Schleswig-Holsteins erster „Investorenclub“: Geburtsstunde der „Baltic Business Angels“

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Von rechts: Vereinsvorsitzender Ulrik Oritz Rasmussen, Mandy Hörl (WTSH), Minister Buchholz, Vize-Chef Alexander Eck, Annelie Tallig (WTSH), Matthias Damerow (Commercial Officer) und Claas Nieraad (Screening Officer) sowie Gründungsmitglied Achim Fölster

Schub für Schleswig-Holsteins Start-up-Szene: Erstmals bündeln erfahrene  Unternehmerinnen und Unternehmer des echten Nordens Wissen und  finanzielle Kräfte, um jungen Gründern auf die Sprünge zu helfen. In Anwesenheit von Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz schlug heute in Kiel die Geburtsstunde des landesweit tätigen Vereins „Baltic Business Angels Schleswig-Holstein“.

Nach den Worten von Buchholz hat Schleswig-Holstein in diesem Bereich Nachholbedarf: „Wir haben auf der einen Seite viele erfahrene und alteingesessene Firmenchefs, auf der anderen Seite viele junge Menschen mit viel kreativer Energie und vielen guten Geschäftsideen. Aber ein echter Brückenschlag fehlte bislang – dafür haben wir heute in Ergänzung des bestehenden Angebots für Gründerinnen und Gründer den ersten Schritt getan.“

Buchholz – der selbst Vorstandsmitglied des Vereins ist – sagte bei der Gründung weiter (Audio starten – „im Browser anhören“)

Wie der Minister weiter sagte, kommen Start-ups außerhalb von Metropolen wie Berlin oder Hamburg häufig schwer an Risikokapital. „Darum bin ich äußerst dankbar, dass nun finanzstarke Investoren die Eigeninitiative ergreifen und den Firmeninhabern von Morgen beim Start in die Selbständigkeit unter die Arme greifen wollen“, sagte Buchholz. Die Szene der „Business Angels“ sei besonders im Norden, aber auch in Deutschland insgesamt im Gegensatz zu anderen Ländern eher schwach ausgeprägt. Darum werde das neue Unterstützer-Netzwerk seitens des Landes auch über die  WTSH (Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH) im Rahmen des Projekts „Innovationsorientiertes Netzwerk Start-up Schleswig-Holstein“ unterstützt.

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Club-Vize Alexander Eck (rechts) mit Minister Buchholz bei der Vorstellung des Vereins

Erster Vorsitzender der Baltic Business Angels ist Ulrik Ortiz Rasmussen, Gründer und Geschäftsführer der Flensburger r2p GmbH. Weitere Vorstandsmitglieder sind Alexander Eck (Alexander Eck Beteiligungen GmbH), Claas Nieraad (New Commercial Room GmbH) und Matthias Damerow (Viakom GmbH). „Schleswig-Holstein ist ein hervorragendes Bundesland für Gründungen“, so Rasmussen. „Mit unserer Initiative wollen wir die guten Voraussetzungen nutzen und Unternehmertum, Unternehmergeist und Gründungskultur im echten Norden weiter stärken.“

Anspruch des Vereins ist nach den Worten von Rasmussen, die Lücke zwischen Start-ups und Business Angels zu schließen mit dem Ziel, Schleswig-Holstein auf der Gründerkarte in Deutschland fest zu etablieren. „Wir brauchen uns in Schleswig-Holstein nicht zu verstecken, viele Zukunftsbranchen, wie zum Beispiel Maritime Wirtschaft, IT, Tourismus, Ernährungswirtschaft, GreenTech, um einige wenige zu benennen.“ Wir bieten den Gründern/innen Unterstützung und ein partnerschaftliches Miteinander auf der Reise das Unternehmen zu etablieren oder das anstehende Wachstum zu bewältigen.

Dazu will der Verein unter anderem einen wachsenden Pool von Investoren aufbauen, (inter)nationale Kooperationen mit anderen Netzwerken anbahnen und innovative Unternehmen in der Region halten, stärken und ansiedeln. Darüber hinaus stehen die Baltic Business Angels Politik, Verbänden, Hochschulen und Institutionen als kompetenter Ansprechpartner rund um Fragen der Unternehmensgründung zur Verfügung.

„Business Angels stehen häufig am Anfang der Finanzierungskette, denn dort ist der Zugang zu Kapital essentiell und der Engpass an Know-how am größten, weiß Dr. Annelie Tallig aus ihrer Erfahrung als Teamleiterin der Start-up – Förderung & Finanzierung bei der WTSH.  Darüber hinaus ist der  Kontakt zu erfahrenen Unternehmerinnen und Unternehmern mit größtenteils eigener Gründungserfahrung für den Erfolg eines Start-ups immens wichtig.“ Die WTSH wird die Aktivitäten des Vereins auch in Zukunft als Partner intensiv begleiten.

Mikrobrauerei - Lillebräu - in Kiel
Ein Gründungs-Erfolgsbeispiel aus Kiel: Florian Scheske (links) und Max Kühl gründeten vor zwei Jahren in Kiel ihre eigene Brauerei – unter anderem mit „Kieler-Woche-Bier“

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