Geschafft: Auf der A 7 rollt der Verkehr zwischen Hamburg und Bordesholm sechsspurig

 

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Startschuss: Enak Ferlemann und Daniel Günther geben über der A 7 das Signal zum Wegräumen der letzten Baken – daneben Minister Buchholz und DEGES-Chef Brandenburger

«Mit der sechsspurig ausgebauten A7 haben wir wieder eine leistungsfähige Verkehrsachse im Norden», sagte Günther, während der Verkehr unaufhörlich rollte und Lkw-Fahrer freudig hupten. «Ein guter Tag für das Land.» Günther bedankte sich bei den Anwohnern entlang der Strecke sowie den Autofahrern und der heimischen Wirtschaft für ihre Geduld. «Es war ein Projekt, auf das ich immer stolz war, wenn ich hier entlanggefahren bin.» Schließlich habe es wenig Beschwerden gegeben.

Der Staatssekretär hob hervor, dass die A7 – eine Lebensader des Verkehrs in Deutschland und Nordeuropa – jetzt noch leistungsfähiger sei. «Ab sofort sinken Reisezeit und Staugefahr, dafür verbessern sich Erreichbarkeit und Sicherheit.» Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) verwies auf eine «effizientere Verbindung» und einer besseren Erreichbarkeit des echten Nordens für Touristen und erinnerte vor allem an die Umwelt-Aspekte des Milliarden-Projekts:

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Auf dem Abschnitt zwischen der Hansestadt und Bordesholm kann der Verkehr jetzt auf gut 65 Kilometern in beiden Richtungen auf jeweils drei Spuren rollen. Bis sich der Fahrbahnbelag eingefahren hat und ausreichend griffig ist, gilt auf dem Streckenabschnitt maximal Tempo 120. Nun fehlt nur noch ein letzter kleiner Abschnitt von drei Kilometern bei Neumünster, der bis zum Osterreiseverkehr 2019 fertiggestellt sein soll.

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in Feierlaune: Zur Freigabe waren rund 100 Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft nach Nützen angereist

Die Autobahn ist nach den Worten von Günther und Buchholz von großer Bedeutung für den Nord-Süd-Verkehr zwischen Zentraleuropa und Skandinavien. Die reinen Baukosten für den Ausbau wurden mit 600 Millionen Euro angegeben. Er erfolgte bei weiter laufendem Verkehr. In Spitzenzeiten werden auf der A7 am Hamburger Elbtunnel bis zu 150 000 Fahrzeuge gezählt – täglich. Die Gesamtkosten für Bau, Erhalt, Betrieb und Finanzierung belaufen sich auf 1,5 Milliarden Euro.

Nicht nur für Buchholz war es richtig, den Ausbau in öffentlich-privater Partnerschaft (ÖPP) unter Regie der Bundesprojektgesellschaft Deges zu verwirklichen. «Damit lagen alle Bauabläufe in einer Hand.» Auch der Staatssekretär lobte: «Alles super gelaufen.» Er mahnte, in Schleswig-Holstein nun das ganze Engagement auf die Ost-West-Verbindung der A20 zu legen. «Das wäre die wichtige Magistrale für den Norden.»

Der Auftragnehmer hat Planungs-, Bau-, Betriebs- und Erhaltungsleistungen über einen Zeitraum von 30 Jahren übernommen, als Gegenleistung erhält er eine leistungsabhängige Vergütung. Wenn es Einschränkungen gibt, etwa durch Baustellen, kürzt der Bund seine Zahlungen. Die Erwartung, das Baukonsortium werde bei diesem Modell eine kurze Bauzeit und eine hohe Qualität anstreben, hat sich aus Sicht des Kieler Ministeriums erfüllt. Nach etwa 30 Jahren geht die Autobahn dann wieder an die öffentliche Hand.

Hier die Reden von DEGES-Chef Dirk Brandenburger, Bundes-Staatssekretär Enak Ferlemann und Ministerpräsident Daniel Günther im Live-Stream

Die A7-Ausbauarbeiten sind in Hamburg noch in vollem Gange, im Norden muss die Rader Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal bei Rendsburg ersetzt werden. Spätestens 2026 muss ein Ersatzbau stehen, denn länger hält die 1972 fertiggestellte Brücke nach Einschätzung von Experten den Belastungen nicht stand.

Arbeitsmarkt in Bestform: BA-Regionalchefin und Minister auch für 2019 optimistisch

Früher suchten Arbeitslose vergeblich einen Job, heute finden Betriebe nicht genug Mitarbeiter – auf dem Arbeitsmarkt haben sich Probleme verschoben. Es gibt weniger Arbeitslose und mehr Jobs. Das wird wahrscheinlich so bleiben.

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Nach einem deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit in diesem Jahr erwarten Experten in Schleswig-Holstein auch für 2019 eine Abnahme. Das machten die Regionalchefin der Arbeitsagentur, Margit Haupt-Koopmann, und Arbeitsminister Bernd Buchholz heute in Kiel deutlich.

Im zu Ende gehenden Jahr sank die Zahl der Arbeitslosen auf durchschnittlich rund 86.000. Damit wurde erstmals seit 1992 ein Wert von unter 90 000 erreicht, wie Haupt-Koopmann sagte. Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit hätten alle Personen- und Altersgruppen profitiert – Langzeitarbeitslose und über 50-Jährige ebenso wie Ausländer und Menschen mit Behinderung. Laut Buchholz sank auch die Unterbeschäftigung spürbar.

Erstmals wurde im September die Millionengrenze bei sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen übertroffen – um 3800. Die Zahl der Flüchtlinge in Jobs verdoppelte sich fast auf 3700. Insgesamt gab es bei den Stellen binnen zehn Jahren ein Plus von 176 000. Allein im Gesundheits- und Sozialwesen kamen 50 000 dazu.

Im Gespräch mit Journalisten sagte Buchholz weiter (Audio starten – „im Browser anhören“)

Der Trend soll im nächsten Jahr anhalten. «Der Arbeitsmarkt ist weiterhin in einer guten Grundverfassung», sagte Haupt-Koopmann. Sie rechnet damit, dass die Arbeitslosenzahl im Jahresmittel noch einmal um 5000 sinken und die Zahl der Jobs im Schnitt weiter über der Millionengrenze liegen werden. Den Arbeitsmarkt müsse man getrennt davon sehen, dass die Konjunktur an Fahrt verliere, sagte Buchholz. Denn wegen der demografischen Entwicklung stünden dem Arbeitsmarkt weniger Menschen zur Verfügung. Früher hätten sich Arbeitslose um Jobs beworben und keine bekommen, heute bemühten sich Arbeitgeber um Arbeitnehmer und bekämen keine.

Insofern stehen für Haupt-Koopmann und Buchholz mittlerweile andere Herausforderungen im Vordergrund: Fachkräftesicherung, Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit sowie der Komplex Digitalisierung und Qualifizierung. 2018 wurden 10 000 Arbeitslose in beruflicher Weiterbildung gefördert. «Qualifizierung kennt keine Altersgrenze», betonte Haupt-Koopmann. Sie sei der beste Schutz vor Langzeitarbeitslosigkeit und Dreh- und Angelpunkt bei der Digitalisierung. In fast allen Betrieben gebe es noch unqualifizierte Arbeitskräfte.

Besonderen Augenmerk legt die Arbeitsagentur auf Schulabgänger: «Wir wollen, dass kein Jugendlicher mehr ohne Ausbildung in den Arbeitsmarkt geht», sagte Haupt-Koopmann. Auch aus volkswirtschaftlicher Sicht könne man es sich nicht leisten, Jugendliche für den Arbeitsmarkt zu verlieren, sagte Buchholz. Je länger sie nach der Schule unversorgt seien, desto schwerer seien sie zu vermitteln.

Prognosen zufolge zeichnet sich für Schleswig-Holstein im Jahr 2030 eine Lücke von 100 000 Fachkräften ab, davon 85 Prozent mit einer beruflichen Ausbildung. 2035 könne sich die Lücke bei entsprechender Konjunktur sogar auf 180 000 vergrößern. Das Land startet zum 1. Januar 13 Modellprojekte für Langzeitarbeitslose mit Migrations- und Flüchtlingshintergrund. Dafür fließen in den nächsten zwei Jahren 4,7 Millionen Euro aus Landes- und EU-Mitteln.

Nach vier Jahren Bauzeit: Ab heute Mittag rollt der Verkehr auf der A 7 sechsspurig

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Die in Schleswig-Holstein ausgebaute Autobahn 7 wird heute Mittag offiziell freigegeben. Zu der feierlichen Zeremonie kommen Ministerpräsident Daniel Günther (CDU), der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann und Landesverkehrsminister Bernd Buchholz nach Nützen im Kreis Segeberg.

Zwischen Hamburg und dem Bordesholmer Dreieck rollt der Verkehr dann auf gut 60 Kilometern in beiden Richtungen auf drei Spuren. Es fehlt nur noch ein letzter kleiner Abschnitt von drei Kilometern bei Neumünster. Er soll im ersten Quartal des neuen Jahres fertig sein. Die Autobahn ist von herausragender Bedeutung für den Nord-Süd-Verkehr zwischen Zentraleuropa und Skandinavien. Die Baukosten für den Ausbau wurden mit 600 Millionen Euro angegeben

Ab sofort wieder freie Fahrt auf der A 21 zwischen Bornhöved und Treppenkamp

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Feierlicher Moment (v.r.): Buchholz und LBV.SH-Chef Conradt räumen mit den Landtagsabgeordneten Tim Brockmann und Lukas Kilian (beide CDU) sowie Stephan Holowaty (FDP) das letzte Baustellen-Schild beiseite.

Rechtzeitig zum Vorweihnachts-Ansturm auf die Landeshauptstadt können sich Pendler und Bewohner des Kieler Umlands über eine freie Autobahnstrecke zwischen Trappenkamp und Stolpe (Kreis Plön) freuen: Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz und LBV.SH-Direktor Torsten Conradt gaben heute mit dem Abräumen der letzten Baustellen-Baken das rund zehn Kilometer lange Teilstück in Fahrtrichtung Kiel wieder frei. „Damit ist die A 21 als wichtige Magistrale für den Berufsverkehr und die Logistik-Wirtschaft nach gut 32 Monaten Bauzeit wieder in einem Top-Zustand“, sagte Buchholz. Er dankte dem LBV.SH sowie den beteiligten Firmen für die pünktliche Lieferung. Einziger Wermutstropfen: Bis sich in etwa acht Wochen der Straßenbelag eingefahren hat, gilt in Richtung Kiel vorerst weiterhin Tempo 80.

Im Gespräch mit Journalisten sagte Buchholz vor Ort (Audio starten – „im Browser anhören“)

„Als Pendler nutze ich selbst nahezu täglich diese Strecke, darum weiß ich auch aus eigener Erfahrung genau, welche Geduldsprobe wir den Autofahrerinnen und Autofahrern in den letzten zwei Jahren hier zugemutet haben. Danke für Ihr Verständnis“, sagte Buchholz. Während die Sanierung der Strecke in Richtung Kiel nahezu reibungslos verlaufen war, hatte es in der Gegenrichtung Verzögerungen gegeben – unter anderem deshalb, weil sich auf Ausschreibungen keine Firmen gemeldet oder sich später vor der Vergabekammer gegenseitig beklagt hatten. „Ich habe das Gefühl, dass sich die Bauwirtschaft inzwischen auf das riesige Sanierungsvolumen eingestellt hat, mit dem wir in diesem Jahr allein unsere Landesstraßen für über 80 Millionen Euro saniert haben“, so der Minister. Die Restarbeiten an den Schutzeinrichtungen und der Rückbau der Verkehrssicherung auf der Fahrbahn in Richtung Bad Segeberg werden – soweit das Winterwetter es zulässt – in den ersten Wochen des kommenden Jahres abgeschlossen sein.

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Insgesamt belaufen sich die Kosten für die komplette Sanierung auf rund 46 Millionen Euro. „Und die sind besonders nachhaltig eigesetzt worden“, wie LBV.SH-Chef Conradt betonte: „Durch die Wiederverwendung von Baustoffen, insbesondere des alten Asphalts, haben wir eine örtliche Recyclingquote von mehr als 85 Prozent erreicht. Das ist ein enormer Beitrag, mit dem wir unsere Ressourcen schonen.“

Sowohl Buchholz als auch Conradt machten deutlich, dass von den Autofahrerinnen und Autofahrern im Land auch 2019 erhebliche Geduldsproben abverlangt werden: „Wir schieben einen seit Jahrzehnten aufgebauten Sanierungsstau vor uns her, der allein im Bereich der Landesstraßen ein Volumen von rund einer Milliarde Euro umfasst – diesen Berg tragen wir nun nach und nach ab“, sagte Buchholz. „Mir ist dabei jede geplante Baustelle lieber, die die Infrastruktur heute verbessert, als eine Straße, die unsere Gutachter morgen aus Sicherheitsgründen dichtmachen müssen.“

Darüber hinaus werden kommendes Jahr noch Wildsperrzäune errichtet und die so genannte Freigabemarkierung der Fahrtrichtung Kiel durch die endgültige Markierung ersetzt. Die Strecke wird aktuell von rund 22.000 Fahrzeugen (Verkehrszählung aus 2015) täglich befahren.

 

Reparatur-Rekord bei Landesstraßen, Rückenwind für die S 4 und die A 21, Endspurt bei der A 7

Auch wenn die Richter des Europäischen Gerichtshofs den Dänen beim  Fehmarnbelt-Projekt in dieser Woche ein wenig Wasser in den Wein gekippt haben: Für Verkehrsminister Bernd Buchholz ist der Dezember hinsichtlich der Infrastruktur im Land schon jetzt ein Rekord-Monat. Denn: Noch nie wurden über 80 Millionen Euro in einem Jahr in die Sanierung der Landesstraßen gesteckt. Zugleich gab es gestern in Berlin Rückenwind für den Bau der S-Bahn S-4-Ost zwischen Hamburg und Bad Oldesloe. Außerdem haben ab heute die Pendlerinnen und Pendler auf der A 21 wieder freie Fahrt. Und ab Dienstag heißt es auch auf A 7 fast durchgängig: freie Fahrt.

Für Buchholz alles in allem seine „Meldung der Woche“ (Video starten)

Schulterschluss und Rückenwind für den Ausbau der neuen S 4-Ost: Gipfeltreffen in Berlin

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Spitzentreffen in Berlin, v.l.: Bundes-Staatssekretär Enak Ferlemann, Ministerpräsident Daniel Günther, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher und DB-Vorstand Ronald Pofalla

Politischer Rückenwind für das Schienenprojekt „S 4-Ost“ zwischen Hamburg und Bad Oldesloe: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher, Ministerpräsident Daniel Günther und Bahnvorstand Ronald Pofalla verständigen sich heute in Berlin auf eine zügige Umsetzung desVorhabens. Alle Beteiligten bekräftigten dabei, dass es eine 60-prozentige Finanzierung aus Bundesmitteln nach dem Gemeindeverkehrs-Finanzierungsgesetz und eine 40-prozentige Beteiligung der Länder geben werde. Die dafür nötigen Kabinettsentscheidungen sollen noch in der ersten Jahreshälfte 2019 getroffen werden.

Das Bundesverkehrsministerium hatte das Projekt im November bereits in den „Vordringlichen Bedarf“ des Bedarfsplans Schiene hochgestuft – und damit die Basis für die nächsten Schritte zur neuen S-Bahn geschaffen. Ziel der heute geschmiedeten Allianz: wenn die für 2019 und 2020 erwarteten Baugenehmigungen vorliegen, soll auch unverzüglich mit dem Bau begonnen werden.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer sagte dazu: „Ich will eine Bahn, die viele Menschen gerne nutzen. Dafür sind leistungsfähige Knoten und Bahnhöfe von zentraler Bedeutung. Nur so funktioniert Bahnfahren mit dem Wow-Effekt. Der S-Bahnausbau trägt zur Entlastung des Hamburger Bahnknotens bei und schafft neue Möglichkeiten im Deutschland-Takt auf der Schiene.“

Ministerpräsident Daniel Günther begrüßt die positive Bewertung des Projektes: „Ich bin sehr froh, dass der Nutzen dieses für Hamburg und Schleswig-Holstein so wichtigen Verkehrsprojektes auch für den Bundesverkehrswegeplan festgestellt wurde und es eine Bereitschaft zur gemeinsamen Finanzierung gibt.“ Die S4 sei ein gutes Beispiel dafür, dass es in Deutschland möglich ist, auch komplexe, bundesländerübergreifende Projekte auf den Weg zu bringen.

„Der weitere Ausbau des S-Bahnnetzes stärkt die Metropolregion Hamburg. Mit der neuen S-Bahn können die Menschen aus dem Hamburger Osten sowie aus dem Kreis Stormarn zukünftig umsteigefrei viele Ziele in der Stadt erreichen“, sagt Hamburgs Bürgermeister Tschentscher. Die S4 sei ein zentraler Baustein für den Ausbau des Hamburger Schnellbahnnetzes.

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DB-Vorstand Ronald Pofalla erwartet mit der neuen S-Bahn bis zu 14.500 Neukunden pro Werktag, 100.000 Menschen würden künftig täglich mit der S4 fahren. Mit Blick auf den Hauptbahnhof ergänzte Pofalla: „Um Verspätungen zu reduzieren, müssen insbesondere in Knoten ausreichende Kapazitäten vorhanden sein. Mit der S 4 schaffen wir mehr Platz für mehr Züge im Hamburger Hauptbahnhof.“

Das Projekt S4 (Ost) von Hamburg nach Bad Oldesloe

Die Strecke zwischen Hamburg und Bad Oldesloe ist eine der meistbefahrenen  Pendlerstrecken rund um die Hansestadt Hamburg. Um die Wege zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein einfacher zu gestalten, wird die S4 gebaut. Ziele sind zuverlässigere Verbindungen, weniger Umstiege und mehr Komfort. Der Bau der neuen S-Bahn-Strecke ist ein Gemeinschaftsprojekt der Länder Schleswig-Holstein und Hamburg sowie von Bund und Bahn.

Das Projekt umfasst den Bau zwei neuer Gleise für die S-Bahn von Hamburg-Hasselbrook bis nach Ahrensburg, außerdem den eingleisigen Neubau von Ahrensburg bis Ahrensburg-Gartenholz, der Bau von fünf zusätzlichen Stationen und eine Vielzahl weiterer Einzelmaßnahmen. Derzeit laufen für die Baugenehmigung die drei Planfeststellungsverfahren. (zwei in Hamburg, einer in Schleswig-Holstein). Nach Vorliegen der Baugenehmigungen soll unverzüglich mit dem Bau begonnen werden. Ziel ist die Inbetriebnahme 2028.

Die Kosten belaufen sich inklusive vertiefter Kosten- und Risikoanalyse nach jetzigem Stand auf rund 950 Millionen Euro. Die Finanzierung des Projekts erfolgt mit Bundes- und Landesmitteln sowie über Fördermittel der EU. Die Europäische Union hat Planungsleistungen gefördert auf Grund der hohen Bedeutung der Strecke Hamburg–Lübeck für die gesamteuropäische Verkehrsplanung.

Weitere Informationen: http://www.s-bahn-4.de

Sanierungsbilanz bei den Landesstraßen: LBV.SH bringt 83,2 Millionen Euro auf die Straße

QI21_Te08_0709.jpgFür die Sanierung maroder Landesstraßen werden bis zum Jahreswechsel in Schleswig-Holstein absehbar mehr als 83 Millionen Euro ausgegeben und damit weit mehr als in den Jahren zuvor. Das machte Wirtschafts- und Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz heute im Landtag deutlich. Der Sanierungsstau bei den Landesstraßen wird auf 1,2 Milliarden Euro geschätzt. 2017 wurden Vorhaben für 72,5 Millionen Euro umgesetzt, 2016 waren es etwas weniger als 50 Millionen Euro und in den Vorjahren noch weit weniger.  «Die mehr als 83 Millionen Euro in diesem Jahr sind eine überaus gute Umsetzungsquote, die unser Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr im gut geübten Zusammenspiel mit der Bauwirtschaft erreicht hat», sagte Buchholz.

Hier seine Landtagsrede zum Nachhören

Auf die Initiative von Buchholz hin das Land für die Zeit ab 2018 die Haushaltsansätze auf rund 90 Millionen Euro hochgeschraubt. Weil viele Firmen derzeit voll ausgelastet sind, könnten aber nicht alle Mittel «verbaut» werden. Auf manche Ausschreibungen bekomme der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr gar keine Angebote – oder es werden «Mondpreise» verlangt, wie es heißt.

Hier die Sanierungs-Längen bei den Landesstraßen im Jahresvergleich:

SanierungslaengenDas 2018 abgearbeitete Sanierungsprogramm an Landesstraßen umfasst 36 Straßenbau- und 13 Brückenbaumaßnahmen. Davon seien 36 fertig, 13 kurz vor dem Abschluss noch in diesem Jahr oder – je nach Wetter – Anfang 2019. Zehn Vorhaben konnten nicht wie geplant in diesem Jahr starten, besonders aufgrund von Kapazitätsproblemen bei Ingenieurbüros und auch im Landesbetrieb.

Schleswig-Holstein verfügt über 3541 Kilometer Landesstraßen. Mehr als 950 Kilometer gelten als dringend sanierungsbedürftig. Rund 900 Kilometer davon sollen in den nächsten vier Jahren wieder in Ordnung gebracht werden. Dazu kommt die Sanierung von über 400 Kilometer Radweg und von mehr als 50 Brücken.

 

 

Weiterbau der A 21: Die ersten Bagger zwischen Klein Barkau und Nettelsee rollen

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Es geht weiter beim Ausbau der B 404 zur A 21: Seit einigen Tagen laufen die Vorbereitungsarbeiten zwischen Nettelsee und Klein Barkau. Nach Angaben des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) haben die Rodungsarbeiten am Straßenrand begonnen. Um Sperrungen zu vermeiden, wird der Verkehr im betreffenden Bereich durch eine mobile Baustellenampel geführt. Fußgänger und Radfahrer müssen aus Sicherheitsgründen während der Fällungen mit kurzzeitigen Wartezeiten rechnen.

Der LBV.SH weist vorsorglich darauf hin, dass es während des Aufbaus der Verkehrssicherung und der Fällungen zu kurzzeitigen Beeinträchtigungen des fließenden Verkehrs kommen kann, die nicht vermeidbar sind. Die Rodungen sollen – vorbehaltlich der Witterung – im ersten Quartal 2019 abgeschlossen sein. „Wir bitten die Verkehrsteilnehmer und Anwohner um Verständnis und vor allem darum, sich auf die Arbeiten einzustellen“, so LBV.SH-Direktor Torsten Conradt.

TA.SH will Tourismus-Boom im echten Norden mit neuem Marketing-Mix stetig ausbauen

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Schleswig-Holstein wird auch im Jahr 2018 einen neuen Tourismus-Rekord verzeichnen. Die Zahl der Übernachtungen werde hochgerechnet etwa bei 33 Millionen liegen – ein Anstieg von rund zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr, sagte Tourismusminister Bernd Buchholz (FDP) heute in Kiel bei der Präsentation der Marketing-Projekte der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TA.SH) fürs neue Jahr.

Künftig wolle man «den echten Norden» – so Schleswig-Holsteins Werbeslogan – als Ganzjahresziel bei Urlaubern durchsetzen und zudem das nördlichste Bundesland als attraktiven Tagungs- und Kongressstandort bekanntmachen. Der Etat der Tourismus-Agentur werde erneut um 500 000 Euro auf insgesamt 3,1 Millionen Euro erhöht, um unter anderem erstmals auf zwölf Fernbahnhöfen zu werben.

Im Gespräch mit Journalisten sagte Buchholz weiter (Audio starten „im Browser anhören“)

Das laufende touristische Jahr 2018 ist für Schleswig-Holstein bereits ein äußerst erfolgreiches, daher hat sich die TA.SH für die Zukunft große strategische Ziele gesteckt: Schleswig-Holstein als ganzjähriges Reiseziel etablieren, mehr Übernachtungen in der Nebensaison generieren und die Marke „Schleswig-Holstein – der echte Norden“ noch bekannter machen. „Für das Marketing des Landes sind die Ergebnisse der kürzlich vorgestellten Markentreiberanalyse eine gute Grundlage. Die Bewertungen der Gäste haben uns die Stärken der touristischen Marke Schleswig-Holstein aufgezeigt“, betont Tourismusminister Buchholz. „So wissen wir jetzt besser, welche Leuchttürme und Geheimtipps im Vordergrund unserer zukünftigen Vermarktung stehen sollten. Und dass wir in Werbung für unser Land weiter investieren müssen, steht außer Frage.“

Die Nordsee in Wyk auf Föhr

TA.SH-Geschäftsführerin Bunge sieht noch Potenzial vor allem bei Gästen aus Süddeutschland, dem Ausland und für das Tagungsgeschäft: „Um die Attraktivität der touristischen Marke ‚Schleswig-Holstein – der echte Norden‘ weiter steigern zu können, haben wir gemeinsam mit unseren Partnern die Marketingplanung 2019 erarbeitet. Auf dieser Agenda steht auch eine Vielzahl neuer Projekte.“

Zu den geplanten Maßnahmen zählen etwa ein Gesamtkonzept aus Videobausteinen für diverse Kanäle sowie ein eigenes redaktionelles Magazin mit einer Auflage von mindestens 250.000 Exemplaren. Ferner steht der Ausbau der digitalen Kommunikation im Fokus, zum Beispiel mit dem gerade erfolgten Relaunch der Business Website http://www.sh-business.de, einer landesweiten Datenbank für Bild, Text und Film, einer neuen Messecloud auf der Touristikmesse ITB sowie eine Online- Kampagne für die Nebensaison.

Darüber hinaus wird die TA.SH internationaler und stärkt das Auslandsmarketing primär in den drei Märkten Dänemark, Schweiz und Österreich. Um Schleswig- Holstein als Kongress- und Tagungswirtschaft mit maritimem Flair zu stärken, wird es ab 2019 eine eigene Website http://www.sh-convention.de inklusive „Venue Finder“ geben. Zudem wird sich Schleswig-Holstein erstmalig im Frühjahr mit einem Stand auf der IMEX, der globalen Messe für Messen, Incentive-Reisen, Kongresse und Events, in Frankfurt a. Main präsentieren.

Bahnpendler aufgepasst: Ab morgen flächendeckender Streik auf allen DB-Strecken

 

Flensburger Bahnhof im ReisezentrumBisher war die Ankündigung recht vage – nun teilt die Gewerkschaft EVG mit, wann morgen konkret bei der Deutschen Bahn gestreikt wird. Die Aktionen sollen vier Stunden dauern und bundesweit laufen. Heißt;: DB-Kunden müssen morgen früh wegen des Warnstreiks bundesweit mit Verspätungen und Zugausfällen rechnen. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) rief Beschäftigte des Konzerns für die Zeit zwischen 5 und 9 Uhr zu dem Ausstand auf.

Die Bahn geht davon aus, dass die Arbeitsniederlegungen «den Zugverkehr voraussichtlich bundesweit stark beinträchtigen» werden.

Auch in den Stunden nach dem Warnstreik-Ende sei mit Störungen zu rechnen. «Die Deutsche Bahn setzt alles daran, die Auswirkungen der Warnstreiks auf ihre Kunden so gering wie möglich zu halten», hieß es aus dem Konzern. «Die DB bedauert, dass die Reisenden, darunter viele Arbeitnehmer, in der Adventszeit möglicherweise mehr Zeit und Geduld aufbringen müssen, um an ihr Ziel zu kommen.»

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus