Rohlfs besiegelt in Japan Kooperation für mehr Wasserstoff-Know-how im echten Norden

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Rohlfs besiegelt per Handschlag die Wasserstoff-Kooperation mit Generaldirektor

Die Pläne Landesregierung, vor allem an der Westküste durch bessere Nutzung von „grünem Strom“ aus Windenergie dauerhaft eine Wasserstoff-Wirtschaft zu etablieren, bekommen kräftigen Rückenwind aus Japan. Bei seiner einwöchigen Delegationsreise nach Tokio, Osaka und Kobe – die heute zuende geht – besiegelte Technologie-Staatssekretär Thilo Rohls in der schleswig-holsteinischen Partnerregion Hyogo eine entsprechende Kooperation. Gemeinsam mit dem Generaldirektor der Präfektur Hyogo, Norihisa Mizuguchi, sei er überzeugt, dass beide Regionen auf dem Feld der Erneuerbaren Energien gemeinsam Potenziale ausschöpfen können.

Rohlfs sagte – Audio starten „im Browser anhören“:

Wie der FDP-Politiker weiter sagte, arbeiten die Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WT.SH), und die mit Hamburg gemeinsam geführte Clusterorganisation „Life Science Nord“ auf dem Feld der Medizintechnik und anderer Lebenswissenschaften bereits seit 22 Jahren erfolgreich mit Hyogo zusammen.

Während die Wasserstoff-Technologien in Deutschland noch in den Anfängen stecken, seien die Japaner Pioniere auf diesem Feld. Besonders interessant, so Rohlfs, seien die japanischen Ansätze für eine sektorübergreifende Wasserstoff-Strategie. Diese könnten die entscheidende Antwort auf Energie- und Klimaprobleme sein – mit einer tiefgreifenden Dekarbonisierung von Verkehr, Energie, Industrie und Wohnen bei gleichzeitiger Erhöhung der Energiesicherheit.

Rohlfs: „In einem ersten Schritt werden wir eine Plattform aufbauen, über die ein Austausch von Forschern und Unternehmen über Erneuerbare Energien organisiert wird. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir bereits im kommenden Jahr mit ersten konkreten Wasserstoff-Projekten starten können.“  Der FDP-Politiker zeigte sich bei der Delegationsreise zusammen mit Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher besonders von dem Wasserstoff-Kraftwerk in der Partnerregion Hyogo begeistert. „Ich bin sicher, dass sich unsere Expertise zu Windkraft in Schleswig-Holstein perfekt mit dem Wasserstoff-Know-how der Japaner ergänzen wird“, so Rohlfs.

Der Konzern Kawasaki Heavy Industries hatte erst im vergangenen Jahr mit der Obayashi Corporation 2018 ein Versuchsprojekt in Kobe in Betrieb genommen, in dem mit Wasserstoff eine Gasturbine betrieben wurde, um Strom und Wärme zu erzeugen. Ziel sind Kraft-Wärme-Kopplungssysteme für die Versorgung von Stadtteilen oder Industrieanlagen. Tokio wird zudem zur Olympiade 2020 ein 6000 Einheiten großes Olympisches Dorf aufbauen, das komplett mit Wasserstoff betrieben wird.

Sysmex
Frank Diehl (links) von Sysmex mit dem örtlichen Geschäftsführer, Staatssekretär Rohlfs und Life-Science-Nord-Geschäftsführer Hinrich Habeck.

Zuvor hatte Rohlfs in Kobe das Unternehmen Sysmex besucht, das  Europa-Standorte in Neumünster und Norderstedt unterhält.  Dabei sagte Rohlfs dem Spezialbetrieb für In-vitro-Diagnostika zu, weitere Investitionen in Schleswig-Holstein zu unterstützen. Sysmex mit seinen weltweit 9000 Beschäftigten – davon 800 in Schleswig-Holstein – ist Marktführer im Bereich der Bekämpfung von Blutkrankheiten.

Am zweiten Tag seiner Delegationsreise hatte Rohlfs in Tokio zudem aussichtsreiche Gespräche mit Toshiba über eine mögliche Ansiedlung einer Lok-Fertigung in Kiel geführt. Mehr dazu hier

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