Bitterer Einschnitt: Kieler Traditionsbetrieb Klinck stellt Insolvenzantrag – Läden bleiben geöffnet

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Die Friseur-Kette Klinck mit knapp 750 Mitarbeitern hat wegen drohender Zahlungsunfähigkeit beim Amtsgericht Kiel die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Dies teilte Rechtsanwalt Jens-Sören Schröder als vorläufiger Insolvenzverwalter heute mit. Hintergrund seien Liquiditätsengpässe wegen Umsatzrückgängen im laufenden und im vergangenen Jahr. Die Friseur Klinck GmbH mit Sitz in Kiel betreibt 95 Salons in sieben Bundesländern. Die Kette ist in Schleswig-Holstein, Hamburg sowie Mecklenburg-Vorpommern besonders stark vertreten.

Der Geschäftsbetrieb solle in enger Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung, den Schwestern Monika und Susanne Klinck, und den Beschäftigten aufrechterhalten und fortgeführt werden, erklärte Schröder: «Friseur Klinck bleibt geöffnet.» Um die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter sicherzustellen, wollte er noch am Donnerstag die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes bei der Arbeitsagentur in Kiel beantragen.

«Friseur Klinck ist ein Traditionsbetrieb, eine starke Marke und hat einen guten Ruf am Markt», sagte Schröder. Der Großteil der Salons arbeite nach erster Einschätzung rentabel und könne fortgeführt werden. Für unrentable Salons müssten ein Verkauf oder auch eine Schließung geprüft werden. Durch eine Restrukturierung des Salonnetzes solle Klinck wieder schwarzen Zahlen schreiben und dauerhaft erhalten werden. 1928 hatte der Friseurmeister Wilhelm Klinck in Kiel den ersten Salon eröffnet.

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