Erste Weichenstellung für ein gemeinsames Gewerbegebiet in der Metropolregion

Anfang vom Ende der Neid-Debatten? SH und HH stellen Weichen für erstes länderübergreifendes Gewerbegebiet

Gewerbe
Schulterschluss: Senatorin Stapelfeldt mit Buchholz und Horch (vorn) sowie Landrat Henning Görtz und den Bürgermeistern.

In der Metropolregion Hamburg entsteht zwischen der Hansestadt und Schleswig-Holstein erstmals ein länderübergreifender Gewerbepark. Im Osten haben sich der Hamburger Bezirk Wandsbek und die Gemeinde Stapelfeld (Kreis Stormarn) darauf verständigt, zwischen Rahlstedt und der Autobahn-Anschlussstelle Stapelfeld neue Gewerbegebiete zu erschließen. Das besiegelten heute Regierungsvertreter aus Hamburg und Schleswig-Holstein sowie Vertreter der Kommunen mit der Unterzeichnung eines so genannten Letter of Intent (Absichtserklärung)

Geplant werden 26,5 Hektar Gewerbefläche im Bezirk Wandsbek und rund 13 Hektar in der Gemeinde Stapelfeld. Nach Behördenangaben fallen je nach Lage des angesiedelten Betriebs auf der Fläche die Gewerbesteuern für die jeweilige Kommune an. Die Entscheidung sei getroffen worden, weil der Nordosten Hamburgs und das angrenzende Gebiet des Kreises Stormarn einen attraktiven und dynamischen Wirtschaftsraum bilden, in dem seit Jahren Gewerbeflächen nachgefragt werden. Die Region habe eine gute Autobahnanbindung und profitiere von der Anbindung nach Skandinavien, hieß es.

«Die gemeinsame Ausweisung von Gewerbegebieten ist ein guter und zukunftsweisender Weg, um im attraktiven Hamburger Rand wachsenden und innovativen Unternehmen Platz für Ansiedlung und Erweiterung zu schaffen», sagte Wirtschaftsminister Bernd Buchholz. «Und dies, ohne eifersüchtig auf Ländergrenzen zu schauen.»  Er hoffe, dass man die Zeit bis zur tatsächlichen Neuansiedlung von Betrieben unter anderem auch dazu nutzen werde, die bislang unterschiedlichen Steuer-Hebesätze anzugleichen.

Buchholz Hamburger Amtskollege Frank Horch (parteilos) verwies auf «eine Erfolgsgeschichte interkommunaler Zusammenarbeit». Das neue Gewerbegebiet sei zudem ein Vorzeigeprojekt für die Metropolregion, so Hamburgs Senatorin für Stadtentwicklung, Dorothee Stapelfeldt.

Der Bürgermeister von Stapelfeld, Jürgen Westphal, hofft vor allem, dass die rund 1700 Einwohner zählende Gemeinde als Wohn- und Arbeitsstandort attraktiver wird. 45 Prozent sind dort älter als 50 Jahre, wie das Statistikamt Nord ausweist. Das Durchschnittsalter liegt bei rund 45 Jahren. Außerdem erwartet Westphal eine Lösung der Verkehrsprobleme in seiner Gemeinde und positive Auswirkungen auf die Gestaltung des Landschaftsraumes «Die Große Heide» zwischen Rahlstedt und Stapelfeld. Um das Straßennetz beider Ortslagen zu entlasten, soll eine neue Verbindung zwischen Stapelfelder Straße und Sieker Landstraße gebaut werden.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s