Weiterer Meilenstein auf dem Weg zum landbasierten LNG-Terminal in Brunsbüttel: Das Land hat jetzt den Planfeststellungsbeschluss für das Großprojekt erlassen und an die „German LNG Terminal GmbH“ übergeben.

„Die eingereichten Unterlagen dienen der Feststellung der Zulässigkeit des geplanten Terminals am Standort Brunsbüttel“, erläuterte der Chef des zuständigen Amtes für Planfeststellung Verkehr (APV), Martin Hamm. Aktuell laufen die Erörterungen. Zudem habe auch das Landesamt für Umwelt Schleswig-Holstein die Genehmigung für einen vorzeitigen Baubeginn nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz erteilt.
Bereits im Februar waren vom APV erste vorbereitende Arbeiten genehmigt worden, darunter die Baustelleneinrichtung und Einzäunung für die Bauphase sowie Erdarbeiten zur Konsolidierung und Entwässerung der Landflächen sowie die Herstellung von Baustraßen und Zuwegungen.
Das absehbar rund eine Milliarde Euro teure Terminal an Land wird parallel zu dem bereits für den Erdgasumschlag genutzten schwimmenden Terminal geplant und soll später auch für Wasserstoff genutzt werden. Wird das Bauvorhaben wie geplant realisiert, sollen dort rund fünf Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr angelandet werden. Das feste, landseitige Terminal soll in Brunsbüttel Anfang 2027 die Arbeit aufnehmen und das deutlich kleinere, schwimmende LNG-Terminal „Hoegh Gannet“ ablösen.