Landesregierung forciert Mittelstands-Gründungen durch Prämiensystem für Meister

Landesregierung will bis zum kommenden Jahr ein Konzept für Meistergründungs-Prämien vorlegen

An der Handwerkskammer Flensburg werden Aus- bzw. Weiterbildung weiterbilden weiter bilden Lehrgänge zum Geprüften Schweißer angeboten 

Die Koalitionsfraktionen wollen Unternehmensgründungen erleichtern und bestehende Handwerksbetriebe erhalten. Dazu soll laut einem Beschluss des Landtags die Landesregierung bis spätestens 2018 ein Konzept für eine sogenannte Meistergründungsprämie vorlegen.

Für das Konzept sollen insbesondere die Ausgestaltung und die Höhen der Förderung, das Fundament der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze sowie  Kofinanzierungsmöglichkeiten aus Förderfonds und -mitteln der Europäischen Union und des Bundes geprüft werden. „Der demografische Wandel stellt auch für die Sicherung von schleswig-holsteinischen Unternehmen in der Unternehmernachfolge eine große Herausforderung dar“, heißt es zur Begründung in dem Antrag.

Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz sagte dazu im Landtag (Audio-Pfeil klicken)

Jüngsten Angaben des Statistikamtes Nord zufolge gibt es bezogen auf das Jahr 2014 rund 19.400 Handwerksbetriebe in Schleswig-Holstein. Die Unternehmen erzielten einen Umsatz von knapp 16 Milliarden Euro. Mehr als die Hälfte der Betriebe war im Bauhauptgewerbe und im Ausbaugewerbe tätig. An dritter Stelle standen die Handwerke für den privaten Bedarf.

Die meisten selbstständigen Handwerksunternehmen gab es im Kreis Pinneberg (elf Prozent) sowie in den Kreisen Segeberg und Rendsburg-Eckernförde (jeweils zehn Prozent). Die wenigsten Handwerksunternehmen waren dagegen im Kreis Steinburg (fünf Prozent) sowie in den kreisfreien Städten Neumünster und Flensburg (jeweils zwei Prozent) zu finden.

In den Handwerksunternehmen arbeiteten einschließlich der tätigen Inhaber 166.500 Menschen – davon waren rund 123.300 sozialversicherungspflichtig, hinzu kamen fast 23.000 Minijobber. Bundesweit suchen viele Firmen in den kommenden Jahren aus Altersgründen händeringend Nachfolger.

Die “Meisterprämie“ ist auch eine Forderung der schleswig-holsteinischen Handwerkskammer. Mehrere Bundesländer setzen bereits gezielt auf die Förderung von Meistern, wenn sie Firmen gründen oder bestehende Firmen übernehmen. Dies können etwa Zuschüsse für die Anschaffung von Werkzeugen, Fahrzeugen oder Büromaterial sein.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks zählt Länder wie Brandenburg, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen auf. Auch in Mecklenburg-Vorpommern wurden nach Landesangaben ähnliche Instrumente entwickelt. Neben einer “Meisterprämie“, bei der ein Zuschuss von 7.500 Euro bei einer Unternehmensnachfolge an Handwerks- und Industriemeister ausgezahlt wird, erhalten Meisterabsolventen das “Meister-Extra“ in Höhe von 1.000 Euro.

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