SH und Zhejiang frischen Beziehung auf: „Sprungbrett für viele Unternehmen“

Frisches Bekenntnis zu einer 38 Jahre alten Fernbeziehung: Zusammen mit Digitalisierungsminister Dirk Schrödter und Wissenschaftsstaatssekretär Guido Wendt bereiste Wirtschafts-Staatssekretärin Julia Carstens in dieser Woche Schleswig-Holsteins chinesische Partnerregion Zhejiang sowie Shanghai. Es ging und geht vor allem um weitere Kooperationen.

Wirtschafts-Staatssekretärin Julia Carstens

Mit an Bord bei der einwöchigen Reise: Eine Delegation von 40 Vertreterinnen und Vertretern des echten Nordens aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung.

«Bei unserer Sitzung der gemeinsamen Förderkommission von Schleswig-Holstein und Zhejiang haben wir unsere Partnerschaft noch einmal erneuert und streben weitere Kooperationen unter anderem in den Bereichen Life Science oder der Künstlichen Intelligenz an», sagt Carstens. Die Kommission tage seit 1995 regelmäßig alle zwei Jahre und koordiniere die Zusammenarbeit der Länder in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Bildung und Umwelt.

Die CDU-Politikerin erinnerte daran, dass das „Schleswig-Holstein Business Center“ in Hangzhou – der Hauptstadt von Zhejiang – eines der größten und erfolgreichsten Länderbüros in China sei: «Es ist Sprungbrett für schleswig-holsteinische Unternehmen, die sich im chinesischen Markt engagieren möchten. Gleichzeitig ist das Büro auch Ansprechpartner für chinesische Firmen, die nach Schleswig-Holstein kommen möchten. China ist nun einmal der größte Handelspartner Deutschlands und die meisten Hochschulen kooperieren mit chinesischen Universitäten.»  Die Zhejiang Universität sei eine der drei Top Unis in China und gehöre der sogenannten C9-Liga an, also  den weltweit forschungsstärksten Universitäten.

Carstens mit Digitalisierungsminister und Staatskanzlei-Chef Dirk Schrödter in unserem Schleswig-Holstein Business Center in Hangzhou, der Hauptstadt der Partnerregion Zhejiang

Nach den Worten von Staatskanzlei-Chef Schrödter werde die Landesregierung sich weiterhin dafür einsetzen, die Zusammenarbeit mit der Partnerregion Zhejiang zu stärken: „Durch die Delegationsreise haben wir unsere guten Kontakte intensiviert und neue Kontakte knüpfen können. Das war nach der Corona-Pandemie ohne persönliche Kontakte in unsere Partnerregion für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Delegation sehr wichtig.“

Laut Carstens lag das Handelsvolumen zwischen Schleswig-Holstein und China im vergangenen Jahr bei über fünf Milliarden Euro. «Das entspricht einer Steigerung des Handelsvolumens im Vergleich zum Jahr 2013 von rund 75 Prozent. Allein diese Entwicklung verdeutlicht die Bedeutung und das Potenzial dieser Beziehungen.» Schleswig-Holstein exportierte im vergangenen Jahr Waren im Wert von mehr als 1,2 Milliarden Euro ins Reich der Mitte – vor allem Maschinen, Autoteile, Lebensmittel und chemische Produkte. Umgekehrt importierten die Chinesen Produkte für über vier Milliarden Euro nach Schleswig-Holstein.

Am Sonntag kehrt die Delegation nach Schleswig-Holstein zurück.

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