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Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus (MWVATT) des Landes Schleswig-Holstein

DB investiert 160 Millionen in Marschbahn – Buchholz: „Noch ist die Kuh nicht vom Gleis“

Beitrag
Während der Pressekonferenz: Volker Hentschel von DB-Netz (Mitte) mit Verkehrsminister Buchholz und Bahnsprecher Meyer-Lovis

Wegen der Dauerprobleme auf der Sylt-Strecke will die Deutsche Bahn 160 Millionen Euro in die Modernisierung der sogenannten Marschbahn investieren. «Damit ermöglichen wir einen stabilen Zugverkehr für Inselbewohner, Pendler und Touristen», sagte der Vorstand Produktion der DB Netz AG, Volker Hentschel, am Nachmittag bei der Vorstellung der Sanierungspläne in Kiel. Die Bahn erhöhe das ursprünglich geplante Investitionsvolumen von 90 Millionen Euro um rund 70 Millionen Euro. Bis 2022 will die Bahn für 140 Millionen Euro rund 200 Kilometer Gleise und mehr als 30 Weichen auf der Strecke Hamburg-Sylt erneuern. Weitere 20 Millionen Euro investiert das Unternehmen in Bahnübergänge, Signaltechnik und Brücken.

Buchholz sagte nach der Pressekonferenz im Gespräch mit Journalisten (Audio starten – „im Browser anhören“)

«Mit der jetzt vereinbarten Investitionsoffensive ermöglichen wir einen stabilen Zugverkehr für Inselbewohner, Pendler und Touristen», so Hentschel.

Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz begrüßte die Investitionsoffensive ausdrücklich: „Das ist ein ordentlicher Schluck aus der Pulle und ein gutes Signal für die Region. Die Höhe der geplanten Investitionen zeigt aber auch, wie notwendig es ist, endlich Geld in die Sanierung der Marschbahnstrecke zu stecken.“

Groffik

In dem genannten Zeitraum werden rund 200 Kilometer Gleise und über 30 Weichen erneuert. Das Ziel ist die Grundsanierung bis 2022 abzuschließen, und damit den Investitionsstau nachhaltig zu reduzieren. Bis 2025 werden zudem weitere Ausbaustufen des Elektronischen Stellwerks Westerland mit einem Volumen von über 41 Mio. Euro realisiert.

Für die Sanierung der Marschbahn sind laut Hentschel die kommenden vier Jahre vorgesehen, damit möglichst viele Züge während der Bauarbeiten fahren können. Die erforderlichen Sperrungen und die damit verbundenen Auswirkungen auf den Zugverkehr werden frühzeitig mit allen relevanten Stakeholdern abgestimmt.

Hier ein Mitschnitt der Pressekonferenz:

Startschuss für WLAN in den Zügen auf den Bahn-Netzen Nord und Ost

Regionalbahn der Deutsche Bahn

In Schleswig-Holstein sind bald die ersten Züge in den Bahnnetzen Nord und Ost mit WLAN unterwegs. Die NAH.SH GmbH hat DB Regio jetzt damit beauftragt, die Fahrzeuge Schritt für Schritt umzurüsten. Ab Mitte Juli sollen die Arbeiten beginnen, ab August sollen dann erste Züge mit WLAN-Ausstattung unterwegs sein. Die Kosten für die Umrüstung in Höhe von rund 2,7 Millionen Euro teilen sich das Land Schleswig-Holstein und DB Regio. Die Betriebskosten trägt das Land.

83 Doppelstockwagen und 41 Triebwagen vom Typ LINT sollen die technische Ausstattung erhalten. Die Umrüstung der Fahrzeuge erfolgt einzeln nacheinander, um die Auswirkungen auf den Betrieb möglichst gering zu halten. Bis Anfang 2019 sollen die Arbeiten an allen Fahrzeugen abgeschlossen sein.

Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz: „Ich freue mich, dass wir endlich mit dem WLAN starten können. Der Nahverkehr in Schleswig-Holstein muss – vor allem nach den Qualitätsproblemen in den vergangenen Monaten – wieder besser werden. Wir möchten Anreize setzen, damit die Fahrgäste der Bahn treu bleiben und sie wieder gern nutzen. Gut, dass wir jetzt beim Thema WLAN einen so großen Schritt nach vorn machen können.“

Buchholz sagte weiter – Audio starten (im Browser anhören)

Die WLAN-Züge sind dann in den sogenannten Bahnnetzen Nord und Ost unterwegs. Das Bahnnetz Nord umfasst die Linien RB 64 Bad. St. Peter-Ording – Husum, RE 72/ RB 73 Flensburg – Eckernförde – Kiel, RE 74/ RB 75 Husum – Rendsburg – Kiel und RB 76 Kiel Hbf – Kiel-Oppendorf. Zum Bahnnetz Ost gehören die Linien RE 8/ RE 80 Lübeck Hbf – Ahrensburg – Hamburg Hbf, RB 81 Bad Oldesloe – Hamburg Hbf, RE 83/ RB 84 Kiel – Lübeck Hbf – Lüneburg, RB 85 Puttgarden – Lübeck Hbf und RB 86 Lübeck-Travemünde Strand – Lübeck Hbf.

WLANDie umgerüsteten Züge sind durch ein Symbol auf den Türen gekennzeichnet. Die Nutzung des WLANs ist für die Fahrgäste kostenlos. Und so funktioniert’s: Einfach das Netzwerk mit dem Namen „WIFI@DB“ suchen, einwählen und die Nutzungsbedingungen akzeptieren. Nach der Bestätigung können die Fahrgäste direkt lossurfen. Je Fahrt kann jeder Nutzer maximal 100 MB Datenvolumen nutzen.

Bernhard Wewers, Geschäftsführer NAH.SH GmbH: „Die Fahrgäste erwarten zurecht, dass der Nahverkehr sich technisch weiterentwickelt. Hier müssen die Bahnen besser und schneller werden. Wir haben jetzt die Ausstattung der ersten Bahnnetze mit WLAN in die Wege geleitet. Die nächsten Netze sollen bald folgen, damit möglichst alle Fahrgäste diesen Komfort nutzen können.“

Ausrüstung weiterer Netze geplant

Die NAH.SH GmbH und DB Regio sprechen gegenwärtig auch über eine WLAN-Ausrüstung des Bahnnetzes Mitte auf den Linien RE 7 Flensburg/ Kiel – Hamburg und RE 70 Kiel – Hamburg. Ab dem Sommer sind außerdem Gespräche mit der Nordbahn und NEG zum WLAN-Ausbau auf weiteren Strecken geplant. Im Bahnnetz West – auf den Linien RE 6 Westerland – Hamburg-Altona und RB 62 Heide – Itzehoe ist die Ausstattung der Züge mit WLAN ebenfalls geplant.

Torsten Reh, Leiter der DB Regio AG in Schleswig-Holstein: „Unsere Fahrgäste legen im Nahverkehr immer weitere Strecken zurück. Gerade für viele Pendler wird die Fahrtzeit mit dem kostenfreien WLAN nun zur wertvollen Nutzzeit.“

Mehr zum Nahverkehr in Schleswig-Holstein gibt es unter: www.nah.sh

Vom Bundesmindestlohn überholt – Landtag schafft Landesmindestlohn ab

Ministerpräsident Günther und Arbeitsminister Buchholz unterzeichnen am Rande des Landtags die Gesetzesänderung

Der Landtag schafft den Landesmindestlohn in Schleswig-Holstein zum Jahresende ab. Mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen von CDU, Grünen und FDP verabschiedete das Parlament in Kiel heute ohne Aussprache einen entsprechenden Gesetzentwurf. «Das trägt zum Bürokratieabbau in diesem Land bei», sagte Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) der Deutschen Presse-Agentur.

Nach Ansicht der Regierung ist der Landesmindestlohn in Höhe von 9,18 Euro wegen der für Anfang 2019 geplanten Erhöhung des bundesweiten Mindestlohns entbehrlich geworden. «Zwei verschiedene Mindestlöhne im Land und im Bund zu haben, macht keinen Sinn», sagte Buchholz.

Laut dem Beschluss der zuständigen Kommission aus Vertretern von Arbeitgebern, Gewerkschaften und Wissenschaft soll der Mindestlohn zum 1. Januar 2019 von derzeit 8,84 Euro auf 9,19 Euro steigen. Zum 1. Januar 2020 soll eine weitere Erhöhung auf 9,35 Euro folgen.

Zu den Gründen der Abschaffung sagte Buchholz weiter

Schleswig-Holstein behält allerdings den sogenannten vergaberechtlichen Mindestlohn für öffentliche Aufträge in Höhe von 9,99 Euro bei. Diesen Betrag müssen Unternehmen ihren Mitarbeitern zahlen, wenn sie Aufträge aus öffentlicher Hand erhalten. Das sei der «höchste vergaberechtliche Mindestlohn in der ganzen Republik», sagte Buchholz. Diesen werde das Land aber nicht weiter steigern. Deshalb werde er auch bei weiteren Erhöhungen des bundesweiten Mindestlohns künftig überflüssig werden.

Sie helfen dem Mittelstand im echten Norden bei der Digitalisierung auf die Sprünge

Gruppe_Kompetenzzentrum
Von links: Martin Leucka (Uni Lübeck), Michael Benner (KIN Lebensmittelinstitut Neumünster), Bernd Buchholz und Stefan Schnorr, Jürgen Mallon (FuE GmbH der Fachhochschule Kiel), Carsten Schultz (CAU Kiel), Uwe Koch (FH Lübeck)
Mittelständische Unternehmen in Schleswig-Holstein können sich künftig in Sachen Digitalisierung fachlichen Rat beim «Kompetenzzentrum 4.0» in Kiel holen. Es soll noch im Laufe des Monats mit mehr als einem Dutzend Ansprechpartnern starten. Zur Finanzierung nahm ein Konsortium aus Hochschulen und Transfereinrichtungen am Donnerstag vom Bundeswirtschaftsministerium eine Förderzusage über rund vier Millionen Euro für die nächsten drei Jahre entgegen. Diese Kompetenzzentren helfen kleinen und mittleren Betrieben in Deutschland seit zwei Jahren zum Beispiel dabei, individuelle Digitalisierungsstrategien zu erarbeiten.

«Die Digitalisierung ist noch immer nicht bei allen Mittelständlern angekommen», sagte Abteilungsleiter Stefan Schnorr aus dem Bundesministerium bei der Übergabe der Förderzusage. «Wer sich jedoch heute nicht darauf einlässt, muss befürchten, bald aus dem Geschäft gedrängt zu werden.» Das Kompetenzzentrum Kiel trage dazu bei, Unternehmen mit Informations- und Weiterbildungsangeboten für die Digitalisierung fit zu machen. «Praxisnähe und Anschaulichkeit sind dabei für uns zentral.»

Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) dankte dem Bund für die Unterstützung. «Die Digitalisierung bietet deutlich mehr Chancen als Risiken für unsere Wirtschaft», sagte er. Sie treibe Innovationen an, revolutioniere Produktionsverfahren und eröffne neue Geschäftsfelder, etwa durch die Individualisierung von Produkten. Buchholz forderte Betriebsinhaber und Geschäftsführer auf, möglichst rasch mit dem neuen Kompetenzzentrum Beratungstermine zu vereinbaren oder an einem Demonstrationsworkshop teilzunehmen.

Minister Bernd Buchholz (FDP)

Buchholz sagte weiter

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Nach Einschätzung von Buchholz sind immer mehr Unternehmen in Deutschland auf dem richtigen Weg. Hätten 2016 noch 72 Prozent in der Digitalisierung eine riesige Herausforderung gesehen, seien es aktuell noch 55 Prozent. Es blieben aber viele Herausforderungen. Knackpunkte seien in kleinen und mittleren Unternehmen vor allem mangelnde IT-Kompetenzen oder die fehlende Bereitschaft, das gerade in Schleswig-Holstein schon jetzt gut ausgebaute Glasfasernetz für sich zu nutzen.

Federführend für das Kieler Kompetenzzentrum ist die Forschungs- und Entwicklungszentrum Fachhochschule Kiel GmbH. Deren Leiter Björn Lehmann-Matthaei sagte, es gehe um Lösungen für Unternehmen, die im Tagesgeschäft nur wenig Ressourcen und Zeit für Digitalisierungsprozesse aufbringen können. «Die Ansätze können dabei so individuell wie die Unternehmen sein.» Als Beispiele nannte er digitale Wareneingangsabwicklungen, digitale Lückenschlüsse in der Lohnfertigung und vernetzte Montagelinien. Zum Projektkonsortium gehören auch die Fachhochschulen Kiel und Lübeck, die Universitäten beider Städte sowie die UniTransferKlinik Lübeck und das Lebensmittelinstitut KIN Neumünster.

So berichtet der sh:z

Reform: LBV.SH macht sich fit als schlagkräftiger Betrieb und attraktiver Arbeitgeber

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Staatssekretär Rohlfs bei seiner Rede vor den rund 1000 Kolleginnen und Kollegen des LBV.SH

Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) mit seinen rund 1500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird aus der derzeit laufenden Reform der Bundesfernstraßenverwaltung gestärkt hervorgehen. Das sagte Verkehrs-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs heute vor über 1000 LBV.SH-Beschäftigten bei einer Informationsveranstaltung des Landesbetriebs in den Neu­münsteraner Holstenhallen. So werden alle fünf Standorte in Flensburg, Kiel, Rendsburg, Itzehoe und Lübeck erhalten bleiben. „Dort wo heute Kolleginnen und Kollegen des LBV.SH arbeiten, werden auch künftig Kolleginnen und Kollegen des Landesbetriebs arbeiten. Das war eine der wichtigsten Rahmenbedingungen, auf die wir uns in den vergangenen Monaten im engen Schulterschluss mit den Personalvertretungen, der LBV-Spitze und dem Ministerium verständigt haben“, sagte Rohlfs.

Hintergrund der Reform ist neben dem Investitionsschub in die Straßen-Infrastruktur und dem starken Wettbewerb um Fachkräfte vor allem der Start der Bundesfernstraßengesell­schaft zum 1. Januar 2021. Danach werden die Autobahnen vom Bund durch eine Infrastrukturgesellschaft Autobahnen GmbH (IGA) und ein Fernstraßen-Bundesamt (FBA) verwaltet – statt wie bislang durch die Länder.

PK2Während des Pressegesprächs im Anschluss an die Versammlung zusammen LBV.SH-Chef Conradt  sagte Rohlfs

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Kernstück des weiteren Prozesses ist nach den Worten von Rohlfs die Umstrukturierung des LBV.SH zu einem so genannten Geschäftsbereichsmodell, über das die Herausforderungen der kommenden Jahre flexibel gemeistert werden sollen. Der Staatssekretär stellte klar: „Diese moderate Weiterentwicklung des LBV.SH ist keine radikale Reform, die alles Bisherige auf den Kopf stellt. Wir haben vielmehr unsere eigenen Strukturen selbstkritisch angeschaut und uns ehrlich gefragt: Was ist gut, was könnte noch besser sein, wo hakt es?“

Hier zum Mitschnitt des Pressegesprächs:

Mit Blick auf das geplante Geschäftsbereichsmodell machte LBV.SH-Direktor Torsten Conradt klar, dass die flexible neue Struktur vor allem dazu beitragen werde, die bisherigen Aufgaben noch wirkungsvoller zu erledigen. Dazu gehören neben Planung, Bau und Erhaltung der Bundes-, Landes- und Kreisstraßen einschließlich der Radwege auch die Gehölzpflege und der Winterdienst. „Diese Straffung erreichen wir vor allem durch die Einführung flacher Hierarchien und damit kürzerer Entscheidungswege“, so Conradt. Durch diese höhere Flexibilität kann der LBV.SH zukünftig auch besser auf regionale Schwankungen in der Aufgabenverteilung im Land aber auch auf regional unterschiedliche Bewerberzahlen bei Einstellungen von Nachwuchskräften reagieren. Anstelle der Niederlassungen werde es künftig Geschäftsbereiche in Kiel mit Regionaldezernaten vor Ort geben, die weiterhin Ansprechpartner vor allem der Kreise und Kommunen sind.

Als eines der wichtigsten Ergebnisse der Reform bezeichnete der Vorsitzende des Gesamtpersonalrats des LBV.SH, Ralf Wrobel, die festgelegte Arbeitsort-Garantie bei dieser Organisationsänderung: „Niemand muss gegen seinen oder ihren Willen den Arbeitsort wechseln. Wer mag, der kann wechseln, wer nicht will, wird nicht gezwungen. Nur so wird es laufen“, so Wrobel.

Wie Staatssekretär Rohlfs sagte, werde der Landesbetrieb im nächsten Schritt das Geschäftsbereichsmodell weiter verfeinern, um es bereits Mitte 2019 in die Praxis umzusetzen. [Hier zur Standort-Übersicht]

Und so berichtet der sh:z

Und so das Hamburger Abendblatt:


60 Firmen und Institutionen unterzeichnen Bündnis für Glasfaser-Ausbau im echten Norden

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Einer der 60 Unterzeichner des Memorandums: Jens Krabbenhöft vom Breitband-Zweckverband Hüttener Berge mit Wirtschaftsminister Buchholz

Breite Allianz, klares Ziel: Um den flächendeckenden Ausbau des Glasfaser-Netzes in Schleswig-Holstein noch dynamischer voranzutreiben, haben sich heute in Kiel Vertreterinnen und Vertreter von 60 Unternehmen und Institutionen zu einem „Bündnis für den Glasfaserausbau Schleswig-Holstein“ zusammengeschlossen. „In dieser Allianz wird jeder nach seinen Möglichkeiten dazu beitragen, dass wir 2025 den flächendeckenden Ausbau schaffen“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz bei der Unterzeichnung des entsprechenden Memorandums. „Schleswig-Holstein ist mit 35 Prozent anschließbarer Haushalte bereits heute das Glasfaserland Nummer 1 in Deutschland, im Bund sind es gerade einmal acht Prozent“, so der Minister.

Bei dem Memorandum handelt es sich nach den Worten von Buchholz um eine freiwillige Selbstverpflichtung der Anbieter, ohne in deren Unabhängigkeit und in den Wettbewerb einzugreifen. Wichtigste Elemente des Memorandums sind:

  • Unterstützung der Zielsetzung der Glasfaserstrategie der Landesregierung.
  • Einsatz von Fördermitteln nur dann, wenn es keine privatwirtschaftliche Lösung gibt
  • zweijähriger Verzicht der Unternehmen auf eigene Ausbaumaßnahmen bei kommunalen Förderprojekten, sofern die Unternehmen selbst keinen Eigenausbau angekündigt haben („Stillhalteabkommen“).
  • Verzicht auf einen Parallelausbau von Glasfaserinfrastrukturen, stattdessen Nutzung vorhandener Infrastrukturen.
  • Bekenntnis zur Flexibilisierung von Regulierungsmaßnahmen der Bundesnetzagentur, um weitere Investitionen anzuregen.
  • Bereitschaft zur Kooperation der Anbieter bei Ausbaumaßnahmen.

Buchholz: „Bis 2020 werden wir mit den laufenden Ausbauprojekten in Schleswig-Holstein die Hälfte unserer Haushalte erschließen können, bis 2022 etwa zwei knappe Drittel. Ich erwarte, dass es uns mithilfe der unterzeichnenden Akteure gelingt, diesen Prozess weiter zu beschleunigen.“ Als bedauerlich bezeichnete es der Minister, dass sich vor allem zwei große Telekommunikationsunternehmen nicht für eine Unterschrift entscheiden konnten. „Ich hoffe aber, dass dies erstens nicht das letzte Wort war. Und zweitens, dass die Unternehmen trotzdem im Sinne des Memorandums agieren werden.“ Fünf weitere Unternehmen prüfen aktuell noch ihren Einstieg in das Bündnis.

Wie Buchholz weiter sagte, solle innerhalb des Bündnisses vor allem besprochen werden, wie die 2022 noch verbleibenden rund 38 Prozent der schleswig-holsteinischen Haushalte ebenfalls noch mit Glasfaser erschlossen werden können: „Wir werden diese weißen Flecken mithilfe des Breitband-Kompetenzzentrums näher analysieren. Und darauf aufbauend sollen die Bündnispartner dann prüfen, ob ein eigenwirtschaftlicher Ausbau oder die Bildung von Ausbau-Allianzen denkbar ist. All das wird die Landesregierung eng begleiten und – wo möglich – auch mit Förder- und Finanzierungsinstrumenten unterstützen.“

Glasfaserkabel zur Breitband-Nutzung werden verlegt

Gründerland SH: Nadine Sydow und Martin Frischbock sind die „Überflieger“-Sieger

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Siegerehrung (v.l.): Axel Schulz, Kristina Engel, Martin Fischbock,  Bernd Buchholz, Nadine Sydow,   Johannes Ripken, Sebastian Wiercinski, Jonas Stamm,  Anke Rasmus und Börrje Schneider

Ihre Startup-Ideen überzeugten: Die beiden Kieler Nadine Sydow und Martin Fischbock  sind die „Überflieger“ des Jahres 2018 und gewinnen ein Ticket ins Silicon Valley im Rahmen der Delegantionsreise der Landesregierung in die USA vom 5. bis zum 31. August. „Es ist immer wieder motivierend zu sehen, wie viele innovative Ideen und engagierte Jungunternehmer wir in Schleswig-Holstein haben. Die Teilnehmer dieses Wettbewerbs haben einmal mehr gezeigt, dass wir ein Gründerland sind und noch reichlich Potential haben. Als Schirmherr und Jury-Mitglied unterstütze ich gerne unsere Startups und ebne Wege für die Firmeninhaber von morgen und damit die Vielfalt für uns alle“, sagte Wirtschaftsminister Bernd Buchholz am Freitagabend bei der Preisübergabe im Gästehaus der Landesregierung.

Auch die Initiatoren des Start-up Wettbewerbs, die Vereine The Bay Areas, StartUp SH und der Marketing-Club Schleswig-Holstein, sind begeistert von den aktiven Teilnehmern. „Die Premiere des ersten landesweiten Wettbewerbs ist mehr als gelungen“, so Börrje Schneider (Marketing Club Schleswig-Holstein). „Wir haben hier spannende Gründungsideen und werden auch die anderen Teilnehmer gerne weiter begleiten“, ergänzt Dr. Anke Rasmus (StartUpSH). „Mit dem Zuspruch aus der Startup Szene und unseren engagierten Unterstützern können wir gemeinsam das Gründerland Schleswig-Holstein auch mit diesem Kontest weiter unterstützen“, sagt Axel Schulz (The Bay Areas).

Betriebsbesuche in Baubranche: Heute mal per Motorrad statt per Dienstwagen….

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Auf Motorrad-Tour durch die Betriebe: Buchholz, Freiberg, Schareck
In Schleswig-Holstein wird kräftig gebaut und da sind die Betriebe im Land gefragt. Zusammen mit dem Vorstandsvorsitzenden des Baugewerbeverbandes Schleswig-Holstein, Thorsten Freiberg, und dem Hauptgeschäftsführer Georg Schareck besucht Wirtschaftsminister Bernd Buchholz zur Stunde zwei Unternehmen aus der Bauwirtschaft, um vor Ort tiefere Einblicke in die Branche zu gewinnen.

„Wir besuchen  die Segeberger Zimmerei Holzbau Pagels und das Bauunternehmen Dirk Kage in Hohenlockstedt, weil die Firmen beispielhaft die Leistungsfähigkeit unserer Branche zeigen“, sagt Schareck. Die Baubranche sei eine leistungsstarke Schlüsselbranche mit einer hohen Nachfrage und die beiden Unternehmen aus den Bereichen Holzbau und Umweltökologie, Massivbau und Gebäudetypologien würden eine große Bandbreite des Baugeschehens abbilden.

Mit einer derartigen Betriebstour werde vor allem die Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch geschaffen. „Wir halten den direkten Kontakt mit den Betrieben für sehr wichtig – für beide Seiten“, meint Schareck, dessen Verband die Tour initiiert hat.

Zu den Betrieben

Die Zimmerei Holzbau Pagels GmbH mit Sitz in Bad Segeberg ist aus einer traditionellen Zimmerei und Sägewerk von 1912 hervorgegangen und wurde 1979 in zweiter Generation von Zimmermeister Manfred Pagels übernommen. Sie wird heute als hochmoderner Betrieb von Dipl.-Ing. Marcus Pagels geführt, beschäftigt Mitarbeiter aus den Bereichen Zimmerei, Dachdeckerei sowie Dachklempnerei und ist Ausbildungsbetrieb. Das Leistungsspektrum reicht von Zimmererarbeiten über Holzrahmen- und Fachwerkbau bis zum Schlüsselfertigbau (www.holzbau-pagels.de).

Kagebau errichtet als Generalunternehmer bezugsfertige Massivhäuser, sowohl Ein- als auch Mehrfamilienhäuser. Der Betrieb hat sich seit Firmengründung 1994 durch Dirk Kage als Einzelunternehmen mit vier Mitarbeitern zu einem mittelständischen Bauunternehmen mit heute rund 150 Angestellten, darunter 14 Auszubildenden, entwickelt. Am Firmensitz in Hohenlockstedt hat Kagebau einen Musterhauspark eröffnet. Sie unterhält Büros und Musterhäuser an weiteren Standorten in Schleswig-Holstein und Hamburg (www.kagebau.de).

So berichten die Lübecker Nachrichten


 

Buchholz zufrieden: Juni-Arbeitslosenquote sinkt dank Konjunktur gegenüber 2017 um 8,9 Prozent

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Es brummt – nicht nur im Straßenbau

Nach dem glänzenden Jahresstart nun auch eine sonnige Halbzeitbilanz: Die Zahl der Arbeitslosen in Schleswig-Holstein ist im Juni gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,9 Prozent zurückgegangen, gegenüber dem Vormonat um 2,7 Prozent. „Damit können wir für 2018 eine glänzende Halbzeitbilanz ziehen“, sagte Arbeitsminister Dr. Bernd Buchholz heute zu den aktuellen Daten der Bundesagentur für Arbeit. Die Arbeitslosenquote liegt mit  81.638 erwerbslosen Personen bei 5,2 Prozent, ein Rückgang um 0,6 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr.

„Nicht nur die Halbzeitbilanz fällt positiv aus, auch die Entwicklung der letzten Jahre kann sich sehen lassen“, sagte Buchholz: Habe die Zahl der Arbeitslosen 2014 durchschnittlich bei knapp 101.000 gelegen, so waren es im Jahresdurchschnitt 2017 noch 92.400.  „Der Rückgang der Zahl der Langzeitarbeitslosen von durchschnittlich 37.200 im Jahr 2014 auf 32.300 in 2017 zeigt, dass es durch eine aktive Arbeitsmarktpolitik in Kombination mit einber guten wirtschaftlichen Entwicklung gelungen ist, Langzeitarbeitslose in den Arbeitsmarkt zu integrieren und die Übertritte in Langzeitarbeitslosigkeit zu reduzieren.“

Gegenwärtig sind 29.500 Langzeitarbeitslose registriert. Gegenüber dem Vorjahresmonat ging die Zahl um 2.700 oder 8,5 Prozent zurück. Einen Rückgang gegenüber dem Vorjahresmonat um 1.200 (- 14 %) verzeichnet auch die Zahl der arbeitslosen 15- bis 25-jährigen, die gegenwärtig bei 7.748 Personen liegt. Die Zahl der arbeitslosen Ausländer liegt bei 17.300 und ging gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,2 Prozent zurück.

Besonders erfreulich ist laut Buchholz, dass die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten weiter ansteigt. Nach den hochgerechneten Daten von April um 4.000 (+ 0,4 %)  gegenüber dem Vormonat und 20.000 (+ 2,1 %) gegenüber dem Vorjahresmonat. Gegenwärtig sind 979.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte zu verzeichnen. „Das Wachstum gegenüber dem Vorjahr zeigt sich in allen Branchen, besonders im Verarbeitenden Gewerbe, im Gesundheitswesen und dem Dienstleistungsbereich“, so der Minister

SH zieht Länder-Wirtschaftsminister mit „Glasfaser-Antrag“ auf seine Seite

Glasfaserkabel zur Breitband-Nutzung
Soll auch bundesweit die maßgebliche Technologie der Zukunft sein: Glasfaser, dass – anders als etwa das Vectoring – Datenübertragungen im Gigabit-Bereich ermöglicht

Mit großer Mehrheit haben die Wirtschaftsminister der Länder am Nachmittag bei ihrer Sommerkonferenz in Saarbrücken zwei Anträge aus Schleswig-Holstein zu den Themen Glasfer-Ausbau und Mobilfunk gebilligt. Nach den Worten von Wirtschaftsminister Bernd Buchholz geht es dabei vor allem um den Appell an den Bund, ebenso wie Schleswig-Holstein auf einen reinen Glasfaser-Ausbau und damit auf Gigabit-Bandbreiten zu setzen. Technologische Zwischenlösungen wie das so genannte Vectoring mit herkömmlichen Kupferdrähten sollen der Vergangenheit angehören und stattdessen bis 2025 ein flächendeckender Ausbau mit Glasfaser bis in die Häuser hinein erreicht werden.

„Nun kommt es darauf  an, dass der Bund seine Förderprogramme entsprechend ausrichtet“, so Buchholz, dessen Länder-Kollegen sich ebenso wie er selbst auch kritisch mit dem von der Berliner Koalition geplanten „Recht auf Internet für alle“ auseinandersetzten. „Eine solche Rechtsvorschrift würde den Ausbau vor allem lähmen statt befördern, weil sämtliche Telekommunikationsanbieter zunächst den genauen Rechtsrahmen abwarten würden, ehe sie investieren“, sagte Buchholz.

Weiter sagte der Minister zu den Anträgen aus Schleswig-Holstein. Audio starten – „im Browser anhören“

Hinsichtlich des künftigen Mobilfunk-Standards 5G machte neben Buchholz auch der zuständige Abteilungsleiter aus dem Bundesverkehrsministerium, Tobias Miethaner, deutlich, dass eine flächendeckende Versorgung „bis in die tiefsten Winkel der Republik hinein“ angesichts der zu vergebenden Frequenzen auf technische Schwierigkeiten stoße. Laut Buchholz komme es zunächst darauf an, rechtssichere Ausschreibungen für den 5G-Ausbau zustande zu bekommen statt den Anbietern Auflagen zu machen, die am Ende zu jahrelangen Rechtsstreitigkeiten führen können.