Bundesministerin auf Stipvisite beim GEOMAR – ein Thema war der Sanierungsstau

Bundesministerin Wanka besucht mit Meyer und GEOMAR-Chef Herzig das Kieler Helmholtz-Zentrum

Am Rande der Verleihung des Meerespreises an Fürst Albert II. von Monaco hat Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) heute das GEOMAR-Helmholtz-Zentrum für Meeresforschung in Kiel besucht. Gemeinsam mit GEOMAR-Chef Prof. Dr. Peter Herzig und dem für das GEOMAR zuständigen Wirtschaftsminister Reinhard Meyer verschaffte sich Wanka zunächst einen Überblick über die GEOMAR-Einrichtungen auf dem Kieler Westufer wie etwa dem Aquarium und setzte dann mit der „Polarfuchs“ auf das Ostufer über.

«Für die meisten Menschen ist das Meer noch immer ein Sehnsuchtsort.» Allerdings sei dieser Sehnsuchtsort bedroht, beispielsweise durch Überfischung, Artensterben, Versauerung und Klimawandel. Und er sei ein Ort, über den die Menschen trotz der immensen Bedeutung noch zu wenig wüssten. Forschung auf diesem Gebiet sei sehr wichtig, auch gerade mit Blick auf Interessenkonflikte, die sich zwischen Nutzung und Schutz der Meere ergeben, sagte Wanka.

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Fürst Albert II

Zuvor hatte bei der Preisverleihung an Fürst Albert II auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig mehr Engagement für den Schutz der Meere gefordert. «Wir alle müssen uns weiter für die Belange der Meere engagieren. Ohne sie werden wir nicht überleben», sagte er. Fürst Albert erhielt den  Deutschen Meerespreis 2016 als Präsident des Mittelmeerforschungsrates (CIESM) und für seinen langjährigen Einsatz. Der Fürst eröffnete im Anschluss an die Preisverleihung den 41. CIESM-Kongress.

Zu der Veranstaltung werden in den kommenden Tagen mehr als 500 Wissenschaftler aus 50 Ländern erwartet. Der Rat tagt erstmals in Deutschland. Hier werde hervorragende Meeresforschung betrieben, daher freue er sich, dass der Mittelmeerforschungsrat in Deutschland tagt, sagte der Fürst.

Albig, Schirmherr des Meerespreises, bezeichnete den Preisträger als einen Mann, der politische Entscheidungsmacht mit einem tiefen Wissen um die Belange der Meere verbinde. Albig erinnerte daran, dass Meerespolitik nie kleinstaatlich sein dürfe: Müll und Gift hielten sich leider nicht an internationale Seegrenzen. «Gute Meerespolitik ist international.» Und sie brauche internationale Meeresforschung.

Meyer machte nach seinem Treffen mit Wanka deutlich, dass auch kritische Punkte angesprochen wurden – etwa der auf rund 50 Millionen Euro taxierte Sanierungsstau auf dem Westufer.

Meyer sagte in einem Telefonat während der Förde-Fahrt unter anderem (Audiopfeil klicken)

Mit Blick auf den Ersatz des Forschungsschiffes „Polarstern“ adressierte Meyer an die Bundesministerin einige Stimmen von der jüngsten Hamburger Schiffsmesse SMM, wonach der Bund versuchen sollte, den Großauftrag zumindest in weiten Teilen von heimischen Werften abarbeiten zu lassen.

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Förde-Fahrt mit dem „Plarfuchs“ des GEOMAR: Bundesministerin Wanka mit Meyer (links) und GEOMAR-Chef Herzig.

 

 

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