Kobe im Galopp: Stipvisite bei alten Bekannten und einem KI-Giganten

In Kobe und bei Sysmex natürlich mit dabei: WT.SH-Chef Hinrich Habeck (links), früher selbst Geschäftsführer von Life Science Nord

Als Mitglied unseres Clusters „Life Science Nord“ ist „Sysmex Corporation“ bereits ein langjähriger Partner des echten Nordens. Für die Japan-Delegation um Ministerpräsident Daniel Günther und Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen also Grund genug, einmal beim Mutterkonzern des international tätigen Herstellers von Analysegeräten für die Labordiagnostik in Kobe vorbeizuschauen. «Das 9.000 Frau und Mann starke Unternehmen unterstützt seine Kunden bei der Forschung oder in der Krebstherapie.und wir sind Stolz, Sysmex Europe GmbH seit 1995 in Norderstedt zu haben», schwärmt Madsen.

Und Ministerpräsident Daniel Günther sagte: „Sysmex ist ein herausragendes Beispiel für die enge und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Regionen.“ Schleswig-Holstein sei in Deutschland eine der führenden Regionen in der Gesundheitswirtschaft mit einem Wertschöpfungsanteil von 15 Prozent. „Unternehmen wie Sysmex tragen entscheidend zum Erfolg dieses Sektors bei.“

Im Anschluss stand ein Besuch der Foundation for Biomedical Research and Innovation auf dem Programm. „Mit der Foundation verbindet uns seit 2016 eine langjährige und vertrauensvolle Partnerschaft. Diese Kooperation ist ein hervorragendes Beispiel für die Bedeutung internationaler Netzwerke in der biomedizinischen Forschung und Entwicklung“, so Günther. Die Zusammenarbeit zwischen den Life Science Clustern schaffe großartige Synergien und bringe wichtige Innovationen hervor.

Zu seinem Programm an den vergangenen beiden Tagen sagte Madsen – Audio starten, Pfeil klicken…

Ein weiterer Programmpunkt der Delegation war der Besuch des Forschungsinstitutes RIKEN, ein globaler Akteur im Bereich der Supercomputing-Technologien. Gerade in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Big Data und Hochleistungsrechnen gebe es zahlreiche Chancen für gemeinsame Projekte, die Hyogo und Schleswig-Holstein weiter zusammenbringen könnten, sagt Madsen.

Die von der Delegation besuchte Forschungseinrichtung RIKEN wurde bereits 1917 gegründet und seit 22 Jahren befindet sich ein Campus der Einrichtung in Kobe. Das zugehörige Center of Computational Science beteiligte sich an der Entwicklung des leistungsstärksten Supercomputers der Welt (großes Foto oben). «Die Vision des Unternehmens ist, durch die Integration von Simulation, Big Data-Analyse und KI wissenschaftliche und gesellschaftliche Probleme zu lösen und eine revolutionäre Entwicklung unserer Gesellschaft zu fördern», so Madsen.

Bei der Fahrt durch den Hafen von Kobe traf debattierte die SH-Delegation mit ihren Gastgeberinnen und Gastgebern vor allem die Wasserstoffnutzung. Der Hafen plant bis 2030 klimaneutral zu werden, seit vier Jahren verfügt er über das erste Importterminal für verflüssigten Wasserstoff.

Am morgigen Donnerstag reist die Delegation weiter nach Tokio, wo unter anderem ein Besuch der medizinischen Universität und der Messe Medical Japan auf dem Programm stehen. Am Freitag treffen sich der Ministerpräsident, Madsen, Digitalisierungsminister Dirk Schrödter sowie Landtagspräsidentin Kristina Herbst, der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Lasse Petersdotter und der Fraktionsvorsitzende der FDP Christopher Vogt in Begleitung der designierten Botschafterin in Japan Petra Sigmund zu politischen Gesprächen mit Mitgliedern der japanischen Regierung, so dem Staatsminister für wirtschaftliche Sicherheit Kiuchi oder dem für digitale Transformation zuständigen Minister Taira. Die Mitglieder der Wirtschafts- und Wissenschaftsdelegation nehmen an einer Startup-Veranstaltung der Außenhandelskammer teil und besuchen am Nachmittag das Unternehmens NTT Docomo.

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