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Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus (MWVATT) des Landes Schleswig-Holstein

Kein gutes Jahr: NAH.SH vergibt für den ÖPNV im echten Norden nur die Schulnote 3

Pendler blockieren in Klanxbüll die Züge der Marschbahn

Die schlechte Qualität im Bahnverkehr hat 2017 zu einem Rückgang bei der Zufriedenheit und der Nachfrage geführt. Die anhaltenden Probleme im Bahnnetz West und der Personalmangel bei den Eisenbahnunternehmen verschärfen die Situation in diesem Jahr weiter. Um ein besseres Bild vom täglichen Betrieb auf der Schiene zu erhalten, erhebt die NAH.SH GmbH seit einigen Monaten zusätzlich die „Fahrgastpünktlichkeit“. Das erklärten Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz und NAH.SH-Geschäftsführer Bernhard Wewers heute bei der Vorstellung der Nahverkehrszahlen für das Jahr 2017. Im kommenden Jahr soll die freiwillige Entschädigung für Zugverspätungen, die NAH.SH-Garantie, ausgeweitet werden. Außerdem treiben das Land und die NAH.SH den W-LAN-Ausbau im Bahnverkehr voran.

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NAH.SH-Chef Bernhard Wewers und Minister Buchholz heute bei der Vorstellung der Jahresbilanz im Nahverkehr 2017

Die Ergebnisse der repräsentativen Marktforschung zeigen: Die Schleswig-Holsteiner sind mäßig zufrieden mit dem Nahverkehr. Für das Zugangebot im echten Norden vergaben die Befragten im Schnitt die Schulnote 2,9, für das Busangebot eine 3,0. Die Noten liegen unter den Vorjahresergebnissen (Bahn 2,7, Bus 2,9). Der Trend für das erste Halbjahr 2018 ist gleichbleibend.

Zu den Einzelwerten: hier klicken zum Download

Die regelmäßigen Bahnnutzer sind dabei unzufriedener als Nicht- oder Seltennutzer: Pendler bewerteten das Bahnangebot 2017 durchschnittlich mit der Note 3,2, Seltennutzer mit einer 2,7, von Nicht-Nutzern gab es im Schnitt eine 3,1. Anders sieht es bei der Busnutzung aus: Menschen, die mehrmals die Woche oder zumindest gelegentlich mit dem Bus fahren, bewerten den Busverkehr mit der Schulnote 2,7. Diejenigen, die den Bus nie nutzen, vergaben im Schnitt die Note 3,3.

Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz: „2017 war insgesamt kein gutes Jahr für den Nahverkehr, das zeigen uns auch die Ergebnisse der landesweiten Marktforschung. Es wurde in den letzten Jahren viel Geld in die Hand genommen, um das Nahverkehrsangebot in Schleswig-Holstein zu verbessern und die Menschen zum Umsteigen zu bewegen. Umso ärgerlicher ist es für mich, dass die Qualität im Bahnverkehr seit Monaten einen gegenteiligen Effekt hat. Wir üben Druck auf Verkehrsunternehmen und Infrastrukturbetreiber aus, damit sich das bald wieder ändert.“

Im Gespräch mit Jouranlisten am Rande der Pressekonferenz sagte Buchholz weiter (Audio starten – „im Browser anhören“)

Der Blick in die Regionen zeigt auch, dass die Zufriedenheit mit einer guten Nahverkehrsanbindung steigt: Die in den kreisfreien Städten lebenden Menschen bewerten den ÖPNV besser (Note 2,7), als die in den ländlichen Kreisen (3,1). Dementsprechend nutzten die Menschen in den kreisfreien Städten immerhin bei 12,1 Prozent der Fahrten den öffentlichen Verkehr, in den ländlichen Kreisen sind es nur 4,5 Prozent.

Insgesamt ist der Anteil des Nahverkehrs bei der Verkehrsmittelwahl (Modal Split) mit durchschnittlich 7,2 Prozent im Vergleich zu 2016 (7,6 Prozent) gesunken. Dieser Trend setzt sich im ersten Halbjahr 2018 mit einem vorläufigen Ergebnis von 7,1 Prozent Nahverkehrsnutzung fort. Der Modal Split bezieht sich immer auf den Nahverkehr insgesamt, also auf Bahn und Bus.

Problemfall Marschbahn: Am Mittwoch will die DB-Regio ein Sofortprogramm vorlegen

Die Nachfrage im Bahnverkehr sank im Jahr 2017 leicht um rund 1,1 Prozent auf 1,792 Milliarden Personenkilometer. 2016 lag sie bei 1,812 Milliarden Personenkilometern. Das Verkehrsangebot war mit rund 25,5 Millionen Zugkilometern 2017 etwas höher als im Vorjahr (25,3 Millionen Zugkilometer). Seit 1996 stieg die Nachfrage im Bahnverkehr im Schnitt um 2,2 Prozent im Jahr.

Gesunken ist auch die durchschnittliche Pünktlichkeit im Bahnverkehr in ganz Deutschland und in Schleswig-Holstein: Im Jahr 2017 waren im Schnitt 90,6 Prozent der Nahverkehrszüge pünktlich, im Vorjahr waren es 91,4 Prozent. Im ersten Halbjahr 2018 hat die Pünktlichkeit im Bahnverkehr weiter abgenommen, sie lag landesweit bei durchschnittlich nur noch 86,1 Prozent.

Gründe dafür: Die anhaltenden Probleme im Bahnnetz West beeinträchtigen die Qualität stark. Zwischen Hamburg und Sylt sorgen nach wie vor vor allem Fahrzeugengpässe und Infrastrukturprobleme für Verspätungen und Zugausfälle. Dort erreichte DB Regio im Jahresdurchschnitt eine Pünktlichkeit von 79,6 Prozent. Ein weiteres Problemkind ist die RE-Linie 7 Flensburg/ Kiel – Neumünster mit einer Jahrespünktlichkeit von 84,3 Prozent. Gründe für Verspätungen waren auch auf anderen Strecken vor allem Baumaßnahmen, Mängel an der Infrastruktur und an Fahrzeugen.

NAH.SH-Geschäftsführer Bernhard Wewers: „Wir nehmen das so nicht hin und erwarten, dass die Verkehrsunternehmen ihren Verpflichtungen nachkommen. Dass auch die Kommunikation im Störfall immer noch nicht funktioniert, ärgert mich besonders. Wir setzen uns regelmäßig mit Vertretern der Eisenbahnverkehrsunternehmen und von DB Netze an einen Tisch und legen den Finger in die Wunde. Wir erwarten Maßnahmen, die den Betrieb stabilisieren.“

Zusätzlich zur üblichen Pünktlichkeitsstatistik wertet die NAH.SH GmbH seit einigen Monaten auch die sogenannte „Fahrgastpünktlichkeit“ aus. Für die monatliche Pünktlichkeit übermitteln die Züge bei jeder Fahrt an bestimmten Messpunkten Daten, die zeigen, zu welcher Zeit ein Zug welchen Punkt passiert hat. Aus diesen Daten errechnet sich die durchschnittliche Pünktlichkeit je Monat und Linie. Diese Werte veröffentlicht NAH.SH seit Jahren monatlich auf www.nah.sh.

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Bei der Fahrgastpünktlichkeit wird zusätzlich berücksichtigt, wie viele Fahrgäste an den einzelnen Stationen aussteigen. Ein Beispiel: Hat ein Zug der Linie RE 7 zwischen Flensburg und Neumünster Verspätung, wirkt sich das nicht so gravierend aus, weil auf diesem Abschnitt vergleichsweise wenige Fahrgäste aussteigen. Anders sieht es auf dem stark frequentierten Streckenabschnitt Neumünster – Hamburg aus, weil viele Pendler nach Hamburg fahren. Eine Verspätung betrifft hier deutlich mehr Pendler. Die Zahl der von Verspätungen betroffenen Aussteiger wird deshalb bei dieser Auswertung in Bezug zur Pünktlichkeit gesetzt.

Für die Linie RE 7 Flensburg/ Kiel – Hamburg liegt die durchschnittliche Pünktlichkeit im Juni zum Beispiel bei 75,5 Prozent, die Fahrgastpünktlichkeit bei 71,9 Prozent.

Die Personalprobleme in der Branche verschärfen die Situation auf der Schiene in diesem Jahr in ganz Deutschland: Anfang September hatte DB Regio für Schleswig-Holstein angekündigt, wegen fehlender Lokführer einzelne Verbindungen im Bahnnetz Ost mindestens bis zum Fahrplanwechsel im Dezember durch Busse zu ersetzen. Die Nordbahn kämpft ebenfalls seit einigen Monaten mit dem Fachkräftemangel, der auf ihren Strecken auch immer wieder zu Zugausfällen führt.

Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz: „Auch wenn mir bewusst ist, dass der Fachkräftemangel ein bundesweites Thema ist, kann ich das so nicht hinnehmen. Es ist das Kerngeschäft der Verkehrsunternehmen, Züge fahren zu lassen. Die Verkehrsunternehmen müssen rechtzeitig dafür sorgen, dass ihnen nicht die Leute dafür fehlen. Wir beobachten diese Entwicklung genau und werden die Unternehmen für die Ausfälle zur Kasse bitten.“

Um Bahnfahrgäste für schlechte Qualität zu entschädigen, wollen Land und NAH.SH die NAH.SH-Garantie im Jahr 2019 ausweiten. Bisher erhalten Bahnnutzer mit Fahrkarten des Schleswig-Holstein-Tarifs, die mindestens 20 Minuten zu spät am Zielbahnhof ankommen, eine Entschädigung in Höhe von 50 Prozent des Fahrkartenwertes. Die freiwillige Entschädigung soll künftig bereits ab 10 Minuten Verspätung gelten. Außerdem möchte NAH.SH die Anträge für die Entschädigung für regelmäßige Nahverkehrsnutzer mit einem Kundenkonto vereinfachen. Technisch und organisatorisch müssen die Anpassungen noch vorbereitet werden.

Die Nachrüstung der Züge in den Bahnnetzen Nord und Ost mit W-LAN kommt gut voran. Mittlerweile sind 15 Lint-Triebwagen und 15 Doppelstockwagen mit W-LAN unterwegs. Im Juli hatten NAH.SH und DB Regio die Ausrüstung der Züge mit der entsprechenden Technologie vereinbart. Seit Mitte August werden die Regionalzüge nun Schritt für Schritt ausgestattet. Bis Anfang 2019 sollen alle 83 Doppelstockwagen und alle 41 Lint-Triebwagen in den beiden Bahnnetzen mit einem mobilen Hotspot für die Fahrgäste unterwegs sein. Die Ausstattung weiterer Bahnnetze soll demnächst in Angriff genommen werden.

NAH.SH und Minister stellen Nahverkehrs-Bilanz des Jahres 2017 vor

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Das letzte Jahr war für den Nahverkehr in SH insgesamt sehr durchwachsen: Die schlechte Qualität im Bahnverkehr hat zu einem Rückgang bei der Zufriedenheit und der Nachfrage geführt.

Diese und weitere Ergebnisse des Bahnjahres 2017 und neue Themen aus dem Nahverkehrsverbund werden Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz und NAH.SH-Geschäftsführer Bernhard Wewers heute Mittag ab 12 Uhr präsentieren.

Sie können das Gespräch nachher auf Facebook bei Wirtschaftsministerium.akuell als Livestream verfolgen.

Minister Buchholz‘ „Meldung der Woche“ – diesmal direkt aus Südwest-China

Zum Abschluss ihrer Chinareise haben sowohl Ministerpräsident Daniel Günther als auch Wirtschaftsminister Bernd Buchholz ein durchweg positives Fazit gezogen: Die Provinzregion Zhejiang, aber auch die Region Sezuan im Südwesten Chinas seien  wichtige Partner für Schleswig-Holstein. Davon hätten sich beide zusammen mit den rund 70 Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaftin in den vergangenen Tagen überzeugen können.

Kurz vor seinem Rückflug gestern Nacht übermittelte der Wirtschaftsminister direkt aus Chengdu seine „Meldung der Woche“. Heute gegen 22 Uhr wird die komplette Delegation in Kiel zurück erwartet.

Mehr zu China-Reise in diesem Reiseblog von Kurt-Christoph von Knobelsdorff

 

Tourismusboom im echten Norden ungebremst: 13,3 Prozent mehr Übernachtungen

Der Tourismussektor in Schleswig-Holstein hat bei bestem Sommerwetter eine sehr erfolgreiche Hochsaison absolviert: Im Juli übernachteten in den größeren Hotels, Ferienanlagen, Pensionen und Ferienhäusern sowie auf Campingplätzen fast 1,25 Millionen Menschen und damit 13,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie das Statistikamt Nord am Freitag berichtete. Die Zahl der Übernachtungen stieg sogar um 21,7 Prozent auf fast 5,88 Millionen. Die überdurchschnittlich kräftigen Zuwächse gehen aber auch darauf zurück, dass in die Statistik deutlich mehr Betriebe aufgenommen wurden als im Vorjahr.

Thilo_Rohlfs_038_bearb_eis_Retusche_tabasco_final (2)Tourismus-Staatssekretär Thilo Rohlfs zeigte sich entsprechend zufrieden: „Die Tourismusbranche und unsere Gäste hatten einen fantastischen Sommer: Bestes Wetter, tolle Natur, hochwertige Angebote und neue Rekordzahlen. Darüber können wir uns alle freuen. Ich wünsche mir von der Tourismuswirtschaft, dass sie die gute Lage nutzt, um weiter in Angebote und Qualität zu investieren. Denn unser gemeinsames Ziel ist es, dass die Erfolgsgeschichte weiter fortgeschrieben wird.“

Von Januar bis Juli zählten die Beherbergungsbetriebe mit mindestens zehn Betten 4,98 Millionen Übernachtungsgäste und damit 13,1 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Übernachtungen nahm um 18,8 Prozent auf 19,67 Millionen zu. Mit den Veränderungen in der Statistik gingen in diese seit dem zweiten Halbjahr 2017 Betriebe mit insgesamt 42 000 Betten mehr ein. Auch ohne diesen Effekt betrug das Wachstum nach Angaben des Tourismusbarometers der Sparkassen noch etwa vier Prozent. Die Juli-Statistik erfasste 3758 Beherbergungsstätten mit 223 000 Gästebetten und 273 Campingplätze.

bettina-bunge-foto_256x256Die Chefin der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TA.SH), Dr. Bettina Bunge, sieht das sehr gute Wetter als einen Hauptgrund für den erfolgreichenJuli: „Wir dürfen darauf hoffen, dass dieser Sommer den Gästen auch bei künftigen Buchungen noch in herrlicher Erinnerung sein wird. Die Orte und Leistungsträger lassen sich einiges einfallen: Ob Stand-Up-Paddling, E-Bike-Touren oder Strandyoga zum Sonnenaufgang – der echte Norden präsentiert sich frisch und modern. Herzlichen Dank an die Touristiker im Land, die mit großem Engagement dafür sorgen, dass alles so gut funktioniert.“

Die Tourismusbranche hatte schon das erste Halbjahr mit dem besten Ergebnis ihrer Geschichte abgeschlossen. Von Januar bis Juni kamen fast 3,75 Millionen Übernachtungsgäste in das nördlichste Bundesland und damit 13,5 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Die Zahl der Übernachtungen in den Beherbergungsstätten mit mindestens zehn Betten erhöhte sich in dem Zeitraum um 17,9 Prozent auf gut 13,82 Millionen.

Buchholz lotet Chancen in Westchina aus – und besucht neuen Generalkonsul von Rimscha

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Deutschlands Generalkonsul Robert von Rimscha an seinem ersten Arbeitstag in Chengdu – hier zusammen mit Buchholz vor dem Wenshu-Tempel

Als erstes norddeutsches Bundesland zeigt Schleswig-Holstein Flagge in der westchinesischen Wachstumsregion Sichuan. Im Rahmen der China-Delegationsreise der Landesregierung machte Wirtschaftsminister Bernd Buchholz heute einen Abstecher nach Chengdu, wo sich bereits seit Montag unter anderem die Chefin der Brunsbütteler Wirtschaftsförderungsgesellschaft egeb, Martina Hummel-Manzau sowie Vertreter der Firmen Spedition Kruse, Hesse-Tierpharma, Innotec und MP-Germany aufhalten.  In Chengdu traf Buchholz auch auf den neuen deutschen Generalkonsul von Südwest-China, Robert von Rimscha. Der Diplomat – mit familiären Wurzeln in Schleswig-Holstein – hatte heute seinen ersten Arbeitstag (Interview unten)

Wie Buchholz in China im Gespräch mit Andre Klohn von der Deutschen-Presse-Agentur sagte, sei der Standort Schleswig-Holstein für Unternehmen aus Westchina überaus interessant. So gebe es beispielsweise Ansiedlungsvorhaben der Entwicklungsabteilung von Koyo Chemical an der Westküste von Schleswig-Holstein oder die Kooperationsvereinbarung der egeb Brunsbüttel mit der Stadt Guang.

Im Westen Chinas vollzieht sich nach den Worten von Buchholz eine „wirtschaftliche Aufholjagd im Vergleich zu den Küstenregionen im Osten des Landes“. Die Zentralregierung in Peking fördere diesen Prozess mit Nachdruck durch eine gezielte Infrastruktur- und Industrieentwicklung. „Daraus ergeben sich Chancen für eine wirtschaftliche Zusammenarbeit, die für beide Seiten gleichermaßen von Vorteil sein können“, so der Minister.  Der Güter-Transport auf der Neuen Seidenstraße nach Norddeutschland werde bereits genutzt und könne weiter gesteigert werden. Dazu sollten Logistikunternehmen aus Schleswig-Holstein und China zusammenarbeiten.

Buchholz erinnerte in dem Zusammenhang daran, dass in Hamburg jede Woche über die Seidenstraße rund 400 Container aus China ankommen. Chengdu und die Provinz Sichuan im Westen Chinas seien dabei wichtige Verladestationen. „Der Norden muss sich also weiter anstrengen, um in China wahrgenommen zu werden.“

O-Ton-RimschaDer neue Generalkonsul von Rimscha, gelernter Redakteur beim Berliner „Tagesspiegel“ und der „Badischen Zeitung“, war zuvor Botschafter in Laos und Gesandter in Tokio.

Er sagte im Gespräch mit unserem Vize-Staatssekreträr Kurt-Christoph von Knobelsdorff (rechts im Bild)… (Audio starten)

 

Willkommen bei Dräger: Verpassen Sie nicht den Endspurt unseres „StartUp Camp 2018“

Pitch

Lübecks Medizintechnik-Unternehmer Stefan Dräger höchst persönlich heißt alle Interessierten willkommen: Am Freitag, 28. September, ab 18 Uhr, findet in der Moislinger Allee 53-55 bei Dräger der unterhaltsame Schluss-Spurt unseres diesjährigen „StartUp Summer Camp“ statt. Zur Gratis-Anmeldung geht es HIER

Neun junge Startups werden nach einer Woche harter und intensiver Arbeit mit DRÄGER, PwC und weiteren Mentoren ihre Ideen präsentieren. Neben innovativen Digitalisierungsideen für verschiedenste Branchen erfahren Sie unter anderem, wie Sie trotz eines vollen Terminkalenders gesund und fit bleiben, Ihr Homeoffice mit anderen teilen und nebenbei noch Ihren großen Tag planen können.

Nach einem Grußwort von Wirtschafts- und Technologieminister Dr. Bernd Buchholz erwarten Sie Impulsvorträge von Stefan Dräger und Thomas P. Offner (PwC), ein sportlicher Show Act und jede Menge Unterhaltungswert bei Buffet und Getränken.

Zur besseren Orientierung:

Groffik

Buchholz mahnt zur Eile beim Thema Diesel-Nachrüstung – Freitag Thema im Bundesrat

Bundesrat

Wer soll die Nachrüstung von Dieselautos bezahlen? Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz beharrt auf einer Dreiteilung der Kosten. Dass sich nun auch der Bund bewegt, ist für den FDP-Politiker höchste Zeit.

Kurz vor Beratungen im Bundesrat über mögliche Hardware-Nachrüstungen von Dieselautos hat Buchholz seine Forderung noch einmal bekräftigt, die Kosten zwischen Industrie, Bund und Autobesitzern aufzuteilen. Die aktuelle Diskussion verdeutliche den Handlungsdruck, sagte der FDP-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Selbstverständlich müssten aber jene Konzerne, die ihren Kunden bei der Abgas-Software Mogelpackungen verkauft hätten, die daraus resultierenden Schäden allein tragen. Der Bundesrat befasst sich an diesem Freitag mit dem Themenkomplex. Dazu liegt ein Entschließungsantrag Hessens vor.

Es sei höchste Zeit, dass sich jetzt auch die Bundesregierung in die Debatte eingebracht habe, sagte Buchholz. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hatte nach einem Gespräch mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag ein Konzept für technische Verbesserungen alter Diesel angekündigt. Unklar ist aber noch, ob außer Software-Updates möglicherweise doch auch Hardware-Umbauten an Dieselmotoren vorgesehen sind. Der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Montag) hatte Scheuer gesagt, Nachrüstungen sollten in erster Linie dort vorgenommen werden, wo es technisch und wirtschaftlich möglich sei. Am sinnvollsten sei das bei Bussen und kommunalen Fahrzeugen.

Buchholz sagte heute am Rande seiner Delegationsreise in China (Audio starten – „Im Browser anhören“)

Bei den 3,1 Millionen Diesel-Fahrzeugen der Euro-4-Norm sei der Einbau einer modernen Abgasreinigungsanlage gar nicht möglich, sagte Scheuer der Zeitung. Von den 5,5 Millionen Euro-5-Dieseln könnten «bestenfalls 2 Millionen Fahrzeuge technisch nachgerüstet werden – nur bei diesen ist der notwendige Bauraum vorhanden». Die Kosten für die Nachrüstung betragen laut Scheuer mindestens 3000 Euro je Pkw.
Der Bundesfinanzminister habe gesagt, er wolle dafür kein Steuergeld ausgeben.

Aus Sicht des Kieler Ministers Buchholz könnten – abgesehen von den Software-Manipulationsfällen – die Kosten für Nachrüstungen nicht allein den Autoherstellern aufgebürdet werden. Sie sollten nach seinem Vorschlag zu gleichen Teilen von Produzenten, Staat und Autifahrern getragen werden. Dem hat sich in Kiel mittlerweile auch eine Landtagsmehrheit aus CDU, Grünen, FDP und SSW (Südschleswigscher Wählerverband) angeschlossen – allerdings geknüpft an die Voraussetzung, dass Hersteller und Halter mit diesem Verfahren einverstanden sind.

Der Vorstoß zielt auf ein Förderprogramm des Bundes zur Nachrüstung von Dieselfahrzeugen der Abgasnorm Euro 4 und 5, die zum Zeitpunkt ihrer Zulassung alle rechtlichen Zulassungskriterien erfüllt haben und somit nicht manipuliert wurden. Eine Hardware-Nachrüstung der Modelle mit Euro-4- und Euro-5-Norm sei der effektivste Weg, die Innenstädte sauberer zu bekommen und Fahrverbote zu vermeiden, sagte Buchholz.

Reise-Blog unserer SH-Delegation: Heute Impressionen aus dem Silicon Valley Chinas

Zum Blog we-go-to-china bitte hier klicken

Teaser

Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) will im Rahmen seines Chinabesuchs Firmen aus Schleswig-Holstein in der Provinz Sichuan Türen öffnen. «Der oberste Wirtschaftsförderer muss der Wirtschaftsminister sein, wer denn sonst?», sagte Buchholz am Dienstag am Rande von gemeinsamen Besuchen von Internet-Firmen mit Ministerpräsident Daniel Günther in Hangzhou. Buchholz reist am Donnerstag aus der schleswig-holsteinischen Partnerprovinz Zhejiang weiter nach Chengdu. Dort will er unter anderem auf einer Messe für den Norden werben, auf der auch schleswig-holsteinische Firmen vertreten sind. Zudem trifft sich Buchholz mit dem Vize-Gouverneur der Region Sichuan, Yang Hongbo.

Buchholz, Günther und die Delegation aus dem Norden besuchten am Dienstag in Hangzhou unter anderem den chinesischen Online-Riesen Alibaba und die Startup-Schmieden Dream Town und Yunqi Town. «Man merkt, was da für uns auch für eine Konkurrenz entsteht auch im Bereich Digitalisierung», sagte Günther. Da sei die Region Vorreiter, von dem Schleswig-Holstein im Bereich Startups und Digitalisierung einiges lernen könne. Manches beispielsweise das Thema Datenschutz sehe Deutschland dagegen kritischer. «Will man eigentlich, dass die ganzen Daten in der Form verfügbar sind?»

Nach Angaben von Alibaba-Europachef Terry von Bibra nutzen mehrere hundert schleswig-holsteinische Unternehmen die Online-Handelsplätze des Unternehmens. «Unser Ziel ist es, den Handel weltweit einfacher zu machen.»

China-Delegation pünktlich gestartet – wir berichten die nächsten Tage per Reise-Blog

Blog

Mit zahlreichen Gastgeschenken an Bord und einer straffen Themen-Agenda ist heute Vormittag die China-Delegation um Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) pünktlich gestartet. Mit dabei: Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP), Landtagspräsident Klaus Schlie (CDU) sowie knapp 60 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

Wir berichten von der Reise in dem Blog we-go-to-china.blogspot.com , den unser Abteilungsleiter und stellvertretender Staatssekretär Kurt-Christoph von Knobelsdorff für uns mit Fakten, Eindrücken, Bildern und möglichen Ergebnissen füllt.

Buchholz zur #diwokiel: Unser Land hat das Zeug zu einer digitalen Vorzeigeregion

Mit der heute ausklingenden Digitalen Kieler Woche – #diwokiel – endet für viele Mitglieder der Landesregierung ein kleiner Veranstaltungs-Marathon. Auch Wirtschafts- und Technologieminister Dr. Bernd Buchholz war in den vergangenen Tagen Gast bei zahlreichen Programmpunkten.

Für ihn war das Gesamtangebot nicht nur seine persönliche „Meldung der Woche“, sondern das Thema bleibt für ihn auch weiterhin hochgradig relevant für die Zukunft des Landes.