Tourismus an Ostsee und in Holsteinischer Schweiz: „Analog besucht – digital beeinflusst“

Buchholz besucht Ostsee-Holstein-Tourismus (OHT) in Scharbeutz:  Erfreulicher Boom –  aber auch mit Luft nach oben

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Volker Owerien, Bürgermeister von Scharbeutz, erläutert Buchholz die Investitionen in die touristische Infrastruktur während der letzten Jahre.
Schleswig-Holsteins Rekordwerte im Tourismus verdankt das Land vor allem der boomenden Ostseeküste. Allein 3,4 Milliarden Euro vom knapp acht Milliarden Euro umfassenden SH-Gesamt-Umsatz der Branche werden hier erwirtschaftet. Von der Leistungsfähigkeit und den Perspektiven der Region überzeugte sich heute in Scharbeutz Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz bei einem Besuch bei der Geschäftsführerin des Ostsee-Holstein Tourismus e.V.., Katja Lauritzen. Sowohl Buchholz als auch Lauritzen machten bei dem Ortstermin klar: Eine enorm große Herausforderung, um die Destination auf Erfolgskurs  zu halten, ist die zunehmende Digitalisierung der gesamten Branche.

Ansicht_Buchholz_088Im Gespräch mit Wiebke Ledebrink von Sat 1 sagte Buchholz nach dem Besuch an de Ostseeküste

(Audiopfeil klicken)

Nach den Worten von Lauritzen hören sich Begriffe wie Chatbots, AMP-Formate und schema.org „erst mal so gar nicht nach Urlaubsplanungen an, sind jedoch Herausforderungen, der sich die Tourismuswirtschaft immer mehr ausgesetzt sieht.“ Sie  erläuterte, wie rasant die technische Entwicklung Destinationen zum Handeln zwinge. Bei Buchholz traf sie damit auf offene Ohren. Der ehemalige Medien-Unternehmer sieht in der Digitalisierung große Chancen. Das Herunterbrechen auf den Tourismus sei dabei sehr wichtig. Google oder Facebook würden ihre Geschäftsmodelle gekonnt auf sich beziehen und immer weniger Spielraum für Destinationsmarketing oder auch Buchungsplattformen lassen. „Erfolgreiche Strategien in diesem Bereich zu entwickeln, kann nur gemeinsam gelingen. Daher suchen wir als OHT auch den Brückenschlag zum Land und den anderen Destinationen in Schleswig-Holstein, sowie den LTOs, so  Lauritzen.

Ostsee vs. Holsteinische Schweiz

Ein weiteres prägnantes Thema benannte Lauritzen, in dem sie die unterschiedliche Entwicklung der Destinationen Ostsee und Holsteinische Schweiz aufzeigte. Die Ostsee boome stark und habe zahlreiche Leuchtturmprojekte, die helfen, einen aktiven Imagewandel voranzutreiben. Trotz des Baus dieser Einheiten würden sich die Kapazitäten relativ stabil entwickeln. Gerade einmal neun Prozent mehr Betten seien in den letzten zehn Jahren dazugekommen. Entgegen der Entwicklung in der holsteinischen Schweiz mit  23 Prozent weniger Hotelbetten im vergleichbaren Zeitraum. „Die Entwicklung bestätigt das Ziel der neuen Landesregierung, den Binnenlandtourismus stärker in den Fokus zu nehmen, so Buchholz.

Haltermann
Buchholz mit Bayside-Seniorchef Jürgen Haltermann in dessen Hotel
Er bedauerte, dass in der Vergangenheit zu wenig  Konzepte und Ideen in den Regionen entwickelt wurden, um den Binnenlandtourismus zu stärken. Er appellierte an die Tourismusakteure, entsprechende Projekte zu entwickeln und wies auf Fördermittel des Landes zur touristischen Nutzung des Natur- und Kulturerbes sowie zur Erstellung regionaler Touristischer Entwicklungskonzepte hin. „Diese Unterstützungsmöglichkeiten sind gerade auch für Regionen im Binnenland interessant, werden derzeit aber noch zu wenig nachgefragt,“ so der Minister. Katja Lauritzen bestätigte, dass es in der Holsteinischen Schweiz noch zu wenig Leuchtturmprojekte gebe. „Die Nachfrage nach neuen Hotels ist da. Es bedarf jedoch kluger Konzepte, die sich gezielt an Segmenten orientieren und sich an den Stärken der Region orientiert, sieht Lauritzen die Chancen für die Region.

Scharbeutz/ Haffkrug

In einem Rundgang erläutert Volker Owerien, Bürgermeister der Gemeinde Scharbeutz, die rasante Entwicklung der Gemeinde durch die Umsetzung intelligenter Infrastrukturmaßnahmen am Beispiel der Dünenmeile und der Promenade, mit denen auch eine wichtige Initialzündung für weitere Investitionen der Privatwirtschaft einherging. „Die Investitionen der öffentlichen und privaten Hand stehen in Abhängigkeit zueinander und machen in unserer Gemeinde ein Volumen von insgesamt 80 Millionen € aus“. Minister Dr. Buchholz wies darauf hin, dass das Land die Promenade in Scharbeutz mit knapp, 5,7 Mio. Euro und den Kurpark mit 700.000 Tsd. Euro gefördert hat. „Die Entwicklung in Scharbeutz zeigt, dass sich diese Investitionen ausgezahlt haben. Wir werden unsere Tourismusorte auch weiterhin bei dem Bau und der Attraktivierung ihrer touristischen Infrastruktur finanziell unterstützen,“ erklärte Minister Dr. Buchholz.  .

Schlafstrandkorb

Die Innovationskraft der Destination wird mit dem Schlafstrandkorb zum Ende des Termins deutlich. Die Erfolgsstory schlechthin. Er schützt vor Wind, bietet ein Dach über dem Kopf, hat kleine Tischchen, so dass ein Buch oder eine Tasse Kaffee abgestellt werden können. Er lässt sich drehen und wenden, immer der Sonne entgegen. Und seit 2016 dient er als Nachtlager. Schlafstrandkörbe sind die neuste Errungenschaft an den Ostseestränden. „Insgesamt 18 Körbe stehen in zehn Orten zur Verfügung und bieten das einmalige Erlebnis „Strandschlafen“ an.

Ab 39,90 Euro kann das „kleine Abenteuer“ erlebt werden, sagt Katja Lauritzen und ergänzt, dass die Schlafstrandkörbe für dieses Jahr so gut wie ausgebucht sind www.strandschlafen-ostsee.de.

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Strandgang: Bürgermeister Owerien (links) mit den Tourismus-Expertinnen Caroline Backmann und Katja Lauritzen sowie Tourismus-Minister Buchholz

Und so berichtet  Sat 1:

https://hamburg.sat1regional.de/video-hh/article/das-steckt-hinter-dem-touristen-boom-an-der-ostseekueste-242826.html 

Und so die Lübecker Nachrichten: 

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