Arbeitsmarkt in SH auch zum Jahresauftakt 2016 in robuster Verfassung

Saisontypischer Anstieg, aber: Geringste Januar-Arbeitslosigkeit seit 23 Jahren

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Die Zahl der Arbeitslosen in Schleswig-Holstein ist im Januar im Vergleich zum Dezember um 1400 auf 105 000 gestiegen. Allerding sei dieser saisontypische Anstieg deutlich geringer ausgefallen als in den Vorjahren, teilte die Regionaldirektion Nord der Arbeitsagentur heute in Kiel mit. Es sei die niedrigste Arbeitslosenzahl in einem Januar seit 1993. Nicht nur der milde Winter, auch die positive Grundverfassung des schleswig-holsteinischen Arbeitsmarktes sei für den geringeren Anstieg verantwortlich, sagte Regionaldirektionschefin Margit Haupt-Koopmann. Die Arbeitslosenquote liegt bei 7,0 Prozent.

Reinhard_Meyer„Damit zeigt sich der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein auch zum Jahresbeginn weiterhin in einer positiven Grundverfassung“, sagt Arbeits- und Wirtschaftsminister Reinhard Meyer.  Für ihn sei die Integration von Flüchtlingen mit gesicherter Bleiberechtsperspektive 2016 eine der wichtigsten Herausforderungen. Kommende Woche werde er gemeinsam mit der Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur, Margit Haupt-Koopmann, ein Bünndnispapier mit der Wirtschaft unterzeichnen. Alle Einzelheiten dazu hier: Presseerklärung vom Dezember

Mit gegenwärtig 15.277 arbeitslosen Ausländern ist Ausländerarbeitslosigkeit erneut im Vergleich zum Vormonat (+7,8%) als auch zum Vorjahresmonat (+19,5%) kräftig gestiegen; die Ausländerarbeitslosenquote beträgt gegenwärtig 21,7%. Die steigende Ausländerarbeitslosigkeit weist nach den Worten von Meyer deutlich darauf hin, dass viele Flüchtlinge mit Bleiberechtsperspektive in Kürze dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. „Mit ihrer Hilfe können die Auswirkung des demographischen Wandels und der damit verbundene Fachkräftemangel abgebremst werden. Nachwuchs für den Arbeitsmarkt wird gebraucht“, so Meyer. So stünden bereits im Januar 2016 deutlich mehr Jobs zur Verfügung (+32,0%) als im Vorjahr.

Neben der Herausforderung, Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu integrieren, dürfen laut Meyer aber die anderen Gruppen nicht vergessen werden, deren Teilhabe an der positiven Entwicklung des Arbeitsmarktes eher gering ausfällt. Die Bemühungen, sowohl Langzeitarbeitslosen als auch älteren Fachkräften eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt zu bieten, bleibe eine weitere große Herausforderung. So konnten im Vorjahresvergleich weder die Gruppe der Langzeitarbeitslosen (+0,4%) noch die der Älteren (+0,6%) von der guten Arbeitsmarktlage profitieren. Deshalb intensiviere die Landesregierung im Rahmen des Landesprogramms Arbeit mit der Förderung von weiteren elf Modellprojekten die Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt.

 

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