Europa in meiner Region: Hoher Besuch bei den Unternehmen Basler und JOB in Ahrensburg

Meyer und EU-Direktor Unterwurzacher appellieen an Betriebe: Fördermöglichkeiten de EU stärker nutzen

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Betriebsbesichtigung: JOB-Geschäftsführer Bodo Müller, EU-Direktor Erich Unterwurzacher und Wirtschaftsminister Reinhard Meyer

Der Direktor der Generaldirektion Regionalpolitik der Europäischen Kommission, Erich Unterwurzacher, hat gemeinsam mit Wirtschafts­minister Reinhard Meyer an die Betriebe in Schleswig-Holstein appelliert, für geplante Investitionen die Fördermöglichkeiten der EU stärker auszuschöpfen und sich damit noch wettbewerbs­fähiger und zukunfsfester aufzustellen. Bei einem Besuch der beiden Ahrensburger Unternehmen Basler AG und JOB Thermo Bulbs GmbH erinnerten beide Politiker heute daran, dass bis zum Jahr 2020 allein aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) für Schleswig-Holstein 271 Millionen Euro zur Verfügung stünden. Daneben unterstützt die EU das Land in den kommenden vier Jahren auch über den Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) mit 419 Millionen Euro sowie über den Europäischen Sozialfonds (ESF) mit 89 Millionen Euro.

EU-Direktor Unterwurzacher besuchte Schleswig-Holstein im Rahmen der Aktion “Europa in meiner Region”, in der bis zum 21. Mai in 23 Mitgliedstaaten der EU der Öffentlichkeit EU-Projekte präsentiert werden.

eis_Meyer_Reinhard_020Meyer sagte nach dem Besuch der beiden Unternehmen
(Audiopfeil klicken)

Nach seinem Rundgang durch die beiden Ahrensburger Betriebe bezeichnete Unterwurzacher die Investitionen der Unternehmen als gelungene Beispiele für eine zukunftsgerichtete EFRE-Förderung. So wurde bei dem Weltmarktführer in der Industriekameraherstellung, der Basler AG, die Entwicklung einer Spezialkamera – unter anderem für die Solarbranche – bei rund drei Millionen Euro Gesamtkosten mit 726.000 Euro aus dem EFRE gefördert. Bei dem benachbarten Spezialisten für Brandschutz, der JOB Thermo Bulbs GmbH, wurde die Investition in eine Präzisionsglaszieh­anlage für rund 270.000 Euro mit einem Zuschuss von knapp 30 Prozent gefördert.

“Es müssen aber keineswegs nur Hochtechnologie-Projekte sein, die wir unterstützen, sondern wir stehen jedem kleinen und mittelständischen Betrieb offen”, so der Kommissionsdirektor. Logo

Meyer erinnerte daran, dass neben den EU-Fonds auch das Land im Rahmen seines “Landesprogramms Wirtschaft” (LPW) die mehr als 120.000 kleinen und mittelständischen Betriebe in Schleswig-Holstein unterstützen könne. So seien seit 2014 bisher insgesamt 135 Projekte mit Landes-, EFRE- und GRW-Mitteln (Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionale Wirtschaftsstruktur“) gefördert worden, davon:

  • 100 Projekte in der einzelbetrieblichen Förderung (z.B. Errichtung, Erweiterung, Verlagerung oder Modernisierung von Betriebsstätten).
  • 20 nicht-investive Projekte (z.B. Kompetenzzentren wie etwa das Kompetenz­zentrum “Marine Aquakultur”,das Clustermanagement zur Förderung der Digitalen Wirtschaft oder Regionalmanagements wie beispielsweise das Regionalmanagement Konversion Nord).
  • Fünf Projekte der so genannten “wirtschaftsnahen Infrastruktur” (z.B. Priwall-Promenade Lübeck, das Gewerbegebiet Großenwiehe, die Aufwertung der Promenade Pelzerhaken Rettin oder die Teilerneuerung der Schuhmacherbrücke im Hafen Maasholm)
  • 10 betriebliche Innovationsprojekte (z.B. Linsen-Lichtleitersysteme für LED-Matrixanzeigen u. a. für Autos oder das Projekt WaveScan, das die Entwicklung neuartiger Messtechnik zum Ziel hat, mit der die optischen Eigenschaften von Objektiven und Linsen charakterisiert werden können. Die zu charakteri­sierenden Objektive können dabei von Miniaturkameras bis Satellitenoptik oder Stepper-Objektiven reichen. Das EFRE-Projekt wurde am 31. März bewilligt.

“Von den insgesamt investierten knapp 350 Millionen Euro für diese Vorhaben stammen knapp 100 Millionen Euro aus dem EFRE sowie aus Bundes- und Landesmitteln”, so Meyer. Damit sei der EFRE-Planungsrahmen erst zu 15 Prozent ausgeschöpft. “Wir haben also noch eine Menge Luft für gute Investitions- und Innovationsideen sowie mutige Unternehmerinnen und Unternehmer”, sagte der Minister.

Weitere Beispiele der EFRE-Förderung in Schleswig-Holstein: Hier klicken

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