Heute ist wieder ein Westküstentag: Erst Industrieforum Brunsbüttel, dann Standortgespräch Itzehoe 

Vormittags Brunsbüttel, nachmittags Itzehoe: Wirtschaftsminister Meyer nimmt heute ab 10 Uhr gemeinsam mit Ministerpräsident Torsten Albig am ersten großen Industrieforum zur Zukunft von Schleswig-Holsteins größtem Industriegebiet, Brunsbüttel,  teil. Meyer setzt auf ein nationales Terminal für Flüssiggas.

Am Nachmittag ab 13.30 Uhr findet im Kreishaus Itzehoe das 7. Standortgespräch zur wirtschaftlichen Zukunft Steinburgs statt (Pressegespräch ab 16 Uhr)

In Brunsbüttel wollen Die Spitzenpolitiker auf Einladung der Wirtschaft und des DGB mit Vertretern der Unternehmen und Gewerkschaften über die Entwicklung des größten zusammenhängenden Industriegebiets in Schleswig-Holstein beraten. Brunsbüttel im Kreis Dithmarschen liegt an der Elbe und am Nord-Ostsee-Kanal. Die Industrie- und Hafenstadt ist einer der wichtigsten Wirtschaftsstandorte in Norddeutschland. In der Region werden mehr als 12 500 Arbeitsplätze in der Region von Brunsbütteler Unternehmen beeinflusst.

Im Mittelpunkt steht die Weiterentwicklung des Industriestandorts. Dabei gehe es darum, eine nachhaltige Industrieentwicklung, gute Geschäfte und «Gute Arbeit» an der Westküste zu ermöglichen, betonte der DGB Nord. Veranstalter sind die Werkleiterrunde des ChemCoast Park Brunsbüttel und die Gewerkschaften des DGB Nord.

«Von der Landesregierung erwarten wir ein klares Bekenntnis zum Industriestandort Brunsbüttel mit fairen Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten», sagte Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Nord der Deutschen Presse-Agentur. Nötig seien Investitionen in die Infrastruktur und Verkehrswege, etwa am Nord-Ostsee-Kanal, ein Festhalten an der Energiewende sowie die Überwindung der Ländergrenzen im Bereich der Industrieförderung: «Wir wollen eine abgestimmte Industriepolitik der norddeutschen Bundesländer.» Dass Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien und die Anforderungen der energieintensiven Industrie zusammenpassen, dafür könne Brunsbüttel ein Laboratorium sein, meinte der Gewerkschafter.

«Vom Flugzeugbau, über die Offshore-Branche, die Häfen und Werften, die Lebensmittelindustrie bis zur den Chemieanlagen, von der Grundstoffindustrie bis zu innovativen Produkten: Diese Wertschöpfungsketten zu stabilisieren und zu entwickeln, ist wesentliche Voraussetzung für gute Arbeit und Wohlstand im Norden», sagte Polkaehn. «Gut, dass die Landesregierung in Brunsbüttel Flagge zeigen will.»

Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) sieht Brunsbüttel als einen hervorragenden Standort für den Bau eines nationalen Terminals für Flüssiggas (LNG). Die EU-Kommission habe ein ein starkes Interesse an einem nationalen LNG-Terminal in Deutschland, sagte Meyer der Deutschen Presse-Agentur und verwies auf Gespräche vergangene Woche in Brüssel. «Die Strategie der EU-Kommsision setzt auf die Nutzung von LNG-Gas, nicht nur für den Schiffsverkehr, sondern möglicherweise auch als Energiereserve.» Sollt ein entsprechendes Projekt in Brunsbüttel entstehen, könnte es Möglichkeiten für eine Förderung durch die EU geben. «Jetzt müssen wir weiter daran arbeiten, Brunsbüttel auch international zu positionieren», sagte Meyer.

Am Nachmittag im Kreishaus von Itzehoe geht es erneut um die Zukunft der Region nach der Insolvenz des Windenergieanlagen-Herstellers Prokon und der Schließung des Druckerei-Standortes Prinovis. Pressegespräch: 16 Uhr im Diestzimmer des Landrats.

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