Allianz verständigt sich auf Arbeitsschwerpunkte für berufliche Bildung

Meyer nach Treffen mit Gabriel, Nahles und Wanka: Deutschland muss mehr ins Erfolgsmodell Duale Ausbilung investieren

Beim Gipfeltreffen der vor anderthalb Jahren vom Bund ins Leben gerufenen „Allianz für Aus- und Weiterbildung“ hat Schleswig-Holsteins Arbeitsminister Reinhard Meyer die Duale Ausbildung als „wichtigsten Erfolgsschlüssel bei der Sicherstellung des künftigen Fachkräftebedarfs in Deutschland“ bezeichnet. Die weitere Unterstützung dieses „Erfolgsmodells“, dem Deutschland ein großes Stück seiner Wirtschaftskraft verdanke, sei deshalb einer der wichtigsten Schwerpunkten für eine starke berufliche Bildung, auf die sich die Partner der Allianz heute in Berlin verständigt hätten. Insbesondere müsse die Duale Ausbildung sich stärker als bislang mit dem Thema Digitalisierung  der Arbeitswelt auseinandersetzen, hieß es.

Reinhard_MeyerMeyer sagte nach dem Gipfeltreffen in Berlin
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Wie Meyer weiter sagte, sei man sich darüber hinaus auch einig, dass Bund, Länder, Wirtschaft und Gewerkschaften besonders kleine und mittelständische Betriebe bei der Werbung um Ausbildungsplätze unterstützen müssen. Außerdem sollen

lernschwache Jugendliche sowie mehr Studienaussteiger für die betriebliche Ausbildung gewonnen werden. „Wir haben in den ersten 18 Monaten unserer Allianz zweifellos schon einiges erreicht – aber angesichts einer prognostizierten Lücke von allein 100.000 Fachkräften bis zum Jahr 2030 nur in Schleswig-Holstein haben wir noch einen weiten Weg vor uns“, so Meyer, der als Vorsitzender der Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) an den Schwerpunkten der Allianz mitgewirkt hat.

Laut Meyer hätten die Allianz-Partner auf die Zuwanderung vor allem junger Menschen nach Deutschland rasch reagiert und gute Angebote unterbreitet. Dabei gehe es einerseits um eine praxisorientierte Kompetenzfeststellung der Ausländerinnen und Ausländer, um Kultur- und Berufsorientierung sowie um gezielte Qualifizierungen oder die Unterstützung bei der Suche von Arbeits-, Ausbildungs- und Praktikumsplätzen. Als erfolgreiches Modell aus Schleswig-Holstein nannte er das Programm „BÜFAA – Begleiteter Übergang für Flüchtlinge in Arbeit und Ausbildung“, über das Land und Arbeitsagentur für die erste Phase des Projekts rund sechs Millionen Euro zu Verfügung stellen. „Eine erfolgreiche Jobvermittlung ist und bleibt der entscheidende Baustein für die Flüchtlingsintegration“, so Meyer.

An der Handwerkskammer werden junge, minderjährige Flüchtlinge auf eine AUsbildung vorbereitet

Mit Blick auf den Gesetzentwurf für ein Integrationsgesetz dankte Meyer der Bundesregierung, dass zwei wichtige Forderungen der Allianz umgesetzt wurden: So werden künftig Asylbewerber und Geduldete sowie deren Ausbildungsbetriebe die Sicherheit haben, dass Auszubildende während und im unmittelbaren Anschluss an eine erfolgreich absolvierte Ausbildung bei einem nachfolgenden Beschäftigungsverhältnis in Deutschland bleiben dürfen (so genannte 3+2-Regelung). Hierfür wird es keine Altersgrenze mehr geben, bis zu der eine qualifizierte Ausbildung aufgenommen worden sein muss.

„Damit,“ so Meyer, „können wir einerseits den Zuwanderern und andererseits der Wirtschaft ein großes Maß an Planungssicherheit geben, von der wir alle profitieren werden.“

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