Die neuen StartUp-Stars des echten Nordens: beim 3. Überflieger-Wettbewerb gab’s diesmal 4 Sieger

Juri Klusak von Orthodrone beim Vorstellen seines Geschäftskonzepts

In nur sechs Minuten mit der eigenen Geschäftsidee überzeugen: Beim Finale des mittlerweile dritten landesweiten Überflieger-Wettbewerbs gaben gestern Abend im Gästehaus der Landesregierung sechs junge Unternehmen alles, um eine von drei Reise nach San Francisco und ins Silicon Valley zu gewinnen. Überraschung des Abends: Die Jury, die hauptsächlich aus den Sponsoren des Überflieger-Wettbewerbs besteht, finanzierte diesmal sogar kurzentschlossen eine vierte Reise ins Startup-Mekka.

„Wir haben kurzentschlossen zusammengeschmissen und anschreiben lassen, um in diesem Jahr ausnahmsweise sogar ein viertes Team in die USA zu schicken“, scherzte Wettbewerbs-Schirmherr, Wirtschaftsminister Bernd Buchholz bei der Siegerehrung. Er sagte weiter – Audio starten

Der „Überflieger“-Erstplatzierte: Jannes Köhler

Die meisten Stimmen der Jury erhielt Jannes Köhler für seine No-Code-Plattform Univelop. Nach der ersten Freude formulierte er bereits konkrete Wünsche für die Reise nach San Francisco: „Ich würde mich wirklich freuen, Investoren und Partner kennen zu lernen, die uns Wachstum und auch den Eintritt in den amerikanischen Markt ermöglichen.“

Auf seiner Reise ins kalifornische Gründungsmekka werde ihn die Gründer von Orthodrone und DayOff begleiten. Sie lagen gleich auf und ganz knapp vor IdeaChamp, die nun als viertes Startup in den Flieger steigen dürfen.

Hier die Siegerehrung als Live-Mitschnitt – Video starten

„Wir haben viele herausragende Startups in Schleswig-Holstein. Mit dem Überflieger-Wettbewerb geben wir ihnen eine Bühne hier vor Ort und schicken sie nach San Francisco und ins Silicon Valley, damit sie den Spirit hautnah erleben, Inspirationen sammeln und vor allem wichtige neue Kontakte aufbauen können“, erklärt Dr. Anke Rasmus, 1. Vorsitzende des Vereins StartUp SH, die Idee des Startup-Wettbewerbs. Mitveranstalter The Bay Areas e.V. fördert den Austausch und die Zusammenarbeit der Regionen San Francisco, Kiel und Schleswig-Holstein.

Anke Rasmus

„Für unsere Gewinner-Startups organisieren wir eine Reise mit möglichsten vielen persönlichen Treffen mit Investoren aus dem Silicon Valley und amerikanischen Startups“, beschreibt Axel Schulz, 1. Vorsitzender The Bay Areas den Gewinn. Im Moment stehen die Planungen durch die Corona-Pandemie auf Standby, aber sobald eine attraktive Reise möglich ist, werden die Überflieger abheben.

Aber auch für CarbonFreed und Plantobelly nutzen die Veranstalter ihre Kontakte ins Silicon Valley. Sie werden ihre Geschäftsideen in digitalen Pitches einem amerikanischen Investor vorstellen und direktes Feedback aus Sicht des amerikanischen Marktes erhalten.

Vor Ort in Schleswig-Holstein kann das Netzwerken sofort starten. Sowohl der Marketing Club Schleswig-Holstein als auch der Verein The Bay Areas übergaben den sechs Finalisten eine kostenlose Jahresmitgliedschaft. „Bei den richtigen Zielgruppen sichtbar zu sein und zu bleiben, ist für den Erfolg junger wie gestandener Unternehmen wichtig“, betonte Börrje Schneider vom MCSH-Vorstand und freut sich auf den Austausch mit den Gründerinnen und Gründern.

Der Überflieger-Wettbewerb findet bereits zum dritten Mal statt und wird von den drei Vereinen The Bay Areas, Marketing Club Schleswig-Holstein und StartUp SH zusammen mit dem Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus Schleswig-Holstein veranstaltet. Startups mit guten Ideen aus Schleswig-Holstein erhalten so die Chance, ihre Geschäftsidee einem breiten Publikum vorzustellen, den Spirit des Silicon Valley hautnah zu erleben und auf beiden Seiten des Atlantiks neue Kontakte aufzubauen. Der Wert pro Reise beträgt ca. 4.000 Euro.

Über die Startups:

Marko Ibsch

CarbonFreed | „Moderne Technologien wie Künstliche Intelligenz bieten fast grenzenlose Möglichkeiten“, sagt CarbonFreed-Gründer Marko Ibsch. Mit seinem Startup setzt er sie ein, um den Zertifizierungsprozess von Stromerzeugungsanlagen aus erneuerbaren Energien zu automatisieren, insbesondere für den Bereich Photovoltaik. Fachkräfte werden von monotoner Arbeit entlastet, der der Fachkräftemangel kompensiert und die Bearbeitungszeit für Zertifikate auf 1/10 reduziert.

Lino Toran Jenner

DayOff | Lino Toran Jenner und Corin Freyer ist wertschätzende Teamarbeit wichtig und der zentrale Punkt ihrer Web-Applikation für nachhaltiges Soft Skill Training. Mit motivierende Challenges für alle Mitarbeitenden unterstützen sie gemeinsames Lernen, setzen künstliche Intelligenz ein, um bedarfsorientiertes Soft Skill Training zu ermöglichen und integrieren das Lernen durch praktische Anwendung direkt in den Arbeitsalltag.

Gerrit Jochims

IdeaChamp | Dr. Gerrit Jochims, Laura Röseberg und Dennis Struck haben eine Technologie entwickelt, mit der unternehmerische Innovationsideen nicht im Sand verlaufen, sondern einfach in die Umsetzung gebracht werden. Das Startup begleitet seine Kunden mittels Software und Beratungsleistungen bei ihren Innovationsprozessen und bindet dabei Mitarbeitende über alle Hierarchieebenen hinweg ein.

Juri Klusak

Orthodrone | Juri Klusak und Julian Teege haben wissenschaftliche Datenerfassung und Analysen von der Uni in die internationale Wirtschaft gebracht. Die hybriden Drohnen und hochgenaue Sensorik sind mittlerweile weltweit im Einsatz. Für seine Kunden modelliert und analysiert Orthodrone kritische Infrastruktur, wie Bauwerke für den öffentlichen Sektor, Hochspannungsleitungen und Vegetation für Netzbetreiber, Offshorebauteile, stromproduzierende Staudämme in den Alpen und Telekommunikationsmasten.

Plantobelly | Christian Hahn und Bastian Klemke lassen Bäume sprechen. Die Gründer von Plantobelly haben ein System zur professionellen Feuchtigkeitsüberwachung im Boden entwickelt, das bereits in mehreren Städten und auf einer Obstplantage im Einsatz ist. Das Startup unterstützt seine Kunden bei der Anpflanzung und Pflege von Straßenbäumen und Stadtbegrünung, die durch Klimawandel, verdichtete Böden und Wasserknappheit immer schwieriger und aufwendiger werden.

Univelop | „Mit unserem Bausteinsystem kann jeder seine eigene App erstellen. Auf jedem System. Ohne eine Zeile Code“, verspricht Univelop-Gründer Jannes Köhler. Mit seiner No-Code Plattform spricht das Startup alle an, die ihre Geschäftsprozesse digitalisieren möchten, dafür jedoch keine passende Software finden und denen individuelle Lösungen zu teuer sind. Durch die Kombination verschiedener Bausteine ist so ziemlich alles umsetzbar. Das Ergebnis ist eine intuitive Anwendung, die auf diversen Geräten läuft.

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