OH-Tourismus startet 2023 mit neuem Konzept – gute Aussichten auch für den Sund-Tunnel

Blicken optimistisch ins neue Jahr (v.l.): OHT-Chefin Lauritzen, Minister Madsen, OHT-Vizechefin Bünting, Bürgermeister Weber und Tourismuschef Behncke

Die Tourismusorganisation «Ostsee Schleswig-Holstein» startet mit einem neuen Entwicklungskonzept ins Jahr 2023. Es setzt nicht mehr nur die Gäste als Zielgruppe in den Fokus, sondern berücksichtigt ebenso Einheimische und Mitarbeitende.“ Die neue Strategie stellten Katja Lauritzen und Julia Bünting vom Ostsee-Holstein-Tourismus e. V. (OHT) heute Wirtschafts- und Tourismusminister Claus Ruhe Madsen bei einem Ortstermin auf Fehmarn vor.

Nach den Worten von OHT-Chefin Lauritzen orientiere sich das Entwicklungskonzept eng an der Tourismusstrategie des Landes. «Wir setzen dabei auf eine enge Verzahnung der beiden Strategien und möchten so mit unseren Mitgliedern dazu beitragen, dass zukünftige Maßnahmen aller Beteiligten darauf einzahlen», so Lauritzen. Dabei spiele unter anderem Wohnraum für Mitarbeitende, aber vor allem die Tourismusakzeptanz in der Bevölkerung eine entscheidende Rolle. Fehmarns Bürgermeister und OHT-Vorsitzende Jörg Weber zeigte sich in dem Zusammenhang zuversichtlich, dass das geplante JUFA-Hotelvorhaben in Meschendorf auf Fehmarn in einem neuen Anlauf realisiert wird. «Deshalb ist es wichtig, dem Wirtschaftsministerium die aktuellen Herausforderungen auf Fehmarn in Sachen Hotelansiedlung darzulegen. Hilfestellungen sind dabei immer willkommen», so Weber.

Erst zwei Tage zuvor hatte die „Ostsee Tourismuskonferenz“ mit der IHK Schleswig-Holstein und dem Tourismusverband Schleswig-Holstein stattgefunden, in dem es um Wohnraum für Mitarbeitende ging. „Unsere Aufgabe als Verband ist es, über wichtige Themen zu informieren und den Austausch im Netzwerk zu organisieren“, erklärte Weber. «Die Umsetzung erfolgt bei uns auf Fehmarn zum Beispiel in dem 4,2 Hektar großen und innovativen, nachhaltigen und sozialverträglichen Wohngebiet, das nördlich der Gorch-Fock-Straße in Burg erschlossen werden soll.»

Bei seinem Besuch ließ sich Madsen auch über Infrastrukturprojekte informieren, die vom Land gefördert wurden. Fehmarns Tourismusdirektor Oliver Behncke zeigte die Maßnahmen der letzten Jahre auf und gab einen kurzen Ausblick auf künftige Vorhaben. «Der Tourismus auf Fehmarn hat sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt und wir streben an, trotz der zu erwartenden Belastungen durch die Großbaustellen insbesondere mit unseren Hotelprojekten, Wassersportangeboten und Premium-Radwegen auf der Sonneninsel den Ganzjahrestourismus weiter auszubauen», sagte Behncke.

Mit Blick auf den entstehenden Fehmarnbelt-Tunnel zeigte sich Madsen erleichtert, dass der Tunnel durch den Fehmarnsund absehbar in ein Programm des Bundesverkehrsministeriums aufgenommen werde, mit dem Großprojekte durch beschleunigte Planungsverfahren schneller realisiert werden. „Dann werden wir die Baugenehmigung schneller bekommen“, meinte Madsen. Ein beschleunigtes Planungsverfahren für den Sundtunnel bedeute gut zwei Jahre weniger «Papierkrieg» als bei einem traditionellen Planungsverfahren.

Möglicherweise würden zudem weitere Abschnitte der Hinterlandanbindung in das Programm aufgenommen. Madsen: «Die Anbindung von Lübeck bis Puttgarden ist das wichtigste Bahnprojekt für die nächsten zehn Jahre. Das ist in Berlin scheinbar erkannt worden, und deswegen richtet sich die volle Aufmerksamkeit darauf.» Er werde sich Anfang Februar mit dem Vorstandsvorsitzenden der Bahn, Richard Lutz, treffen, um sich das beschleunigte Verfahren bestätigen zu lassen.

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