
Millionenschwere und zukunftsträchtige Weichenstellung für den regionalen Bahnverkehr in Schleswig-Holstein, Hamburg und Dänemark: Die Europäische Investitionsbank (EIB) stellt einen Investitionskredit von 250 Millionen Euro bereit, um dem Land die Anschaffung von 42 hochmodernen Elektrozügen zu ermöglichen, die den Schienenpersonen-Nahverkehr in Schleswig-Holstein verbessern und den Wettbewerb im Bahnverkehr fördern werden.

Das gaben heute EIB-Vizepräsidentin Nicola Beer und Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen bei einem Treffen zusammen mit dem Vorstand der Landesanstalt Schienenfahrzeuge Schleswig-Holstein (ZUG.SH), Bernhard Wewers, bekannt.
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Wie Beer außerdem sagte, sei eines der Leitmotive der EIB, den öffentlichen Nahverkehr attraktiver zu machen als komfortable und klimafreundliche Alternative zum Auto. Für Pendler und Reisende in Schleswig-Holstein, Hamburg und Dänemark heiße es künftig: «Schneller, öfter, zuverlässiger – dank der Zusammenarbeit mit unserem Partner ZUG.SH. Unsere gemeinsamen Anstrengungen sind damit ein wesentlicher Beitrag zu Wirtschaftswachstum und gleichzeitig zu unseren Klimazielen», so Beer.
Auch Verkehrsminister Madsen zeigte sich erfreut: «Mit dieser Investition auf den Hauptstrecken des Landes gehen wir einen entscheidenden Schritt in Richtung eines hochmodernen Schienenverkehrs. Das betrifft nicht nur Schleswig-Holstein, sondern auch Hamburg und erstmals Dänemark.»

Die Landesregierung schaffe ein effizientes und fahrgastorientiertes Verkehrssystem durch moderne, komfortable und umweltfreundliche Züge und setze damit auch einen neuen Standard für den öffentlichen Nahverkehr. Madsen: «Diese Züge werden ab Dezember 2027 auf wichtigen regionalen Strecken zwischen Kiel, Flensburg, Tinglev sowie zwischen Hamburg und Wrist und Itzehoe eingesetzt», sagte Madsen und erklärte im Gespräch mit Journalisten weiter – Audio starten, Pfeil klicken…
ZUG.SH-Vorstand Wewers sagte: «Die Unterstützung und langfristige Finanzierung durch die Investitionsbank ist entscheidend für die Bereitstellung modernster Züge und die angestrebten Kosteneinsparungen für das Land. Die neue Flotte wird nicht nur ein angenehmeres Reiseerlebnis für die Fahrgäste bieten, sondern auch den Wettbewerb und die Nachhaltigkeit in unserem regionalen Schienennetz fördern. Die Zusammenarbeit mit der EIB ist ausgezeichnet und sichert den Fahrgästen dank dieser neuen Initiative viele Vorteile.»
Die neue Flotte des weltweit tätigen Bahnkonzerns Alstom soll bis Ende 2027 vollständig in Betrieb sein. Alstom hatte im Juli 2023 den Zuschlag für die Herstellung und Instandsetzung von 42 neuen Elektrotriebzügen des Typs Coradia Max für Schleswig-Holstein erhalten und wird außerdem über 30 Jahre für die Instandhaltung der Fahrzeuge verantwortlich sein. Mit einer prognostizierten Fahrgastzahl von 21,9 Millionen im ersten Betriebsjahr wird laut ZUG.SH-Chef Wewers das Angebot, die regionalen Verbindungen und die Erreichbarkeit wichtiger Zentren für Beschäftigung, Wohnen und soziale Infrastruktur erheblich verbessern. Die neuen Züge werden auch auf die Bedürfnisse von Personen mit eingeschränkter Mobilität zugeschnitten sein.
Next-Generation-Züge für ein verbessertes Reiseerlebnis:
Die von Alstom gefertigten „Coradia Max“-Züge werden einen neuen Standard an Komfort und Kapazität bieten.

- Bis zu 390 Sitzplätze pro Zug, eine deutliche Steigerung von 70 Plätzen im Vergleich zu bestehenden Modellen.
- Stufenlose Mehrzweckbereiche mit barrierefreiem Zugang in jedem Wagen zur einfachen Unterbringung von Kinderwagen, bis zu 24 Fahrrädern und großem Gepäck.
- Ausgestattet mit dem European Train Control System (ETCS), das Interoperabilität, erhöhte Kapazität und verbesserte Sicherheit im gesamten Eisenbahnsystem gewährleistet.
- Einhaltung der Technischen Spezifikationen für die Interoperabilität, die einen nahtlosen grenzüberschreitenden Verkehr ermöglicht.






















