
Digitaler Rückenwind für alle Handynutzer rund um Bahrenhof im Kreis Segeberg: Für den Bau eines neuen Mobilfunkmasts übergaben heute Technologieminister Claus Ruhe Madsen und Ernst Ferdinand Wilmsmann, Geschäftsführer der Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft (MIG), einen Förderbescheid an die Vantage Towers AG. Das Unternehmen soll in der Gemeinde im kommenden Jahr den Sender errichten und erhält dafür vom Bund knapp 700.000 Euro. Spätestens Anfang 2026 soll dann der weiße Fleck endgültig Geschichte sein.
Die drei Mobilfunknetzbetreiber Telefónica, Telekom und Vodafone hatten sich zuvor gegenüber der MIG bereits verpflichtet, den neuen Mast künftig zu nutzen. «Die Aufgabe, eine wirklich flächendeckende Versorgung in allen Netzen herzustellen, behält für uns höchste Priorität«, sagte Madsen. Der geförderte Mast werde nicht nur den ‚weißen Fleck‘ in der Nähe von Bahrenhof versorgen, sondern auch in den umliegenden Gemeinden den Mobilfunkempfang spürbar verbessern. Und da drei Netzbetreiber bereits zugesagt hätten, die Anlage zu nutzen, entstehe dort auch kein neuer ‚grauer Fleck‘, wo man nur mit der ‚richtigen‘ SIM-Karte telefonieren könne, so der Minister weiter. «Eine solche gemeinsame Nutzung von Standorten halte ich für ein zielführendes Modell, um die Versorgungsqualität in Regionen, die für den eigenwirtschaftlichen Mobilfunknetzausbau weniger interessant sind, auch nach dem Ende der Mobilfunkförderung voranzubringen.»
MIG-Geschäftsführer Wilmsmann sagte: «Schleswig-Holstein verfügt aufgrund der günstigen geografischen Bedingungen schon jetzt über eine sehr gute Mobilfunkversorgung. Aber auch in Schleswig-Holstein haben wir den Bedarf für den Bau eines geförderten Mobilfunkmasts identifiziert, damit ein bisher noch vorhandener ‚weißer Mobilfunkfleck‘ künftig von der Netzkarte verschwindet. Mit dem Förderprojekt im nördlichsten Bundesland profitieren nun alle Flächenländer von der Mobilfunkförderung des Bundes, die von der MIG umgesetzt wird. Ich danke allen Beteiligten die Hand in Hand gearbeitet haben, um dieses Projekt erfolgreich voranzutreiben. Jetzt muss der neue Mast zügig gebaut und in Betrieb genommen werden.»
Freude auch bei Segebergs Landrat Jan Peter Schröder: «In einem Flächenkreis wie unserem ist eine gute Mobilfunkversorgung enorm wichtig. Daher freue ich mich, dass mit dem geförderten Telefonmastausbau letzte Lücken geschlossen werden können und alle davon profitieren.»