffbau positioniere Lürssen sich strategisch als großer Werftenverbund im Marineschiffbau.

Die Übernahme von Blohm & Voss zu einem Zeitpunkt, in dem die Bundesregierung einen der größten Überwasserschiffbauverträge im Rahmen einer europäischen Ausschreibung vergeben will und sich zugleich Veränderungen in der TKMS-Gruppe abzeichnen, ist nach den Worten von Meyer strategisch sehr gut platziert. Die Entscheidung zum Bau der Mehrzweckkampfschiffe MKS 180 erhalte durch diesen Schritt eine neue Perspektive.

Auch in Hamburg fand die Übernahme ein positives Echo. «Das ist eine große Chance für den maritimen Standort Hamburg», sagte der Hamburger Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos). «Damit wird der Werftbetrieb auf ein solides Fundament für die Zukunft gestellt.» So könne Blohm+Voss neue Kunden gewinnen und dauerhaft Beschäftigung am Standort Hamburg sichern. Blohm+Voss sei nicht nur eine Traditionswerft, sondern ein wesentlicher Baustein für den Schiffbau in ganz Deutschland.

Auch die IG Metall Küste reagierte positiv. «Für Blohm+Voss ist das eine gute Nachricht, aber wir erwarten nun nähere Informationen, wie der Standort weiter entwickelt werden soll, vor allem im Hinblick auf die Beschäftigung und die Arbeitsplätze», sagte Bezirksleiter Meinhard Geiken. Lürssen sei ein Unternehmen, hinter dem eine Unternehmensstrategie und Aufträge stünden. Unter dem Dach der Gruppe habe Blohm+Voss größere Entwicklungschancen als mit dem Finanzinvestor Star Capital. Die Gewerkschaft sei durch die Übernahme überrascht worden und war zuvor nicht informiert. Lürssen hatte bereits in der Vergangenheit versucht, Blohm+Voss zu übernehmen.

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Gefragter Lürssen-Standort in Schleswig-Holstein: ehemalige Kröger-Werft in Schacht-Audorf am Nord-Ostsee-Kanal bei Rendsburg

Meyer und Habeck morgen zum Projektstart von NEW 4.0. auf der WindEnergy

Meyer und Habeck morgen bei der WindEnergy – Startschuss für Energiewende-Projekt „NEW 4.0“

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Projektstart für »NEW 4.0«  eine einzigartige Initiative von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik aus Schleswig-Holstein und Hamburg. Dazu wird Wirtschaftsminister Reinhard Meyer morgen gemeinsam mit Umweltminister Robert Habeck und deren Hamburger Amtskollegen Frank Horch und Jens Kerstan auf der Hamburger WindEnergy zusammentreffen.

»NEW« steht für die Norddeutsche EnergieWende und »4.0« beschreibt die Schwelle zur vierten industriellen Revolution: die Digitalisierung der Industrie, die durch eine intelligente Vernetzung der Systeme auch im Rahmen der Energiewende eine zunehmend zentrale Rolle spielt. In einem länderübergreifenden Großprojekt will NEW 4.0 eine nachhaltige Energieversorgung realisieren und damit die Zukunftsfähigkeit der Region stärken. Um die Energiewende im Norden entscheidend voranzubringen, vereinen mehr als 50 Partner in der Region alle erforderlichen Kompetenzen und Lösungspotentiale. Hamburg und Schleswig-Holstein gehören zu den fünf ausgewählten Regionen des Förderwettbewerbs „Schaufenster Intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende“ (SINTEG).

habeck165Dazu treffen die vier Minister und Senatoren sich morgen, 28. September, um 12.30 Uhr zu einer Podiumsdiskussion – und zwar in Halle A 4, Raum Osaka 2-3.
Für Journalisten: Dabei besteht auch die Möglichkeit zu Kurz-Interviews und O-Tönen

Nach den Worten von Meyer hat  „NEW 4.0“ das Ziel, Hamburg mit seinen großen Energie-Verbrauchszentren und Schleswig-Holstein mit seinen leistungsstarken Windenergie-Erzeugungszentren zu einer Energie-Gesamtregion zu verknüpfen.

Vor der Podiumsdiskussion macht Meyer einen Messerrundgang mit folgenden (presseöffentlichen) Stationen:

  • 9.30 Uhr:  Besuch bei Vestas Deutschland Halle A 1 / Stand 420
  • 9.50 Uhr:  GP Joule (Erneuerbare Energien) Halle A 1 Stand 220
  • 10.10 Uhr: M.O.E. gmbH Halle A 1 Stand 125 Projekt NEW 4.0
  • 10.30 Uhr: Greenbridge Solutions GmbH Halle A 1 Stand 103 Service & Wartung
  • 10.50 Uhr: Max Bögl  Halle A 4 Stand 205 Fundamentbauer
  • 11.10 Uhr: SH-Gemeinschaftsstand mit div. Unternehmen Halle A 4 Stand 418
  • 11.45 Uhr: IG Metall Halle B 1 Stand 512
  • 12 Uhr: Kruse Int. Spedition Halle B 2 Stand 230
  • 14 Uhr: Holcim Baustoffe Halle B 7 Stand 606
  • 14.20 Uhr: Siemens AG Halle B 6 Stand 362
  • 14.40 Uhr: Aerodyn Engineering gmbH Halle B 4 Stand 400

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat unterdessen bei der heutigen Eröffnung die Bedeutung der Windenergie für die Energiewende unterstrichen, gleichzeitig aber die gedrosselten Ausbauziele der Bundesregierung verteidigt. «Die Windenergie braucht keinen Welpenschutz mehr», sagte Gabriel. «Sie muss sich den Herausforderungen des Marktes stellen.» Mit dem Ausschreibungssystem, das im neuen EEG festgelegt sei, gebe es einen funktionierenden Markt. «Wir können nicht ein Sondersystem für einen Teilbereich des Energiemarktes schaffen.»

Bei der Hamburger Windenergie-Messe WindEnergy dreht sich bis Freitag alles um Rotoren, Getriebe und Fundamente. Rund 1400 Aussteller aus 34 Nationen stellen in neun Messehallen auf 65 000 Quadratmetern ihre Produkte und Dienstleistungen vor. Erwartet werden rund 33 000 Fachbesucher aus aller Welt. Die Veranstaltung, die erst zum zweiten Mal nach 2014 in Hamburg abgehalten wird, hat sich damit als Weltleitmesse ihrer Branche etabliert.

 

Wirtschaft in SH wächst moderat weiter – Bremsspuren durch Rußland-Embargo

SH-Wirtschaft im ersten Halbjahr weiter auf Wachstumskurs – Meyer: Leichte Dellen durch Rußland-Embargo

Die Firma Rudi Jahnke Süsswaren
Ernährungswirtschaft: Die Firma Rudi Jahnke Suesswaren. Hier wird  Rohmasse zur Herstellung von Toffee-Bonbons verarbeitet.

Die schleswig-holsteinische Wirtschaft hat ihr Wachstum fortgesetzt, aber nicht so stark wie in Deutschland insgesamt. Das Bruttoinlandsprodukt stieg in den ersten sechs Monaten des Jahres nominal (in jeweiligen Preisen) um 3,6 Prozent, wie das Statistikamt Nord heute berichtet. Nach Bereinigung der Preisveränderungen betrug die reale Zunahme 2,0 Prozent. Damit lagen die Werte unter dem Bundesdurchschnitt, der nominal 3,9 Prozent erreichte und real 2,3 Prozent.

Leicht rückläufig war die Wirtschaftsleistung in der Industrie und im Baugewerbe. Handel und Dienstleistungen legten ebenso zu wie der Groß- und Einzelhandel sowie das Gastgewerbe

Meyer_FSGMeyer sagte dazu unter anderem

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Beim Ranking der Bundesländer liegt Schleswig-Holstein im Mittelfeld, es teilt sich den 9. Platz mit Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen, vor Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und dem Saarland.

Eine wichtige Rolle beim Ergebnis im Bereich der Industrie und der Ernährungswirtschaft spielt laut Meyer vor allem das Handelsembargo gegenüber Russland, aber auch die  sinkende Nachfrage aus China und der niedrige Milchpreis. Auch im Bereich Maschinenbau seien Betriebe vom Russlandembargo negativ betroffen.

Der Lokomotivenhersteller Vossloh Locomotives GmbH

Die Herstellung chemischer Erzeugnisse  sei im ersten Halbjahr rückläufig gewesen, pharmazeutische Produkte dagegen konnten wieder zulegen. Der so genannnte sonstige Fahrzeugbau wie Schiffbau oder Eisenbahn zeigt sich mit einem Zuwachs der Bruttowertschöpfung um 11 Prozent stark. Meyer: „Optimistisch stimmt, mich dass die Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe im Berichtszeitraum um 1,4 Prozent gestiegen ist.“

Meyer erinnerte daran, dass  die Halbjahreswerte im Verarbeitenden Gewerbe auf den Meldungen der Unternehmen ab 50 Beschäftigen beruhen und kleinere Unternehmen erst über ihre Jahresmeldung genau erfasst und berücksichtigt werden. „Das ist insofern bedeutsam, weil kleine Unternehmen in Schleswig-Holstein ein besonderes Gewicht haben und teilweise Weltmarktführer in ihrer Nische sind. Außerdem ist die Vergleichbarkeit zum Vorjahreswert dadurch eingeschränkt, dass im Berichtszeitraum einzelne Betriebe unter die Berichtsschwelle gefallen sind“, so Meyer.

In der schleswig-holsteinischen Bauwirtschaft ist ein Rückgang der realen Bruttowertschöpfung (BWS) um 1,2 Prozent zu verzeichnen, wobei sich das Bauhauptgewerbe gut entwickelt, das Ausbaugewerbe aber den Gesamtwert drückt. „Allerdings ist die nominale Wertschöpfung um 4,8 Prozent gestiegen, es hat also einen starken Preiseffekt gegeben“, sagt Meyer. Dieser deute darauf hin, dass die Kapazitäten im Baugewerbe weiterhin weitgehend ausgelastet sind. Auch für diesen Wirtschaftsbereich sei zu berücksichtigen, dass kleine Betriebe unterjährig nicht einzeln erfasst werden, sondern erst über ihre Jahresmeldung.

Die Entwicklung im Dienstleistungsbereich trägt mit einem Anstieg der Wertschöpfung um 2,7 Prozent real positiv zur Gesamtentwicklung bei; sie übertrifft deutlich den gesamtdeutschen Wert in diesem Wirtschaftsbereich (2,1 Prozent). Stark entwickelt sich die Wertschöpfung im Gastgewerbe mit 5,1 Prozent real und satten 8,3 Prozent nominal.

Ein Mann geht mit Tüten schwer bepackt durch eine Fußgängerzone

Auch der Groß- und Einzelhandel entwickelt sich mit einem Zuwachs der BWS von 4,6 Prozent sehr gut. Die Finanz- und Versicherungsdienstleistungen in Schleswig-Holstein erholen sich nach dem letztjährigen Rückgang mit einem Wachstum um 3,4 Prozent real, sind allerdings von einem negativen Preiseffekt betroffen, der die nominale Bruttowertschöpfung um 0,1 Prozent schrumpfen lässt.

Im Bereich öffentliche Verwaltung und Erziehung und Unterricht steigt die BWS etwas stärker als im Bund, in den übrigen Dienstleistungsbereichen spiegelt die positive Entwicklung den Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung.

Wie schafft SH die Mobilitätswende? Meyer legt erstmals umfassende Studie vor

Meyer legt Gutachten zur Mobilität in SH vor: Spagat zwischen Ballungsgebieten und ländlichem Raum“

Der Verein BürgerBus Ladelund

Erstmals in der Landesgeschichte haben Verkehrswissenschaftler und Ökonomen grundlegend aufgearbeitet, wie die Weichen für eine moderne Mobilität in Schleswig-Holstein in den nächsten 15 bis 25 Jahren gestellt werden müssen. In einer von Verkehrsminister Reinhard Meyer in Auftrag gegebenen Studie analysiert die Hamburger „Ramboll Management Consulting“ die derzeitigen verkehrlichen Rahmenbedingungen sowie künftige Mobilitätsanforderungen und -ansprüche der Bevölkerung und leitet daraus 15 konkrete Handlungsempfehlungen ab.

Meyer_TouriMeyer sagte zu dem Gutachten weiter

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„Das 140-Seiten-Gutachten liefert sehr praxisorientierte Impulse und legt damit eine hervorragende Basis, damit Land, Kreise und Kommunen im engen Schulterschluss die Weichen für einen modernen Schienen, Bus- und Autoverkehr stellen können“, sagte Meyer heute (26. September) in Kiel. Um insbesondere den Menschen im ländlichen Raum in Zukunft eine Perspektive zu bieten, auch ohne eigens Auto am gesellschaftlichen Leben im gesamten Land teilnehmen zu können, müsse der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) weiterentwickelt und flexibler gestaltet werden.

groffikMeyer: „Die Gutachter haben uns ins Stammbuch geschrieben, dass wir die verschiedenen Verkehrsmittel künftig noch wesentlich besser über Kreisgrenzen hinweg miteinander verknüpfen müssen.“ Für die vor allem durch Berufspendler stark belasteten Verkehrsachsen müssten attraktive Alternativen zum eigenen PKW stärker unterstützt werden. „Hierbei können die Potenziale des technischen Fortschritts und der Digitalisierung genutzt werden. Ziel muss zudem sein, den Verkehr umweltfreundlicher und energieeffizienter zu gestalten. Der E-Mobilität kommt hierbei eine Schlüsselfunktion zu“, so der Minister. Er machte zugleich aber auch deutlich, dass es eine Illusion sei, in ländlichen Regionen künftig ohne Autoverkehr auskommen zu können.

Die von Ramboll erarbeiteten 15 Handlungsempfehlungen (Zum Gutachten hier klicken Handlungsempfehlungen ab Seite 78) betreffen die höchst unterschiedlichen Anforderungen zwischen ländlichen Regionen einerseits und städtischen Verdichtungsräumen andererseits. Die Vorschläge reichen von einer besseren Vernetzung der verschiedenen Verkehrsträger, Mobilitätshubs, ein Internet-gestütztes Parkraummanagement, die Einführung schneller Hauptachsen im öffentlichen Nah- und Regionalverkehr bis hin zur Unterstützung von Sharingsys­temen.

Weiterhin erachtet Ramboll die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den verkehrspolitischen Akteuren des Landes sowie die Stärkung der Kompetenzen, insbesondere auf regionaler und lokaler Ebene als wichtig, um die Mobilität der Menschen zukunftsfähig gestalten zu können.

koenoenen
Dr. Astrid Könönen

„Mobilität ist ein komplexes Themenfeld, in das die Entscheidungen verschiedenster Akteure einfließen,“ sagt die Autorin der Studie, Dr. Astrid Könönen. Umso wichtiger sei es daher, dass Mobilität integriert und gemeinsam, über Verkehrsträger, Ebenen und Verwaltungsgrenzen hinweg, gestaltet werde. „Dies deckt sich auch mit der Vorstellung von Minister Meyer, die derzeitigen Norddeutschen Tarifverbünde stärker miteinander zu verschmelzen“, so Könönen weiter.

Meyer dankte den Gutachtern vor allem für die Unterfütterung ihrer Vorschläge mit so genannten Good Practice-Beispiele aus dem gesamten Bundesgebiet.  „Es ist wichtig, über den eigenen Tellerrand zu schauen und von anderen zu lernen. Warum soll Schleswig-Holstein nicht zum Beispiel Anleihen bei der Radstrategie von Baden-Württemberg oder bei der Optimierung der Schülerverkehre im Kreis Unna machen?“

Das Verkehrsministerium werde nun genau prüfen, wie und mit welcher zeitlichen Prioritätensetzung die Vorschläge von Ramboll umgesetzt werden können.

Das Gutachten hat 90.000 Euro gekostet.

Schriftzug auf einem Carsharing-Auto

 

 

 

51. Seeschiffahrtstag endet mit Appell an den Bund und Kritik an Kieler Opposition

Seeschifffahrtstag appelliert an Bund: Test-Projekt für Tiefsee-Rohstoffe wagen

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Volles Haus bei Thyssen Krupp Marine Systems (TKMS): 51. Seeschiffahrtsstag     (Foto: dpa)

Der 51. Deutsche Seeschifffahrtstag hat an die Bundesregierung appelliert, Tiefsee-Rohstoffe in einem Testprojekt abzubauen. «Ein Pilot-Mining-Test sollte durch die deutsche Wirtschaft mit Unterstützung des Bundes durchgeführt werden», hieß es zum Abschluss des Seeschifffahrtstages heute in Kiel. Dies böte eine Superchance, internationale Umweltstandards etwa für den Abbau von Manganknollen und Kobaltkrusten mitzugestalten und zudem neue Perspektiven für die deutsche Wirtschaft zu eröffnen, sagte die Präsidentin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie, Monika Breuch-Moritz. Zudem könne ein Beitrag zur künftigen Rohstoffsicherung geleistet werden.

Breuch-Moritz stellte die Ergebnisse des Arbeitskreises «Ressource Meer – Rohstoffe für die Zukunft» vor. Rund 200 Experten hatten auf dem Seeschifffahrtstag in drei Arbeitskreisen über Probleme und die Zukunft der deutschen Seeschifffahrt diskutiert.

Deutschland hat sich seit 2006 zwei Gebiete im Pazifik südwestlich von Hawaii gesichert. Bisher wurden die 4000 bis 6000 Meter tiefen Gebiete weitgehend nur erforscht. Der Seeschifffahrtstag forderte Leuchtturmprojekte, «um umweltschutztechnisch hochstehende Lösungen sichtbar zu machen und Fehlentwicklungen zu vermeiden». Und es sollten die Umwelt- und Sicherheitsvorschriften der International Seabed Authority (IS) auch für Küstengewässer, ausschließliche Wirtschaftszonen und Festlandsockel als Mindestanforderungen gelten.

Die Ausbildung und Beschäftigung deutscher Seeleute stand im Fokus eines weiteren Arbeitskreises. Die Förderung des Nachwuchses durch die «Stiftung Schifffahrtsstandort Deutschland» sei noch zu wenig bekannt, sagte der Leiter Seefahrtschule Cuxhaven, Rudolf Rothe. Auch wenn es auf deutschen Schiffen für Junior-Offiziere schwierig sei, einen Job zu finden, seien international die Chancen gut. Bund und Länder sollten alle Möglichkeiten zur Beschäftigung nautischer und technischer Absolventen an deutschen Fach- und Fachhochschulen ausschöpfen, um langfristig das maritime Know-how zu sichern.

«Die hervorragende Ausbildung und das Know-how der deutschen Seeleute sind ein zentraler Wettbewerbsvorteil für die maritime Wirtschaft am Standort Deutschland», betonte der Präsident des Verbandes Deutscher Reeder (VDR), Alfred Hartmann. Ausbildung und Beschäftigung für den maritimen Nachwuchs auch in Zukunft zu sichern, sei eine gemeinsame Aufgabe für Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

So sehr die Innovationskraft und Qualität der deutschen maritimen Wirtschaft in Kiel gelobt wurde, belastet die seit Jahren andauernde Schifffahrtskrise die Branche. «Der größte Knackpunkt sind die Überkapazitäten der Reeder – die Frachtraten sind im Keller», sagte Rothe. Es werde in nächster Zeit zu weiteren Konsolidierungen – Insolvenzen oder Übernahmen – kommen.

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Rohweder

Der Nautische Verein zu Kiel hat unterdessen die Opposition im schleswig-holsteinischen Landtag kritisiert, weil Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) die Eröffnung des Deutschen Seeschifffahrtstages verlassen und ins Parlament zurückkehren musste. «Das ist Ausdruck großer Inkompetenz, denn die maritime Wirtschaft spielt in Schleswig-Holstein eine große Rolle», sagte der Vereinsvorsitzende Jürgen Rohweder. Er habe sich sehr gewundert, dass Schleswig-Holstein als Gastgeber seine Gäste nicht begrüße. Bei einem solchen Treffen sei das Image ganz wichtig.

Albig hatte sich nicht – wie üblich – vorher beim Ältestenrat des Parlaments abgemeldet. Die Opposition von CDU, FDP und Piraten tobte, bestellte den SPD-Politiker zurück ins Landeshaus und unterbrach kurzerhand die Landtagsberatungen. Er könne nur erstaunt den Kopf schütteln, sagte Rohweder. «Es wäre gut wenn hier etwas mehr maritime Kompetenz vorhanden wäre.» Über CDU-Fraktionschef Daniel Günther sagte Rohweder: «Herr Günther hätte sich mal bei Herrn Liebing erkundigen sollen, was maritime Wirtschaft ist.» Der CDU-Landesvorsitzende Ingbert Liebing war bis 2014 Vorsitzender des Arbeitskreises Küste der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

 

Kräftiger Schub für die Energiewende und den Klimaschutz in Schleswig-Holstein

Land fördert Kompetenzzentrum Erneuerbare Energien und Klimaschutz SH mit 860.000 Euro

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Bescheidübergabe am Rande des Landtags: von links: Prof. Eberhard Hartung (CAU), Geschäftsführer Lehmann-Matthaei, Minister Meyer und Prof. Alois Schaffarczyk von der Fachhochschule Kiel

Wirtschafts­minister Reinhard Meyer überreichte heute am Rande des Kieler Landtags an das von sechs Hochschulen im Land getragene Kompetenzzentrum Erneuerbare Energien und Klimaschutz (EEK.SH) einen Förderbescheid über 860.000 Euro. Den Bescheid erhielt Björn Lehmann-Matthaei, Geschäftsführer der „Forschungs- und Entwicklungszentrum Fachhochschule Kiel GmbH“. Die Gesellschaft ist federführende Projektträgerin innerhalb des EEK-SH, das die Vernetzung von Wissenschaftlern und Unternehmen auf den Gebieten Wind, Biomasse, Solar, Wasser und Geothermie fördert. „Das Projekt mit einem Gesamtvolumen von 1,12 Millionen Euro und einer Laufzeit von drei Jahren soll Möglichkeiten einer noch besseren Wertschöpfung auf dem Feld der Erneuerbaren Energien und zugleich den Klimaschutz vorantreiben“, sagte Meyer.

Reinhard_MeyerMeyer sagte weiter

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Im Fokus der aktuellen Förderung stehen laut Meyer neben Energie-Projekten auch die die akademische Aus- und Fortbildung sowie die Forschungszusammenarbeit. „Das Kompetenzzentrum kann dabei auf die Erfahrungen der beiden Forschungsnetzwerke ,Wind‘ und ,Biomasse‘ setzen und eng mit der wirtschaftsnahen Netzwerkagentur Erneuerbare Energien SH zusammenarbeiten“, so der Minister. Damit würden auch zusätzliche Forschungsimpulse für Schleswig-Holstein erwartet.

matteiLehmann-Matthaei sagte zur
Verwendung des Fördergeldes

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Die Förderung des Kompetenzzentrums ist Bestandteil der Innovationsstrategie des Landes. Meyer: „Wir wollen unsere Position nicht nur durch die Produktion von Windstrom weiter ausbauen, sondern auch die Wertschöpfung samt der Zahl der Arbeitsplätze erhöhen und zugleich unsere Forschung stärken“

Leinen los für den 35. Deutschen Seeschifffahrtstag in Kiel

Heute Abend Eröffnung: Kiel lädt zum 35. Deutschen Seeschifffahrtstag.

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Auf einer Fachtagung beraten Experten ab heute in Kiel über die Lage der krisengeschüttelten Branche und loten Perspektiven aus. Mit dabei unter anderem der Maritime Koordinator der Bundesregierung, Uwe Beckmeyer und Wirtschaftsminister Reinhard Meyer. Von Risiken und Chancen für die Schifffahrt über den Meeresschutz und die Ausbildung reicht das Spektrum bis hin zu technischen Fragen. Zu der zweitägigen Fachtagung werden 300 Teilnehmer erwartet. Am Sonnabend und Sonntag folgt ein buntes Hafenfest für das breite Publikum. Zehntausende werden wohl kommen.

IMG_0958Im Gespräch mit RSH-Reporter Andreas Otto sagte Meyer zu dem Programm

(Audiopfeil klicken)

Ministerpräsident Torsten Albig hat vor der Eröffnung auf die große Bedeutung der maritimen Industrie für ganz Deutschland verwiesen. „Die maritime Wirtschaft ist der Dreh- und Angelpunkt der deutschen Exportstärke. Sie ist eine echte High-Tech-Branche, die weitere Industrie- und Dienstleistungszweige beeinflusst.“

220px-13-08-23-torsten-albig-07Dass der Deutsche Seeschifffahrtstag bereits zum dritten Mal in Kiel stattfindet, ist für Albig eine logische Entwicklung: „Wer sich mit maritimen Themen beschäftigen will, ist in Kiel bestens aufgehoben“, sagte er. Da diese Themen in der Landeshauptstadt direkt vor der Tür liegen, sehe sich die Landesregierung in diesem Bereich als erster Interessenvertreter und engagiere sich in Berlin und in Brüssel nachhaltig für die maritimen Interessen des Landes.

Wie Albig weiter sagte, seien Schleswig-Holstein und Deutschland führend bei maritimen innovativen Ideen wie elektrischen Anschlüssen in Häfen, Brennstoffzellen, Hybridantrieben oder alternativen Kraftstoffen. „In all diesen Bereichen besitzen wir technologisches Know-How und große Innovationskraft. Grüne Technologien ,Made in Germany‘ können der maritimen Industrie weltweit wachsende Mobilität ermöglichen – bei gleichzeitig deutlich geringer belasteter Umwelt als heute“, so der Regierungschef.

Angesichts der unklaren Perspektiven der maritimen Branche in Zeiten von Insolventen und weltweiten Überkapazitäten bei Containerschiffen rief Albig zur engen Zusammenarbeit auf. Die maritime Branche habe sich in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt und dabei gezeigt, dass ein erfolgreicher Strukturwandel möglich sei. Für die Politik bedeute das, eng mit den maritimen Experten zusammenzuarbeiten.

Veranstaltet wird der Seeschifffahrtstag vom Deutschen Nautischen Verein. Schirmherr  ist Bundespräsident Joachim Gauck. Zuletzt fand das Treffen 2013 in Wilhelmshaven statt.

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie