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Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus (MWVATT) des Landes Schleswig-Holstein

Ein wahrer Meister der Hochfrequenztechnik holt den Hauptpreis des Ideenwettbewerbs 2018

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Alwin Reinhardt von der Kieler Uni holte den mit 5000 Euro dotierten Hauptpreis – hier mit IB.SH-Chef Erk Westermann-Lammers und Wirtschaftsminister Buchholz     Fotos: Jan Konitzki

Bereits zum achten Mal wurden heute im Rahmen des Ideenwettbewerbs Schleswig-Holstein herausragende Gründungsideen mit wirtschaftlichem Potenzial aus dem echten Norden ausgezeichnet. Der erste Platz ging am Abend an Alwin Reinhardt, Doktorand am Lehrstuhl für Hochfrequenztechnik an der CAU zu Kiel. Seine Konstruktion eines neuartigen Radarsensors, der Menge, Größe und Geschwindigkeit von Kleinstpartikeln in Rauch und Luftströmungen kontaktlos messen kann, belohnte die Jury mit einem Preisgeld von 5.000 Euro.

Als Zweitplatzierte freuten sich Rettungssanitäter Stefan Kleen und die Produktdesigner Johann Henkel, Lars Horn und Till Kemlein über ein Preisgeld von 3.000 Euro. Ihre Entwicklung: ein präklinisches Temperatur- und Trauma-Managementsystem, das bei Unterkühlungs-Patienten schon während des Krankentransports eine kontrollierte Wärmezufuhr ermöglicht. Den dritten Platz (1500 Euro)  belegte Benjamin Unterluggauer, Studierender des Studiengangs Industriedesign an der Muthesius Kunsthochschule, mit „MIKADO“. Dieser variable Möbelbausatz besteht aus Rundholzstangen, die sich dank eines innovativen Klemmverbinders zu unterschiedlichen Einrichtungsgegenständen kombinieren lassen.

Die Preisgelder für die drei Hauptpreise werden traditionell von der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH), der MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Schleswig-Holstein mbH (MBG) und dem Verein Nordzentren  gestiftet.

Auch in diesem Jahr  wurde der Ideenwettbewerb  von der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH) organisiert, diesmal in Kooperation mit der Muthesius Kunsthochschule. Gesucht wurden wieder innovative, zukunftsweisende Gründungsideen aus  Hochschulen, Forschungseinrichtungen, die sich in Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren umsetzen lassen, die praxisnah, wirtschaftlich verwertbar und am Markt erfolgreich sind.

Ein Ausschnitt aus der Eröffnung des Abends mit der Rede von Schirmmherr Bernd Buchholz hier

Eine Expertenjury, die sich aus erfahrenen Vertretern von Wissenschaft, Wirtschaft und den Förderinstitutionen des Landes zusammensetzt, bewertete die eingereichten Ideen unter anderem in Bezug auf ihre Einzigartigkeit, ihren Kundennutzen und ihre Bedeutung für Schleswig-Holstein.

Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz, Schirmherr des Ideenwettbewerbs, beglückwünschte die Gewinner zu ihrem Erfolg: „Wir wollen den Unternehmergeist im echten Norden weiterhin fördern und das große Potenzial der vielen innovativen und kreativen Köpfe im Land so gut wie möglich nutzen“, so Buchholz. „Deshalb schaffen wir nicht nur gründerfreundliche Strukturen, sondern unterstützen und begleiten zukünftige Unternehmer auch mit unserem Gründungsnetzwerk.“

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WT.SH-Chef Bösche, Buchholz und Sponsor Westermann-Lammers

„Eine ausgezeichnete Idee ist natürlich eine sehr gute Basis“, sagte WTSH Geschäftsführer Dr. Bernd Bösche. „Aber der Weg zur eigenen erfolgreichen Firma ist oft deutlich länger und härter als man denkt. Wir unterstützen Gründerinnen und Gründer nicht nur, indem wir umfassend beraten und wichtige Kontakte herstellen. Wir eröffnen auch den Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten wie dem Seed- und StartUp-Fonds II, dem Gründungsstipendium und anderen Förderoptionen.“

Das Gründungstipendium Schleswig-Holstein unterstützt Hochschulabsolventinnen und -absolventen bei der Realisierung ihrer technologie- oder wissensorientierten Geschäftsidee und der Vorbereitung einer Unternehmensgründung. Gemeinsam mit der IB.SH und der MBG hat das Land Schleswig-Holstein zu diesem Zweck für den Zeitraum von 2016 bis 2019 insgesamt eine Million Euro bereitgestellt. Durch das Stipendium werden insbesondere die Lebenshaltungskosten während der so genannten Pre-Seed Phase, dem Zeitraum vor der eigentlichen Unternehmensgründung, finanziert. An deren Ende soll ein Businessplan vorliegen, mit dem weitere Mittel eingeworben werden können. Die Gründungsstipendien werden durch die WTSH vergeben.

Erfolgversprechende Gründungen mit höherem Kapitalbedarf können, zum Beispiel  nach Ablauf des Gründungsstipendiums, aus dem Seed- und StartUp-Fonds Schleswig-Holstein II gefördert werden. Auf diesem Weg stellt das Land gemeinsam mit der IB.SH und der MBG bis zum Jahr 2022 Beteiligungskapital mit einem Gesamtvolumen von 16 Millionen Euro bereit.

Darüber hinaus bringt der Baltic Business Angels Schleswig-Holstein e. V. Unternehmensgründer und Privatinvestoren zusammen. Auf Initiative der WTSH im Jahr 2018 gegründet, schließt der Verein damit die Lücke zwischen jungen, innovativen Unternehmen und Business Angels.

Als Partner des Ideenwettbewerbs engagiert sich auch die Muthesius Kunsthochschule für einen intensiven Innovationstransfer. Sie beteiligt sich nicht nur aktiv am Netzwerk und Verein StartUp Schleswig-Holstein, sondern hat mit dem Muthesius Transferpark auch ein eigenes Kompetenzzentrum gegründet, das für Austausch und Kooperation mit Wirtschaft, Politik und Gesellschaft sorgt. „Mutige Ideen sind der Humus für wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt“, sagt Dr. Inge Schröder, Leiterin des Transferparks. „Doch die Umsetzung braucht professionelle Unterstützung. Da ist es nur folgerichtig, sich für diesen großartigen Wettbewerb zu engagieren.“

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Gespanntes Publikum in der Kieler Musik-Schule 

Die Sieger-Projekte

  1. Preis (5.000 Euro, gestiftet von der Investitionsbank Schleswig-Holstein)

Einen Radarsensor, der Menge, Größe und Geschwindigkeit von Kleinstpartikeln in Rauch und Luftströmungen kontaktlos messen kann, entwickelte Alwin Reinhardt, Doktorand am Lehrstuhl für Hochfrequenztechnik an der CAU Kiel. Eingesetzt werden könnte das Gerät zum Beispiel zur Emissionskontrolle von Kraftfahrzeugen und Schiffen. Es detektiert Partikel allerdings nicht nur, wenn sie frei schweben, sondern zum Beispiel auch innerhalb eines Rohres. Damit könnte es auch in der Pharmaindustrie eingesetzt werden: etwa zur Überwachung der Pulverzuführung durch ein Produktionsrohr bei der Tablettenherstellung. „Im Prinzip können Sie mit dem Gerät auf eine Rauchwolke zielen und erhalten sämtliche Informationen: Wie hoch ist die Partikelkonzentration? Wie groß sind die Partikel? Und wie schnell bewegen sie sich? Das alles in Echtzeit und wireless.

Der IB.SH-Vorstandsvorsitzende Erk Westermann-Lammers erklärte: „Mit der Vergabe des 1. Preises beim Ideenwettbewerb fördert die IB.SH innovative Köpfe und gleichzeitig auch die schleswig-holsteinischen Bildungs- und Forschungseinrichtungen. Nicht zuletzt sichern beide die Attraktivität und die Zukunftssicherheit unseres Bundeslandes.“

  1. Preis (3.000 Euro, gestiftet von der MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Schleswig-Holstein mbH)

Auf dem zweiten Platz landete ein vierköpfiges Team, bestehend aus Rettungssanitäter Stefan Kleen und den Produktdesignern Johann Henkel, Lars Horn und Till Kemlein. Gemeinsam entwickeln sie ein präklinisches Temperatur- und Trauma-Managementsystem, das bei Unterkühlungs-Patienten schon während des Krankentransports eine kontrollierte Wärmezufuhr ermöglicht. Obwohl Unterkühlung ein wesentlicher Faktor für die Sterblichkeit von Notfallpatienten ist, werden aktuell im Rettungsdienst mangels technischer Möglichkeiten keine kontrollierten Gegenmaßnahmen ergriffen. Dieses neue System ermöglicht es Sanitätern, schon während des Transports auf den Temperaturverlust des Patienten zu reagieren und seine Überlebenschancen damit deutlich zu verbessern.

  1. Preis (1.500 Euro, gestiftet vom Nordzentren e. V.)

Den dritten Platz belegte Benjamin Unterluggauer, Designer und Studierender des Studiengangs Industriedesign an der Muthesius Kunsthochschule, mit „MIKADO“. Dieser variable Möbelbausatz orientiert sich an den Bedürfnissen der so genannten modernen Nomaden: (dabei handelt es sich um Menschen, die sich entschieden haben, sich von veralteten Lebensmodellen abzukoppeln und ihrem Leben mehr Freiheit haben zu wollen): Er besteht aus Rundholzstangen, die sich dank eines innovativen Klemmverbinders immer wieder neu kombinieren lassen. So ist nicht nur der häufige Transport inklusive Auf- und Abbau kein Problem, die Elemente lassen sich auch zu unterschiedlichen Möbelstücken zusammensetzen. So kann das Regal zur Garderobe werden oder der Hocker zur Lampe. Darüber hinaus sind die Produktionskosten sowohl der Rundholzstangen als auch der im Spritzgussverfahren hergestellten Klemmverbinder besonders niedrig.

Zusätzlich wurden fünf Sonderpreise vergeben:

Sonderpreis „CREATE*IT“ (1.000 Euro, gestiftet vom Muthesius Transferpark)

Der Sonderpreis in der Kategorie „CREATE*IT“ ging an die Designerin und Muthesius-Absolventin Janet Perozo für „Supplymom“, ein innovatives Pflegehemd für Frauen nach einer Geburt per Kaiserschnitt. Fast ein Drittel der Kinder in Deutschland kommen per Kaiserschnitt auf die Welt. Bisher müssen die jungen Mütter während der Nachversorgung ein klassisches Flügel- oder Patientenhemd tragen – vorne geschlossen und hinten offen. Dieses Hemd muss zum Stillen umständlich hochgezogen werden und macht diesen Vorgang für Mutter und Baby äußerst unkomfortabel. Supplymom verfügt über einen besonderen Schnitt und verdeckte Schlitze an der Vorderseite, dank denen die Mutter ihr Baby bequem stillen kann. Dabei bleibt die weibliche Brust vor Blicken geschützt und die Intimsphäre gewahrt. Der medizinisch-pflegerische Zugriff auf der Rückseite wird nicht beeinträchtigt.

Sonderpreis „Green“ (1.000 Euro, gestiftet von der r2p GmbH)

Der Sonderpreis in der Kategorie „GREEN“ ging an Dr. Biniam Samuel, Leonie Hock und Tobias Möckel für „Aquacubes“, ein innovatives, kompaktes und vollautomatisiertes Modul zur sicheren, einfachen und ökologischen Fischzucht bei geringem Platzbedarf. In Modulen von 1 oder 2,5 m3 können Privatpersonen oder gewerbliche Anbieter in Eigenregie edle Speisefische züchten. Nachdem die in Öko-Qualität vorgezüchteten Fische in das Modul eingesetzt worden sind, regelt eine intelligente Steuerung sämtliche Parameter selbstständig. Dabei wird der Wasserverbrauch durch eine einzigartige rezirkulierende Filtertechnik drastisch reduziert, die für eine vollständige Wasseraufbereitung und beste Wasserqualität sorgt. Der aktuelle Zustand des Systems und der Fische kann über eine entsprechende Software-Applikation jederzeit online abgerufen werden.

Sonderpreis „IP“ (Schutzrechtsberatung im Wert von 1.000 Euro, gestiftet von der PVA SH GmbH)

Der Sonderpreis in der Kategorie „IP“ geht an Karim Salama, Student der TU Berlin, und Oliver Willuweit, Student der FH Kiel, für die Entwicklung von „Modular Rapid Tooling“, eines neuartigen Verfahrens zur Fertigung dreidimensional-komplexer faserverstärkter Kunststoff-Formteile. Bisher werden solche Werkstücke in individueller Ausprägung und geringen Stückzahlen in aufwändiger Handarbeit hergestellt. Durch die Kombination unterschiedlicher steuerungstechnisch gestützter Fertigungsverfahren und spezieller Werkstoffe ist es Karim Salama und Oliver Willuweit gelungen, sowohl Herstellungszeiten als auch Fertigungsaufwände deutlich zu reduzieren. Das Verfahren macht strukturellen Leichtbau auch in mittleren Stückzahlen bezahlbar und ist unter anderem für ergonomische und orthopädietechnische Anwendungen interessant.

Sonderpreis „IT“ (1.000 Euro, gestiftet von der assono GmbH)

Der Sonderpreis in der Kategorie „IT“ geht an Psychotherapeutin in Ausbildung Johanna Marciniak und Softwareentwickler Malte Hecht für die Entwicklung von „Siggi“, einer Lernapp für die Ausbildung psychologischer Psychotherapeuten. Nach einem Studium der Psychologie müssen Berufsanfänger in diesem Bereich eine mehrjährige berufsbegleitende Ausbildung mit einer schriftlichen mündlichen Prüfung abschließen. In der App leitet Sigmund Freud als Siggi durch den Themendschungel, organisiert und strukturiert die Prüfungsvorbereitung, bereitet die originalen Prüfungsfragen übersichtlich auf und dokumentiert den Lernerfolg. Mittelfristig soll Siggi zu einem Weiterbildungsportal und zu einem Nachschlagewerk für bereits approbierte Psychotherapeuten weiterentwickelt werden.

Sonderpreis „LIFE“ (1.000 Euro, gestiftet von der Planton GmbH, BioAnalytik)

Der Sonderpreis in der Kategorie „LIFE“ geht an Thomas Brandt für seine flexiblen Tauchantriebssysteme für Menschen mit Behinderungen. Der ehemalige Konstrukteur (und leidenschaftlicher Taucher) von Unterwasser- und Tiefseemesstechnik für das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel hat ein kabelgeführtes Antriebssystem entwickelt, das Taucher mit Behinderungen selbst steuern und sich so im Wasser selbstständig bewegen können. Das System ist für Salz- und Süßwasser konstruiert und somit weltweit einsetzbar. Durch seine modulare Gestaltung kann es individuell an Art und Schweregrad der jeweiligen Behinderung angepasst werden und ist auch für Tauchanfänger und für den Einsatz auf Tauchbasen im Rahmen der Tauchausbildung geeignet.

 

Verbände und IHK’en erleichtert über Bürokratie-Abbau bei Vergabe öffentlicher Aufträge


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Buchholz während der PK mit Julia Körner von der IHK zu Kiel.     Fotos: Henry

Durch das geplante neue Vergabegesetz für Schleswig-Holstein (VGSH) werden sich nach Einschätzung von Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz sowie zahlreichen Verbands- und Kammervertretern im Land wieder deutlich mehr Betriebe um öffentliche Aufträge bewerben als in der Vergangenheit. Wie der Minister heute auf dem 10. Vergaberechtstag der IHK Schleswig-Holstein in Kiel sagte, habe ihn die tags zuvor erfolgte Anhörung der Gesetzesnovelle einmal mehr in der Zuversicht bestärkt, dass das VGSH zu einer erheblichen Entbürokratisierung und Entlastung kleinerer Betriebe – insbesondere von Handwerksbetrieben – sowie der Vergabestellen führen werde.

„Das neue Gesetz macht Auftragsvergaben schlanker und rechtssicherer. Es hat dabei gerade einmal sechs Paragraphen, die sich auf das Nötigste beschränken und im Übrigen auf die Vergabeordnungen, nämlich die bundesweit bekannten VOB und die Unterschwellenvergabeordnung verweisen, die für sich genommen bereits umfangreich genug sind“, sagte Buchholz vor den rund 300 Gästen der IHK. Er sei darum sicher, dass die Jamaika-Regierungskoalition ihrem Ziel, das mittelstandsfreundlichste Bundesland zu werden, ein gutes Stück näher kommen wird.

Im Gespräch mit Journalisten sagte Buchholz weiter (Audio starten – „im Browser anhören“

Als Beispiel für eine große Erleichterung nannte Buchholz die verbindliche Vorgabe für Vergabestellen, dass Bieter im ersten Schritt nur Eigenerklärungen abgeben müssen. Die aufwändigeren Nachweise und Bescheinigungen würden künftig nur noch von dem Unternehmen verlangt, das den Zuschlag erhalten soll. „Das erhöht sicherlich die Bereitschaft, sich an solchen Vergaben zu beteiligen.“

Nach den Worten der ersten Vorsitzenden der Auftragsberatungsstelle Schleswig-Holstein e.V., Dr. Julia Körner, habe die Landesregierung „einen Entwurf für ein wirklich mittelstandsfreundliches Vergabegesetz vorgelegt“. Dazu trage auch maßgeblich der Verzicht auf den Zwang bei, ständig Nachhaltigkeitskriterien zu verwenden. „Wir verbinden daher mit diesem Gesetzentwurf die Hoffnung, dass sich wieder mehr Unternehmen an Ausschreibungen der öffentlichen Hand beteiligen,“ so Körner.

Hier der Live-Mitschnitt des Pressegesprächs

Das neue VGSH soll 2019 das umstrittene Tariftreue- und Vergabegesetz (TTG) für Schleswig-Holstein ablösen. Nach der gestrigen Anhörung von Verbänden und anderen Institutionen wird sich der schleswig-holsteinische Landtag auf einer seiner nächsten Sitzungen in zweiter Lesung mit dem Vergabegesetz beschäftigen. Bei Zustimmung wäre dann der Weg frei, die in der Gesetzesnovelle enthaltene Unterschwellenvergabever­ordnung (UVgO) in Schleswig-Holstein einzuführen. Gegenüber der bereits 2017 für Bundesbehörden geltenden UVgO wird es in Schleswig-Holstein nur geringfügige landesspezifische Abweichungen geben.

Buchholz: „Damit könnten vielleicht schon ab März nächsten Jahres die Spielregeln im öffentlichen Liefer- und Dienstleistungsmarkt bis zu Auftragsvergaben von unter 221.000 Euro, im Baubereich von unter 5,5 Millionen Euro, zumindest im norddeutschen Umfeld wieder einheitlich sein.“

Hintergrund: Hamburg und Bremen haben die Unterschwellenvergabeordnung bereits eingeführt, in Mecklenburg-Vorpommern tritt sie zum 1. Januar 2019 in Kraft.

Publikum
Bis auf den letzten Platz belegt: Der 10. Vergaberechtstag der IHK Schleswig-Holstein lockte über 300 Interessierte an – vor allem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Vergabestellen

 

 

Lehrlinge sorgen für mehr Farbe im AWO-Haus: Rohlfs: Beste Werbung für das Handwerk

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Staatssekretär Thilo Rohlfs (3.v.l.) überreicht Landesinnungsmeister Andreas Krüger den Förderbescheid in Anwesenheit der Lehrlinge auf der Baustelle im AWO-Bürgerhaus

Frischer Wind für den AWO-Bürgertreff in Kiel-Gaarden: Im Rahmen einer sogenannten Lehrlingsbaustelle des Maler- und Lackiererhandwerks verschönern derzeit acht junge Auszubildende einen Gemeinschaftsraum, um den Nachbarschaftstreff noch attraktiver zu gestalten. Ziel des Treffpunktes ist, der sozialen Isolation und Vereinsamung älterer Menschen durch die Belebung nachbarschaftlicher Verbindungen entgegen zu wirken. Arbeits-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs überreichte heute anlässlich des Besuchs einen Förderbescheid über 13.050,- Euro.

„Es ist schön zu sehen, wie sich junge Menschen mit ihrem Beruf identifizieren und sich hier in die anspruchsvolle und ansprechende Gestaltung eines Gemeinschaftsraumes einbringen. Lehrlingsbaustellen sind somit auch eine wunderbare Werbung für eine Ausbildung im Handwerk“, sagte Rohlfs. Zugleich erinnerte er daran, dass im schleswig-holsteinischen Handwerk bei den neu abgeschlossenen Lehrverträgen eine Steigerung von 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht werden konnte. „Ich führe das auf eine steigende Attraktivität zurück: Die vielseitige Aufgabenpalette und Karrierechancen locken auch Abiturienten ins Handwerk. Nicht zuletzt stellen auch Lehrlingsbaustellen attraktive Angebote während der Ausbildung dar“, sagte er.

Bereits seit Jahren setzt sich die Aktionsgemeinschaft „Ausgezeichneter Ausbildungsbe-trieb“ dafür ein, die Ausbildungsqualität zu steigern. Durch intensivere Ausbildung und Betreuung sollen sowohl lernschwache Jugendliche zum regulären Ausbildungsabschluss gebracht als auch leistungsstarke junge Menschen gefördert werden. Eine Förderung durch das Land erfolgt bereits zum 16. Mal seit Bestehen der Aktionsgemeinschaft und macht laut Rohlfs die Nachhaltigkeit des Förderansatzes deutlich.

Die Aktionsgemeinschaft „Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb“ des Maler- und Lackiererhandwerks bietet neben diversen anderen Förderangeboten die Teilnahme an speziell eingerichteten Lehrlingsbaustellen an. „Das Handwerk hat viel zu bieten, und mit der aktiven Jugendarbeit sichert es sich den eigenen Nachwuchs und die hohe Qualität seiner Arbeit“, so Rohlfs.

Der Brexit-Deal und seine Folgen beschäftigten heute auch den SH-Mittelstandsbeirat

Für die britische Regierungschefin Theresa May geht es in den nächsten Stunden um ihr politisches Überleben, für viele deutsche Betriebe um wichtige Handelsbeziehungen nach Großbritannien und damit um viel Geld und Arbeitsplätze: Das Königreich und die EU sind bereit für einen Brexit-Deal mit hohen Einsätzen. Das britische Kabinett muss der noch geheimen Vorlage zustimmen; der Ausgang ist vollkommen offen.

Auch im schleswig-holsteinischen Mittelstandsbeirat war der Brexit heute Thema – die Mitglieder wurden durch den für internationale Handelsbeziehungen zuständigen IHK-Experten Werner Koopmann informiert. Im Anschluss an die Sitzung sagten Koopmann und Wirtschaftsminister Buchholz (Video starten)

Deutsche Häfen vor digitaler Welle – Buchholz: „Wir können viel von den Finnen lernen“

Die Häfen in Deutschland stehen in den kommenden Jahren vor einem technischen Schub nach vorn. Mit der Digitalisierung würden automatische und autonome Fahrzeuge und Umschlagtechniken in den Häfen Einzug halten, sagte Frank Dreeke, Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Seehafenbetriebe (ZDS), heute in Hamburg. Die deutsche Hafenwirtschaft sei extrem leistungsfreudig, innovationsfreudig und optimistisch. Sie investiere jedes Jahr hunderte von Millionen Euro, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Wann genau autonome Fahrzeuge, Kräne und Umschlaganlagen auf den deutschen Terminals eingeführt werden, lasse sich noch nicht genau sagen. Die Entwicklung gehe aber zügig voran. Es gebe neben den technischen auch noch rechtliche Fragen zu klären.

Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz erinnertze in dem Zusammenhang daran, dass Deutschlland auf dem Feld viel von Skandinavien lernen könnne. „Auf dem jüngsten deutsch-finnischen Hafentag in Lübeck konnten wir etwa erfahren, welch hohen Grad an Digitalisierung etwa der Lübecker Partnerhafen Hanko aufweist. Es gibt zum Beispiel einen Datenaustausch zwischen der Hafenwirtschaft und der Automobilindustrie, bei dem die Industrie detailliert meldet, welche Produkte sie wann in welchem Trailer versendet. Diese Präzision hilft den Herstellern dabei, niedrige Lagerzustände zu halten, und den Logistikern, die Lieferketten zu planen“, so Buchholz.

Der Güterumschlag in den deutschen Häfen ist unterdessen weitgehend stabil. Bereits seit mehreren Jahren werden in den 22 Seehäfen zwischen Emden und Ueckermünde jeweils rund 300 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen, mit lediglich kleinen Schwankungen nach oben und unten. Zwar sprach Dreeke von möglichen Zuwächsen im kommenden Jahr, doch sollen es lediglich 1,5 bis 1,7 Prozent sein. Zudem sind die Prognosen umstritten; die Logistik-Experten können die Auswirkungen der protektionistischen US-Politik und des Brexit auf den Transport von Seegütern nur schwer einschätzen.

Wehrtechnik in SH: Buchholz mahnt engeren Schulterschluss mit jungen Unternehmen an

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Buchholz mit Arbeitskreis-Chef Dieter Hanel (Rheinmetall) und Norbert Stock (links) von der Studien- und Fördergesellschaft der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft

Anlässlich des 25. Gründungstages des Arbeitskreises Wehrtechnik in Schleswig-Holstein hat Wirtschaftsminister Bernd Buchholz an die Mitgliedsunternehmen appelliert, die zivile Nutzung von Militärtechnik noch stärker voranzutreiben und dabei auch auf  kleine und mittelständische Unternehmen bis hinab zu StartUps zu setzen. „Da kann  ich mir einen durchaus engeren Schulterschluss zwischen unser wehrtechnischen Industrie und jungen Unternehmen im Land durchaus vorstellen“, sagte Buchholz vor rund 200 Jubiläumsgästen im Kieler Schloss.

Buchholz sagte am Rande der Jubiläumsveranstaltung weiter (Audio starten – „im Browser anhören“)

Nach den Worten des Arbeitskreis-Vorsitzenden Dieter Hanel (Rheinmetall Landsysteme Kiel) hat sich die wehrtechnische Industrie in Schleswig-Holstein in den letzten 25 Jahren strukturell und personell sowie mit neuen Produkten den tiefgreifenden sicherheitspolitischen Veränderungen angepasst und ihre Position auf den in- und ausländischen Märkten stabilisieren und ausbauen können. Die Wehrtechnik-Unternehmen seien ein wichtiger Bestandteil der industriellen Basis Schleswig-Holsteins.

Dem 1993 gegründeten Arbeitskreis gehören rund 30 Wehrtechnik-Unternehmen des Landes an, die rund 6.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen. Zu den Geschäftsaktivitäten der Unternehmen gehören der Marineschiffbau, die Fahrzeugtechnik, die Luftfahrt, die Kommunikationstechnik, die Waffen- und Munitionstechnik sowie Sensorik und Optik.

Hanel weiter: „Nach dem Strukturwandel in den letzten 25 Jahren warten auf die Wehrtechnik-Unternehmen des Landes neue Herausforderungen. Heute haben wir es mit komplexen Herausforderungen, mit globalen Risiken zu tun, denen sich die Politik, die Bundeswehr und die wehrtechnische Industrie stellen und nach Lösungen suchen muss“.

UVNord-Präsident Uli Wachholtz betonte, „dass wir als Außenhandel treibende Volkswirtschaft an einer möglichst friedlichen, möglichst sicheren Welt interessiert und darauf angewiesen sind. Deutschland ist wie kaum ein anderes Land in die globalen Wertschöpfungsketten integriert. Beachtliche 60 % unserer Exporte werden auf dem Seewege transportiert. Der Erhalt sicherer Seewege ist daher für uns von essentieller Bedeutung. Nicht zuletzt deshalb brauchen wir ein starkes Verteidigungsbündnis mit einer gut ausgerüsteten Bundeswehr und eine leistungsfähige wehrtechnische Industrie.“

Wirtschaftsminister Bernd Buchholz wies abschließend darauf hin, dass die Wehrtechnik im echten Norden ein Innovationsmotor, zugleich aber auch Garant für Wertschöpfung und Beschäftigung sei. „Diese Unternehmen bieten hochwertige Arbeitsplätze und schaffen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durch Ausbildung und Weiterqualifikation auch Perspektiven. Und das nicht nur an den großen Standorten wie Kiel oder Flensburg. Es gibt viele Unternehmen im Lande, die etwa Elemente für Schiffe, U-Boote, militärische Fahrzeuge oder Flugzeuge zuliefern. All diese Betriebe stärken die Regionen durch Wertschöpfung und Wohlstand“, so der Minister. Die Wehrtechnik sei längst eine echte High-Tech-Industrie – und für Schleswig-Holstein unentbehrlich.

Vereinfachte Genehmigung: Bunkern von LNG wird in Brunsbüttel künftig einfacher

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LNG-Betankung im so genannten truck-to-ship-Verfahren ist in Brunsbüttel seit dem 1. November durch eine neue Hafenbenutzungsvereinbarung einfacher geworden

Mit einem vereinfachten Genehmigungsverfahren ermöglicht das Land den Hafenbetreibern in Brunsbüttel, das Bunkern von verflüssigtem Gas, kurz LNG, künftig leichter zu gestalten. Bislang musste für jede LNG-Bebunkerung eine Einzelgenehmigung durch den Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) als zuständige Genehmigungsbehörde erteilt werden.

„Wir froh, dass wir mit dem LKN als Hafenbehörde von Beginn an eine vorbildliche Zusammenarbeit beim Thema LNG-bunkering hatten und dadurch im Vergleich zu anderen Hafenstandorten einen zügigen Genehmigungsprozess für LNG-bunkering gegenüber den Kunden sicherstellen konnten“, sagt Frank Schnabel, Geschäftsführer der Brunsbüttel Ports GmbH / SCHRAMM group. „Mit Blick auf die zunehmende Anzahl von LNG-Bunkerungen war für uns jedoch schnell klar, dass der individuelle Vorgang mit dem Einholen von Einzelgenehmigungen für jedes Bunkern zu optimieren war.“

Seit dem 1.November gilt nun eine neue Hafenbenutzungsordnung (HBO), nach der das so genannte truck-to-ship LNG-bunkering einen anzeigepflichtigen, aber genehmigungsfreien Bebunkerungsvorgang darstellt und gesonderten Betriebsvorschriften unterliegt.

Laut Schnabel sind der Hafenstandort Brunsbüttel und das Land Schleswig-Holstein damit erneut Vorreiter beim Thema LNG.Dazu Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz: „LNG und Brunsbüttel gehören eng zusammen: hier wollen wir ein nationales LNG-Speicherterminal errichten, und hier wird LNG auch vermehrt als Schiffstreibstoff eingesetzt. Jetzt haben wir auch in einem schlanken Verfahren die Voraussetzungen geschaffen, dass der Kraftstoff dort auch zum Kunden kommt.“

 

Zwischen Wissenschaft und Praxis: Uni Kiel ab sofort mit „Brutstätte“ für Geschäftsideen

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Erfolgreich gestartet: CAU-Präsident Lutz Kipp (Mitte), ZfE-Chefin Anke Rasmus und Minister Buchholz mit einer Drohne  des StartUp „Orthodrone“, die hochaufgelöste und dreidimensionale Geodaten erfassen kann.

Kleiner Meilenstein für die Wirtschaftswissenschaften an der Kieler Christian-Albrechts-Universität (CAU): Die ehemalige Uni-Druckerei am Westring ist seit heute eine offizielle Brutstätte für Geschäftsideen an der Grenze zwischen grauer Theorie und rauer Markt-Realität.  Zusammen mit der Chefin des ZfE, des Zentrums für Entrepreneurship (Unternehmertum), Dr. Anke Rasmus, schnitten CAU-Präsident Prof. Dr. Lutz Kipp, CAU-Vizepräsidentin Prof. Dr. Karin Schwarz, Kiels Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer und Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz symbolisch das Eröffnungsband durch.  Damit setzt die Universität mit Hilfe des Landes um, was das CAU-Präsidium vor knapp anderthalb Jahren beschlossen hatte: Die Einrichtung eines so genannten „Inkubators“ zur Förderung von Ausgründungen.

„Aus akademischen Forschungs- und Ausbildungsstätten lassen sich Unternehmen ausgründen, die nachhaltige Innovationen und wissensbasiertes Wachstum ermöglichen. Wir glauben fest daran, dass die Wissenschaft eine der wichtigsten Säulen der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes und der Wohlstandssicherung ist. Deshalb haben wir diese Infrastruktur geschaffen, in der wir das Thema Gründungsmanagement auch wissenschaftlich begleiten werden“, sagte Kipp vor etwa 50 Gästen in den Räumen der ehemaligen Universitätsdruckerei.

Buchholz betonte ebenfalls die große Bedeutung einer Brutstätte für Ideen, die mit dem Inkubator auf dem Campus der Kieler Universität entstanden ist: „Wir leben in einem Land, in dem unsere Wirtschaftsstruktur von 198.000 Unternehmen geprägt ist, alle kleiner und mittelständischer Natur. Es ist aber auch durch die Tatsache geprägt, dass im Verhältnis ganz wenig Mittel für Forschung und Entwicklung ausgegeben werden. Deshalb ist es für die Wirtschaftskraft des Landes so wichtig, dass eine Verzahnung zwischen der Wissenschaft und den Unternehmungen stattfindet.“

Zu den Hintergründen des Landes-Engagements beim ZfE-Inkubator und anderen Gründungs-Aktivitäten sagte Buchholz weiter (Audio starten – „im Browser anhören“)

Für Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer ist die Inkubator-Eröffnung ein absolutes Highlight: „Wir brauchen für die originäre Förderung von Start-ups eigene Biotope, denn es geht um verschiedene Gründungsphasen: So wie die Kaulquappe zum Frosch wird, brauchen wir die Inkubatoren für die ganz frühen Ideen.“ Dies reihe sich hervorragend in die vielen Gründungsangebote ein, die sich in der Stadt und im Land immer mehr verdichten. „Besonders über den wissenschaftlichen Anspruch, den das Zentrum für Entrepreneurship hat, schließt der Inkubator eine Lücke. Darauf können wir stolz sein!“

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Für rund 200.000 Euro hergerichtet: Die ehemalige DUni-Druckerei bietet Platz für bis zu 10 Gründungs-Teams

Nach den Worten von Uni-Präsident Kipp unterstützen Inkubatoren akademische Start-ups vor und unmittelbar nach ihrer Gründung. Der CAU-Inkubator biete Platz für etwa zehn Gründungsteams, die dort künftig für ein Jahr verschiedene Beratungs-, Veranstaltungs- und Unterstützungsangebote des Zentrums für Entrepreneurship (ZfE) an der CAU nutzen können. Das Land Schleswig-Holstein, dass die StartUp-Bemühungen der Hochschulen in den kommenden vier Jahren mit knapp sieben Millionen Euro fördert, stellt allein für den Inkubator eine knappe halbe Million Euro an Personalkosten bereit. Das Geld stammt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Der Bau des Inkubators ist eines von 13 Teilprojekten aus dem mit 6,8 Mio. geförderten „Innovationsorientiertem Netzwerk“, an dem zahlreiche Hochhschulen und Unternehmen beteiligt sind. „Er ist für uns vor allem auch ein weiterer wichtiger Baustein für die systematische Ausbildung an der Uni Kiel im Bereich Gründungsmanagement“, so ZfE-Leiterin Rasmus. Das ZfE unterstütze Gründerinnen und Gründer dabei als „Lotsen“ bei der Vermittlung von Kontakten zu Geldgebern, potenziellen Kunden oder Branchenexperten. Das erhöhe nachweislich die Überlebenschancen der Ausgründungsvorhaben, so Rasmus weiter.

Hier das Grußwort von Buchholz im Live-Mitschnitt:

 

Uni Kiel nimmt Startrampe für Gründerinnen und Gründer in Betrieb

Zusammen mit Wirtschaftminister Bernd Buchholz nimmt das Zentrum für Entrepreneurship (ZfE) der Kieler Uni heute erstmals einen so genannten Inkubator in Betrieb. Klingt medizinisch, ist es aber nicht. Es handelt sich um eine Art Starthilfe oder Startrampe für Gründungswillige Studenten oder Absolventen.

Heißt konkret: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ZfE-Inkubators beraten und unterstützen als Serviceeinrichtung der zentralen Verwaltung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel alle gründungsinteressierten Mitglieder der Uni Kiel. Neben Beratungen und Veranstaltungen werden auch temporäre Arbeitsplätze (u.a. für öffentlich geförderte Gründungsvorhaben, etwa Exist, Gründungsstipendium SH) im ZfE-Inkubator angeboten. 

In den Räumlichkeiten der ehemaligen Unidruckerei finden bis zu 10 Teams Platz. Interessierte Gründungsteams können sich ab sofort für einen Platz bewerben. Im ZfE-Inkubator wird auch die neue Veranstaltungsreihe „Entrepreneurs on Campus“ ab 22.11.2018 jeweils donnerstags von 18 – 20 Uhr sowie die „start-up friday“ Reihe ab 23.11.2018 jeweils freitags von 12 – 14 Uhr stattfinden.

Unsere Meldung der Woche: Ein riesiges Stück mehr „freie Bahn“ im echten Norden

Es bewegt sich was: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat am Dienstag vorgestellt, welche Schienenprojekte bundesweit in den nächsten Jahren prioritär umgesetzt werden sollen. Dabei hat Schleswig-Holstein ein großes Stück vom Kuchen abbekommen – nicht nur den lang ersehnten zweigleisigen Ausbau der Marschbahn-Strecke zwischen Klanxbüll und Niebüll.

Für Verkehrsminister Buchholz seine „Meldung der Woche“ zu den näheren Einzelheiten hier klicken