Sanierungswelle im nördlichen SH-Straßennetz – Land investiert 85 Millionen

Minister-Besuch in der Straßenmeisterei in Bredstedt: Claus Ruhe Madsen testete eines der Lastenräder, mit dem der LBV.SH die Radwege im Land abfährt. Von links: LBV.SH-Direktor Frank Quirmbach und die LBV-Bereichsleiter Britta Lüth und Christoph Köster.

Massive Investitionen für die Straßen und Radwege im Norden des Landes: In diesem Jahr stehen knapp 134 Kilometer Straßen, gut 22 Kilometer reine Rad­wege und 19 Bauwerke auf dem Arbeitsplan des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV.SH). Wie Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen heute in Bredstedt bei der Vorstellung des Sanierungsprogramms für die Kreise Nordfriesland und Schleswig-Flens­burg sagte, stünden dafür rund 85 Millionen Euro zur Verfügung. „Der LBV sorgt hier auf insgesamt 22 Straßen und sechs reinen Radwegen für eine deutlich bessere Infrastruktur.“ Gemeinsam mit dem Minister präsentierte LBV.SH-Direktor Frank Quirmbach das 32 Ein­zelvorhaben umfassende Bauprogramm.

Mit Blick auf die hohe Investitionssumme sagte Madsen: „Bei allen Sparzwängen übertref­fen wir erneut um ein Vielfaches die Summen, die noch vor 20 Jahren auf die Straßen ge­bracht wurden. Und das ist gut so. Jeder Kilometer Straße, der heute nicht saniert wird, kostet uns übermorgen das Doppelte.“ Er erinnerte daran, dass allein für die Sanierung von Landesstraßen und Radwegen in ganz Schleswig-Holstein in diesem Jahr rund 95 Mil­lionen Euro veranschlagt sind.

Hier ein Mitschnitt des gestreamten Pressegesprächs:

Madsen warnte davor, im Hinblick auf die angestrebte Mobilitätswende Straßen- und Schienenverkehr gegeneinander auszuspielen: „Gerade in dünnbesiedelten Regionen wie den Norden des Landes brauchen wir beides. Wer hier lebt, ist auf intakte Straßen ange­wiesen. Egal ob für den Schulbus, den Krankenwagen oder die Fahrt zur Arbeit. Man braucht einfach gute, sichere Straßen und Radwege“, so der Minister.

Einer der wichtigsten Parts des LBV-Bauprogramms sei nach den Worten von Madsen weiterhin der Ersatzneubau der Schleibrücke Lindaunis. Hier sei vorrangig die Deutsche Bahn für Planung und Bauausführung zuständig. Andere wichtige Projekte in der nördli­chen Region seien der dreistreifige Ausbau der B 5 an der Westküste sowie die B 200-Fahrbahnerneuerung in Flensburg zwischen Rude und Duburg. Auch die Erneuerung des Radwegs zwischen Flensburg und Glücksburg sowie die Sanierung der Landesstraße 214 in Wyk auf Föhr vom Hafen bis Nieblum hätten insbesondere vor Ort eine große Bedeu­tung.

Laut LBV.SH-Chef Quirmbach sind in dem 85 Millionen Euro umfassenden Bauprogramm insgesamt 17 Landesstraßen-Projekte sowie 19 Neubauten oder Instandsetzungen von Brücken enthalten. Der Rest entfalle auf neun Bundes- und sechs Kreisstraßen, für die der LBV.SH in weiten Teilen ebenfalls zuständig sei. Im Kreis Nordfriesland werden über 52 Millionen Euro in insgesamt 71 Kilometer Straßen, 39 Kilometer Radwege und drei Bau­werke investiert. Auf den Kreis Schleswig-Flensburg entfallen bei einem Gesamtvolumen von 25 Millionen Euro über 45 Kilometer Straßen, 22 Kilometer Radwege und drei Bau­werke. In Flensburg investiert der LBV.SH fast acht Millionen Euro in 17 Kilometer Straße und 13 Bauwerke.

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