Förderbanken-Trio sorgte 2018 für 1,2 Milliarden Euro Investitionen im Mittelstand

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Präsentierten die Förder-Zahlen (v.l.): Holger Zervas (MBG), Hans-Peter Petersen (Bürgschaftsbank), Buchholz und IB.SH-Vorstandschef Westermann-Lammers

Trotz schwächelnder Konjunktur zeigt sich Schleswig-Holsteins Mittelstand in robuster Verfassung. Dieses Fazit zogen Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) und die Förderbanken heute in Kiel aus den Zahlen für 2018.

Die Investitionsbank, die Bürgschaftsbank und die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft unterstützten 739 Betriebe mit 282 Millionen Euro. Damit wurden Investitionen von 1,2 Milliarden Euro ausgelöst, mehr als 2000 Arbeitsplätze geschaffen und gut 27 000 gesichert. 2017 waren es 319 Millionen Euro für 753 Unternehmen. Die Zahlen zeigten, dass es dem Mittelstand gut gehe und die Auftragsbücher gefüllt seien, sagte Buchholz.

Im Gespräch mit Journalisten sagte der Minister weiter – Audio starten („im Browser anhören)

BREXIT: Negative Folgen erwartet Buchholz am ehesten für die Pharmazeutische Industrie und den Maschinenbau. Falls britische Firmen auf dem Kontinent Standorte suchten, könnte die Metropolregion Hamburg für sie interessant werden. Er könne sich auch einen Koordinator für die Brexit-Task-Force vorstellen, sagte Buchholz.

BETEILIGUNGSOFFENSIVE: Sie wurde 2018 gestartet und hat laut Buchholz «gut gezündet». Der Fonds für neu gegründete und junge innovative Betriebe werde massiv nachgefragt. Er wurde um 4 auf 16 Millionen Euro erhöht. Eine weitere Aufstockung sei denkbar, sagte Buchholz.

INVESTITIONSBANK: Sie gewährte dem Mittelstand 508 (2017: 591) Millionen Euro Förderdarlehen. Darüber hinaus wurden 63 Millionen Euro (2017: 27) Zuschüsse aus der Gemeinschaftsaufgabe «Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur» bewilligt. Vorstandschef Erk Westermann-Lammers sprach von einem stabilen Neugeschäft. Gedämpft sei die Entwicklung bei erneuerbaren Energien. In der beruflichen Fortbildung wurden mit dem Aufstiegs-BAföG 3400 Menschen gefördert.

BETEILIGUNGSGESELLSCHAFT: Sie stärkt die Eigenkapitalbasis mittelständischer Unternehmen. 2018 begleitete sie wie im Vorjahr rund 120 Unternehmen mit einem Beteiligungsvolumen von 28 (2017: 21) Millionen Euro. Damit erzielte die MBG ihr bisher bestes Neugeschäft.

BÜRGSCHAFTSBANK: Sie springt ein, wenn aussichtsreiche Vorhaben an zu geringen Sicherheiten zu scheitern drohen. 2018 griff sie 482 (2017: 469) Unternehmen und Angehörigen Freier Berufe mit Bürgschaften unter die Arme. Das Neugeschäft erreichte mit 95 Millionen Euro ein Allzeithoch. Auch die begleiteten 150 Unternehmensnachfolgen mit einem Bürgschaftsvolumen von 39 Millionen Euro sind ein Höchstwert.

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Das künftige Kieler Theaterschiff – hier noch in Form des Schwimmpontons bei Anlieferung in der Kieler Schleuse

BEISPIEL: In Kiel geht im Frühjahr ein Theaterschiff an den Start, Gesamtinvestition 830 000 Euro. Die MBG beteiligt sich mit 100 000 Euro. Am Sparkassendarlehen über 730 000 Euro trägt die Investitionsbank ein 50-prozentiges Risiko.

Hier die gesamte PK als Live-Mitschnitt

RESÜMEE: Die Förderbanken helfen Unternehmen, denen der Markt keine ausreichende Finanzierung bietet. Die Förderung setze vor allem in schwierigen Phasen wie nach Gründungen ein, sagte Buchholz. Die Zusammenarbeit der Institute sei ein bedeutender Wettbewerbsvorteil für die Unternehmen im Land. Die Förderbanken kosteten das Land unter dem Strich kein Geld, sondern sie verdienten welches.

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