Land schickt zwei Projekte der Türkischen Gemeinde Kiel in die Verlängerung

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v.l.: Meryem Dipcin (AIM), Staatssekretär Rohlfs, Hakan Demirok (Projektleitung AIM, Lübeck), Cebel Kücükkaraca (Vorsitzender Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V.)

Zwei bewährte Projekte der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. gehen für zwei Jahre in die Verlängerung: „Unser Ziel ist es, jungen Migrantinnen und Migranten einen gleichberechtigten Zugang zum Ausbildungsmarkt zu ermöglichen und auch als zukünftige Fachkräfte für den öffentlichen Dienst zu gewinnen“, sagte Arbeitsstaatssekretär Dr. Thilo Rohlfs heute in Kiel. Rohlfs übergab zwei Förderbescheide über insgesamt 573.000 Euro an den Vorsitzenden der Türkischen Gemeinde, Dr. Cebel Kücükkaraca, für die Fortsetzung der Projekte „Ausbildung und Integration für Migrant*innen – AIM“ und „AIM im öffentlichen Dienst“.

Wie Rohlfs weiter sagte, sei das Ziel der Projektarbeit der Türkischen Gemeinde die Schärfung des Bewusstseins für die Notwendigkeit einer Berufsausbildung, um eine erfolgreiche Integration junger Menschen in den deutschen Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Das Land fördere mit dem Projekt „AIM“ Beratungsbüros in Lübeck, Elmshorn, Kiel und Neumünster, in denen erfahrene Mitarbeitende mit Zuwanderungshintergrund für Fragen rund um das Thema Ausbildung zur Verfügung stehen. Darüber hinaus werden mit landesweit stattfindenden Berufsorientierungscamps jugendliche Migrantinnen und Migranten für eine Bewerbung im öffentlichen Dienst motiviert und fit gemacht.

„Im Elternhaus werden hohe Bildungsbestrebungen zu häufig nur mit einem Studium an einer Universität verbunden und eine duale Ausbildung oder der öffentliche Dienst selten als attraktive Angebote wahrgenommen. Daher scheint es schwierig, junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte diesbezüglich zu interessieren. Die Projektmitarbeiter der Türkischen Gemeinde helfen bei der beruflichen Orientierung, unterstützen bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen, vermitteln Computer-Kurse und individuelle Coachings und hören den jungen Menschen auch einfach nur zu“, sagte Rohlfs. Auch Betriebe würden bei der Einrichtung von Ausbildungsplätzen und während der Ausbildung beraten und unterstützt, um die Ausbildungsbereitschaft zu schaffen oder zu erhalten.

Rohlfs erinnerte auch an den wachsenden Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften und appellierte an die Betriebe und öffentliche Arbeitgeber im Land: „Überwinden Sie ihre vielleicht bestehenden Sorgen vor sprachlichen oder kulturellen Stolpersteinen. Ihnen stehen mit den Projekten ‚AIM‘ und ‚AIM öD‘ kompetente und engagierte Unterstützungsangebote zur Verfügung.“

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