Sanierungs-Schwung auch auf den Straßen im Südwesten des echten Nordens

Weitere Runde im Kampf gegen den Infrastruktur-Sanierungsstau im Südwesten Schleswig-Holsteins und im Kreis Pinneberg: Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) will hier in den kommenden Monaten gut 26 Mil­lionen Euro investieren.

Wie Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen heute in Quickborn zusammen mit LBV.SH-Direktor Frank Quirmbach erklärte, sollen damit knapp 25 Kilometer Straßen und acht Bauwerke in Schuss gebracht sowie etwa 21 Kilometer reine Radwege erneuert oder neu gebaut werden. Das Infrastrukturpaket umfasse 32 Projekte, davon 25 an Landes-, sechs an Bundes- sowie eins an einer Kreisstraße. Darin enthalten seien sieben reine Radwegsvorhaben sowie zehn straßenbegleitende Radwege, die angefasst würden. Par­allel dazu laufen Sanierungsarbeiten an der A 23 durch die Autobahn GmbH des Bundes.

„Wir dürfen alte Fehler nicht wiederholen und die Infrastruktur noch weiter verfallen las­sen“, mahnte Madsen. Er erinnerte daran, dass allein für die Sanierung von Landesstra­ßen und Radwegen in ganz Schleswig-Holstein in diesem Jahr rund 95 Millionen Euro ver­anschlagt sind. Als Beispiele für wichtige Vorhaben in den drei Kreisen nannte Quirmbach unter anderem die Fahrbahnerneuerung der L 136 von Wewelsfleth bis Beidenfleth, die Radwegerneuerung L 138 zwischen Gudendorf und St. Michaelisdonn, die oberflächliche Erneuerung der Landesstraße 116 an der Grube Saturn in Lägerdorf sowie die Fahrbah­nerneuerung der Ortsdurchfahrt in Appen.

Nach den Worten von Quirmbach habe sich nicht nur über die letzten Jahrzehnte ein er­heblicher Sanierungsstau aufgetürmt, auch die vergangenen Wintermonate hätten dem Straßennetz arg zugesetzt: „Jede Verkehrsteilnehmerin und jeder Verkehrsteilnehmer sieht und spürt gerade, was passiert, wenn die Straßen nicht konsequent und dauerhaft in Schuss gehalten werden. Wir haben an vielen Orten Schlaglöcher und Risse, das wollen und müssen wir ändern“, so der LBV-Direktor.

Die Menschen, die von den neuen Baustellen in allen drei Kreisen betroffen sind, bat der Minister um Geduld und Fairplay: „Die Beschäftigten der Baufirmen, aber auch unsere Kol­leginnen und Kollegen arbeiten bei Wind und Wetter, damit wir alle auch in Zukunft schnell und sicher an unsere Ziele kommen. Bitte nehmen Sie Rücksicht“, so Madsen.

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