Land vergibt die ersten drei Gründerstipendien

Staatssekretär Nägele: Gründerstipendien sind Vorbild und Ansporn für die junge Wirtschaft

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Frisch gebackene Jungunternehmer: Timo Drahn, Torben Eggerstorf, Laura Cordes

Damit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft keine gute Idee verloren geht, gibt es seit Anfang 2016 das „Gründungsstipendium Schleswig-Holstein“. Die Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH) hat nach Entscheidung der Auswahl-Kommission bestehend aus Vertretern des Landes, der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft (MBG), der Hochschulen, sowie Unternehmerinnen und Unternehmern jetzt die ersten drei Gründungsstipendien Hochschul-Absolventen/-innen gewährt, die an überzeugenden Konzepten mit Perspektive für ein marktfähiges Unternehmen arbeiten: Laura Cordes erhält das sechsmonatige Stipendium für die Entwicklung von „Gardoré“, einer Online-Plattform für Damen-Businessbekleidung, Timo Drahn und Torben Eggerstorf für „Foodbox“, einer intuitiven Online-Plattform, die den Lebensmitteleinkauf bündeln und vereinfachen soll.

NaegeleWirtschafts-Staatssekrerär Dr. Frank Nägele gratulierte den jungen Gründern zu ihrem Schritt: „Sie haben schon jetzt ein hohes Maß an Ideenreichtum und Biss bewiesen – ich bin sicher, dass das Geld in ihren jungen Unternehmen bestens angelegt ist.“

Weiter sagte Nägele (Audiopfeil klicken)

Die Geschäftsideen:

Gardoré: Die Geschäftsidee von Laura Cordes (28) heißt „Gardoré“: eine Online-Plattform, die Frauen mit Inspiration, Beratung und Verkauf bei der Auswahl und beim Shopping von Damen-Businessbekleidung unterstützt. Die Entwicklung dieser Idee bis zur Marktreife haben die zahlreichen gründerorientierten Angebote in der Landeshauptstadt deutlich erleichtert: „Egal ob Workshops, Meet-Ups oder eben das Gründerstipendium – diese Infrastruktur ist für einen erfolgreichen Unternehmensstart sehr wichtig“, sagt die ehemalige Unternehmensberaterin. Sie will das Stipendium unter anderem nutzen, um einen Prototyp ihrer Online-Plattform zu erstellen und erste Kunden zu bedienen. „Im Anschluss kann ich dann auf dieser Basis private Investoren gewinnen und Gardoré auf Wachstumskurs bringen.“

 Foodbox: Auch das Projekt von Timo Drahn (24) und Torben Eggerstorf (24) wird digital realisiert: Mit „Foodbox“ entwickeln der Lehrer für Deutsch und Philosophie und der Kommunikations-Designer eine intuitive Online-Plattform, die den Lebensmitteleinkauf bündelt und vereinfacht. „Bisher konnten wir lediglich nach der Arbeit oder am Wochenende an unserer Idee arbeiten“, sagen die beiden zukünftigen Unternehmer. „Dank des Stipendiums können wir uns jetzt voll auf die Unternehmensplanung, die Ausarbeitung eines aussagekräftigen Businessplans und natürlich die Gründung selbst konzentrieren.“ Der Standort Schleswig-Holstein erscheint ihnen dabei nur logisch: „Besonders die gute Atmosphäre und die kurzen Wege haben es uns angetan.“

Die Stipendiaten/innen werden während der Laufzeit des Stipendiums von den Partnerhochschulen und -einrichtungen unterstützt und begleitet. Im Falle von Gardoré ist es das Zentrum für Entrepreneurship an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, im Fall von Foodbox ist es Opencampus.SH

Das Gründungsstipendium Schleswig-Holstein:

Das Land Schleswig-Holstein hat gemeinsam mit der IB.SH und der MBG für die kommenden vier Jahre eine Million Euro für das Gründungsstipendium bereitgestellt. Mit den Mitteln sollen jährlich fünf bis sieben Gründungsvorhaben gefördert werden. Anders als vergleichbare Angebote zur Finanzierung von Gründungsvorhaben ist dieses Stipendium unter anderem dafür vorgesehen, die Lebenshaltungskosten der zukünftigen Unternehmer in der Vorbereitungsphase vor der eigentlichen Gründung zu tragen. Die WTSH berät in diesem Rahmen Gründerinnen und Gründer aus Hochschulen, wissenschaftlichen Einrichtungen und F&E-starken Unternehmen und gewährt das Gründungsstipendium im Auftrag des Landes. Bereits in der Vorgründungsphase prüft sie, ob Gründungsvorhaben die Voraussetzungen erfüllen, durch die Gewährung  eines Gründungsstipendiums gefördert zu werden. „Die Stipendiaten/-innen sollen sich – unterstützt durch diese Förderung während der sechs Monate Laufzeit – voll und ganz auf die Weiterentwicklung und Erprobung ihres Geschäftsmodells und auf die Gründung ihres Unternehmens konzentrieren können, so Dr. Annelie Tallig, Projektmanagerin Gründungsförderung bei der WTSH. „Bis zum Ende dieser so genannten Pre-Seed-Phase soll dann ein komplett ausgearbeiteter Businessplan vorliegen – als elementare Grundlage, um anschließend weitere Mittel für die Unternehmensgründung einzuwerben. Die drei ersten Stipendiaten/-innen überzeugten durch Ihre marktfähige Geschäftsidee und den sichtbaren Unternehmergeist“, so Tallig.

Das Gründungsstipendium Schleswig-Holstein soll Studierenden und Hochschul-Absolventen/-innen mit innovativen und marktfähigen Ideen den Weg in die Selbstständigkeit ebnen. Absolventen/-innen mit einer Erfolg versprechenden Geschäftsidee, die sich für ein Stipendium bewerben wollen, wenden sich an die Verantwortlichen zum Thema Unternehmensgründung an ihrer Hochschule oder an die WTSH.

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