Flaute bei Senvion auch im ersten Quartal 2018

Außenstelle der Senvion GmbH in Osterrönfeld
Senvion-Zentrale in Osterrönfeld am Nord-Ostsee-Kanal

Der Windkraftanlagenhersteller Senvion kämpft nach einem schwachen Vorjahr auch im ersten Quartal 2018 mit schwindenden Umsätzen. Dabei hat vor allem das Geschäft mit der Winderzeugung an Land maßgeblich zum konzernweiten Rückgang von mehr als einem Drittel auf 256 Millionen Euro beigetragen. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ging zudem stark von rund 21 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 0,8 Millionen Euro zurück, wie das Unternehmen heute in Hamburg mitteilte.

Unter dem Strich konnte Senvion seine Verluste allerdings spürbar eindämmen – von 50 Millionen im Vorjahr auf rund 30 Millionen in diesem Jahr. Grund seien unter anderem geringere Restrukturierungskosten und Zinszahlungen gewesen.

Die Jahresprognose bestätigte das Management. Für das laufende Jahr rechnet es weiterhin mit einem Umsatz von 1,8 bis 1,9 Milliarden Euro und damit in etwa mit einer Stagnation im Vergleich zu 2017. Der Margendruck, also die Minderung der Gewinnspanne, werde dabei anhalten – das Unternehmen geht von einem Rückgang der Ebitda-Marge auf 5,0 bis 6,5 Prozent aus.

Wie auch die Konkurrenz – etwa Nordex oder Vestas – leidet Senvion derzeit unter einem harten Konkurrenzkampf und schrumpfender Profitabilität. Vor allem bei der Windenergie an Land ist der Markt zunehmend gesättigt, und Subventionen werden heruntergefahren. Ausschreibungen für neue Anlagen finden mittlerweile häufig über eine Auktion statt, was die Preise drückt.

Der Windkraftanlagen-Produzent Nordex hat Anfang des Jahres ebenfalls den niedrigen Auftragseingang im vergangenen Jahr zu spüren bekommen. So war etwa in Deutschland durch das 2017 eingeführte Auktionssystem die Nachfrage nach Windanlagen nahezu zusammengebrochen. Auch andere europäische Länder hatten die Vergabeverfahren umgestellt. Das heizte den Konkurrenzkampf an und drückte auf die Preise.

Der Umsatz von Nordex brach im ersten Quartal 2018 um knapp ein Viertel auf 488 Millionen Euro ein, wie das TecDax-Unternehmen ebenfalls heute in Hamburg mitteilte. Der operative Gewinn ging um mehr als die Hälfte auf 20 Millionen Euro zurück.

Die Jahresprognose bestätigte das Unternehmen. Für 2018 wird ein Umsatz von 2,4 bis 2,6 Milliarden Euro angepeilt. Dabei setzt Nordex vor allem auf das zweite Halbjahr. «In der zweiten Jahreshälfte werden Installationen und Umsätze höher als in den ersten beiden Quartalen ausfallen», sagte Konzernchef José Luis Blanco.

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