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Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus (MWVATT) des Landes Schleswig-Holstein - Harald Haase

Tourismustag 2020: Buchholz sieht trotz Pandemie mehr Chancen als Gefahren für die Branche

Tourismustag 2020 – voll digital und virtuell: 400 Vertreter der Branche treffen sich zur Stunde zu einem Austausch unter dem Motto „Wohin steuert der Schleswig-Holstein-Tourismus“. Rückblickend betonte Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz dabei, dass die Corona-Pandemie die Tourismuswirtschaft 2020 vor enorme Herausforderungen gestellt habe. „Schleswig-Holstein als Tourismusland ist zwar besser als viele andere Bundesländer durch die Krise gekommen, dennoch hat der zu Beginn der Krise notwendige Lockdown und die jetzt noch geltenden Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie eine Menge Betriebe sehr hart getroffen“, sagte er.

Andererseits habe die Krise auch gezeigt, womit der Schleswig-Holstein-Tourismus besonders punkten kann: „Naturnaher, erlebnisreicher, sicherer und gesunder Urlaub war und ist bei uns immer möglich.“ Neue Zielgruppen hätten dadurch Schleswig-Holstein für sich entdeckt. „Diese Gäste möchten wir auch im kommenden Jahr gerne bei uns begrüßen. Insofern ist die Corona-Krise auch eine Chance für den Deutschland-Tourismus insgesamt und für Schleswig-Holstein erst recht.“

Hier der Redebeitrag von Buchholz in voller Länge:

Unterdessen legte das Statistikamt Nord heute die Tourismuszahlen für den Monat August vor. Dabei gab es weniger Gäste und mehr Übernachtungen. Die Zahl der Übernachtungsgäste sank in dem für die Branche besonders wichtigen Hochsommermonat im Vorjahresvergleich um 3,2 Prozent auf 1,15 Millionen, demgegenüber stieg die Zahl der Übernachtungen um 4,8 Prozent auf 5,84 Millionen. Die Statistik erfasst nur Häuser mit mindestens zehn Betten und Campingplätze.

Color-Line dünnt Fahrplan aus

Die norwegische Reederei Color Line reduziert coronabedingt ihre Fahrkapazitäten zwischen Kiel und Oslo. Vom 4. November an werde es einen neuen Fahrplan geben, kündigte das Unternehmen heute an. Wie dieser Fahrplan konkret aussehen wird, blieb zunächst offen. Den Angaben zufolge soll die «Color Fantasy» vorerst pausieren, bis sich die Infektionssituation und die staatlichen Vorgaben in Norwegen ändern. Unter normalen Bedingungen legen die «Fantasy» und die «Color Magic» im täglichen Wechsel in Kiel an.

Den notwendigen Frachtverkehr zwischen Kiel und Oslo sollen weiterhin die «Magic» und das Frachtschiff «Color Carrier» sichern. Weiterhin müssen Reisende aus Norwegen während der gesamten Reise an Bord bleiben, ohne in Kiel das Schiff zu verlassen. Passagiere aus Kiel dürfen derzeit aufgrund der Einstufung Deutschlands als Risikogebiet durch die norwegische Regierung nicht mit der Color Line von Kiel nach Oslo reisen.

Im Schatten von Corona: Buchholz zu den Beschlüssen der Verkehrsminister-Konferenz

Die Herbstkonferenz der Verkehrsministerinnen und –minister hat diese Woche wichtige Weichen für Straßen und Schienen gestellt: Vom ÖPNV-Rettungsschirm über den flächendeckenden Mopedführerschein mit 15 bis hin zur Barrierefreiheit in Zügen – insgesamt 52 Tagesordnungspunkte haben die Ressortchefs zusammen mit Bundesminister Scheuer aufgerufen und geeint.

Keine Einigung gab es hingegen bei der Änderung der Straßenverkehrsordnung und der damit verbundenen Änderung des Bußgeldkatalogs: Hier bleiben die Fronten weiter verhärtet. Insgesamt zieht Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz aber eine positive Bilanz – Video starten…

Buchholz appelliert an Kommunen: Spielraum bei Sonntagsöffnungen stärker nutzen

Herbst-Märkte können ein Anlass für eine begleitende Sonntagsöffnung sein

Schleswig-Holsteins Kommunen sollten nach Ansicht von Wirtschaftsminister Bernd Buchholz stärker die Möglichkeit nutzen, Anlässe für Geschäftsöffnungen an Sonntagen zu schaffen. «Mein herzlicher Appell geht dahin, solche Anlässe gerade in der Corona-Pandemie wirklich stattfinden zu lassen», sagte der FDP-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. «Ein Herbstmarkt zum Beispiel lässt sich gut machen.» Sogenannte anlassbezogene Sonntagsöffnungen sind viermal im Jahr unter strikten Voraussetzungen möglich.

Dies zu nutzen, könne dem coronabedingt leidenden Einzelhandel helfen und den Menschen mehr Erlebnisse in dieser Herbstzeit verschaffen, sagte Buchholz. Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung kann ein Anlass eine Ladenöffnung nur dann rechtfertigen, wenn er nach einer entsprechenden Prognose der jeweiligen Kommune mehr Besucherströme anzieht als die Ladenöffnung selbst. In der Konsequenz steigt mit der Größe eines Anlasses auch der mögliche Umfang von Ladenöffnungen. Die Bekundung eines öffentlichen Interesses, etwa zum Ausgleich coronabedingter wirtschaftlicher Einbußen oder zur Belebung der Innenstadt, reicht nicht als Grund für eine Sonntagsöffnung.

Buchholz sagte weiter – Audio starten

Sonntagsöffnungen generell auszudehnen, sei wegen des vom Grundgesetz garantierten Feiertagsschutzes nicht einfach möglich, sagte Buchholz. «Wir haben uns mit den Kirchen und den Gewerkschaften in Schleswig-Holstein auf eine gute Bäderregelung verständigt», sagte er. Weitere Gespräche hätten nicht dazu geführt, weitergehende Sonntagsöffnungen erreichen zu können. Deshalb wolle er hier auch nicht gesetzgeberisch vorpreschen. Dies gehe nur im guten Miteinander mit Kirchen, Gewerkschaften und Einzelhandel. «Man kann sich durchaus vor Ort mit diesen Partnern zusammensetzen und gemeinsam kreativ nach Anlässen für die vier möglichen Sonntagsöffnungen suchen.»

Buchholz: Mit Achtsamkeit können wir die Herbstferien ebenso meistern wie den Sommer

Eine Woche nach Schleswig-Holstein beginnen an diesem Wochenende in zahlreichen Bundesländern die Herbstferien – zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen. Von hier werden bundesweit die meisten Herbst-Urlauber in den echten Norden kommen, aber auch sonst ist die bundesweite Nachfrage nach Ferienquartieren zwischen Nord- und Ostsee enorm.

Für Wirtschafts- und Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz ist das eine gute Nachricht – angesichts der steigenden Corona-Zahlen verbindet er seinen Willkommens-Gruß allerdings auch mit einem Appell an Gastgeber wie Gäste. Video starten

Arbeitsmarktforscher stellen günstige Prognose für 2021 – Buchholz verhalten optimistisch

Haupt-Koopmann und Buchholz (Archivbild)

Schleswig-Holstein kann für nächstes Jahr trotz der Corona-Krise mit steigender Beschäftigung und sinkender Arbeitslosigkeit rechnen. Dies geht aus einer heute veröffentlichten Prognose des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Demnach soll die Beschäftigung im Norden um 1,1 Prozent wachsen. Das wäre mit Bayern nach Berlin (1,7 Prozent) und Niedersachsen (1,3) der dritthöchste Wert aller Bundesländer. Die Arbeitslosigkeit ginge demnach in Schleswig-Holstein um 2,9 Prozent zurück. Damit würde die Quote um 0,2 Punkte auf 6,3 Prozent sinken.

Schleswig-Holsteins Arbeitsminister Bernd Buchholz sieht in der Studie «Grund zu verhaltenem Optimismus». Klar sei aber auch, dass selbst beim Ausbleiben einer zweiten schwerwiegenden Corona-Welle das Vorkrisenniveau auch im kommenden Jahr nicht erreicht werde. «Es wird unter dem Strich ein Einbruch zu verkraften sein», sagte Buchholz.

Auch die Regionalchefin der Agentur für Arbeit, Margit Haupt-Koopmann, erinnerte daran, dass ein möglicher zweiter Lockdown in die Prognosen ebenso wenig «eingepreist» sei wie eine mögliche Insolvenzwelle. Doch wenn nichts Dramatisches passiere, stehe Schleswig-Holstein besser da als andere Bundesländer. So werde die durchschnittliche Arbeitslosigkeit nach bisherigem Stand in diesem Jahr um 16,9 Prozent steigen, während es bundesweit 19,7 Prozent seien. Bei der Beschäftigung gebe es im Norden sogar ein leichtes Plus von 0,4 Prozent. Trotz aller Unwägbarkeiten blicke sie verhalten optimistisch auf das nächste Jahr, sagte Haupt-Koopmann der Deutschen Presse-Agentur.

Der IAB-Prognose zufolge wird die Arbeitslosenquote 2021 mit einer Ausnahme in allen Bundesländern fallen. Nur in Bayern werde mit einem Anstieg um 0,1 Punkte gerechnet – allerdings hat der Freistaat mit 4,2 Prozent auch die niedrigste Quote. Die Forscher betonen, Prognosen auf regionaler Ebene wiesen eine hohe Unsicherheit auf.

«Die Wirtschaftsstruktur und auch die Eindämmungsmaßnahmen infolge der Covid-19-Pandemie können regional unterschiedlich starke Auswirkungen auf die Arbeitsmarktentwicklung haben.» Die Trends bei Beschäftigung und Arbeitslosigkeit könnten sich verstärken – oder auch ins Gegenteil umschlagen.

Trotz Millionen-Verlusten: Für den SH-Tourismus steht das Barometer auf „Steigend“

Schwere Verluste und Gefahren, aber auch positive Tendenzen – die Lage des Tourismus in Schleswig-Holstein ist differenziert. Mit der Corona-Krise kommt die Branche hier aber insgesamt besser klar als in anderen Ländern.

So sieht der Tourismus 2020 aus – aber trotz Maskenpflicht sind die Tourismus-Verantwortlichen, wie hier bei einem Termin in Scharbeutz ,zuversichtlich, die Branche wieder in die Erfolgsspur zu führen

Die schleswig-holsteinische Tourismusbranche hat infolge der Corona-Pandemie wahrscheinlich Umsatzausfälle in Milliardenhöhe erlitten. Das geht aus dem jährlichen Tourismusbarometer hervor, das der Sparkassen- und der Tourismusverband heute zusammen mit Tourismusminister Bernd Buchholz in Kiel vorstellten. Danach betrugen die Einbußen allein in den Monaten März und April etwa 880 Millionen Euro. Davon entfielen wiederum 510 Millionen Euro auf den Übernachtungstourismus und 370 Millionen auf den Tagestourismus. Mitte März war der Tourismus wegen der Pandemie faktisch zum Erliegen gekommen.

Dennoch steuere die Branche im Norden besser durch die Corona-Krise als andere Bundesländer und könne mit einem «blauen Auge» davonkommen, sagte Marktforschungsexperte Karsten Heinsohn vom wirtschaftswissenschaftlichen Fremdenverkehrsinstitut dwif. Bis August habe das Minus etwa 20 Prozent betragen, bis zum Jahresende könnten es 10 bis 15 Prozent sein. 

Buchholz hob in dem Zusammenhang das große Gewicht des Tourismus mit seinen gut 160 000 Beschäftigten als Wirtschaftsfaktor im Land hervor: Mit einer Wertschöpfung von rund fünf Milliarden Euro bei einem Bruttoumsatz von 9,7 Milliarden trage der Sektor fünf Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei. Dessen Rückgang im ersten Halbjahr um 3,8 Prozent sei der geringste aller Bundesländer gewesen, sagte der Minister. Dazu habe auch der Tourismus schon im ersten Halbjahr beigetragen.

Weiter sagte Buchholz bei der Präsentation der Barometer-Werte – Audio starten

Dessen Wiederanfahren im Mai sei gerade zur rechten Zeit gekommen, sagte dwif-Experte Heinsohn. An Nord- und Ostsee sei im Hochsommer schon fast wieder das Vorjahresniveau erreicht worden. Auch für den August sei mit positiven Zahlen zu rechnen. Die Vorbuchungen deuteten für Herbst und Winter ebenfalls auf eine gute Auslastung hin. Die Branche habe im übrigen Preissteigerungen von zehn Prozent am Markt durchsetzen können, sagte Heinsohn. Dies helfe den Betrieben, Verluste abzufedern und Investitionen zu tätigen.

Hier der Vortrag von Heinsohn in voller Länge (Audio starten)

In den ersten sieben Monaten war die Zahl der Übernachtungsgäste im Norden im Vorjahresvergleich um 36,2 Prozent auf gut 3,3 Millionen gesunken. Bei den Übernachtungen gab es einen Rückgang um 28,4 Prozent auf 14,7 Millionen. Diese Angaben des Statistikamtes Nord erfassen nur Beherbergungsbetriebe mit mindestens zehn Betten.

Für die nächsten Monate schloss Buchholz speziell im Blick auf Landgasthöfe – ihnen fehlen viele Einnahmen aus für sie oft existenziellen Familienfeiern – eine Insolvenzwelle nicht aus. Der Tourismus werde eine stattliche Zahl von Insolvenzen verkraften müssen, sagte auch Sparkassenverbandspräsident Reinhard Boll. Hier sei es auch nicht gut, künstlich etwas hinauszuzögern. Die Sparkassen bemühten sich, als Finanzierungspartner weiterhin zur Verfügung zu stehen. «Man kann aber nicht aufrechterhalten, was auf Sicht nicht überlebensfähig ist.» Dies sei ein starker Satz, aber leider die Wahrheit, sagte Boll.

Buchholz forderte die Betriebe auf, in den Bemühungen um eine hohe Qualität nicht nachzulassen. «Der Gast ist kritisch», sagte er. Qualität sei das Zauberwort für die Branche. Die neue Regelung, wonach sich Urlauber aus Risikogebieten «freitesten» können, sei weit praktikabler als die alte mit grundsätzlicher Quarantänepflicht von 14 Tagen. Damit könnten die Beherbergungsbetriebe auch umgehen. Die Menschen müssten das Gefühl haben, im Land sicher Urlaub machen zu können. Buchholz appellierte angesichts der gestiegenen Neuinfektionen an die Urlauber, die Corona-Regeln samt Kontaktangaben in Gaststätten strikt einzuhalten. «Wir sind super durch den Sommer gekommen», sagte er. Es habe bisher keine Corona-Ausbrüche in Tourismuszentren gegeben. Aber Schleswig-Holstein wolle auch am Ende des Jahres sagen können, dass es besser durch die Pandemie gekommen ist als andere Länder.

Fehmarnbelt-Tunnel: Buchholz auch nach letzter Verhandlungsrunde zuversichtlich

In knapp drei Wochen will das Bundesverwaltungsgericht sein Urteil im Rechtsstreit über den Bau des Fehmarnbelttunnels verkünden. Schleswig-Holsteins Verkehrsminister stimmt der Verlauf der mündlichen Verhandlung zuversichtlich und blickt dem Urteil optimistisch entgegen. «Wir haben bei der mündlichen Verhandlung vor Ort durch die Mitarbeiter unseres Hauses den Eindruck gewonnen, dass das alles ganz gut gelaufen ist», sagte Buchholz heute der Deutschen Presse-Agentur. Am Tag zuvor war in Leipzig auch die zweite Verhandlungsrunde über Klagen gegen das umstrittene Bauprojekt zwischen der deutschen Insel Fehmarn und der dänischen Insel Lolland zu Ende gegangen.

Buchholz betonte, während der fünf Verhandlungstage zu Klagen des Naturschutzbundes, des Aktionsbündnisses und mehrerer Fährunternehmen seien über die bekannten Probleme wie den Schweinswalschutz hinaus keine «schwierigen Zweifelsfragen» aufgetreten. «Die Riffe spielen eine Rolle.» Ob dafür eine Änderung des mehr als 1300 Seiten umfassenden Planfeststellungsbeschlusses notwendig sei, habe das Gericht zu entscheiden. «Ich bin bedingt zuversichtlich, dass wir mit einer ganz guten Entscheidung nach Hause gehen können.»

Der rund 18 Kilometer lange Eisenbahn- und Straßentunnel soll Fehmarn und Lolland verbinden. Gebaut und betrieben würde der Tunnel von Dänemark. Die Projektgesellschaft Femern A/S hatte die Kosten für den Bau auf 7,1 Milliarden Euro beziffert – gerechnet auf dem Preisniveau von 2016. In Dänemark besteht schon seit 2015 Baurecht.

Tourismusverband präsentiert heute mit Minister Buchholz Rückblicke und Aussichten

Die Corona-Pandemie hat den Tourismus stark getroffen. Über die aktuelle Situation in Schleswig-Holstein informieren heute ab 11 Uhr in Kiel der Tourismusverband, Wirtschafts- und Tourismusminister Bernd Buchholz und der Sparkassen- und Giroverband, der das «Tourismusbarometer 2019» präsentiert. Dabei geht es auch um die Zufriedenheit der Gäste und um die wirtschaftliche Rolle der Branche.

In den ersten sieben Monaten war die Zahl der Übernachtungsgäste im Norden im Vorjahresvergleich um 36,2 Prozent auf gut 3,3 Millionen gesunken. Bei den Übernachtungen gab es einen Rückgang um 28,4 Prozent auf 14,7 Millionen. Diese Angaben des Statistikamtes Nord erfassen nur Beherbergungsbetriebe mit mindestens zehn Betten.

Land stockt Mittel im Kampf gegen Funklöcher auf – SH-Glasfaserabdeckung bereits bei 48 Prozent

Buchholz überreicht den 1,6-Millionen-Förderbescheid an Richard Krause (Mitte) vom BKZ.SH, rechts: Städteverbands-Chef Marc Ziertmann

Um die Mobilfunk-Versorgung im echten Norden künftig noch lückenloser zu gestalten, stärken Land und Kommunen dem Breitbandkompetenzzentrum Schleswig-Holstein (BKZSH) weiter den Rücken – mit 1,6 Millionen Euro für die Mobilfunkberatung im Land. «Wir wollen im Mobilfunk schaffen, was im Glasfaserausbau schon erreicht ist: deutschlandweit Spitzenreiter werden. Weiße Flecken sollen der Vergangenheit angehören», sagte Wirtschaftsminister Bernd Buchholz heute in Kiel bei der Übergabe des Förderbescheids an BKZ.SH-Chef Richard Krause.

Die digitale Infrastruktur ist nach den Worten von Buchholz zwar Sache der Kommunen, doch das Funksignal ende nun einmal nicht an Gemeindegrenzen. «Deswegen haben wir das Breitbandkompetenzzentrum mit ins Boot geholt, um möglichst alle Kommunen gleichermaßen mitzunehmen», so der Minister. Zwar würden sich Mobilfunkbetreiber häufig mit einer Abdeckung von über 98 Prozent der Haushalte rühmen. «Aber das hilft wenig, wenn man unterwegs ist und unterwegs auch online sein will«, sagte Buchholz und erläuterte weiter (Audio starten).

Weiter erinnerte Buchholz an die riesigen Anwendungsmöglichkeiten des Mobilfunkstandards der 5. Generation (5G). Dank höherer Datenübertragungsraten und geringerer Reaktionszeiten würden sich sowohl in der Telemedizin als auch in der Logistik oder der Landwirtschaft neue Perspektiven ergeben.

Im Glasfaserausbau ist Schleswig-Holstein auch dank des BKZ.SH bereits Spitzenreiter. Mit Stand August 2020 liegt vor 48 Prozent aller Hausadressen eine Glasfaserleitung, die damit ans Glasfasernetz angeschlossen werden können („homes passed“). Bis Ende 2022 sollen es 62 Prozent sein. 35 Prozent sind bereits an Glasfaser angeschlossen, der bundesweite Durchschnitt liegt bei gerade mal 11,8 Prozent. Buchholz: «In Summe profitieren 96 Prozent aller Gemeinden bereits von Glasfaser. Hier gibt es entweder einen Anschluss, er ist im Bau oder in der Planung. Die Glasfaser- und Mobilfunkabdeckung sind wichtige Standortfaktoren für Schleswig-Holstein. Hier werden wir in den nächsten Jahren nicht nachlassen.»