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Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus (MWVATT) des Landes Schleswig-Holstein

SH-Sommertourismus weiter deutlich im Plus

Wetterfest: Tourismus im echten Norden auf Überholspur – Buchholz sieht Nachholbedarf beim Binnenland-Tourismus

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Der Tourismus in Schleswig-Holstein ist nach den Worten von Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz buchstäblich wetterfest. Wie die heute vom Statistischen Landesamt vorgelegten Zahlen belegen, konnte das durchwachsene Sommerwetter den Besucherzahlen nichts anhaben. Im August wurde in den größeren Beherbergungsstätten mit zehn und mehr Betten sowie auf den Campingplätzen im Land zusammen fast eine Million Gäste gezählt, dies ist ein Plus von 1,1 Prozent im Vergleich zum August des letzten Jahres. Bei den Übernachtungen lag die Zahl mit mehr als 4,77 Millionen sogar um zwei Prozent höher. Ohne Campingplätze verzeichneten die Beherbergungsbetriebe einen Anstieg um 3,9 Prozent bei den Gästeankünften und um 5,7 Prozent bei den Übernachtungen.

Fasst man die beiden Hauptreisemonate Juli und August zusammen, haben in dieser Zeit nahezu 2,1 Millionen Gäste ihren Urlaub in Schleswig-Holstein verbracht und knapp 9,6 Millionen Übernachtungen ausgelöst. Damit fiel die Hauptsaison nun schon zum fünften Mal in Folge besser als im Vorjahr aus. „Aber auch der Jahrestrend ist überaus positiv“, sagte Buchholz. Vergleiche man die Monate Januar bis August mit dem Vorjahreszeitraum seien die Gästezahlen um 4,4 Prozent und die Zahl der Übernachtungen um 4,3 Prozent gestiegen. „Schleswig-Holstein liegt bei den Übernachtungen damit weiterhin klar über dem Bundesdurchschnitt. Und wer seinen Urlaub in Schleswig-Holstein verbringt, der weiß auch, dass es keine Sonnengarantie gibt. Wir punkten aber mit qualitativ hochwertigen Angeboten und Naturerlebnissen“, so Buchholz.

Der Campingplatz in Lakolk auf der daenischen Insel Roemoe ist einer der groeßten Daenemarks

Von der positiven Entwicklung konnten fast alle Reisegebiete profitieren. Nur die Holsteinische Schweiz verzeichnet entgegen dem Landestrend Rückgänge bei Gästeankünften und Übernachtungen. Die Gründe hierfür dürften nach Einschätzung von Buchholz zum einen in der Landesgartenschau in Eutin liegen, die letztes Jahr für zusätzliche Gäste und Übernachtungen in der Region sorgte. Zum anderen habe in der Region der Campingtourismus mit einem Anteil von mehr als 21 Prozent an den Ankünften und Übernachtungen eine höhere Bedeutung als anderswo im Land. Buchholz: „Und gerade dieses Segment wird in besonderem Maße von den  Wetterbedingungen beeinflusst.“

Neben der Nord- und Ostseeregion legt auch das Binnenland deutlich zu. Dort wurden für den Gesamtjahreszeitraum 4,4 Prozent mehr Gäste und bei den Übernachtungen ein Plus von 5,3 Prozent verzeichnet. „Besonders für das Binnenland mit seiner abwechslungsreichen Natur, den vielfältigen Aktivitäten und Angeboten sehe ich noch hohes Entwicklungspotenzial im Tourismus“, sagte Buchholz.

Beim Blick auf die Betriebsarten zeigt sich, dass die größten Zuwächse bei den Übernachtungen von 4,5 bzw. 7,7 Prozent auf die Segmente Hotellerie (mit Gasthöfen und Pensionen) und Parahotellerie (Erholungs- u. Ferienheime, Ferienzentren, Ferienhäuser/-wohnungen, Jugendherbergen) entfallen. Die Campingplätze im Land müssen dagegen in den acht Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahr insgesamt einen Rückgang von 1,9 Prozent hinnehmen.

 

In die Erhebung einbezogen waren 3 776 geöffnete Beherbergungsstätten mit 187 000 angebotenen Gästebetten sowie 273 geöffnete Campingplätze.

„Der Küstenmanager“ – ein WirtschaftsWoche-Portrait 

Der Mann, der aus dem Konzern kam: Minister-Portrait von Wirtschaftswoche-Korrespondent Marc Etzold

Früher war er Manager, jetzt Wirtschaftsminister in Schleswig-Holstein. Der FDP-Mann zeigt, wie Jamaika im Bund funktionieren könnte.Wie gerne würde er jetzt über das große Ganze reden, aber leider kommt ihm dieses absurde Klein-Klein dazwischen. Digitalisierung, Zukunft, Aufbruch, ja, danach stünde ihm gerade der Sinn. Schleswig-Holstein als innovativer Leuchtturm und digitaler Vorreiter, ein deutsches Estland sozusagen, agiles Vorbild für die trägen anderen. Das wär’s. Die dazu passende Rede kann Bernd Buchholz aus dem Effeff. Wann immer er über seine Lieblingsthemen sprechen darf, dreht der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister so richtig auf. Doch er darf nicht. An diesem sonnigen Herbsttag an der Kieler Förde muss der FDP-Mann in die Niederungen der Landespolitik hinabsteigen. Auf der Tagesordnung des Parlaments stehen: Nazi-Nummernschilder.

Buchholz hat sich mit einem Oppositionsantrag herumzuschlagen: Die SPD will Nummernschilder verbieten, die Rechtsextreme als Erkennungszeichen nutzen könnten. Da wäre beispielsweise der Kreis Heide, der das Kennzeichen „HEI“ ausgibt, daraus könne ein „HEI-L“ werden. Beliebt sei auch die Zahlenkombination 88, eine Anspielung auf die beiden Initialen in „Heil Hitler“ – das H ist der achte Buchstabe des Alphabets. Ein Skandal, meint die SPD. Ziemlicher Unfug, meint Buchholz. „Es geht nicht um die Radikalität auf Nummernschildern“, sagt er im Landtag. „Es geht um die Radikalität in den Köpfen.“ Das Klein-Klein ist nun wenigstens abgebügelt.

Seit Ende Juni ist Buchholz Landesminister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus. Die Wirtschaft ist nach rund 100 Tagen begeistert. „Buchholz kommt mit frischen Ideen, sieht das Land als ein Unternehmen und sich selbst eher als Manager, weniger als Politiker“, lobt Friederike Kühn, Präsidentin der IHK Schleswig-Holstein. Und Uli Wachholtz, Präsident der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein, der den neuen Wirtschafts­minister seit 30 Jahren kennt, sagt: „Mit Buchholz hat der Mittelstand wieder einen Ansprechpartner.“
Für den 55-Jährigen bedeutet die Politik zugleich Heimkehr und Neuerfindung. Von 1992 bis 1996 saß der promovierte Jurist bereits als Abgeordneter im Landeshaus und fiel als hartnäckiger Fragesteller bei der Aufklärung der Barschel-Affäre auf. Danach wechselte er in die Wirtschaft zum Hamburger Medienkonzern Gruner + Jahr. Dort arbeitete Buchholz sich innerhalb von 16 Jahren vom Assistenten des Verlagschefs bis nach ganz oben vor. Dann schmiss er im Streit hin. Fünf Jahre ist das nun her.

Wäre für den Ex-Verlagsboss anschließend alles nach Plan gelaufen, wäre er heute Bundestagsabgeordneter in Berlin: Buchholz hatte sich einen sicheren Listenplatz erobert. Doch dann übernahm eine Jamaika-Koalition aus CDU, FDP und Grünen die Amtsgeschäfte in Kiel. Und Buchholz stand vor der Frage, ob er einfacher Abgeordneter in Berlin werden oder einflussreicher Wirtschaftsminister in Kiel sein möchte. Seine Antwort: „So sehr mich Berlin gereizt hätte – ich will gestalten.“

Das sagen viele Politiker. Doch Buchholz scheint es ernst damit. Er bringt eine in der Politik nicht eben häufig anzutreffende unternehmerische Erfahrung mit. Und ist Minister in einer Koalition, die es zuvor erst einmal in Deutschland gab – von 2009 bis 2012 im Saarland, wo Schwarz-Gelb-Grün krachend scheiterte. Nun arbeitet Buchholz gemeinsam mit CDU-Ministerpräsident Daniel Günther und dem grünen Umweltminister Robert Habeck daran, dass die Koalition im zweiten Anlauf gelingt. Zumal Kiel nicht nur für Kiel steht. In den nächsten Wochen werden die Parteichefs in Berlin immer wieder auf die Vorreiter an der Förde schauen. Jamaika im Norden soll Blaupause für Jamaika an der Spree sein.

Buchholz formuliert sein Rezept für die weitgehend unerprobte Koalition so: „Wir wollen ökonomische Erfordernisse und ökologische Verantwortung in ein gesundes Gleichgewicht bringen.“ Elektroautos etwa bräuchten nun mal auch Straßen, auf denen sie fahren können. Buchholz spricht zuweilen gar von der „großen Sehnsucht“ nach liberal-ökologischer Versöhnung.

Wie schwierig das praktisch werden kann, zeigt sich am Beispiel eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte in Norddeutschland: am Ausbau der A 20. Seit 25 Jahren soll die Bundesautobahn zwischen Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen fertiggestellt werden. Im östlichen Nachbarland sind die Bauarbeiten seit vielen Jahren abgeschlossen. Doch in Kiel geht es nicht recht voran. Der neue Ministerpräsident Günther hat nun versprochen, dass die A 20 in den nächsten fünf Jahren fertiggestellt wird. „Ziemlich sportlich“ und „nicht zu erreichen“, findet Buchholz. Aber: Er sieht Günthers Ansage als Ansporn. Anders die Grünen. Und anders als das Bundesumweltamt, das die damals amtierende Landesregierung 2016 aufgeordert hat, das Projekt aufzugeben. Begründung: Es würden zu viele Grünflächen zerstört. Der Ausbau der Verkehrswege – er dürfte auch im Bund noch für hitzige Debatten sorgen.

Auch am Abend nach der Nazi-Nummernschild-Debatte kann sich Buchholz nicht als Neuerer präsentieren. Der Fehmarnbelt Business Council hat zu seiner zehnjährigen Jubiläumsfeier eingeladen; die Lobbygruppe setzt sich dafür ein, dass ein knapp 18 Kilometer langer Straßen- und Eisenbahntunnel unter der Ostsee zwischen der deutschen Insel Fehmarn und der dänischen Insel Lolland gebaut wird: Wieder muss Buchholz als Verkehrsminister sprechen, nicht als Chief Digital Officer des Nordens. Er muss erklären, warum sich auch dieses Infrastrukturprojekt verzögert. Muss um Verständnis werben und um Geduld bitten. Zehn Jahre ist der Tunnel bereits in Planung. Frühester Baubeginn: 2020. 12 600 Einwände gegen den Tunnel gibt es auf deutscher Seite. Auf dänischer gerade einmal 36.
Die Dänen werden allmählich unruhig. Seine erste Auslandsreise führte Buchholz deshalb ins Nachbarland. Gemeinsam mit Ministerpräsident Günther versicherte er Kopenhagen, dass der Ostseetunnel auf jeden Fall gebaut werde. In Brüssel traf er sich zudem mit Pat Cox, dem EU-Koordinator für das Fehmarnbelt-Projekt, und ließ sich versichern, dass die EU-Fördergelder fließen, selbst wenn sie nicht in der vorgegebenen Frist abgerufen werden. Immerhin 1,7 Milliarden Euro, die Schleswig-Holstein keinesfalls selbst draufzahlen will.

Bei der Jubiläumsfeier der Tunnelunterstützer kennen alle die Argumente, die für das Projekt sprechen, Überzeugungsarbeit ist nicht nötig. Stattdessen ist Buchholz als Motivator gefragt. In Wahrheit geht es um ein „transeuropäisches Verkehrsprojekt“, schwärmt er Dänen und Deutschen vor. Die zunehmend misstrauischen Nachbarn im Norden versucht er mit Komplimenten für sich zu gewinnen. Er neide ihnen, wie schnell das dänische Parlament, der Folketing, Entscheidungen treffe und sofort loslegen wolle. Das deutsche Planungsrecht, seufzt der Minister, mache es ihm deutlich schwerer.

Buchholz ist nicht der erste Topmanager, der den Wechsel in die Politik wagt. Da war zum Beispiel Werner Müller, der als Parteiloser unter Kanzler Gerhard Schröder (SPD) Bundeswirtschaftsminister wurde. Oder der gerade abgewählte österreichische Bundeskanzler Christian Kern, zuvor Chef der österreichischen Bahn. Und natürlich ist Buchholz auch nicht der Erste, der erkennen muss, dass unternehmerisches Handeln etwas ganz anderes bedeutet als demokratisches Aushandeln. Illusionen macht er sich nicht: „Natürlich ist es möglich, dass ich scheitere.“

So wie als Manager im August 2012, als Buchholz entnervt den Vorstandsvorsitz bei Gruner + Jahr niederlegte. Bertelsmann, das bis dahin knapp drei Viertel des Verlagshauses besaß, hatte sich zur vollständigen Übernahme entschlossen. Und Buchholz, der nicht nur Chef in Hamburg war, sondern auch Bertelsmann-Vorstandsmitglied in Gütersloh, erfuhr es aus der Presse. „Erst war das Vertrauen weg, dann ich“, so erzählt es Buchholz heute – nach anderthalb Jahrzehnten im Verlag: „Ich war kein selbstständiger Unternehmer, sondern ein angestellter Manager. Ich konnte meine Pläne nicht mehr umsetzen. Das tat schon weh.“

Ein unfertiges Werk hinterlassen müssen, das soll ihm nicht noch einmal passieren. Deswegen stellt der Minister Fragen, viele Fragen. Und macht klare Ansagen. Sitzt er mit seinen Staatssekretären und Abteilungsleitern zusammen und erteilt einen Auftrag, bei dem seine Beamten ihn schulterzuckend anschauen, sagt er lachend: „So ist das, wenn Manager auf Verwaltung und Verwaltung auf Manager trifft.“

Im Kieler Kabinett glauben viele, dass Buchholz es schaffen wird. Er könne führen, heißt es, und seine Berufserfahrung helfe ihm, sich schnell einzufinden. Lobend äußert sich beispielsweise Umweltminister Robert Habeck: „Bernd Buchholz führt seine Mitarbeiter zusammen und hält sich an Absprachen“, sagt der grüne Kollege, als Schriftsteller ebenfalls ein politischer Quereinsteiger. Auch wenn Grüne und Liberale bei Themen wie Energiewende oder Straßenbau unterschiedliche Ansichten hätten, lasse sich mit Buchholz gut arbeiten. Im Koalitionsvertrag sei Grundsätzliches geklärt, seien auch Details geregelt: kein Problem.

Auch dies dürfte eine Merkformel für die Jamaika-Kollegen in Berlin sein: Vertrauen entsteht durch eindeutige Verhandlungsergebnisse. Und durch den Willen, den Partner etwas gelten zu lassen. Buchholz hindert das nicht daran, regelmäßig Grenzen auszutesten. Allein in den ersten 100 Tagen stellte er die Grunderwerbsteuer und den Mindestlohn bei öffentlichen Aufträgen infrage. Der liegt bei 9,99 Euro und soll sicherstellen, dass anständig gezahlt wird.

Buchholz weiß um seine kleine Provokation, die den Grünen überhaupt nicht gefiel: „Wir haben zwar eine gemeinsame Koalition, sind aber keine eineiigen Drillinge“, sagt er. Es folgt ein vielsagendes Lächeln. Als Ein­mischung in die Berliner Koalitionsverhandlungen möchte er das nicht verstanden wissen. Aber eines, das wolle er dann doch noch loswerden: „Wir müssen klarmachen, dass wir drei Parteien sind und ble

LBV-SH bittet A-21-Pendler nochmals um Geduld: Leitplanken kommen im Januar

LBV-SH erteilt Zuschlag für Leitplanken an A 21 – Fertigstellung leider erst im Januar

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Die A-21-Pendler müssen noch ein wenig die Zähne zusammenbeißen: Obwohl der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) jetzt den Zuschlag für die noch fehlenden Leitplanken zwischen Löptin und Bonhöved erteilen konnte, wird die Firma erst zum Jahreswechsel mit den Arbeiten an dem zehn Kilometer langen Teilstück beginnen.

Hintergrund: Nachdem in der ersten Ausschreibungsrunde für das 1,4-Millionen-Euro-Projekt im Frühsommer kein wertbares Angebot eintraf, fand sich in der zweiten Runde zwar ein Bieter aus Mecklenburg-Vorpommern, doch dessen Angebot wurde von einem Mitbewerber vor der Vergabekammer angefochten. Ende September war die Vergabe-Entscheidung zwar für rechtens erklärt worden, doch war unklar, ob der unterlegene Bieter noch weiter vor das Verwaltungsgericht zieht. Erst, nachdem die Klagefrist letzte Woche abgelaufen war, konnte der LBV-SH dem Betrieb aus Mecklenburg-Vorpommern endgültig den Zuschlag erteilen.

Wie Christoph Köster vom zuständigen Betriebssitz Kiel des LBV-SH sagt, habe die Firma allerdings mitgeteilt, dass sie nicht unverzüglich mit den Arbeiten beginnen könne. „Zwischen Mitte Oktober und Mitte Dezember herrscht nun einmal bei den Schutzplankenfirmen Hochkonjunktur, weil in dieser Zeit bundesweit viele Straßenbaumaßnahmen gleichzeitig fertig werden und noch die zugehörigen Schutzplankenarbeiten vorm Winter fertig werden sollen“, sagt Köster. Er gehe davon aus, dass die Baustelle auf der A 21 zum Jahreswechsel eingerichtet und die Leitplanken bis Ende Januar montiert sind.

Verkehrsminister Bernd Buchholz sagte zu dem Verfahren (Audiopfeilo klicken)

Im Januar werden auch die vorbereitenden Arbeiten für die Sanierung der A 21 in Richtung Kiel beginnen.

 

 

 

Bayer-Tochter KVP investiert 92 Millionen in Kiel – Buchholz lädt Firma ins Life-Science-Cluster ein

Buchholz zu Gast bei einem Industrie-Koloß: Bayer-Tochter KVP investiert kontinuierlich in den Standort

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Buchholz lässt sich die Produktion bei KVP erläutern

Ein wenig versteckt in der Idylle des Projensdorfer Gehölzes am Nord-Ostsee-Kanal hat sich die Bayer-Tochter KVP zu einem der erfolgreichsten Industrieunternehmen Schleswig-Holsteins entwickelt – mit der Herstellung von allem, was Haus- und Nutztiere von Parasiten befreit. Im Sommer traf der Konzern die Entscheidung, am Kieler Standort 92 Millionen Euro zu investieren. Von diesem Standort-Bekenntnis konnte sich heute Wirtschaftsminister Bernd Buchholz bei einem Besuch des Unternehmens überzeugen.

Nach den Worten von Stefan Bokstaller, Leiter des Bayer-Standorts, ist Kiel ist der bedeutendste Produktionsstandort der Tiergesundheitssparte des gesamten Unternehmens und zugleich bedeutender Wirtschaftsfaktor in der Region. „Diese starke Position wollen wir mit entscheidenden Investitionen weiter ausbauen. Dazu braucht es wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen, die Innovationen und die Ausbildung von Fachkräften fördern. Unsere heutigen Gespräche mit dem Minister haben hierzu einen wertvollen Beitrag geleistet“, so Bokstaller.

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Buchholz sagte weiter

(Audiopfeil klicken)

Bei einem Rundgang durch den Verpackungsbetrieb  sagte Buchholz: „Der Standort mit seinen innovativen Produkten und einem hohem Beschäftigungsaufbau in den letzten Jahren ist ein gutes Beispiel für die große Bedeutung, die die Gesundheitsindustrie in Schleswig-Holstein bekommen hat. Deshalb ist es konsequent, wenn wir sie zu einem zentralen Bestandteil des industriepolitischen Gesamtkonzeptes der Landesregierung machen werden.“

Am Bayer Standort Kiel arbeiten rund 700 Mitarbeiter in der Herstellung und Verpackung von flüssigen, halbfesten und festen Arzneimitteln für die Geschäftseinheit Animal Health.

Buchholz lud das Unternehmen ein, sich künftig im Life-Science-Cluster von Schleswig-Holstein und Hamburg zu beteiligen. Denn dafür sei KVP mit seinen Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Agrarwirtschaft geradezu prädestiniert.

Im Geschäftsjahr 2016 erzielte der Konzern mit seinen insgesamt rund 115.200 Beschäftigten einen Umsatz von 46,8 Milliarden Euro. Die Investitionen beliefen sich auf 2,6 Milliarden Euro und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 4,7 Milliarden Euro. Diese Zahlen schließen das Geschäft mit hochwertigen Polymer-Werkstoffen ein, das am 6. Oktober 2015 als eigenständige Gesellschaft unter dem Namen Covestro (Brunsbüttel) an die Börse gebracht wurde.

Und so berichten die Kieler Nachrichten in ihrer Freitagausgabe:

Auch Heide hat nun eine Anlaufstelle für den Übergang von der Schule in den Beruf

Nun auch im Kreis Dithmarschen:  Jugendberufsagentur in Heide nimmt Arbeit auf

JBA
Dithmarschens Landrat Dr. Jörn Klimant, RD-Chefin Haupt-Koopmann und Minister Buchholz lassen sich von der Koordinatorin der JBA, Nana Wendt, die neue Einrichtung erläutern

Gemeinsam mit der Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, Margit Haupt-Koopmann, hat Arbeitsminister Dr. Bernd Buchholz heute die Jugendberufsagentur Dithmarschen (JBA) in Heide eröffnet. Es ist die mittlerweile 7. ASgentur dieser Art im Bereich der RD-Nord. Sie befindet sich in den Räumlichkeiten der Heider Arbeitsagentur in der Rungholtstraße 1. Wie Haupt-Koopmann sagte, sei damit keine weitere Behörde entstanden, sondern in der JBA kooperieren die Agentur für Arbeit Heide, der Kreis Dithmarschen, das Jobcenter Dithmarschen, das BerufsBildungsZentrum Dithmarschen und das Schulamt Dithmarschen. Hier bündeln sie ihre Kompetenzen, um gemeinsam junge Menschen effektiv und erfolgreich beim Übergang von der Schule in den Beruf zu unterstützen.

Jugendliche hatten bisher unterschiedliche Anlaufstellen und verschiedene Ansprechpartner. Ab sofort erhalten sie, ihre Eltern und Lehrkräfte wichtige Informationen, Beratungsangebote und Dienstleistungen an einer zentralen Stelle. „Kein Jugendlicher in Dithmarschen soll zukünftig beim Übergang von der Schule in die Arbeitswelt verloren gehen“, ist das ambitionierte Ziel der Netzwerkpartner.

„Junge Menschen haben mit der Jugendberufsagentur in dieser Region nun einen einheitlichen Ansprechpartner für alle Fragen zu ihrer weiteren beruflichen Entwicklung nach dem Schulabschluss“, erklärte Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz.

Agentur

Haupt-Koopmann und Buchholz sagten bei ihrem Besuch weiter

(Audiopfeil klicken)

Durch die Kooperation mehrerer Aufgabenträger werde die Hilfe für Jugendliche effizienter. Der Übergang von der Schule in die Berufswelt und die Wahl einer geeigneten Ausbildung oder eines Studiums überfordere oft die Jugendlichen. Während der Schulzeit bietet das „Landesprogramm Arbeit“ mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds Schülerinnen und Schülern Hilfe zur beruflichen Orientierung, nach dem Schulabschluss steht die Jugendberufsagentur bereit.

„Es ist ganz wichtig die jungen Menschen dort abzuholen, wo sie stehen und ihnen die umfassende Unterstützung bei allen Fragen zur weiteren Entwicklung nach der Schule bieten zu können“, sagte Buchholz weiter. Im Hinblick auf den zukünftig wachsenden Fachkräftebedarf appellierte er an die Jugendlichen, jede Chance zur beruflichen Ausbildung zu nutzen.

Die gemeinsame Anmeldestelle befindet sich im Berufsinformationszentrum und ist montags bis mittwochs von 11:00 bis 15:00 Uhr und am Donnerstag von 11:00 bis 18:00 Uhr besetzt.

Land unterstützt Kreisstraßen-Sanierungen im nördlichen Landesteil mit 3,3 Millionen Euro

Ende einer Geduldsprobe für Autofahrer auf Sylt und Föhr: Bauarbeiten an Kreisstraßen in der Zielgeraden

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Die seit Sommer andauernden Sanierungsarbeiten an der Kreisstraße K 118 zwischen Braderup und Keitum (Sylt), an der K 122 zwischen Utersum und Goting sowie an der K 125 zwischen Nieblum und Alkersum (Föhr) werden absehbar in der kommenden Woche abgeschlossen.

Wie Verkehrsminister Buchholz heute in Kiel sagte, werden damit nach den Kreisstraßen im Bereich Horstedt (K 2) sowie nördlich von Risum-Lindholm (K 89) und zwischen Niebüll und Risum-Lindholm (K 115) drei weitere wichtige Verbindungen in Nordfriesland fertiggestellt. Das Land unterstützt diese und drei weitere kommunale Bauvorhaben mit insgesamt rund 2,8 Millionen Euro, die Gesamtinvestition umfasst 6,8 Millionen Euro.

„Mit diesen Sanierungsprojekten tragen wir im Schulterschluss mit den Kommunen zu deutlich mehr Verkehrssicherheit, aber auch zu mehr Mobilität von Pendlern, Anwohnern und Urlaubsgästen bei“, sagte Buchholz anlässlich der nachträglichen Bewilligung der Finanzmittel aus dem Förderungsprogramm für kommunalen Straßenbau. Die mit rund 400.000 Euro geförderte Erneuerung der Straßenbrücke über den Klixbüller Randgraben auf der K 115 befindet sich derzeit noch im Bau, soll aber in diesem Jahr abgeschlossen werden.

Wie Buchholz weiter sagte, schließe die Förderung auch die bereits begonnenen Bauarbeiten an der K 49 zwischen Immenstedt bei Viöl und der Abfahrt zur B 200 sowie die Arbeiten an der K 85 auf insgesamt drei Teilstücken zwischen Wimmersbüll bei Süderlügum und der Abfahrt zur B 5 ein.

Der Stadt Flensburg werden für Fahrbahnarbeiten an insgesamt fünf Kreisstraßen Mittel in Höhe von rund 520.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Arbeiten an der K 30 bei Adelby wurden bereits beendet. In Flensburg soll noch im Oktober und November mit den Sanierungen des Alten Husumer Wegs, der Ballastbrücke in der Kielseng, der Lecker Chaussee von der Südrampe der B 199 bis zur Kreuzung Stadtweg/Flugplatzweg sowie der Eckernförder Landstraße zwischen der Schleswiger Straße und der Bahnbrücke in Höhe Peelwatt begonnen werden.

Buchholz erinnerte daran, dass sämtliche Bauvorhaben wegen des teils miserablen Straßenzustands nötig geworden sind. Darüber hinaus sei stellenweise auch eine Sanierung der Radwege an den jeweiligen Kreisstraßen vorgesehen.

Insgesamt stellt das Land in diesem Jahr für neue und laufende Straßenbauvorhaben der Kommunen über 40 Millionen Euro zur Verfügung. Die Fördersumme setzt sich aus 37 Millionen Euro Bundesmittel (Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz) und fünf Millionen Euro aus dem Finanzausgleichgesetz (FAG) des Landes zusammen.

Countdown beim Kanal-Cup: „Promi-Rennen“ als Vorprogramm

Verkehrsminister Buchholz – mal in einer anderen Rolle – Countdown beim Kanal-Cup

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Nach letzten Einweisungen durch Olympia-Sieger Lauritz Schoof (knieend): Buchholz in Start-Position im VIP-Achter

Es ist das härteste Ruderrennen der Welt: der Kanal-Cup über 12,7 Kilometer mit Start in Breiholz und Ziel unterhalb der Rendsburger Hochbrücke. Heute findet die 17. Auflage des Ruder-Marathons statt, den Titelverteidiger Deutschland schon zwölf Mal für sich entschieden hat. Doch nicht nur deshalb startet der in diesem Jahr noch ungeschlagene deutsche Achter mit breiter Brust ins Rennen auf dem Nord-Ostsee-Kanal: Zu Monatsbeginn hat das Paradeboot des DRV in Sarasota den ersten WM-Titel seit 2011 unter Dach und Fach gebracht. „Nach unserer erfolgreichen Saison kann die Mannschaft mit großem Selbstbewusstsein und viel Freude an die Sache vor heimischem Publikum herangehen“, sagte Bundestrainer Uwe Bender.

Im Vorprogramm treten zur Stunde zwei „Promi“-Achter gegeneinander an: Mit von der Partie unter anderen Hanse-Werk-Chef Matthias Boxberger, KÖLLN-Flocken-Chef Christian von Bötticher und Wirtschaftsminister Bernd Buchholz.

Ab 16.30 Uhr übertragen  NDR und sh:z-online das Hauptrennen live.

Landesregierung will mehr Ausnahmen von der Dokumentationspflicht beim Mindestlohn

Bundesratsinitiative zum Mindestlohn erhitzt Gemüter im Landtag – Buchholz: Unsinnige Auflagen für Unternehmen abschaffen“

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Eine Bundesratsinitiative zu den Dokumentationspflichen rund um das Thema Mindeslohn hat zu einem hitzigen Schlagabtausch im Landtag geführt. Während die Koalition mit notwendigem Bürokratieabbau von Dokumentationspflichten für kleinere und mittlere Unternehmen argumentierte, sprach die SPD von einer «Breitseite».

Arbeitsminister Bernd Buchholz wehrte sich vehement: «Ich bin kein Gegner des Mindestlohns.» Die Regelungen seien aber unsinnig. Unternehmer «ächzen und sagen: «Hier ist zuviel Bürokratie an dieser Stelle»». Am Mindestlohn an sich wolle die Koalition «überhaupt nichts ändern».

Die Rede von Buchholz in voller Länge:

Die Regierung verlangt mehr Ausnahmen von der Dokumentationspflicht. Bei den Entgeltgrenzen gebe es keinen Unterschied zwischen Voll- und Teilzeit. «Dabei haben Teilzeitbeschäftigte aufgrund ihrer stundenreduzierten Arbeitszeit ein niedriges Monatseinkommen», heißt es in der Begründung. Selbst bei deutlich mehr als 8,84 Euro Stundenlohn bestehe Dokumentationspflicht.

Stegner betonte, «wir brauchen nicht weniger Dokumentation, sondern mehr Kontrolle, wenn wir Menschen schützen wollen». Bei Erfolg der Initiative werde es noch mehr Missbrauch geben. Buchholz konterte: «Hier wird ein Popanz aufgebaut.» Es bestehe keine Gefahr, dass der Mindestlohn unterschritten werde. Aber er räumte ein: «Missbräuche gibt es in der Tat.»

Landesregierung forciert Mittelstands-Gründungen durch Prämiensystem für Meister

Landesregierung will bis zum kommenden Jahr ein Konzept für Meistergründungs-Prämien vorlegen

An der Handwerkskammer Flensburg werden Aus- bzw. Weiterbildung weiterbilden weiter bilden Lehrgänge zum Geprüften Schweißer angeboten 

Die Koalitionsfraktionen wollen Unternehmensgründungen erleichtern und bestehende Handwerksbetriebe erhalten. Dazu soll laut einem Beschluss des Landtags die Landesregierung bis spätestens 2018 ein Konzept für eine sogenannte Meistergründungsprämie vorlegen.

Für das Konzept sollen insbesondere die Ausgestaltung und die Höhen der Förderung, das Fundament der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze sowie  Kofinanzierungsmöglichkeiten aus Förderfonds und -mitteln der Europäischen Union und des Bundes geprüft werden. „Der demografische Wandel stellt auch für die Sicherung von schleswig-holsteinischen Unternehmen in der Unternehmernachfolge eine große Herausforderung dar“, heißt es zur Begründung in dem Antrag.

Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz sagte dazu im Landtag (Audio-Pfeil klicken)

Jüngsten Angaben des Statistikamtes Nord zufolge gibt es bezogen auf das Jahr 2014 rund 19.400 Handwerksbetriebe in Schleswig-Holstein. Die Unternehmen erzielten einen Umsatz von knapp 16 Milliarden Euro. Mehr als die Hälfte der Betriebe war im Bauhauptgewerbe und im Ausbaugewerbe tätig. An dritter Stelle standen die Handwerke für den privaten Bedarf.

Die meisten selbstständigen Handwerksunternehmen gab es im Kreis Pinneberg (elf Prozent) sowie in den Kreisen Segeberg und Rendsburg-Eckernförde (jeweils zehn Prozent). Die wenigsten Handwerksunternehmen waren dagegen im Kreis Steinburg (fünf Prozent) sowie in den kreisfreien Städten Neumünster und Flensburg (jeweils zwei Prozent) zu finden.

In den Handwerksunternehmen arbeiteten einschließlich der tätigen Inhaber 166.500 Menschen – davon waren rund 123.300 sozialversicherungspflichtig, hinzu kamen fast 23.000 Minijobber. Bundesweit suchen viele Firmen in den kommenden Jahren aus Altersgründen händeringend Nachfolger.

Die “Meisterprämie“ ist auch eine Forderung der schleswig-holsteinischen Handwerkskammer. Mehrere Bundesländer setzen bereits gezielt auf die Förderung von Meistern, wenn sie Firmen gründen oder bestehende Firmen übernehmen. Dies können etwa Zuschüsse für die Anschaffung von Werkzeugen, Fahrzeugen oder Büromaterial sein.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks zählt Länder wie Brandenburg, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen auf. Auch in Mecklenburg-Vorpommern wurden nach Landesangaben ähnliche Instrumente entwickelt. Neben einer “Meisterprämie“, bei der ein Zuschuss von 7.500 Euro bei einer Unternehmensnachfolge an Handwerks- und Industriemeister ausgezahlt wird, erhalten Meisterabsolventen das “Meister-Extra“ in Höhe von 1.000 Euro.

Fehmarnbelt Business Council feiert mit 100 Gästen im Landeshaus den 10. Geburtstag

FBBC feiert zehnjähriges Bestehen – Buchholz: Wichtige Stimme für ein riesiges Europa-Projekt

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Seit zehn Jahren engagiert sich die Wirtschaft in Norddeutschland, Dänemark und Südschweden im Fehmarnbelt Business Council (FBBC) dafür, die Chancen aus dem Bau der festen Fehmarnbelt-Querung für die Region zu nutzen. Bei einem Festakt im Kieler Landeshaus zog am Abend FBBC-Chairman Siegbert Eisenach eine Bilanz des Erreichten: „Was uns bewegt, was uns motiviert hat und immer noch anspornt, ist auch nach zehn Jahren noch unverändert: Wir wollen uns kennen, uns austauschen und voneinander lernen, miteinander arbeiten und uns untereinander abstimmen. Und das alles grenzüberschreitend.“

Vor mehr als 100 Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung sowie zahlreichen internationalen Gästen betonte Eisenach, dass das Fehmarnbelt-Projekt ist nur für Dänemark und Deutschland, sondern für ganz Europa wichtig wäre. „Mit ihm schließen wir eine Lücke im Transeuropäischen Netz. Wir wollen den Korridor auch zugunsten der Landesteile entwickeln, die zwischen den Metropolen Hamburg und Kopenhagen/Malmö liegen.“ Dabei stellte er heraus, dass die Menschen in größeren Dimensionen denken sollten: „Fehmarn liegt im Herzen Nordeuropas. Mit dem Bau des Tunnels wird es noch kräftiger schlagen, wenn die Kraftzentren noch näher aneinander rücken. Wir wollen und können somit noch viel stärker von der unmittelbaren Nähe zu Skandinavien profitieren.“

Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz dankte dem FBBC und auch seinem Amtsvorgänger Reinhard Meyer, der bei der Feier ebenfalls zu Gast war, für die bisher geleistete Arbeit. Der Zusammenschluss der Wirtschaft sei von großer Bedeutung. „Er gibt der Region eine Stimme, die den Fokus auf die positiven Entwicklungen legt. Und das ist wichtig, denn sonst könnte der Eindruck entstehen, es gäbe nur Kritiker der Festen Fehmarnbelt-Querung. Das ist ja nicht der Fall“, sagte er. Durch den Bau des Tunnels entstehe eine dynamische Entwicklungsachse von Malmö bis nach Hamburg. Buchholz: „Das eröffnet neue Chancen wirtschaftlicher Zusammenarbeit, bietet Möglichkeiten wissenschaftlicher und kultureller Kooperation, erleichtert Ausbildungswege mit Stationen im Nachbarland und fördert einen gemeinsamen Arbeitsmarkt der Fachkräfte.“

Die feste Fehmarnbelt-Querung werde weit mehr sein als ein reines Verkehrsprojekt, das die steigenden Verkehrsmengen vor allem im Transportbereich in Zukunft aufnehmen werde. Sie werde ein sichtbares, in Beton gegossenes Zeichen engster Zusammenarbeit zwischen Dänemark, Schleswig-Holstein und Schweden sein. „Das muss ich in Zeiten, in denen die EU erheblicher Kritik ausgesetzt ist, wohl eigens hervorheben: Der europäische Gedanke setzt auf Verbindendes, auf Austausch, auf den Abbau von Grenzen. Starke Regionen sollen sich so zu einem gemeinsamen Wirtschaftsraum entwickeln, unabhängig von nationalstaatlichen Grenzen. Und genau dafür ist die Fehmarnbelt-Region ein hervorragendes Beispiel“, betonte der Minister.

Wie positiv sich verbindende Bauwerke auf die Wirtschaft und die Region auswirkten, stellte Michael Svane, stellvertretender FBBC-Vorsitzender, heraus: „Mit der Brücke über den Großen Belt wurde Dänemark erst zu dem, was es heute ist. Erst durch die Brücke wuchs das Land zusammen, eine neue mentale Geografie entstand.“ Svane sandte eine eindeutige Botschaft aus: „Wir müssen die Chancen ergreifen, die mit der festen Fehmarnbelt-Querung entstehen, für die regionale Wirtschaft, für die Menschen auf beiden Seiten des Fehmarnbelts.“