Herbstaufschwung auf dem Arbeitsmarkt

Kräftiger Herbst-Aufschwung am Arbeitsmarkt – die Zahl der Arbeitslosen in SH sank im September um 1,4 Prozent

94 300 Menschen seien ohne festen Job gewesen, teilte die Agentur für Arbeit soeben in Kiel mit. Das waren 3600 Arbeitslose oder 3,6 Prozent weniger als im August. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl um 1400 oder 1,4 Prozent. Die Arbeitslosenquote lag im September bei 6,2 Prozent. «Wir haben einen kräftigen Herbstaufschwung», sagte die Leiterin der Arbeitsagentur im Norden, Margit Haupt-Koopmann. Möglicherweise werde die Zahl der Menschen ohne Job im Jahresschnitt erstmals seit 22 Jahren wieder unter 100 000 liegen.

Arbeitsminister Reinhard Meyer zeigte sich vor allem über den deutlichen Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit erfreut. „Zahlreiche Betriebe bieten vor allem jungen Menschen nach Abschluss ihrer Ausbildung oder ihres Studiums eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt und leisten mit der Einstellung neuer Mitarbeiter einen wichtigen Betrag zur Bekämpfung des drohenden Fachkräftemangels.“ Der Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit zum Vormonat um 16,5 Prozent sowie zum Vorjahresmonat um 4,5 Prozent zeige deutlich, dass die schleswig-holsteinischen Betriebe besonders auf junge gut ausgebildete Fachkräfte setzen.

Mit leichter Besorgnis betrachtet Meyer die Lage der Ausländerinnen und Ausländer auf dem Arbeitsmarkt. „Angesichts der Flüchtlingssituation in Deutschland und in Schleswig-Holstein wird sich die bereits ohnehin schwierige Situation der Ausländer auf dem Arbeitsmarkt in den Werten der Ausländerarbeitslosigkeit vermehrt widerspiegeln. Mit einem spürbaren Anstieg der Ausländerarbeitslosigkeit um 15,4 Prozent zum Vorjahr lassen sich bereits erste Auswirkungen der Flüchtlingssituation auf den schleswig-holsteinischen Arbeitsmarkt erkennen – wenn auch noch auf einem niedrigen Niveau.“ Die Integration von Flüchtlingen, auch in den Arbeitsmarkt, werde nach Erkenntnissen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung eine Herausforderung für das Land Schleswig-Holstein sein, die nur gemeinsam bewältigen werden kann.

Erfreulich ist nach den Worten von Meyer, dass die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten nach wie vor ebenfalls erfreulich konstant ansteige. Die befürchteten Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt durch die Einführung des Mindestlohns und die Rente mit 63 lässt sich gegenwärtig nicht erkennen“, so Meyer.

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