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Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie des Landes Schleswig-Holstein

Schub für Tönning: Land fördert Erweiterung des Gewerbegebiets mit 1,4 Millionen Euro

Land fördert Erweiterung des Gewerbegebiets in Tönning mit 1,4 Millionen Euro

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Grünes Licht für die Erweiterung des Gewerbegiets West in Tönning (Kreis Nordfriesland): Wirtschaftsminister Reinhard Meyer überreichte an Bürgermeisterin Dorothe Klömmer heute Nachmittag im Rathaus der Stadt einen Zuwendungsbescheid über 1,4 Millionen Euro. Bei dem Betrag handelt es sich um eine 60-Prozent-Förderung des insgesamt  2,4 Millionen Euro teuren Bauvorhabens, mit dem das Gewerbegebiet an der Gardinger Chaussee um rund elf Hektar erweitert werden soll. „Damit kommen wir dem dringenden Wunsch der Region nach, denn das bestehende Gewerbegebiet ist inzwischen restlos belegt“, sagte Meyer. Er rechne damit, dass die Erweiterung für einen kräftigen Schub innerhalb der regionalen Wirtschaft sorgen werden.

Durch die Erweiterung des verkehrsgünstig an der B 202 gelegenen Gewerbegebietes sollen nach den Worten von Meyer bis zu 150 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.  Für die Stadt Tönning biete die Erweiterung des Gewerbegebietes zudem die Möglichkeit  zu einer weiteren positiven wirtschaftlichen Gesamtentwicklung. Meyer: „Die Entwicklungsperspektiven an der Westküste sind gut. Ich bin zuversichtlich, dass auch die neuen Flächen bald belegt sind. Wichtig ist, dass den Menschen in den ländlichen Regionen auch gute Beschäftigungsmöglichkeiten vor Ort angeboten werden.“

Großer Schritt für den Westküsten-Tourismus: St. Peter-Ording und Eiderstedt wachsen zusammen

St. Peter-Ording und Eiderstedt verschmelzen zu Lokaler Tourismusorganisation.

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Der Tourismus-Zusammenschluss von St. Peter-Ording und Eiderstedt im Kreis Nordfriesland ist jetzt offiziell:  Am Rande der vor wenigen Minuten eröffneten Eiderstedt-Messe auf Garding überreichte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer an den stellvertretenden Bürgermeister von St. Peter Ording, Richard-Flohrs Richardsen, eine entsprechende  Urkunde zur Anerkennung der neuen Kooperation als Lokale Tourismusorganisation (LTO).

Die Bildung von Lokalen Tourismusorganisationen im Rahmen der Tourismusstrategie Schleswig-Holstein 2025 trage zur Verschlankung der touristischen Strukturen und zur Stärkung der touristischen Infrastruktur bei, sagte Meyer. „Und von der vertieften Zusammenarbeit kann die gesamte Region profitieren und neue Impulse setzen.“

Die Tourismusstrategie des Landes sieht nach den Worten des Ministers vor, die lokalen Strukturen großflächig in „Lokalen Tourismusorganisationen“ (LTO) zusammenzuführen. Dies führe zu Synergieeffekten, die zum einen Marketingmittel der Orte bündeln und zum anderen die Wahrnehmung als touristische Einheit steigern können. So können Aufgaben stringenter geteilt und Konkurrenzsituationen reduziert werden. „In Zeiten knapper kommunaler Kassen müssen Know-How und Mittel gebündelt werden, um den vielfältigeren und differenzierteren Ansprüchen der Gäste auch zukünftig genügen zu können“, sagte Meyer.

Meyer zur Zukunft der Dieselfahrzeuge: „Keine blaue Plakette – aber mehr Modernisierung“

Meyer bei Verkehrsministerkonferenz: Der Diesel hat Zukunft – aber er muss sich modernisieren

Ausbildung und Weiterbildung an der Handwerkskammer Flensburg

Unter dem Protest von Umweltschützern wegen jüngster Erkenntnisse über noch schlechtere Diesel-Abgaswerte bei Neuwagen sind die Verkehrsminister von Bund und Ländern in Hamburg in ihre Frühjahrstagung gestartet. Das Problem der Stickoxide sei nicht neu und werde auf der Konferenz auch behandelt, sagte der Gastgeber der Konferenz, Hamburgs Verkehrssenator Frank Horch zum Auftakt der zweitägigen Sitzung.

Horchs schleswig-holsteinischer Amtskollege Reinhard Meyer sagte am Abend mit Blick auf einen entsprechenden Beschluss der Fachminister: „Wir haben in einem einstimmigen Votum deutlich gemacht, dass wir gegen die Einführung einer blauen Plakette sind und dass der Diesel eine Zukunft hat – allerdings muss er sich modernisieren.“

Man müsse in einem ersten Schritt nun die Minderungspotenziale für Stickoxyde und die Nachrüstungskosten für die Fahrzeuge ermitteln, um dann zügig ab 2018 über ein entsprechendes Nachrüstungsprogramm entscheiden zu können. Meyer weiter: „Die Verbraucherinnen und Verbraucher erwarten von uns, dass wir in dieser Frage rasch Klarheit schaffen.“ Horch kündigte als Konferenzvorsitzender an, den Druck auf die Automobil-Industrie zu erhöhen. Die Fachminister seien sich einig, dass die Hersteller hier eine enorm hohe Verantwortung tragen. „Wenn es um Art und Umfang der Nachrüstung geht, dann muss der Bund einen runden Tisch unter Beteiligung aller Akteure einrichten“, ergänzte Meyer.

Konferenz
Der Konferenzraum der Verkehrsminister im Hamburger Rathaus

Neue Daten des Umweltbundesamts (UBA) hatten gezeigt, dass auch neue Euro-6-Diesel auf der Straße im Schnitt sechs Mal so viel gesundheitsschädliche Stickoxide ausstoßen wie erlaubt – im Schnitt 507 Milligramm pro Kilometer. Der Grenzwert fürs Labor liegt bei 80 Milligramm. Insgesamt ist der Stickoxid-Ausstoß der deutschen Diesel-Flotte demnach um rund ein Drittel höher als angenommen.

In vielen Städten – auch in Hamburg – überschreitet die daraus entstehende Luftverschmutzung regelmäßig die erlaubten Werte, weswegen mehrere EU-Verfahren gegen Deutschland laufen. Horch sagte mit Blick auf die Hersteller: «Das ist eine sehr deutliche Ansprache, dass hier (…) klare Fakten auf den Tisch gebracht werden müssen – und Adressat ist auch die deutsche Automobilindustrie.»

Der Umweltorganisation BUND reicht das nicht. «Wir müssen aufhören, zusätzliche nagelneue dreckige Autos auf die Straße zu lassen», sagte BUND-Verkehrsexperte Jens Hilgenberg bei einer Kundgebung auf dem Rathausmarkt. In einem zweiten Schritt müsse dann der Fahrzeugbestand reduziert werden. «In jeder großen Stadt werden wir unsere Luft nicht sauber kriegen, wenn wir nicht mit weniger Autos arbeiten.» Dobrindt nannten die Aktivisten einen «Minister für Versagen und Verzögern».

Horch und Meyer setzen statt auf Verkaufs- oder Fahrverbote unter anderem auf eine Förderung des Fahrradverkehrs, auf emissionsfreie Busse und Elektromobilität. «Unser Konzept ist, mit direkt reduzierenden Maßnahmen der Situation zu begegnen,» so Horch.

Am Abend wollte Dobrindt der Hansestadt Hamburg den bundesweit ersten Förderbescheid für den Ausbau von Ladesäulen für E-Autos übergeben. Er ist Teil des  300 Millionen Euro umfassenden Bundesprogramms Ladeinfrastruktur und umfasst für die Hansestadt 2,79 Millionen Euro.

Damit könnten 595 Ladepunkte in und um Hamburg geschaffen werden. Derzeit stünden in der Hansestadt rund 350 öffentlich zugängliche Ladepunkte zur Verfügung. Insgesamt habe das Bundesministerium nun die ersten gut einhundert Anträge bewilligt, teilte die Behörde mit. Mit insgesamt 14 Millionen Euro könnten nun bundesweit rund 400 Schnellladepunkte und mehr als 1400 Normalladepunkte zusätzlich aufgebaut werden. Seit Beginn des Programms am 1. März seien bereits mehr als 1000 Anträge mit einem Volumen in Höhe von 47 Millionen Euro eingegangen. Ziel sei der Aufbau einer Ladeinfrastruktur mit bundesweit 15 000 Ladesäulen

SH-Gesundheitsbranche zeigt sich erstmals im Schulterschluss auf der conhIT

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Nägele mit Uta Knöchel und Jessica Helmers am UKSH-Stand

Premiere: Der „echte Norden“ zeigt erstmals Flagge auf der Healthcare-Messe conhIT

Schleswig-Holsteins Gesundheitswirtschaft blinkt erstmals mit einem Gemeinschaftsstand auf einer der wichtigsten Branchenmessen – der conhIT (Connecting Healthcare IT) in Berlin. Bis einschließlich heute zeigte die Messe, wie moderne IT die Versorgung im Gesundheitswesen qualitativ verbessert und Institutionen im Wettbewerb unterstützen kann.

Schleswig-Holsteins Technologie-Staatssekretär Dr. Frank Nägele besuchte die Aussteller und zeigte sich beeindruckt: „Gesundheitswirtschaft ist längst weit mehr als medizinische und pflegerische Versorgung. Das wird schon an den Kennzahlen deutlich. In Schleswig-Holstein macht die Gesundheitswirtschaft 14,1 Prozent unserer Bruttowertschöpfung aus und beschäftigt 15,2 Prozent aller Erwerbstätigen. Damit liegen wir deutlich über den Bundesdurchschnitt, so Nägele.

Wie der Staatssekretär weiter sagte, sei die Gesundheit im echten Norden zugleich ein Innovationstreiber: Der enge Austausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft führe zur Entwicklung neuer Produkte und mache die kleinen und mittleren Unternehmen zu Spezialisten auf ihrem Gebiet. Nägele: „Besonders deutlich werden die Zusammenhänge im E-Health-Bereich, wo die Gesundheitswirtschaft Wachstums- und Beschäftigungsimpulse in andere Branchen der regionalen Wirtschaft sendet. Deshalb ist es richtig und wichtig, dass wir hier Flagge zeigen.“

Bei E-Health-Anwendungen kommen moderne Informations- und Telekommuni-kationstechnologien zum Einsatz, die die Zusammenarbeit von Nutzern und Gesund-heitsdienstleistern effizienter und schneller gestalten. „Wir brauchen vernetzte Technologien, vernetztes Denken, um die Innovationspotenziale zu erkennen, zu heben und fachübergreifend zu organisieren, um neue Wertschöpfung zu generieren“, so Nägele weiter.

 

Meyer bei AGV-Nord-Festakt: Tarifbindung ist der sicherste Weg zur Fachkräftesicherung

Meyer appelliert an Metallarbeitgeber: Tarifbindung wichtigestes Mittel gegen Fachkräftemangel

AGV1Während die Metall-Arbeitgeber im Norden heute bei einem Festakt anlässlich des 20-jährigen Bestehens des AGV-Nord die Arbeit ihrer Landesregierungen kritisch bewerteten, forderte Wirtschaftsminister Meyer von den Verbänden mehr Einsatz für die Tarifbindung. „Die ständigen Bestrebungen, aus der Tarifbindung auszuscheren, sind für den Wirtschaftsstandort ein verheerendes Signal“, sagte Meyer in seinem Grußwort in Hamburg.  Das Land benötige dringend Fachkräfte – und die bekomme und binde man allein durch gute Arbeitsbedingungen und das heiße Tariflohn samt Tarifbindung.

Meyer_MesseMeyer sagte am Rande der Festveranstaltung weiter

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Für die kommende Legislaturperiode kündigte Meyer deshalb an, im Rahmen der gemeinsamen Fachkräfteinitiative mit Kammern, Verbänden und Gewerkschaften eine gemeinsame Initiative für Tarifbindung auf den Weg zu bringen. „Damit werden wir ein noch attraktiverer Standort für Fachkräfte als bisher“, so der Minister

Die Arbeitgeber hatte zuvor vor allem den stotternden Infrastrukturausbau in den norddeutschen Ländern kritisiert, der vor allem den Betrieben n den Flächenländern Sorge bereite, so Nico Fickinger vom AGV-NORD-Vorstand

Der Allgemeine Verband der Wirtschaft Norddeutschlands (AGV NORD), dessen Mitglieder nicht den Flächentarifverträgen der Metall- und Elektroindustrie (M+E) unterliegen, und der Arbeitgeberverband Nordmetall hatte ihre Mitgliedsfirmen zur Zufriedenheit mit den Regierungen in Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen und Niedersachsen befragt. Danach waren die Firmen in Bremen vor allem mit dem Zustand der Straßen, Brücken und Tunnel nicht zufrieden. Das wurde neben den Bahnverbindungen auch in Schleswig-Holstein moniert. Mit der Landespolitik der bisherigen Koalition aus SPD, Grünen und SSW war mehr als die Hälfte der dort Befragten insgesamt zufrieden.

Dem AGV Nord gehören eigenen Angaben zufolge 440 Firmen mit fast 44 000 Beschäftigten an. Nordmetall vertritt 250 Unternehmen mit rund 110 000 Beschäftigten. An der Umfrage beteiligten sich den Angaben zufolge 158 Betriebe.

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Besteht seit 20 Jahren: AGV-Nord, der 250 Unternehmen vertritt – links: Vorstandsmitglied Dr. Niko Fickinger

 

 

Federleichtes Carbon und gefühlvolle Steine: LN zeichnen mutige und pfiffige Gründer(innen) aus

Meyer würdigt Bewerber und Preisträger des 7. Existenzgründerpreises der „Lübecker Nachrichten“

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Meyer mit Mutmacher-Preisträgerin Kristin Wolf, die nach einem Burnout einen radikalen Lebensschnitt machte und die Schmuck-Firma Stone Emotions gründete
Pfiffige Geschäftsideen, mutige Gründerinnen und Gründer, ein nobler Preisspender und ein Medienhaus mit feinen Antennen für die lokale Wirtschaft: Zum siebten Mal haben am Abend die „Lübecker Nachrichten“ in den Media-Docks der Hansestadt vor rund 200 Gästen den LN-Existenzgründerpreis verliehen. Gestiftet wird der Preis – wie jedes Jahr – von Gregor Wintersteller, Inhaber der Juwelier-Kette Mahlberg und einst selbst ein „Gründer“.

HauerWirtschaftsminister Reinhard Meyer – hier mit LN-Geschäftsführerin Stefanie Hauer – hat seit seinem Amtsantritt im Jahr 2012 die Schirmherrschaft für die Veranstaltung.

Er sagte in seinem Grußwort (Audiopfeil klicken)

Den mit 3000 Euro dotierten Mutmacher-Preis erhielt in diesem Jahr die Lübeckerin Kristin Wolf. Sie erschafft personalisierte Kunstwerke aus Steinen. Die Idee für ihre Firma „StoneEmotions“ kam ihr nach eigenen Worten während einer langen Krankheitsphase. „Ich habe viel Zeit am Strand mit Steinesuchen verbracht. Das Meer und vor allem mein Freund haben mir die Kraft gegeben“, sagt die gelernte Bankerin. Für ihen Freund habe sie aus Dankbarkeit für seinen Beistand in der schweren Zeit das erste Bild aus Steinen gefertigt. Weil Freunde begeistert waren, produzierte sie weitere Werke. Mittlerweile hat sie täglich Bestellungen. Ihre Bilder werden zu Hochzeiten und Geburten verschenkt – und die Lübeckerin kann nach eigenen Worten endlich ihre Kreativität ausleben: „Jedes Bild ist ein Unikat und eine Möglichkeit, Menschen zu berühren.“

Nach den Worten von Meyer würdigt die Jury mit de Preisverleihung nicht nur die Tatkraft und den Unternehmergeist von Kristin olf, sondern ebenso ihr Engagement dafür, auch anderen Menschen Mut zu machen. „Und zwar dafür, auch in schwierigen Situationen nicht aufzugeben, sondern einen eigenen Weg zu suchen.“ Frau Wolfs Beispiel zeige eindrucksvoll, dass sich auch in Krisenzeiten viele Chancen und neue Wege ergeben können, wenn mit Engagement und offenen Augen der erste Schritt in Richtung der eigenen Wünsche und Träume gewagt wird.

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Preisstifter Wintersteller mit LN-Geschäftsführerin Hauer und Preisträger Artjom Gerasimov
Den mit 5000 Euro dotierten eigentlichen LN-Existenzgründerpreis aus den Händen von Gregor Wintersteller erhielt der 29-jährige Oldenburger Artjom Gerasimov. Er produziert mit seiner Firma „Baltic Carbon“ hochwertige Kohlefaserprodukte für den Rennsport oder Yachten. Der gelernte Verfahrensmechaniker hat schon immer gerne an Autos gebastelt. „Aber ich wollte etwas Besonderes bauen“, sagt er. Das leichte und robuste Material Carbon weckte sein Interesse. „Große Konzerne machen ein Geheimnis darum.“ Daher recherchierte und probierte er so lange, bis er genügend Know-how hatte, um sich selbstständig zu machen. „Meine Produkte bieten eine extreme Gewichtsminimierung, Stärke und besondere Optik“, sagt er.

Alle Bewerber und Preisträger im Überblick auf einer Seite der LN vom letzten Sonntaghier klicken

Handbreit Wasser unterm Kiel: Land sichert Regionalbüro des Maritimen Clusters bis 2021 ab

Landesregierung sichert für fünf Jahre Geschäftsstelle des Maritimen Clusters Norddeutschland ab

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Nägele (rechts) mit Binjung und Schadwald nach der Bescheidübergabe

Die Landesregierung stärkt dem 2005 gegründeten Maritimen Cluster Norddeutschland (MCN) den Rücken und fördert die in Kiel ansässige regionale Geschäftsstelle für weitere fünf Jahre mit knapp über einer Million Euro. Den ent­sprechenden Förderbescheid überreichte Wirtschafts-Staatssekretär Dr. Frank Nägele heute am Rande einer Fachveranstaltung der Branche in Büdelsdorf an Geschäftsstellenleiter Heino Schadwald und Birgit Binjung, Abteilungsleiterin der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer GmbH Schleswig-Holstein (WT.SH) . „Das Maritime Cluster ist als Plattform der Länder Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern bundesweit einmalig und stärkt vor allem die Innovationskraft dieses Industriezweigs mit seinen allein im echten Norden ansässigen 1800 Unternehmen und 42.000 Beschäftigten“, sagte Nägele. Die regionale Geschäftsstelle wird von der WT.SH getragen.

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Wie Nägele weiter sagte, seien im MCN bereits über 250 Mitglieder vereint, die eine enge Zusammenarbeit in den Sektoren Schiffbau, Schiffbauzulieferer, Offshore, Meerestechnik sowie Schifffahrt und Häfen pflegen. „Die maritime Wirtschaft im norddeutschen Raum ist ein breit aufgestelltes Wachstumsfeld mit einem jährlichen Umsatz von rund 9,2 Milliarden Euro – und damit auch ein mächtiges Zugpferd der schleswig-holsteinischen Wirtschaft“, so der Staatssekretär.

Die MCN-Geschäftsstelle Schleswig-Holstein initiiert laut Nägele unter anderem Netzwerkprojekte wie „Munitect“ (Munition im Meer, Ökonomische Sensorsysteme zur Munitions­detek­tion und -qualifikation unter Wasser) und unterstützt die Unternehmen bei Innovations- und Technologieprojekten wie der Umstellung von analogem auf digitales Radar sowie Verschraubungen für wasserfeste Kabeldurchführungen. Zudem sei ein maritimes Mentoring-Netzwerk für junge Unternehmen im Aufbau, bei dem erfahrene Geschäfts­führer Jungunternehmern oder die, die es werden wollen, aktive Unterstützung im Aufbau ihres Unternehmens anbieten. Nägele: „Sämtliche Angebote werden von unseren Unternehmen stark nachgefragt und ich bin sicher, dass sich unsere Förderung bereits mittelfristig für die gesamte maritime Branche im Norden auszahlen wird.“

Der echte Norden zeigt Flagge in Hannover: So viele Unternehmen wie noch nie…

Meyer auf Hannover-Messe: Schleswig-Holstein zeigt im Licht exzellenter Außenhandelszahlen international Flagge

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Meyer mit Timo Bovi von JP Joule bei seinem Messerundgang
Schleswig-Holstein zeigt in diesem Jahr auf der Hannover-Messe Flagge wie nie zuvor: Neben der Christian-Albrechts-Universität sind rund 40 Unternehmen aus dem echten Norden vertreten, um sich in dem internationalen Schaufenster zu präsentieren. Wirtschaftsminister Reinhard Meyer besuchte am heutigen ersten offiziellen Messetag die meisten von ihnen – begleitet von exzellenten Außenhandelszahlen. So haben laut Statistikamt Nord die Exporte aus Schleswig-Holstein im vergangenen Jahr erstmals den Wert von 20 Milliarden rd. Euro überschritten. Der Wert der Auslandslieferungen stieg um 3,2 Prozent auf 20,2 Milliarden Euro. Damit weist der echte Norden einen leicht höheren Exportzuwachs auf als Deutschland insgesamt (plus 1,1 Prozent).

Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) im Interview

Meyer sagte nach seinem Rundgang

(Audiopfeil klicken)

68 Prozent der schleswig-holsteinischen Ausfuhren gingen in europäische Länder, wichtigster Export-Abnehmer war Dänemark; bei dem nördlichen Nachbarn wurden Waren im Wert von 1,76 Mrd. Euro abgesetzt, das sind acht Prozent mehr als 2015. In die Vereinigten Staaten, dem zweitwichtigsten Exportabnehmer Schleswig-Holsteins, gingen Waren im Wert von 1,43 Mrd. Euro (plus 1,0 Prozent). Die wichtigsten Exportgüter waren hier pharmazeutische Erzeugnisse und medizinische Geräte. Frankreich bezog Waren im Wert von 1,27 Mrd. Euro (plus 2,4 Prozent) und lag damit auf Rang 3 der Exportkunden.

Edur
Am Stand des Kieler Pumpen-Herstellers DEUR – mit Geschäftsführerin Dr. Glenny Holdhoff und Alexander Haldfelder
„Gerade auf Messen wie hier in Hannover wird deutlich, dass Schleswig-Holstein vom freien Welthandel lebt. Das Pro-Kopf-Einkommen hängt wesentlich direkt und indirekt vom Außenhandel ab“, sagte Meyer. Schwerpunkte Schleswig-Holsteins in Hannover sind Industrie und Energie.  Meyer machte einmal mehr deutlich, dass sich die Landesregierung für offene Märkte mit klaren Regeln einsetze. „Norddeutschland mit seinen zahlreichen spezialisierten Häfen und Logistikkompetenzen ist die Drehscheibe des deutschen Außenhandels“, sagte er. Als internationaler Messestandort sei Hannover beliebter Treffpunkt für Entscheider aus aller Welt und Schaufenster für industrielle und technische Innovationen schleswig-holsteinischer Unternehmen.

Und so berichten die KN vom Uni-Auftritt in Hannover 


 

Meyer in Ellerau: „S 21 ist eines der wichtigsten ÖPNV-Projekte der Landesregierung“

Meyer: S-Bahn von HH nach Kaltenkirchen eines der wichtigsten ÖPNV-Projekte im echten Norden

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Bei Besuchen in Ellerau und Henstedt Ulzburg (Kreis Segeberg) hat Verkehrsminister Reinhard Meyer heute Befürchtungen und Behauptungen zurückgewiesen, das Land stehe nicht mehr hinter dem so genannten S-21-Projekt, der geplanten S-Bahn-Verbindung von Hamburg nach Kaltenkirchen. „Dieses Vorhaben ist eines der wichtigsten ÖPNV-Projekte für die Landesregierung in Schleswig-Holstein“, sagte Meyer unter anderem bei einem Treffen mit dem Ellerauer Bürgermeister Eckart Urban und SPD-Landtagskandidat Stefan Weber. „Wir sind im Planfeststellungsverfahren und setzen alles daran, dieses ehrgeizige Schienenprojekt zu verwirklichen“, so der Minister.

Meyer_MesseMit Blick auf die Kritik mancher Bürgermeister in der Region, wonach Verkehrsstaatssekretär Frank Nägele sich vergangene Woche angeblich von dem S-Bahn-Projekt distanziert habe, erklärte Meyer: „Mein Staatssekretär hat vor Ort lediglich auf das nicht ganz triviale Planfeststellungsverfahren hingeweisen. Denn klar ist, dass gerade der Abschnitt Ellerau wegen der Betroffenheit vieler Grundstückseigentümer ein neuraligescher Abschnitt ist und somit natürlich auch denkbar wäre, dass es im Verlauf der Planung noch zu Anpassungen kommen muss. Denn wir müssen und werden auch die  Bedenken und Begehren der Anwohner aufnehmen“, so der Minister. Das werde aber nicht dazu führen, dass die S 21 nicht komme. „Denn“, so Meyer, „wir stehen ohne Wenn und Aber zu diesem großen Infrastrukturvorhaben.“

Das Planfeststellungsverfahren für die S 21 liegt nach Angaben der AKN im Zeitplan. Schriftliche Einwendungen von Anliegern und Institutionen werden derzeit geprüft. Für die S 21 soll die bestehende AKN-Strecke mit einer Investition von mehr als 100 Millionen Euro elektrifiziert werden. Die Kosten teilen sich Hamburg und Schleswig-Holstein mit Unterstützung des Bundes. Ziel ist es, eine leistungsfähige und umsteigefreie Verbindung bis zum Hamburger Hauptbahnhof zu schaffen.

Neue Nettelsee-Abfahrt an der B 404 führt ab heute provisorisch den Verkehr zwischen Kiel und Lübeck

B 404, Nettelsee: Verkehr rollt über neue Anschlussstelle – auch Ortsumgehung und Straße nach Stolpe fertig

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Wenige Sekunden nach der Freigabe der neuen Nettelsser Anschluss-Stelle: LBV-Niederlassungsleiter Paraknewitz (rechts) mit Minister und Bürgermeistern. Im Hintergrund rollen die ersten Autos über die neue Fahrbahn.
Kleine Umgewöhnung für die Pendler zwischen Kiel und Lübeck – große Entlastung für die Bewohner der Gemeinde Nettelsee im Kreis Plön: Um den Umbau der Bundesstraße 404 zur A 21 zwischen Nettelsee und dem Depenauer Moor weiter voranzubringen, wurde heute der gesamte B-404-Verkehr auf die fertig gestellte neue Anschluss-Stelle Nettelsee umgeleitet. Damit wird die neue Anschluss-Stelle zunächst provisorisch als Umleitungsstrecke genutzt, bis im Frühjahr 2018 das knapp zwei Kilometer lange A-21-Teilstück bei Löptin fertig ist. Zugleich wurde heute die Ortsumgehung Nettelsee im Verlauf der Landesstraße L 49 in Betrieb genommen. Damit fließt der Verkehr auf der L 49 von Bordesholm künftig nicht mehr durch Nettelsee, die östliche Anbindung Nettelsees wird am 12. Mai freigegeben.

Meyer_ZitatMeyer sagte im Gespräch mit dem NDR-Schleswig-Holstein-Magazin (auch heute abend, 19.30 Uhr, auf N 3)

(Audiopfeil klicken)

Nach den Worten von Matthias Paraknewitz, dem zuständigen Niederlassungsleiter des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH), waren für die neue Anschlussstelle in Nettelsee erhebliche Sanierungen des moorigen Untergrunds sowie der Neubau von fünf Brückenbauwerken und ein großes Regenrückhaltebecken nötig.

Nettelsee
Beginn der Nettelseer Ortsumgehung auf der L 49 von und nach Bordesholm
Bis zum Sommer 2017 soll die Anbindung von Löptin an die A 21 erfolgen. Die neue Gemeindestrasse wird im Bereich der Anschlußstelle an die L67 angebunden. Nach der Fertigstellung wird die Anbindung der alten Gemeindestrasse an die B 404 aufgehoben.

Radfahrer müssen für die kommenden Monate allerdings weiterhin mit Einschränkungen rechnen: Seit  Beginn der Arbeiten im Winter 2012 werden sie über die innerörtliche Straße Kieler Kamp in der Gemeinde Stolpe umgeleitet. Der Radweg an der L 49 wird allerdings nur bis zum Kieler Kamper Weg freigegeben. Ab Kieler Kamper Weg bis Depenau bleibt er auf Grund der Baustelle gesperrt. Paraknewitz: „Eine Umleitungsbeschilderung wird rechtzeitig aufgestellt.“

Sämtliche Bauarbeiten werden laut Meyer und Paraknewitz unter Aufrechterhaltung des öffentlichen Verkehrs ausgeführt. Die Fahrbahnbreiten im Baustellenbereich betragen mindestens 6,50 Meter. Aus Gründen der Verkehrssicherheit bleibt die Geschwindigkeit im Baustellenbereich allerdings weiterhin auf 50 km/h reduziert.

„Wir bitten nochmals alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer um besondere Rücksichtnahme und Umsicht im Baustellenbereich“, sagte Meyer und dankte dem LBV-SH für die bisherige zeitgerechte Arbeit: „Damit sind wir auf dieser wichtigen Nord-Süd-Trasse ein erhebliches Stück vorangekommen und haben zudem bereits Baurecht für den Ausbau der B 404 in Höhe des Barkauer Landes. Damit können wir nun auch den Ausbau bis zur Kreuzung B404 mit der L49 und K34 in Nettelsee fortsetzen