Tourismusminister Buchholz eröffnet dritten Norddeutschen Campingtag in Husum

Campingtourismus im echten Norden blüht – Handlungsbedarf bei Barrierefreiheit

Strand
Mechthild Alves, Stiftung Mensch in Meldorf, Husums Bürgermeister Uwe Schmitz, Buchholz, und Gert Petzold, Vorsitzender des Verbandes für Camping- und Wohnmobiltourismus in Schleswig-Holstein e. V.                                                    Foto: Husumer Nachrichten / Birger Bahlo

Die 260 Campingplätze in Schleswig-Holstein sind aus Sicht von Wirtschafts- und Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz gut aufgestellt: Im letzten Jahr konnten die Betreiber über 3,7 Millionen Übernachtungen verbuchen. „Das war mehr als jede achte Übernachtung im Land und zugleich ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 6,8 Prozent und gegenüber 2011 sogar um fast 25 Prozent“, sagte Buchholz heute zur Eröffnung des dritten Norddeutschen Campingtages in Husum. Damit liege der echte Norden nicht nur weit über dem Bundesschnitt, sondern unter den 20 Camping-Top-Adressen in Europa befänden sich aktuell auch drei Campingplätze in Schleswig-Holstein: Naturcamping Spitzenort am Großen Plöner See, Am Rosenfelder Strand Ostsee Camping (nördlich von Dahme) und Nordsee Camping zum Seehund (Husum-Simonsberg).

Wie Buchholz vor den etwa 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus sechs Bundesländern sagte, sehe er hinsichtlich der Qualität im Camping-Tourismus aber auch noch Entwicklungspotenzial: „Seit vielen Jahren bieten bereits viele moderne Campingplätze ein Höchstmaß an Komfort: Strom und Wasser am Standplatz sind selbstverständlich, Restaurants und Biergärten finden sich vor Ort, die Sanitäranlagen sind blitzblank, die Duschen auch am späten Abend noch warm.“ Nicht umsonst sei Glamping oder „Glamorous Camping“ der neue Trend im Campingbereich, bei dem der Komfort eines Hotels mit der Freiheit eines Campingplatzes kombiniert werde.

„Luft nach oben“ sieht der Minister insbesondere beim Thema Digitalisierung: „Das fängt bei der eigenen attraktiv gestalteten und immer aktuellen Homepage an und hört beim WLAN-Zugang noch lange nicht auf.“ Gebucht werde der Urlaub zunehmend im Netz, immer häufiger über Buchungsplattformen. Auch dies müsse der Campingtourismus berücksichtigen. Ein weiteres Thema sei die Barrierefreiheit, da die Zahl mobilitätseingeschränkter Menschen wachse. Viele Campingplätze hätten mittlerweile zwar normgerechte Sanitärkabinen für Rollstuhlfahrer. Darüber hinaus täten sich viele Camping-Betreiber aber noch schwer mit den Anforderungen an eine Barrierefreiheit. Buchholz: „Hier gibt es noch viel zu tun.“

Der Minister erinnerte daran, dass der Tourismus landesweit einer der wichtigsten Wirtschaftszweige sei. So hängen in Schleswig-Holstein über 151.000 Arbeitsplätze direkt vom Tourismus ab, der Bruttoumsatz liegt bei knapp acht Milliarden Euro im Jahr. Der Campingtourismus spiele dabei eine große Rolle.

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