Arbeitslosigkeit in Schleswig-Holsteinauf niedrigstem Juli-Wert seit 1992

Positiver Arbeitsmarkt-Trend im echten Norden hält an. Nur typische leichte Juli-Flaute

Arbeiter der FSG während eines Stapellaufs

Arbeits-Staatssekretär Nägele zeigte sich erfreut:Die Arbeitslosigkeit ist in Schleswig-Holstein auf den niedrigsten Juli-Wert seit 1992 gesunken. Nach Angaben der Regionaldirektion waren im Juli 92 400 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 4100 oder 4,3 Prozent weniger als noch vor einem Jahr, aber 1900 oder 2,1 Prozent mehr als im Juni. «Ein leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat ist für den Monat Juli typisch», sagte Geschäftsführungsmitglied Thomas Letixerant. Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 6,1 Prozent, nach 6,4 Prozent im Vorjahresmonat.

Hauptgrund für diesen leichten Anstieg im Juli ist das Ausbildungsende. «Entscheidend ist jedoch, dass sich viele junge Menschen – nach Abschluss ihrer Berufsausbildung – vorübergehend arbeitslos melden», sagte Letixerant. Daher sei der überproportionale Anstieg der Arbeitslosenzahl bei den unter 25-Jährigen von 8900 auf 10 500 kein Grund zur Besorgnis.

Weitere Gründe für den Juli-Anstieg sind quartalsbedingte Kündigungen und die abwartende Haltung in vielen Branchen bei möglichen Neueinstellungen vor dem Ende der Sommerferien. Insgesamt sind Arbeitskräfte im Norden aber weiterhin stark nachgefragt. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg im Vorjahresvergleich um 26 000 oder 2,9 Prozent. «Das ist ein sehr stabiler Trend», sagte Letixerant.

Insgesamt gibt es zwischen Nord- und Ostsee nun 938 700 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Eingestellt wird vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen (plus 5000 gegenüber dem Vorjahr), im Handel (3100), im Bau (2100) sowie im Gastgewerbe (1900). Nur in den Bereichen «öffentliche Verwaltung/ Sozialversicherungen» (minus 1300) sowie der Land- und Forstwirtschaft und der Fischerei (100) fielen Jobs weg.

Unter den Kreisen ist die Quote weiterhin in Stormarn mit 3,6 Prozent am niedrigsten und in Dithmarschen mit 6,7 Prozent am höchsten. Bei den kreisfreien Städten stehen Flensburg und Lübeck mit 8,8 Prozent am besten da und Kiel mit 9,5 Prozent am schlechtesten.

Nach Ansicht von Nägele zeigt sich der Arbeitsmarkt weiter robust. Allerdings sei die Zahl der arbeitslosen Ausländer im Vergleich zum Juni um 2,6 Prozent auf 15 401 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr fiel der Anstieg mit 16,7 Prozent noch deutlicher aus. Grund sei die hohe Zahl der Flüchtlinge, die besonders 2015 nach Schleswig-Holstein kamen.

«Die Landesregierung hat ein großes Interesse an einer gelungenen Integration der vor Krieg und Terror geflüchtet Menschen», sagte Nägele. Gemeinsam mit der Arbeitsagentur hat das Land ein Programm für Flüchtlinge gestartet. Im laufenden Jahr stehen dafür bis zu 1600 Plätze bereit. Die Fördermittel betragen bis zu sechs Millionen Euro.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s