Nach mehrmonatigen Verhandlungen wird das Land Schleswig-Holstein die Förderung der Verbraucherzentrale für die kommenden Jahre nochmals deutlich erhöhen. Die Mittel werden ab Januar um 170 000 Euro auf dann 870 000 Euro jährlich aufgestockt, wie Wirtschaftsminister Reinhard Meyer heute der Deutschen Presse-Agentur bestätigte
«Neben ihrer Kernaufgabe, der Verbraucherberatung, zeigen sie auch Fehlentwicklungen auf, formulieren verbraucherpolitische Forderungen und sind erfolgreiche Anwälte der Haushalte.»
Die Verbraucherzentrale verfügt über mehr als 40 Mitarbeiter. Sie finanziert sich neben dem Landeszuschuss vor allem über Projekte wie die Schuldner- und Insolvenzberatung im Kreis Segeberg. Beratungsstellen gibt es in Kiel, Lübeck, Norderstedt, Flensburg und Heide. Durch die um 20 Prozent höheren Mittel für die kommenden fünf Jahre erhalte die Zentrale eine sichere Zukunftsperspektive, könne neben Personalstellen auch wichtige Bundesprojekte kofinanzieren und sich für die zunehmende Digitalisierung ihres Geschäftsfeldes rüsten.Die SPD-Verbraucherpolitikerin Regina Poersch begrüßte gegenüber dpa das Signal der Regierung. «Wo Vorgängerminister den Verbraucherschutz noch an die Wand fahren wollten, zeigt sich das Wirtschaftsministerium als verlässlicher Partner», sagte sie.
