Parallel zu den Lockerungen – der Arbeitsmarkt im echten Norden zieht an, Buchholz erleichtert

Die Zahl der Arbeitslosen in Schleswig-Holstein ist im Mai zurückgegangen. 92.000 Frauen und Männer waren ohne Job. Das waren 3.500 weniger als im April und 5.200 weniger als im Mai 2020. Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum Vormonat von 6,1 Prozent auf 5,8 Prozent. Im Mai 2020 hatte sie 6,2 Prozent betragen. Im Vorjahresvergleich stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten – basierend auf Daten für März – um 0,8 Prozent auf deutlich über eine Million. Die Unternehmen im Norden suchen wieder mehr Personal. Im Mai wurden 5700 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet, 540 mehr als im April.

Wirtschafts- und Arbeitsminister Bernd Buchholz führt den Positiv-Impuls unter anderem auf die sinkenden Corona-Infektionszahlen und die Lockerungen zurück: „Besonders für die gebeutelte Tourismus- und Veranstaltungsbranche sind das gute Nachrichten. Die Menschen sehnen sich nach Urlaub und Veranstaltungen, sodass ich auch für die Sommerferien mit einer anhaltend starken Buchungslage rechne“, so Buchholz. In den touristisch geprägten Kreisen sank die Arbeitslosenquote gegenüber April besonders deutlich: In Dithmarschen um 0,3 Prozentpunkte auf 6,1 Prozent, in Nordfriesland um 0,5 Prozentpunkte auf 5,1 und in Ostholstein um 0,4 Prozentpunkte auf 5,2 Prozent.

Buchholz sagte weiter – Audio starten (Pfeil klicken)

Wie Buchholz weiter sagte, sei die Zahl arbeitsloser junger Menschen unter 25 Jahren besonders deutlich zurückgegangen. Und zwar sowohl gegenüber dem Vormonat (- 6,3 Prozent) als auch gegenüber dem Vorjahresmonat (- 18,6 Prozent. Bei den Langzeitarbeitslosen zeige sich noch Nachholbedarf. „Durch die jüngsten Lockerungen dürfen arbeitsmarktpolitische Maßnahmen unter Auflagen wieder in Präsenzform stattfinden“, sagt Buchholz. Gerade für eher schwer vermittelbare Arbeitslose sei dieses Format enorm wichtig. „Unsere Erfahrungen mit Langzeitarbeitslosen im Landesprogramm Arbeit zeigen, dass Angebote vor Ort mit persönlichem Kontakt durch intensivere Integrationsarbeit mehr Menschen erreichen können.“ Dennoch blieben digitale Angebote eine wichtige Ergänzung. Auch für junge Menschen seien Praktika vor Ort kaum ersetzbar. Als ebenfalls erfreulich bezeichnete Buchholz die Entwicklung bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Nach vorläufigen Werten von März 2021 stieg ihre Zahl gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Prozent (+8.300) auf 1.016.900. Buchholz: „Die Bereiche Gesundheit, Heime und Sozialwesen, der öffentliche Dienst und das Baugewerbe weisen weiterhin eine hohe Personalnachfrage auf.“

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