Schleswig-Holstein rammt Pflock in die innovativste High-Tech-Region der Welt

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Blick aus dem Fenster des „Northers Germany Innovation Office Schleswig-Holstein / Hamburg“ in der Mont Gomery Street 101 in San Francisco

Take off in die innovativste und spektakulärste Technologie-Region der Welt: Eine Delegation der Landesregierung unter Leitung von Staatskanzlei-Chef Dirk Schrödter und Wirtschafts-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs wird am Dienstag erstmals in der Landesgeschichte eine Schleswig-Holstein-Dependance in San Francisco eröffnen. Heute früh startete die Delegation – zur der auch Kiels Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer gehört – mit knapp 60 Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft in die USA. Am „Northern Germany Innovation Office“ ist auch Hamburg beteiligt.

Nach den Worten von Rohlfs ist das Ziel des zunächst auf drei Jahre befristeten Projektes, Unternehmen aus dem Silicon Valley und San Francisco mit Akteuren aus Norddeutschland zu vernetzen – darunter auch Verbände und Vereine. Dazu werden die Mitarbeiter in San Francisco eng mit ihren Kolleginnen und Kollegen der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein (WTSH) in Kiel kooperieren.

silicon-valley-startups„Es geht schlicht darum, die Tür zur innovativsten Region der Welt für uns zu öffnen“, sagt Staatskanzleichef Schrödter. Er dankte in dem Zusammenhang auch Kiels Oberbürgermeister Kämpfer für die intensiv gepflegte Städtepartnerschaft der Landeshauptstadt mit San Francisco sowie dem enormen Engagement des Vereins „The Bay Areas“. Die Kosten von jährlich 425.000 Euro für das zunächst bis 2021 laufende Projekt teilen sich das Land (300.000 Euro), Hamburg (50.000 Euro), Kiel (20.000 Euro) sowie verschiedene Unternehmen (55.000 Euro)

Schrödter: „Jetzt müssen wir die Kontakte und Beziehungen zwischen San Francisco und Schleswig-Holstein verstetigen und vertiefen.“ Dazu gehöre auch, dass der Norden vor Ort mit einem Verbindungsbüro präsent sei und Flagge zeige.

Rohlfs.jpgStaatssekretär Rohlfs sagte vor dem Abflug

(Audio starten – Pfeil klicken)

Das Silicon Valley steht nach Angaben der WT.SH für eine Vielzahl Unternehmen, die weltweit führend sind bei der Entwicklung neuer Technologien rund um das Thema Digitalisierung. Für mittelständische Firmen aus Schleswig-Holstein sei es sinnvoll, über den Tellerrand hinauszuschauen und von den Unternehmen im Silicon Valley zu lernen, sagte der Geschäftsführer der WTSH, Dr. Bernd Bösche. Vor allem gehe es darum, „übertragbare Denk- und Handlungsweisen zu identifizieren und für unsere Firmen nutzbar zu machen.“ Es gehe darum, „agile Managementmethoden und Unternehmenskultur, Denkweisen, Strukturen und Werkzeuge für unsere Unternehmen aufbereiten und erfahrbar machen.“

Solche Möglichkeiten aufzuzeigen und konkrete Angebote zu kreieren – das wird die Aufgabe der WTSH in den kommenden drei Jahren im Rahmen dieses Projektes sein, sagte Bösche. Darüber hinaus sollen Kooperationsmöglichkeiten zwischen schleswig-holsteinischen Unternehmen und Firmen im Silicon Valley ausgelotet werden.

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San Francisco downtown: Der Haupteingang des Northern Innovation Office

Das Netzwerk und die Verbindungen ins Silicon Valley sind durch das Team des Northern Germany Innovation Office vorhanden. Konkret sollen norddeutsche Unternehmen bei der Kontaktanbahnung zu Unternehmen in San Francisco und im Silicon Valley nach geeigneten Gesprächspartnern unterstützt werden. Sie erhalten damit auch die Möglichkeit, auf ihre Firmeninteressen zugeschnittene Aufenthalte im Silicon Valley durchzuführen und so Einblicke in die Arbeitsweise dort ansässiger Firmen und der Wissenschaft zu erhalten.

Zusätzlich soll das Northern Germany Innovation Office auch  die Werbetrommel für die Bundesländer Schleswig-Holstein und Hamburg in der San Francisco Region rühren  und am Standort Norddeutschland interessierte amerikanische Firmen beraten.

Zu den weiteren Partnern der neuen Einrichtung gehören die Landeshauptstadt Kiel sowie Eurocon Ewoldt und Rösler Consultants GmbH (Kiel), KPS-Concepts GmbH (Schönkirchen), Dataport (Altenholz) und die Mach AG (Lübeck). Die  WTSH hat das Büro in San Francisco im Auftrag des Landes seit April aufgebaut.

Und so berichten die „Kieler Nachrichten“ in ihrer Sonnabendausgabe:

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