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Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus (MWVATT) des Landes Schleswig-Holstein - Harald Haase

Madsen zu Gast auf der Peters-Werft: „Ideale Nische im Schiffbau gefunden“

Während sich auf den ehemaligen Windhorst-Werften FSG in Flensburg und Nobiskrug in Rendsburg dank neuer Eigner gerade die Krisen-Wogen etwas glätten, segelt ein anderes Schiffbauunternehmen still auf Erfolgskurs: «Die 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter starke Peters Werft fokussiert sich seit über zehn Jahren auf das Reparaturgeschäft und ist damit überaus erfolgreich», sagte Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen heute nach einem Gespräch mit dem Inhaber-Duo Sebastian und Mark Dethlefs.

Madsen vor der „Arctic P“ im Gespräch mit Mark (Mitte) und Sebastian Dethlefs.

Die über 150 Jahre alte Werft im steinburgischen Wewelsfleth habe damit nach turbulenten Jahren ihre perfekte Nische gefunden. Laut Senior-Chef Mark Dethlefs erwirtschaftet die Peters Werft ihren Umsatz aktuell zu rund 40 Prozent mit der Reparatur von Behörden- oder Marineschiffen und zu 60 Prozent mit Mega-Yachten.

Der prominenteste Auftrag in der jüngsten Vergangenheit war die Total-Sanierung des Viermasters „Peking“, ein Schwesterschiff des 1957 versunkenen Schulschiffs „Pamir“. «Dieser Auftrag hatte wirklich alles, was das Herz eines Schiffbauers höher schlagen lässt», schwärmt Mark Dethlefs noch heute. Dabei liegt aktuell ein nicht minder interessanter Auftrag in einem der beiden Werft-Docks an der Stör: Die Expeditions-Yacht „Artic P“, einst einer der stärksten Bergungsschlepper seiner Zeit und heute Luxusyacht, wird bei Peters auf Vordermann gebracht. Der Schlepper war vor 20 Jahren über ein irisches Investmentunternehmen in den Besitz des australischen Milliardärs Kerry Packer gelangt, der ihn 1994 zur Luxusyacht umbauen ließ. Mit vielen Annehmlichkeiten wie einem 4-D-Kino, einem Fitnessstudio und einem Tauchzentrum.

Doch neben Erfolgsmeldungen gaben die beiden Werft-Chefs dem Minister auch einige Sorgen mit auf den Weg. So leide das Unternehmen – wie viele andere Betriebe der Branche auch – unter der enormen bürokratischen Behäbigkeit des Beschaffungswesens bei der Bundesmarine und vieler Behörden. «Dabei ist der Kuchen groß genug für alle. Was wir brauchen sind kürzere Teilnehmer-Wettbewerbe, weniger europaweite Ausschreibungen, stattdessen kreative Ansätze wie etwa das Mehrpartnerschafts-Modell», sagt Sebastian Dethlefs. Hier erhoffe sich die Werft mehr Druck durch die neue Bundesregierung – und Madsen sagte dabei seine Unterstütung zu.

Der Minister brachte mit Blick auf das Aufrüstungs-Programm in Dänemarkt zudem für die Zukunft mögliche Kooperationen mit dänischen Unternehmen ins Spiel. «Ich bin sicher, dass das große Know how auf unseren schleswig-holsteinischen Werften unseren Nachbarn bei ihren Herausforderungen nützen kann.» Erst vergangene Woche war eine dänische Delegation verschiedener Schiffbauunternehmen zu Besuch bei der Kieler Werft „German Naval Yards“.

Carstens: „Seebrücken-Familie“ der Lübecker Bucht wieder komplett

Schleswig-Holsteins Ostseeküsten-Fans dürfen sich über einen weiteren «Leuchtturm»  freuen: Tourismus-Staatssekretärin Julia Carstens eröffnete heute in Scharbeutz zusammen mit Bürgermeisterin Bettina Schäfer sowie zahlreichen Ehrengästen und „Sehleuten“ die neue Seebrücke.

Die Kulisse hätte am heutigen Mai-Feiertag kaum perfekter sein können: Leichte Brise, gleißender Sonnenschein, stahlblauer Himmel und ein entsprechend gut gelauntes Publikum. Rekordverdächtige  310 Meter lang ist der hölzerne Weg, der weit ins Meer hinausragt. Ganz vorne an der Spitze: eine dreieckige Plattform mit Sitzstufen und einem Steg, von dem aus Tauchen, Segeln oder Stand-up-Paddling möglich sein wird.

Carstens – oben im Bild mit Bürgermeisterin Schäfer, Bürgervorsteherin Anja Bendfeldt sowie Kreispräsidentin Petra Kirner (von links) – lobte das maritime Bauwerk in ihrem Grußwort als gelungenes Aushängeschild für den boomenden Ort. Damit sei – neben den ebenfalls neu errichteten Bauwerken in Timmendorfer Strand und Haffkrug – die «Seebrücken-Familie» der Lübecker Bucht wieder komplett.

Von den rund 19 Millionen Euro Gesamtkosten für den Scharbeutzer Neubau trägt das Land 15 Millionen Euro – dabei war das Projekt ursprünglich einmal mit der Hälfte des Betrags veranschlagt worden. Die CDU-Politikerin zeigte sich dennoch zuversichtlich, dass die Investition trotz des Preis-Sprungs auszahlen werde. Im Gespräch mit Sat 1 sagte Carstens weiter – Audio starten, Pfeil klicken.

Zu den Gründen für die Kostenexplosion heißt es laut NDR aus dem Scharbeutzer Rathaus: Die Preise für das Baumaterial, vor allem für Stahl aus der Urkaine, seien enorm gestiegen. Außerdem hätten Lieferengpässe und schlechtes Wetter inklusive Sturmflut dafür gesorgt, dass sich die Arbeiten immer wieder verzögerten.

Dänen-Delegation in Kiel: Madsen wirbt für Rüstungs-Kooperationen

Am Freitag war bereits das dänische Staatsfernsehen zu Besuch, heute dann folgte der eigentliche Anlass der Berichterstattung: 36 Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen und Verbänden der maritimen Branche Dänemarks statteten der Kieler Werft „German Naval Yards“ einen umfangreichen Informationsbesuch ab.

Denn: Auch das Nachbarland will massiv in die eigene Verteidigung investieren. Wirtschaftsminister Madsen begrüßte die Delegation zusammen mit Werftchef Rino Brugge und bekräftigte einmal mehr den Willen zu Kooperationen von schleswig-holsteinischen Betrieben mit den Dänen. «Schleswig-Holstein ist ein Land kurzer Wege», warb der Minister.

Angesichts des massiven Zeitdrucks nach der russischen Invasion und dem neuen außenpolitischen Kurs der USA könnten hiesige Rüstungsbetriebe in Lücken stoßen, sagte der CDU-Politiker. «Wir können dann gemeinsam mit den Dänen deren Schiffe bauen.» So könnten erste Schiffstypen in Deutschland entstehen und später im Zuge der Modulbauweise in Dänemark weitere Einheiten gebaut werden.

Madsen hatte wegen der Rüstungspläne bereits Dänemarks Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen angeschrieben. Dänemark plant 26 kleinere Schiffe in Auftrag zu geben, die meisten davon für die dänische Marine.

Dänischer Aufrüstungsfonds

Dänemark rüstet angesichts der wahrgenommenen Bedrohung durch Russland kräftig auf. Dafür hat das Nato-Mitglied im Februar einen milliardenschweren Aufrüstungsfonds angekündigt, mit dem in diesem und im nächsten Jahr insgesamt rund 50 zusätzliche Milliarden Kronen (6,7 Mrd. Euro) in die schnelle Beschaffung von Verteidigungsgütern gesteckt werden sollen. Ministerpräsidentin Mette Frederiksen gab bei der Ankündigung die Devise «Kaufen, kaufen, kaufen!» aus. Das Einzige, was nun zähle, sei Tempo.

Dänemark steht seit geraumer Zeit auch durch die von US-Präsident Donald Trump geäußerten Begehrlichkeiten hinsichtlich einer Kontrolle über Grönland unter Druck. Trump behauptete mehrmals, das Sechs-Millionen-Einwohnerland könne die zum dänischen Königreich gehörende größte Insel der Erde niemals alleine verteidigen.

Gleichzeitig fordert Trump seit langem, dass die Nato-Verbündeten seines Landes deutlich mehr Geld in die Verteidigung stecken müssten.

Carstens zum Aktionsplan Ostsee: „Strandleben weiterhin überall möglich“

Ein Jahr nach der Entscheidung gegen einen Nationalpark informiert die Landesregierung entlang der Ostseeküste über den «Aktionsplan Ostseeschutz». Er ziele darauf ab, die Ostsee effektiv und nachhaltig zu schützen», sagte Umweltminister Tobias Goldschmidt bei der gestrigen Auftakt-Veranstaltung in Eckernförde.

Mit dabei: Tourismus-Staatssekretärin Julia Carstens. Zu möglichen Auswirkungen auf Urlauber sagte die CDU-Politikerin: «Für einen nachhaltigen Tourismus brauchen wir eine intakte Ostsee. Deshalb ist die Umsetzung des Aktionsplans enorm wichtig für den Tourismusstandort Schleswig-Holstein und eine Aufgabe, der wir uns alle stellen.» Das hätten auch die touristischen Akteure im Land immer wieder betont. Für Strandurlauberinnen und Strandurlauber werde sich aber nichts ändern: «Baden und den Strand genießen wird weiterhin überall möglich sein», versprach Carstens.

Zur Erinnerung: Im März letzten Jahres hatte sich die schwarz-grüne Regierungskoalition nach monatelanger und zum Teil scharf geführter öffentlicher Auseinandersetzung auf neue Schutzgebiete geeinigt. Die Pläne von Goldschmidt für einen Nationalpark verschwanden in der Schublade. Stattdessen sollen künftig rund 12,5 Prozent der schleswig-holsteinischen Ostsee und damit deutlich mehr als bisher unter strengem Schutz stehen.

Staatssekretärin Julia Carstens

Geplant sind drei marine Naturschutzgebiete auf knapp acht Prozent der Ostseefläche des Landes westlich der Insel Fehmarn, in der südlichen Hohwachter Bucht sowie zwischen der Schleimündung und Gelting. Die dafür nötigen Ausweisungsverfahren sollen nach Goldschmidts Angaben im Mai starten. Das Verfahren soll 2026 abgeschlossen sein.

Die bisherigen Natura2000-Flächen mit 4,5 Prozent der Ostseefläche erhalten einen strengeren Schutzstatus. Sie liegen bei der Sagasbank südlich von Fehmarn, beim Stoller Grund östlich der Eckernförder Bucht und in der Geltinger Bucht. Auf Landwirte im Einzugsgebiet der Ostsee kommen früheren Angaben zufolge Einschränkungen zu. Sie sollen die Einträge von Stickstoff und Phosphat bis zum Jahr 2030 um 10 Prozent und bis 2035 um 20 Prozent im Vergleich zu heute reduzieren.

Carstens mit Sport-Staatssekretärin Magdalena Finke

Sportstaatssekretärin Magdalena Finke betonte, die Ostsee sei eine beliebte Natursportstätte. «Deswegen ist der Aktionsplan von der Überzeugung getragen, dass sich Naturschutz und Wassersport in Einklang bringen lassen.» Agrarstaatssekretärin Anne Benett-Sturies verwies auf regionsspezifische, freiwillige Maßnahmen. «Mit den Ostseebeiräten werden freiwillige Maßnahmen in der Landbewirtschaftung entwickelt, die auf den Ostseeschutz einzahlen werden.»

Sowohl in Eckernförde als auch bei den weiteren geplanten Info-Veranstaltungen in Flensburg, Neustadt und Plön gibt es einen «Aktiv für die Ostsee-Markt», auf dem sich die Menschen informieren und mit ihrem eigenen Engagement einbringen können.

„Nord Nord Mord“-Ermittler im Landeshaus – als ideale Botschafter des Echten Nordens

Okay, normalerweise stellt sich ein Wirtschaftsministerium unter „Markenbotschaftern“ eines Landes etwas anderes vor als Mord-Ermittler. Eher Wirtschafts-Promis wie Stefan Dräger, Dirk Rossmann oder Hermann Langness vielleicht. Aber: So, wie einst der berühmte Privatdetektiv Sherlock Holmes die Londoner Bakerstreet zu einem Tourismus-Magneten gemacht hat, verdankt die Insel Sylt vielleicht manchen Besuch dem Ermittler-Trio aus „Nord Nord Mord“.

Und wer wollte bestreiten, dass es für die nordfriesische Inselwelt eigentlich keine idealere Besetzung geben könnte als den knorrigen und wortkargen Peter Heinrich Brix – alias Kommissar Claus Sievers. Kein Wunder, kommt der gelernte Landwirt doch aus einem kleinen Dorf in der Geltinger Bucht. Nicht minder ideal: Die beiden ständig turtelnden Assistenten Ina Behrendsen (Julia Brendler) und Hinnerk Feldmann (Oliver Wnuk) an seiner Seite.

Heute Abend präsentierte sich das beliebte Ermittler-Trio – samt üppiger ZDF-Redaktions- und Verwaltungsprominenz – im Kieler Landeshaus zur Preview der nächsten Folge. Titel: «Sievers und der tiefe Schlaf». So viel sei schon mal verraten: Lohnt sich!

Die Hauptdarsteller samt Produzenten und Programmverantwortlichen (v.l.): Bernd von Fehrn, Peter Jännert, Peter Heinrich Brix, Julia Brendler, Oliver Wnuk, Dr. Dietrich Kluge,, Jutta Lieck-Klenke,

Und auch wenn Sievers & Co für Sylt vielleicht nie die Dimensionen von Sherlock Holmes Bakerstreet erreichen mögen: In einer  Markentreiber-Analyse, die das Land letztes Jahr in Auftrag gegeben hat, lautet ein erstes Teil-Ergebnis: Neben Natur und Landschaft sind vor allem das Lebensgefühl und die Mentalität der „Nordlichter“ ausschlaggebend dafür, dass es die Menschen zu uns zieht – für Leben, Arbeit oder Urlaub.

Chef der Staatskanzlei Dirk Schrödter

Und – Sylt hin oder her – zumindest was die Mentalität anbelangt, ist Peter Heinrich Brix mit seinem Assistenz-Duo auch in den Augen von Schleswig-Holsteins Landtags-Vizepräsidentin Eka von Kalben und Staatskanzleichef Dirk Schrödter ein echter Markenbotschafter des echten Nordens. «Landschaft, Strände, Menschen – Schleswig-Holstein wird hier einfach unterhaltsam von einer seiner besten Seiten gezeigt», sagte Schrödter.

Der Erfolg der Serie verläuft dabei ähnlich steil wie die berühmte Lister Wanderdüne: Vor knapp 15 Jahren mit knapp über vier Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern recht schwach gestartet, verfolgen inzwischen über 12 Millionen Menschen die einzelnen Nord-Nord-Mord-Episoden auf dem Nobel-Eiland. Ach ja: Und bevor es nun von der ARD und der schleswig-holsteinischen Ostseeküste Proteste hagelt: Ja – dasselbe gilt natürlich auch alles für die Ermittler rund um Hauke Jacobs aus «Nord bei Nordwest»

Das Gesamtergebnis unserer Markentreiberanalyse «Schleswig-Holstein als Standort zum Leben und Arbeiten» präsentieren wir übrigens Ende Juni – bis dahin bleibt also noch genügend Zeit für Mord-Ermittlungen zwischen Nord- und Ostsee.

Das Deutschlandticket knackt im echten Norden die Abo-Marke von 500.000

Trotz der Preissteigerung von einst 49 auf aktuell 58 Euro: In Schleswig-Holstein wird das Deutschlandticket nach wie vor zahlreich genutzt. Land und der Nahverkehrsbund NAH.SH hoffen dabei auf Verlässlichkeit seitens des Bundes.

Mit Hilfe des Deutschlandtickets kann durch das gesamte Bundesgebiet gereist werden – auch zwei Jahre nach der Einführung steigt die Nachfrage im Norden weiter an. Das Ticket wird im Echten Norden von mittlerweile knapp 500.000 Abonnentinnen und Abonnenten genutzt.

«Wir sind sehr froh, dass wir etwa einem Sechstel der Bevölkerung in Schleswig-Holstein durch das Deutschlandticket unkomplizierte Mobilität bieten können», sagt Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen. Mit dem Jobticket, dem Schulticket und dem Semesterticket werde obendrein noch mehr Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteinern ermöglicht, den Nahverkehr flexibel nutzen zu können.

Insbesondere das im Sommer 2024 eingeführte Deutschland-Schulticket habe dabei zu einem großen Kundenwachstum geführt. So fahren mittlerweile fast 35.000 Schülerinnen und Schüler mit dem neuen Ticket. Zudem gab es durch die Umstellung des landesweiten Semestertickets auf das Deutschland-Semesterticket Ende 2024 laut NAH.SH einen weiteren Kundenzuwachs. Demnach können seit dem Wintersemester rund 50.000 Studierende im Land durch ganz Deutschland fahren.

NAH.SH fordert Finanzierungssicherheit

Beck mit seinem digitalen D-Ticket

Auf Bundesebene haben CDU, CSU und SPD im Koalitionsvertrag vereinbart, das Deutschlandticket über 2025 hinaus fortzusetzen. Ab 2029 soll es aber teurer werden, indem der Anteil der Nutzerfinanzierung «schrittweise und sozialverträglich» erhöht werden soll. Geplant ist zur Aufteilung der Kosten ein fester Schlüssel zwischen Bund, Ländern und Nutzern. Derzeit kostet das Ticket 58 Euro im Monat.

«Wir fordern vom Bund eine dauerhafte Finanzierungssicherheit und verlässliche Strukturen, auf die sich nicht nur wir, sondern insbesondere die Fahrgäste verlassen können», betonte der Nah.SH-Geschäftsführer Arne Beck.

Madsen empfiehlt SH-Betriebe als „ideale Rüstungs-Partner für Dänemark“

Angesichts des Zeitdrucks, unter dem viele europäische Länder bei der Aufrüstung ihrer Flotten stehen, wirbt Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen für schleswig-holsteinische Werften und andere Rüstungsbetriebe als ideale Kooperationspartner – insbesondere für das Nachbarland Dänemark.

Ein Einsatzgruppenversorger der Bundesmarine verlässt die Kieler Werft „German Naval Yards“

«Niemand hat bei der derzeitigen Sicherheitslage jetzt noch die Zeit, Schiffbaubetriebe erst neu aufzubauen – das Gebot der Stunde heißt: Kooperation innerhalb der Nato. Die europäischen Länder müssen entschlossen und ambitioniert handeln, um Verantwortung für die eigene Sicherheit zu übernehmen und ihre Verteidigungsfähigkeiten in Bezug auf neue Ausrüstung als auch auf industriellen Fähigkeiten und Kapazitäten erhöhen», sagte Madsen heute dem dänischen Fernsehsender DR bei einem Besuch der Werft «German Naval Yards Kiel» (GNYK). Dänemark gehe dabei bereits mit gutem Beispiel voran.

In einem Schreiben an die für die Rüstung zuständigen dänischen Organe hatte der CDU-Politiker zuvor die Unterstützung der schleswig-holsteinischen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie bei den anstehenden Rüstungsbeschaffungen angeboten. «Ich bin davon überzeugt, dass unsere schleswig-holsteinischen Unternehmen eine zielführende und positive Rolle einnehmen können. Die wehrtechnische Industrie in Schleswig-Holstein ist ein bedeutender und leistungsfähiger Bestandteil der deutschen Rüstungsindustrie. Die Geschäftsaktivitäten der Unternehmen sind weit gefächert», so Madsen.

Rückendeckung bekam Madsen dabei von GNYK-Geschäftsführer Rino Brugge: «Es gibt gerade in Dänemark viele exzellente Schiffbaubetriebe und Konstruktionsfirmen, mit denen wir unser Know How perfekt ergänzen können. Und es geht dabei keineswegs darum, den Nachbarn etwas wegzunehmen, sondern sich gegenseitig zu ergänzen und zu stärken – bis auch die anderen Länder ihre Betriebe auf- oder ausgebaut haben», so Brugge. Bereits in der kommenden Woche würden Vertreterinnen und Vertreter von 29 dänischen maritimen Firmen die Kieler Werft zu einem Austausch besuchen – zudem sei mit einer Werft bereits ein Austausch von Auszubildenden vereinbart.

Die Werftengruppe um die Kieler GNYK ist neben Thyssen Krupp Marine Systems (TKMS) eines der führenden deutschen Unternehmen im Militärschiffbau und beschäftigt in der gesamten Gruppe aktuell 1200 Menschen.

Zur Frage, warum er an das dänische Verteidigungsministerium geschrieben habe, sagte Wirtschaftsminister – Audio starten…

Dänemarks Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen hatte zu Wochenbeginn in Kopenhagen den neuen Marineplan Dänemarks vorgestellt, allerdings im Unklaren gelassen, inwieweit das Neubau-Programm auch über Kooperationen gestemmt werden könnte. Fachjournalisten bezeichneten das Papier als einen «stark abgespeckter Verteidigungsplan im Vergleich zu den ursprünglichen Erwartungen von Investitionen von bis zu 100 Milliarden Kronen, von denen fast die Hälfte während der laufenden Vermittlungsperiode ausgegeben werden sollte». Vorgesehen sind 26 kleinere Schiffe, die meisten davon für die dänische Marine. Der Auftrag für neue Flugabwehrfregatten wurde vorerst auf Eis gelegt, da zunächst eine «analytische Grundlage» geschaffen werden müsse.

Madsen: Investieren in den nächsten Jahren 100 Millionen in Westküstenhäfen

In den Häfen der Inseln und Halligen der schleswig-holsteinischen Westküste stehen umfangreiche Modernisierungen an. Wie Wirtschafts- und Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen heute beim 11. Schleswig-Holsteinischen Hafentag in Wyk auf Föhr sagte, betreffe dies in den kommenden zwei bis drei Jahren neben Büsum unter anderem auch Hallig Hooge, Langeneß, Oland oder Pellworm. Hier würden Bund und Land absehbar bis zu 100 Millionen Euro investieren. Brunsbüttels Hafenchef Frank Schnabel kündigte unterdessen eine Kooperation mit dem Hafen von Esbjerg im Zusammenhang mit der Entsorgung von verflüssigtem Kohlendioxid (CCS) an.

Gastgeber und GvSH-Vorsitzender Frank Schnabel (links) im Gespräch mit Landrat Thorben Schütt (Dithmarschen), der Wyker Hafenchefin Lena Bruderreck und Minister Claus Ruhe Madsen.

«Auch wenn der Blick bei den Umschlagshäfen oft auf das Top-Trio Brunsbüttel, Lübeck und Kiel gerichtet ist, so haben unsere kleineren Häfen eine enorme Bedeutung für die Versorgungssicherheit und – vor allem über den Tourismus – die regionale Wertschöpfung», sagte Madsen. Auch der zunehmende Import von Baustoffen, aber auch der internationale Handel mit Agrargütern werde sich künftig nicht allein an großen Umschlagsplätzen abwickeln lassen.

«Wir werden Häfen wie Büsum und Husum, ganz besonders aber auch Flensburg und Heiligenhafen vor konkurrierenden, hafenfremden Nutzungen schützen, um sie wirtschaftlich weiterentwickeln zu können», sagte der Minister. Vor diesem Hintergrund sei erfreulich, dass in Flensburg offenbar die Erkenntnis gereift sei, den Umschlagsplatz Harniskai zumindest in wesentlichen Teilen zu erhalten und nicht städtebaulichen Ambitionen zu opfern.

Entwicklung in Büsum weit vorangeschritten

Besonders weit sei aktuell die Entwicklung im Landeshafen Büsum. Die Nachfrage nach Umschlagsflächen sei groß, die Kailänge werde um mehrere hundert Meter aufgestockt und die Leistungsfähigkeit damit gewaltig erhöht. Madsen: «Die Planung des so genannten neuen Hafenbeckens IV ist in der Zielgeraden, mit etwas Glück kann der Ausbau 2027 starten und auch die Wiederinbetriebnahme des Hafengleises ist auf einem guten Weg.» Die Gesamtinvestition in Büsum liege am Ende voraussichtlich zwischen 15 bis 20 Millionen Euro.

Hier das Pressegespräch unter Moderation von THB-Chefredakteur Eckhard Arndt als Livestream-Aufzeichnung:

Glückstadt bekommt Chancen durch A 20

Wie in Büsum bereits heute, könnte der Baustoffumschlag aus Sicht von Madsen auch im Landeshafen Glückstadt sowie in Brunsbüttel künftig eine zunehmend wichtige Rolle spielen. «Die A 20 und der neue Elbtunnel werden gewaltige Bedarfe an Baustoffen haben. Für diese Baustellen können wir keinen logistischen Flaschenhals gebrauchen. Die Häfen werden einen Großteil der Baustellenlogistik stemmen müssen und brauchen bereits jetzt zuverlässige und leistungsfähige Hinterlandanbindungen».

Wyk auf Föhr weitgehend modernisiert

Im Hafen von Wyk auf Föhr ist die Modernisierung nach den Worten von Madsen unterdessen für rund 15 Millionen Euro längst umgesetzt. Durch zwei Seiteneinstiege bei den W.D.R.-Fähren seien bereits vor einigen Jahren die Fußgänger vom rollenden Verkehr getrennt, die Hafenfläche optimiert sowie überflutungssicherer gestaltet worden. Vergleichbares sei in Dagebüll und Wittdün auf Amrum erfolgt. «Das Ganze korrespondiert wunderbar mit den damals wie heute zukunftsweisenden W.D.R.-Fähren ,Schleswig-Holstein‘ und ,Uthlande‘, die die Inselversorgung nach wie vor zuverlässig und angenehm sicherstellen», so Madsen.

Anleger auf Hallig Hooge

Große Baustelle auf Hallig Hooge

Mit Blick auf die Planung des neuen Anlegers auf Hallig Hooge setzt der Minister Hoffnungen auf die jüngste Änderung des Landeswassergesetzes, die ein Planfeststellungsverfahren überflüssig mache. „Hierdurch kommt mehr Tempo in das Thema“, sagt Madsen. «Wir sind als Land auch bereit, das Projekt nicht nur mit guten Worten zu begleiten.» Gleiches gelte für den Tiefwasseranleger auf Pellworm. Hier sei ein Ersatzbau nötig, der parallel zum bestehenden Anleger errichtet werden müsse, um die Inselversorgung lückenlos sicherzustellen. Die Kosten liegen für Hooge und Pellworm bei voraussichtlich jeweils 15 Millionen Euro.

Wyk auf Föhr – für rund 15 Millionen Euro modernisiert

Langeneß und Oland bekommen neue Anleger

Weiter vorangeschritten sind unterdessen die Vorbereitungen für neue Anleger auf den Halligen Oland und Langeneß. Bereits im kommenden Jahr sollen die Bauarbeiten beginnen. Für die neuen Anleger werden je rund zwei Millionen Euro veranschlagt. Gefördert werden beide Vorhaben aus Bundes- und Landesmitteln. Aus einem Teil des so genannten Elb-Schlickgeldes, das dem Land aus Hamburg zufließt, finanziere die Landesregierung an der Westküste zudem die für die Schifffahrt dringend erforderliche Sediments-Beseitigung in den Schifffahrtswegen.

Hörnum: Zukunft noch ungewiss

Nach wie vor ungewiss ist die Zukunft des Hafens Hörnum auf Sylt. Nach Auskunft der zuständigen Generaldirektion der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes scheint eine Einigung hinsichtlich der Übernahme des Hafens durch die Gemeinde auf Grund der hohen erforderlichen Investitionen in weiter Ferne zu sein. Der Bund stehe aber bislang zu seiner Zusage, die Hälfte der Kosten einer Grundinstandsetzung im Zuge der Abgabe des Hafens zu übernehmen. Der verbleibende Eigenanteil scheine durch die Gemeinde aber nicht erbringbar, so ein Sprecher.

Einen kleinen Lichtblick gebe es laut Madsen aber doch: So plane der Bund an der Westkaje einige kleinere Instandsetzungen, damit der Betrieb der Muschelfischer im Süden der Insel weiterhin erfolgen kann.

Neue Kooperation zwischen Esbjerg und Brunsbüttel

Deutschland kommt beim großen Thema Energiewende einen weiteren, wichtigen Schritt voran. Im Fokus steht die Entsorgung von verflüssigtem Kohlendioxid, kurz „CCS“ (Carbon Capture and Storage) in eigens dafür vorgesehen Endlagerstätten unter dem Meeresboden der Nordsee. Wie das Fachblatt Täglicher Hafenbericht (THB) am Rande des heutigen Hafentags vermeldete, werden jetzt der Unterelbehafen Brunsbüttel sowie der dänische Nordseehafen Esbjerg bei diesem Themenkomplex eng zusammenarbeiten. «Wir haben den Kooperationsvertrag unterschrieben», bestätigte Brunsbüttel Ports-Chef und GvSH-Vorsitzender Frank Schnabel. Esbjerg gelte in Dänemark als künftige Drehscheibe für die CCS-Logistik, da der Hafen bereits auf dem Gebiet der Offshore-Windkraft eine herausragende Rolle spiele und als eines der wirtschaftlichen Kraftzentren an der dänischen Westküste gelte.

Der Hafen von Brunsbüttel, der sich als wichtiges deutsches Energie-Hub entwickelt, will in Deutschland zum Kreis der Häfen gehören, über die in Zukunft CCS-Logistikprozesse abgewickelt werden. Ausdrücklich ist in diesem frühen Stadium der Zusammenarbeit noch keine Gemeinschaftsfirma der beiden Partner vorgesehen. Schnabel gegenüber dem THB: «Wir fangen jetzt erstmal an und werden das Ganze dann gemeinsam weiterentwickeln» Wichtig sei auch, dass durch diesen Schritt die entsprechenden politischen Prozesse angestoßen würden.

Kanaltunnel Rendsburg: Ab morgen soll es noch weniger Staus geben

Weitere Entlastung für Autofahrerinnen und Autofahrer, die nach ausgelösten Höhenkontrollen am Rendsburger Kanaltunnel im Stau stehen. Wie Guntram Kunft und Christoph Köster vom zuständigen Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) heute bei einem Ortstermin mitteilten, zündet ab morgen die so genannte «Optimierungsstufe 2».

Guntram Kunft vom LBV.SH

Im Klartext: Ab morgen werden auf den Zufahrten aus Richtung Jevenstedt (B 77) und aus Richtung Kiel (B 202) bei einem Höhenkontrollen-Alarm nur noch die Fahrbahnen gesperrt, auf denen der verursachende Lkw steht. Alle anderen Fahrzeuge können hingegen ihre Fahrt fortsetzen. Einziger Wermutstropfen: Für die Zufahrt aus Richtung Fockbeck kommend gilt dies aus Sicherheitsgründen nicht. Hier bleiben im Fall der Fälle weiterhin vorübergehend zwei Spuren gesperrt.

Weitere Stau-Entlastung versprechen sich LBV.SH und die Polizei zudem von einem neu geschaffenen Bußgeld-Tatbestand: Jeder Lkw-Fahrer, der künftig die Höhenkontrolle auslöst, weil seine Plane nicht richtig festgezurrt ist, kann mit 160 Euro Bußgeld belangt werden, erkläuterte LBV.SH-Dezernatsleiter Köster. Er dankte vor allem dem Innenministerium in Kiel, das den Weg für diesen neuen Tatbestand in Rekordzeit freigemacht hatte. Köster: «Wir erhoffen uns davon mehr Umsicht der Speditionen und ihrer Fahrer – denn wenn einfach nur jeder Lkw die vorgeschriebene Höhe von maximal vier Metern in den Tunneldurchfahrten beachten würde, dann hätten wir diese Probleme nicht.» Die Höhenkontrolle im Kanaltunnel löst bei einer Überschreitung der Ladehöhe über 4,20 Metern aus.

LBV.SH-Erhaltungschef Köster sagte weiter – Video starten…

Noch bis zum Herbst letzten Jahres mussten alle Spuren einer betroffenen Fahrbahn gesperrt werden, wenn die Höhenkontrolle durch zu hohe Fahrzeuge ausgelöst wurde. Um diese Situation zu verbessern, war Mitte Oktober 2024 die «Optimierungsstufe 1» in Kraft getreten, wodurch nicht betroffene Fahrspuren schon vor Eintreffen der Polizei freigegeben werden können. Dank umgestellter Soft- und Hartware gilt nun für drei der vier Tunnelzufahrten nur noch die Teilsperrung der betroffenen Fahrspur. Die Stau-Zeit dürfte sich damit auf wenige Minuten beschränken.

Wird die Höhenkontrolle beispielsweise auf der B77 ausgelöst, soll durch die „Optimierungsstufe 2″ nach Angaben des LBV die nicht betroffene Spur auf der B202 gar nicht erst gesperrt werden. Diese Neuerung soll im ersten Quartal 2025 greifen.

Als weitere Maßnahme zur Reduzierung von Sperrungen plant der LBV.SH einen Pilotversuch mit einer Vorhöhenkontrolle. «Ziel ist es, verkehrswidrig hohe Fahrzeuge frühzeitiger abzuleiten. Dadurch soll die Anzahl der Höhenkontrollauslösungen weiter reduzieren werden», sagt Kunft. Für einen erfolgreichen Versuch müssen mindestens 70 Prozent der Höhenkontrollen-Auslösungen auf der B 77 vermieden werden können. Genauere Angaben zum Start des Pilotversuchs könne der Landesbetrieb erst nach Auftragserteilung geben.

Wirkung zeigt aktuell auch der Verkehrsversuch mit der Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 60 Stundenkilometer und die Geschwindigkeitsüberwachung auf der B77. Daher werde die Tempo-Reduzierung auf Anordnung des Kreises und der Stadt Rendsburg bis zur Realisierung des Vorhöhenkontrollen-Pilotenprojekts fortgeführt.

Köster: «Im Vergleich zum Herbst 2024 konnte die Zahl der durchschnittlichen wöchentlichen Auslösungen von acht auf aktuell vier reduziert werden. Die Verkürzung der Sperrzeit nicht betroffener Fahrbahnen von 25 Minuten auf derzeit rund drei Minuten, ist zudem ein gutes Ergebnis der ersten Optimierungsstufe.»

Weitere Informationen zum Kanaltunnel einschließlich geplanter Maßnahmen stellt der Landesbetrieb unter www.schleswig-holstein.de/kanaltunnel-rendsburg .

Rendsburgs Kreishafen wird leiser und sauberer: Ab Sommer gibt es Landstrom

Großer grüner Meilenstein auf dem Weg zu einem klimafreundlichen Betrieb des Rendsburger Kreishafens: Mit Unterstützung von Bund und Land entsteht an dem knapp 130 Jahre alten und einen Kilometer langen Kai derzeit eine Anlage für Landstrom. Sie soll den Dieselgenerator der Schiffe während der Liegezeit überflüssig machen und damit Lärm verringern, vor allem aber pro Jahr bis zu 1.500 Tonnen Kohlendioxid einsparen.

Der Graben für das Kabel entlang der insgesamt 12 Anschlüsse ist bereits ausgehoben. Im Hintergrund erläutert Hafen-Betriebsleiter Daxenberger (rechts) zusammen mit Wirtschaftsförderer Lass (links) dem Staatssekretär das Projekt.

Verkehrs-Staatssekretär Tobias von der Heide übergab dazu heute in Anwesenheit von Landrat Ingo Sander einen Förderbescheid über 1,2 Millionen Euro an den Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Rendsburg-Eckernförde, Kai Lass.

„Mit einem Güterumschlag von über 550.000 Tonnen bei 450 Schiffsanläufen pro Jahr ist der Kreishafen vor allem für den Handel mit landwirtschaftlichen Produkten ein logistischer Hotspot“, sagte von der Heide. Dank der Landstromanlage, die noch in diesem Jahr in Betrieb gehen solle, verbessere der Hafen seine CO2-Bilanz und mindere damit auch deutlich die Lärm- und Schadstoffbelastungen für die Menschen in den angrenzenden Wohngebieten. „Das Geld ist also sehr gut angelegt“, so von der Heide. Er dankte Lass und seinem Team, das Projekt „bereits seit 2021 so konsequent angeschoben“ zu haben.

Von der Heide sagte zu dem Projekt weiter – Video starten…

Die Gesamtinvestition in die neue Anlage bezifferten Lass und Hafenchef Dieter Daxenberger auf knapp 1,74 Millionen Euro, von denen der Kreis knapp 520.000 Euro trage. Den Förderbetrag von 1,2 Millionen Euro teilen sich Bund und Land je zur Hälfte. Insgesamt sollen nach Fertigstellung der Anlage – voraussichtlich schon im August – zehn Niederspannungs-Anschlüsse für Frachtschiffe und zwei Anschlüsse für Passagierschiffe zur Verfügung stehen.

Für den Kreishafen ist es nicht die erste klimafreundliche Investition: Vergangenes Jahr hatte der Kreis eine Photovoltaik-Anlage auf das Verwaltungsgebäude installieren lassen, um so eine weitgehend autarke Energieversorgung zu ermöglichen. Für dieses Jahr ist zudem die Inbetriebnahme eines ökostrombetriebenen Umschlaggeräts vorgesehen.