25 Jahre marode Brücke in Büchen – Meyer will mit „rundem Tisch“ Bewegung in die Planung bringen

25 Jahre halbseitige Sperrung der Büchen-Brücke über den Elbe-Lübeck-Kanal – nun will Verkehrsminister Reinhard Meyer zumindest Bewegung in die Planung eines Ersatzbauwerkes bringen. Bei einem Ortstermin mit Büchens Bürgermeister Uwe Möller und Vertretern der Gemeinde sowie der Straßenbauverwaltung des Landes kündigte Meyer für den Herbst einen Runden Tisch an, an dem sich die für die Brücke zuständige Schiffahrtsverwaltung des Bundes, das Land, der Kreis und die Gemeinde Büchen beteiligen sollen. „Ich verspreche keine schnelle Lösung“, sagte Meyer, aber angesichts des nun seit 25 Jahren andauernden Zustands müsse zumindest eine Perspektive aufgezeigt werden. „Es kann nicht so weitergehen, das einer dem anderen den schwarzen Peter zuspielt, auch wenn die Brücke zweifellos nach wie vor standsicher ist und sich die Verkehrsmengen mit rund 3000 Fahrzeugen am Tag in überschaubaren Grenzen halten, zumal die Ampelschaltung für über 7000 Fahrzeuge täglich ausgelegt ist“, so der Minister.

Bei einem Pressegespräch im Rathaus sagte Meyer der NDR-1-Welle-Nord-Reporterin Kathrin Bohlmann (Audiopfeil klicken)

Und zuvor hatten sich Meyer und Möller in einem Doppel-Interview direkt an der Brücke gegenüber Tobias Gellert vom NDR-Schleswig-Holstein-Magazin so geäußert (Audio-Pfeil klicken)

Der Beitrag läuft heute abend um 19.30 Uhr auf N 3 im NDR-Schleswig-Holstein-Magazin

Ein weiteres Thema mit dem Bürgermeister der 7000-Einwohner-Gemeinde: Der weitere Weg Büchens zu einer fahrrad- und pendlerfreundlichen Kommune:

Wie Meyer sagte, stelle das Land in diesem Jahr  für so genannte „Bike-and-Ride-Anlagen“ an Bahnhöfen zusätzlich eine Million Euro zur Verfügung. Erst am Dienstag hatten sich Vertreter von Kommunen, in deren Einzugsbereich sich ein Bahnhof befindet, im Rahmen der vom Land angebotenen Fachexkursion „hin und weg“ vor Ort ein Bild von verschiedenen Bike & Ride aber auch von Park & Ride-Anlagen und deren Fördermöglichkeiten machen können.

Das Land möchte die zusätzliche Million nach den Worten von Meyer dazu nutzen, die Kommunen in die Lage zu versetzen, entsprechende Planungen voranzutreiben. Zudem erhöhe das Land die Förderquote für die Kommunen von 75 Prozent auf 85 Prozent der Kosten. Dies jedoch nur solange, bis die Zusatz-Million verbraucht sei. „Büchen kann hier ein wunderbares Pilotprojekt sein“, sagte der Minister.

„Die Verknüpfung von Fahrrad und Nahverkehr ist uns besonders wichtig. Wir wollen mit der zusätzlichen Förderung und den verbesserten Förderregeln den Kommunen helfen, schneller und mehr Bike-and-Ride-Anlagen zu bauen“, sagte Meyer in einem Pressegespräch mit Büchens Bürgermeister Uwe Möller. Auch Büchen sei mit seinem fahrradfreundlichen Konzept ein Kandidat für diese Fördermittel.

Wie Meyer weiter sagte, hätten bereits zahlreiche Kommunen im Land Interesse an dem Thema signalisiert. „Ich bin sicher, dass wir gemeinsam einige Projekte auf den Weg bringen werden, um den Alltagsradverkehr komfortabler zu machen. Gerade für Pendler ist es wichtig, ihr Rad sicher am Bahnhof abstellen zu können“, so der Minister.

Buechen4
Meyer mit Bürgermeister Uwe Möller (2.v.r) auf dem Bahnhof von Büchen, der um ein pendlerfreundliches Park&Bike-Angebot erweitert werden soll.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s