Staatssekretär Rohlfs besucht heute Maritime Firmen aus SH auf internationaler Fachmesse

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Umweltthema Kreuzfahrtschiffe: In Nord- und Ostsee darf schon seit 2015 nur noch Treibstoff mit 0,1 Prozent Schwefelgehalt genutzt werden

Unbemannte Schiffe, gedruckte Ersatzteile, strengere Umweltvorschriften: Das sind – neben dem Auf und Ab der Branchenkonjunktur – zentrale Herausforderungen, denen sich Reeder, Werften, Zulieferer und Offshore-Ausrüster stellen müssen. Seit gestern präsentieren sie sich auf der internationalen Fachmesse SMM (Schiff, Maschine, Meerestechnik) in Hamburg und erörtern dort Entwicklungen in ihren Segmenten. Mit rund 2289 Ausstellern ist die Leistungsschau ausgebucht – darunter auch die großen und kleinen Adressen der Maritimen Szene aus Schleswig-Holstein.

Schleswig-Holsteins Wirtschafts-Staatssekretär Thilo Rohlfs ist heute vor Ort, um die Firmen an ihren Ständen zu besuchen – darunter die Flensburger Schiffbaugesellschaft (FSG), die Wewelsflether Peters-Werft oder die Schacht-Audorfer Lürssen-Werft, aber auch einige Startups. Am Stand des Maritimen Clusters Norddeutschland treffen sich zudem die Minister, Staatssekretäre, Snetoren und Staatsräte der fünf Küsten-Bundesländer zu einem Meinunbgsaustausch.

Rohlfs sagte vor seinem heutigen Messebesuch (Audio starten – „im Browser anhören“)

Erstmals gibt es dieses Jahr bei der SMM eine Sonderschau zum 3D-Druck, der mit schichtweise gefertigten Bauteilen auch der Schifffahrt Impulse bringen soll. Reeder könnten benötigte Ersatzteile möglicherweise gleich im Hafen oder an Bord fertigen und einbauen lassen, was wiederum kostspielige Liegezeiten verkürzt, teilten die SMM-Veranstalter mit.

Für das Messe-Motto «Trends in SMMart Shipping» präsentieren Hersteller unter anderem emissionsärmere Antriebe und alternative Stromversorgungen für Schiffe an Bord und in Häfen – anstelle von umweltbelastenden Dieselaggregaten. Ab 2020 dürfen Schiffe nach Bestimmungen der International Maritime Organization (IM0) auf hoher See nur noch Treibstoff mit einem Schwefelgehalt von 0,5 Prozent statt bisher 3,5 Prozent verbrennen oder müssen alternativ die Abgase vom Schwefel reinigen. In Nord- und Ostsee gilt schon länger ein niedrigerer Grenzwert von 0,1 Prozent Schwefel.

Denn die internationale Schifffahrtsindustrie steht bei der Erfüllung verschärfter Umweltvorschriften unter Zeitdruck. Vom 1. Januar 2020 an dürfen Schiffe nach Bestimmungen der International Maritime Organization (IMO) auf hoher See nur noch Treibstoff mit einem Schwefelgehalt von 0,5 Prozent statt bisher 3,5 Prozent verbrennen oder müssen alternativ die Abgase vom Schwefel reinigen. «Jetzt geht es für die IMO und die Branche darum, den neuen Grenzwert konsequent umzusetzen», sagte IMO-Generalsekretär Kitack Lim gestern bei der Eröffnung der  SMM . In Nord- und Ostsee darf schon seit 2015 nur noch Treibstoff mit 0,1 Prozent Schwefelgehalt genutzt werden. «Das ist sehr erfolgreich», sagte Lim.

«Wir werden es schaffen, aber wir müssen hart arbeiten», sagte der Vorsitzende der International Chamber of Shipping (ICS), Esben Poulsson, zur neuen Schwefelobergrenze. Ein regelkonformer Kraftstoff müsse von Mitte nächsten Jahres an überall verfügbar sein. Allerdings habe er hierzu noch keine konkreten Informationen aus der Mineralölindustrie. Auch zum Kraftstoff-Preis gebe es noch keine Angaben. Für Reedereien ist der Kraftstoff ein wesentlicher Kostenfaktor.

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