Von Lauenburg bis Nordfriesland-Nord: Alle Glasfaser-Projekte in SH sind ausfinanziert

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Immer weniger weiße „Glasfaser-Flecken“ auf der SH-Karte: Buchholz mit dem Chef des Breitband-Kompetenzzentrums Schleswig-Holstein, Richard Krause 

Der Haushaltsüberschuss des Landes macht‘s möglich: Dank zusätzlicher 52 Millionen Euro für den Breitband-Ausbau können sämtliche offenen Glasfaser-Projekte in Schleswig-Holstein bis zum Jahr 2025 ausfinanziert werden. „Damit stellen wir sicher, dass wir innerhalb der kommenden fünf Jahre eine nahezu flächendeckende Glasfaser-Versorgung im Land erreichen“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz am Abend beim diesjährigen Branchentreffen „Bündnis für Glasfaserausbau“ in Kiel.

Bislang hatte die Landesregierung rund 105 Millionen Euro für den Glasfaserausbau zur Verfügung und zusätzlich 150 Millionen Euro aus dem Breitband-Bundesprogramm  eingeworben. Damit konnte bereits eine Glasfaser-Anschlussquote von aktuell 44 Prozent aller Haushalte im Land erreicht werden. „Und damit liegen wir bundesweit mit Abstand an der Spitze“, so Buchholz. Mit der jetzigen Mittel-Aufstockung könnten bereits in zwei Jahren schon über 60 Prozent Versorgungsquote erzielt werden. Als Beispiele nannte Buchholz das Glasfaserprojekt des Zweckverbandes Ostholstein, das den Ausbau im gesamten Kreisgebiet vorsieht, sowie das Glasfaserprojekt „Lauenburgische Seen“ oder das Ausbau-Projekt „Nordfriesland Nord“ samt Außenlagen.

Derzeit befinden sich nach den Worten des Ministers bereits 638 Gemeinden im Glasfaser-Betrieb, in 139 Gemeinden werde aktuell gebaut und für 285 Gemeinden sei der Ausbau in Planung. „Das heißt: wir haben 15.300 Kilometer Glasfaser-Trassen im Betrieb und weitere 15.000 Kilometer in Planung“, so Buchholz.

Mit Blick auf die Glaserfaser-Lücken in vielen Städten erinnerte der Minister daran, dass hier nach wie vor eine Förderung nicht möglich sei. „Das liegt vor allem daran, dass die Städte für heutige Verhältnisse noch gut mit Kabelnetzen und VDSL versorgt sind. Aber auf Dauer wird das nicht reichen“, so Buchholz. Darum sei auch in Zukunft ein erhebliches privatwirtschaftliches Engagement nötig, das mit Hilfe der Investitionsbank vom Land flankiert werde. Buchholz: „Positive Ansätze gibt es bereits in Flensburg und Neumünster mit den jeweiligen Stadtwerken – und auch Lübeck hat sich auf den Weg gemacht.“

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