Sechs statt vier Spuren: Verkehr auf der A 7 rollt ab heute auf einem Teil flüssiger

Auf der A7 rollt jetzt der Verkehr auf einem ersten Teilstück sechsspurig.

autobahn5

In Anwesenheit von Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) wurden die letzten Baken für die dritte Fahrspur weggeräumt. Das Teilstück zwischen Neumünster Nord und dem Bordesholmer Dreieck ist 6,5 Kilometer lang. «Das ist heute ein sehr guter Tag für jeden, der auf der A7 unterwegs ist», sagte Albig. Der sechsspurige Ausbau der A7 auf insgesamt 65 Kilometern vom Bordesholmer Dreieck bis zum Autobahndreieck Hamburg Nordwest dauert bereits zwei Jahre und soll bis Ende 2018 fertig sein. Die Bauarbeiten liegen im Zeitplan. Albig dankte allen Beteiligten und sprach von einem ersten Meilenstein.

autobahn5Albig sagte gegenüber Journalisten auf der Baustelle

(Audiopfeil klicken)

Nach den Worten des Ministerpräsidenten liegen die Bauarbeiten im Zeitplant haben“, so der Ministerpräsident. Im November 2014 starteten die Vorarbeiten für den Ausbau. In zwei Jahren ist in fünf Bauabschnitten viel passiert. Neben der Verbreiterung der Fahrbahn auf rund 30 Kilometer Länge werden bis April 2017 Entwässerungsleitungen neu gelegt, rund 10 Kilometer Lärmschutzanlagen errichtet, 37 Brückenbauwerke erneuert, instandgesetzt oder neu gebaut. Beim Tunnel Schnelsen wird der Rohbau der ersten Röhre, die Richtungsfahrbahn Süd, noch in diesem Jahr fertiggestellt. Danach starten die Arbeiten der ersten Tunnelröhre. In Schleswig-Holstein wird mit dem Ausbau der drei verbliebenen Bauabschnitte in 2017 begonnen.

Auftraggeber für das ca. 1,6 Milliarden Euro umfassende Projekt ist die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau Gesellschaft (DEGES). Wenn für den jetzt freigegebenen Abschnitt alle restlichen Arbeiten abgeschlossen sind, wird er an den Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr übergeben, der im Rahmen der Auftragsverwaltung für die Bundesfernstraßen als zuständige Straßenbaudienststelle den Abschnitt außerhalb des ÖPP-Projektes unterhält. Die gut 59 Kilometer lange Strecke von Neumünster Nord bis zum Autobahndreieck Hamburg Nordwest verbleibt beim Auftragnehmer Via Solutions Nord.

Bernd Rothe, zuständiger Bereichsleiter bei der DEGES, sagte: „Wir sehen, dass die Via Solutions Nord alle Anstrengungen unternimmt, um den ambitionierten Zeitplan bis Ende 2018 zu halten.“ Ministerpräsident Albig und auch Verkehrskoordinator Gerhard Fuchs bitten bis dahin alle Autofahrer weiterhin um Geduld und Verständnis.

Laut Fuchs habe sich die Verkehrsführung und die Verkehrslenkung in den vergangenen zwei Jahren bewährt. Das Verkehrsleit- und –informationskonzept sei damit aufgegangen. „Für nicht vorhersehbare problematische Situationen wurden und werden gemeinsam Lösungen gefunden“, sagte er. Als Beispiel nannte er die zeitweise Aufhebung des Lkw-Überholverbots im Bereich Schnelsen. Er lobte das Engagement und die gute konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten.

 

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