Trotz Stellenabbau: FSG macht sich fit für die Zukunft

Schmerzhaft, aber zukunftsgerichtet: Flensburger Werft steckt Kurs für die Zukunft ab

Warnstreik vor dem Tor der Flensburger Schiffbaugesellschaft (FSG)

Die Flensburger Schiffbaugesellschaft (FSG) sowie Betriebsrat und IG Metall haben ihre Verhandlungen über die künftige Ausrichtung und Aufstellung des Unternehmens abgeschlossen. Um die Wettbewerbsfähigkeit der FSG wieder herzustellen, wurden Einsparungen in Höhe von sieben Millionen Euro vereinbart. Wesentliche inhaltliche Maßnahmen sind neben dem  Abbau von 100 Arbeitsplätzen eine

  • Flexible Arbeitszeit zum Ausgleich von Auslastungsschwankungen
  • Lohn- und Gehaltsverzicht aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Dazu wurden nach Angaben der Werft ein Interessensausgleich und Sozialplan, Betriebsvereinbarungen zu flexibler Arbeitszeit und Produktivität sowie ein Sanierungstarifvertrag abgeschlossen.

Darüber hinaus hat die FSG mit dem norwegischen Gesellschafter Siem Industries sowie Banken und Kreditversicherern Verträge zur Finanzierung des Neubauprogramms über vier RoRo Schiffe  und ein RoPax Schiff abgeschlossen.

Das Land Schleswig-Holstein begleitet den Aufbau der neuen FSG-Struktur sehr eng. Das Wirtschaftsministerium hat Bereitschaft signalisiert, die FSG bei der Finanzierung der anstehenden Neubauaufträge mit Landesbürgschaften zu unterstützen. Das land werde außerdem über die Gewährung von Bürgschaften entscheiden, sobald alle erforderlichen Anträge und Unterlagen für die abschließende Prüfung vorliegen, sagte ein Sprecher.

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