Hafen Friedrichskoog: Nägele beruft Experten-Runde ein

Friko2Nachdem es zum Sommerbeginn im stillgelegten Hafen von Friedrichskoog vorübergehend zu Algenbildungen gekommen war, wollen Land, Kreis und die Kommune nun im Schulterschluss für eine dauerhaft gute Wasserqualität sorgen. Wie Wirtschafts-Staatssekretär Dr. Frank Nägele heute (4. August) nach einem am Vorabend anberaumten Ortstermin mit Friedrichskoogs Bürgermeister Roland Geiger und Dithmarschens Landrat Dr. Jörn Klimant sowie weiteren Vertretern des Landes und der Gemeinde sagte, solle zu dem Thema Anfang Oktober ein Workshop stattfinden.

Frank_Naegele Nägele sagte weiter (Audiopfeil klicken)

„Es steht fest, dass sich durch die Schließung des Sperrwerks der Wasseraustausch verändert hat, fest steht aber auch, dass die Algenbildung im Juni auf ein ganzes Bündel von Ursachen zurück zu führen ist und bei einer guten Arbeitsteilung gezielt etwas dagegen getan werden kann“, sagte Nägele. Er sehe bei der Erhöhung der Wasserqualität das Land selbst in der Pflicht – etwa durch technische Maßnahmen wie das Absieben von Algen – aber auch die Landwirtschaft, die durch maßvolle Düngung zur Verbesserung der Wasserqualität beitragen könne. Darüber hinaus sei durch eine andere Bepflanzung der Uferbereiche, etwa mit Röhrich, viel zu gewinnen. Teilnehmer des Workshops werden neben Fachleuten des Wirtschafts- und Umweltministeriums unter anderem Vertreter des Deich- und Sielverbandes, des Kreises Dithmarschen und Kommunalpolitiker aus Friedrichskoog sein.

Wie Nägele weiter sagte, solle sich der Workshop nicht allein auf die Wasser-Qualität konzentrieren, sondern auch alle anderen Aspekte beleuchten, wie Friedrichs­koog als Tourismus-Standort eine sichere Zukunft gewährleistet werden könne.

Landrat Dr. Jörn Klimant: „Es wird Zeit, dass wir in die konkrete Umsetzung von Maßnahmen kommen. Dazu kann der Workshop einen wertvollen Beitrag leisten, wenn er sorgfältig vorbereitet ist.“

Friedrichskoogs Bürgermeister Roland Geiger machte nach dem Treffen deutlich, dass die Sorgen der Gemeinde hinsichtlich der Wasserqualität noch nicht ausgeräumt seien. „Wichtig für uns ist jedoch, dass von Seiten des Landes auf unsere Bedenken eingegangen wird und dass in dem Workshop auch über weitere wichtige Punkte wie die touristische Nutzung des Hafens oder Eigentumsverhältnisse des Hafengeländes eingegangen wird. Ebenso wichtig ist uns aber auch, dass über das touristische Konzept im Urlaubsgebiet Friedrichskoog-Spitze gesprochen wird“, so der Bürgermeister. Die Gemeinde erwarte zudem aussagekräftige Zahlen über Zuschüsse und Vergabe von Landesmitteln. „Ich denke, dann sind wir auf dem richtigen Weg“, sagte Geiger.

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