Madsen hält SH-Arbeitsmarkt trotz leichtem „November-Knick“ für roibust und aufnahmefähiger Verfassung

Madsen mit RD-Nord-Chef Markus Biercher

Trotz eines leichten Anstiegs der Erwerbslosenzahlen im Vergleich zum Vormonat sieht Arbeitsminister Claus Ruhe Madsen den schleswig-holsteinischen Arbeitsmarkt weiterhin in robuster und vor allem aufnahmefähiger Verfassung: „Vor allem der Anstieg der Arbeitslosenzahlen gegenüber November 2021 ist der konjunkturellen Gesamtlage und dem Zuzug von Geflüchteten – vorwiegend aus der Ukraine – geschuldet“, sagte Madsen heute (30. November) in Kiel. Nach wie vor entstünden neue Arbeitsplätze und auch die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten steige kontinuierlich an.

Auch der Chef der Regionaldirektion Nord der Arbeitsagentur, Markus Biercher, sieht den Arbeitsmarkt im Land weiterhin „rosbust und positiv“. Der Stichtag für die aktuellen Zahlen war der 14. November.

Nach den jüngsten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit stieg die Zahl der Arbeitslosen in Schleswig-Holstein im November im Vergleich zum Vormonat um 1,6 Prozent (+1.280), im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,1 Prozent (+4.786) auf 82.643 Arbeitslose. Die Arbeitslosenquote liegt bei 5,2 Prozent. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hingegen stieg nach Werten von September 2022 gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Prozent (+15.900) auf knapp über eine Million. Madsen: „Insbesondere im Gesundheits- und Sozialwesen, im Gastgewerbe sowie im Bereich der sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen sind neue Arbeitsplätze entstanden. Nur in der Arbeitnehmerüberlassung, in der Finanz- und Versicherungswirtschaft gingen sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze verloren.“

Den erzielten Kompromiss beim Bürgergeld begrüßt Madsen: „Die höheren Hinzuverdienste, eine bessere Qualifizierung, aber auch Sanktionsmöglichkeiten beim Bürgergeld setzen die richtigen Impulse, um Menschen in Arbeit zu bekommen.“ Gerade das Thema Qualifizierung werde immer wichtiger, wie eine neue Langfristprognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zu den Auswirkungen des Strukturwandels für die Bundesländer aufzeige.

„Bis zum Jahr 2040 gehen das Arbeitskräfteangebot und der Arbeitskräftebedarf in fast allen Bundesländern, auch in Schleswig-Holstein vor allem demografiebedingt und durch die zunehmende Digitalisierung zurück“, so Madsen. Dennoch gebe es Branchen wie das Gesundheitswesen oder IT-Dienstleistungen, die kontinuierlichen Bedarf an Personal haben werden, sodass sich hier gerade für Berufsanfänger oder Berufswechsler, die sich qualifizieren, echte Perspektiven ergeben“, so der Minister.

Die Langfristprognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) findet sich HIER

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