Kanaltunnel: Nächste Stufe gegen Stau- Stress erfordert Sperrungen im Dezember

Auch wenn die Zahl der ausgelösten Höhenkontrollen am Rendsburger Kanaltunnel seit Sommer zurückgegangen ist – der Landesbetrieb arbeitet mit Hochdruck an der nächsten Optimierungsstufe. Ziel: Spätestens im ersten Quartal kommenden Jahres soll im Falle eines Höhen-Alarms nur noch exakt die Fahrbahn gesperrt werden, auf der der verdächtige Lkw zum Stehen gekommen ist.

Wie LBV.SH-Chef Frank Quirmbach und sein zuständiger Fachmann Guntram Kunft heute in Rendsburg bei einem Termin mit Kommunalvertretern erläuterten, erhoffe man sich davon eine Halbierung der bisherigen Staus.

Doch um die technischen Voraussetzungen für diese optimierte Steuerung des Verkehrs zu schaffen, ist vorher von Pendlerinnen und Pendlern in der Region noch einmal Geduld gefragt: Am 2. (Oströhre) und 3. (Weströhre) Dezember zwischen 8 und 17 Uhr sind Vollsperrungen des Tunnels nötig, um die nötigen Hardwareänderungen an der Verkehrstechnik vorzunehmen.

Dazu sagte LBV.SH-Direktor Frank Quirmbach (Video starten)

Nach den Worten von Quirmbach wurde das Vorgehen vorab ausführlich mit den Verkehrsbehörden der Stadt Rendsburg und des Kreises sowie mit der Polizei und der abgestimmt.

Die so genannte Optimierungsstufe 1 ist bereits seit Oktober implementiert. Die seitdem laufende Testphase zeigt: Um die darauf aufbauende Optimierungsstufe 2 (nur Sperrung der betrof­fenen Fahrbahn bei Höhenkontrollauslösung) umsetzen zu können, müssen an zwei soge­nannten Streckenstationen mit Sicherheitstechnik weitere komplexe Umbauarbeiten vorgenommen werden. Hintergrund: Die Tunnelsperrungen erfolgt derzeit nicht prompt nach Auslösung einer Höhen­kontrolle, es vergehen etwa fünf Sekunden bis zur Aktivierung der Tunnelsperranlage (Lichtsignal- und Schrankenanlage). Neben der überhöhten Geschwindigkeit mancher Verkehrsteilnehmer ist die systemische Verzögerung ein Grund, warum überhöhte LKW derzeit nicht am geplanten Haltequerschnitt der Tunnelsperranlage stehen bleiben. Aktuell muss deshalb die betroffene Tunnelröhre komplett gesperrt werden.

So erläuterte der zuständige LBV.SH-Ingenieur Guntram Kunft den Kommunalvertretern heute den Stand der zweiten Optimierungsstufe (Video starten)

Nach dem Umbau startet der LBV.SH eine intensive Testphase.

Vollsperrung am 2. Dezember von 8:00 bis 17:00 Uhr der Oströhre samt Vorfeld. Im Zeit­raum 7:00 bis 8:00 Uhr wird für den Aufbau der Baumaßnahme und den Aufbau der Sper­rung die halbseitige Sperrung der B 77 (rechter Hauptfahrstreifen) eingeleitet. Der ÖPNV kann bis 13:00 Uhr den Tunnel unter besonderer Vorsicht passieren.

Vollsperrung am 3. Dezember von 8:00 bis 17:00 Uhr der Weströhre samt Vorfeld. Im Zeit­raum 7:00 bis 8:00 Uhr wird für den Aufbau der Baumaßnahme und den Aufbau der Sper­rung die halbseitige Sperrung der B 77 (rechter Hauptfahrstreifen) eingeleitet. Der ÖPNV kann bis 13:00 Uhr den Tunnel unter besonderer Vorsicht passieren.

Umleitungsempfehlungen

2. Dezember 2024 Oströhre: Umleitung ab Rendsburg-Süd über die B 202 bis zum Auto­bahnkreuz Rendsburg sowie die A 7 Richtung Büdelsdorf zur B 203 nach Rendsburg. Für den innerstädtischen Verkehr führt die Umleitungsempfehlung über die Kanalfähre Nobis­krug.

3. Dezember 2024 Weströhre: Umleitung ab Rendsburg über die B 203 durch Büdelsdorf, die A 7 bis zum Autobahnkreuz Rendsburg sowie die B 202 nach Rendsburg-Süd. Für den innerstädtischen Verkehr führt die Umleitungsempfehlung über die Kanalfähre Nobiskrug.

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