Land unterstützt mobile Beratung für ausländische Arbeitnehmer um ein weiteres Jahr

Text1
Staatssekretär Rohlfs bei der Bescheidübergabe mit Lena Thombansen vom Verein „Arbeit und Leben“ in Kiel sowie mit DGB-Nord-Chef Polkaehn

Unterwegs für faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen: Die Beratungsstelle Arbeitnehmerfreizügigkeit Schleswig-Holstein informiert ausländische Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen über ihre Rechte auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Schwerpunkt sind Beratungen in rumänischer, bulgarischer und polnischer Sprache. Im vergangenen Jahr hat das Team der Beratungsstelle bereits 766 Beratungen vorgenommen. Diese Arbeit wird nun für ein weiteres Jahr fortgesetzt. Dazu überreichte Arbeitsstaatssekretär Dr. Thilo Rohlfs am Nachmittag an die Leiterin der Einrichtung, Lena Thombansen, einen Förderbescheid über knapp 260.000 Euro.

Dazu sagten Rohlfs und DGB-Nord-Chef Uwe Polkaehn:

Nach den Worten von Thombansen kommen viele Menschen aus den osteuropäischen Ländern nach Schleswig-Holstein, um hier zum Beispiel im Bau- oder Gaststättengewerbe zu arbeiten. „Sie sind aber mit den hiesigen Arbeitsbedingungen nicht vertraut. Die Folge sind oft Arbeitsausbeutung und Lohndumping“, so Thombansen.

Im vergangenen Jahr hat das Team der Beratungsstelle bereits 766 Beratungen durchgeführt. „Die Tendenz ist steigend“, betont Lena Thombansen. Dabei geht es um die Themen Kündigungsschutz, Arbeitszeiten, Urlaubsanspruch, Lohnfortzahlungen bei Krankheit, Arbeitnehmerüberlassung und Arbeitnehmerentsendung.

Vielen Ratsuchenden kann geholfen werden. „Manchmal genügt es schon, wenn wir uns als Beratungsstelle an die Arbeitgeber wenden. Bei härteren Fällen arbeiten wir mit den Gewerkschaften zusammen oder setzen Rechtsanwälte ein“, so Lena Thombansen.

Das besondere Konzept: Die Beratungen finden nicht nur in den Räumen in der Legienstraße 22 in Kiel statt, sondern überall im Land. Mit einem Kleinbus, der als mobiles Beratungsbüro genutzt werden kann,  ist das Beratungsteam in ganz Schleswig-Holstein unterwegs und bietet Unterstützung vor Ort. Thombansen: „Damit erreichen wir Betroffene, die aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse oder finanzieller Schwierigkeiten nicht nach Kiel zur Beratungsstelle kommen können, direkt in ihren Unterkünften und Communities.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s