
Ministerbesuch bei einem innovativen Zugpferd der schleswig-holsteinischen Wehrtechnik: Kaum ein Unternehmen im Norden ist in den vergangenen Jahren so stark gewachsen wie die „Flensburger Fahrzeugbau GmbH“. Allein in den vergangenen 12 Monaten wuchs die Belegschaft des Traditionsbetriebs und Bundeswehr-Lieferanten um über 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – und wenn es nach Firmenchef Norbert Erichsen ginge, könnten es auf einen Schlag gern 100 Beschäftigte mehr sein. Wirtschafts- und Arbeitsminister Claus Ruhe Madsen zeigte sich bei seiner Stipvisite an der Förde heute entsprechend begeistert.
Das rund 800 Mitartbeiter starke Unternehmen beschäftigt allein 80 Auszubildende – und präsentierte dem Minister seine neueste technologische Errungenschaft – einen Hochleistungs-Schweißroboter, der selbst die Schweiß-Technologie der Autokonzerne tief in den Schatten stellt. «Das ist der Aufstieg in eine wahrlich neue Liga», schwärmten nicht nur Vertriebsleiter Thorsten Peter und Fertigungschef Tim Stange bei einem kurzen Rundgang.
Der Minister sagte dabei im Gespräch mit Journalisten unter anderem (Video starten)
Die FFG-Geschäftsleitung dankte Madsen und der Landesregierung für den Einsatz für die wehrtechnische Industrie in Schleswig-Holstein. Vor allem, was die Beschleunigung der oft zu langwierigen Beschaffungs- Genehmigungsverfahren anbelange.
Mit Blick auf den Fachkräftemangel auch in der Wehrtechnik-Branche erinnerte Madsen daran, dass das Land Projekte zur Sicherung von Fachkräften bis einschließlich 2026 mit zwei Millionen Euro jährlich fördert. Die entsprechende Richtlinie sei heute in Kraft getreten. «Wir finanzieren Projekte, die einen signifikanten Beitrag zur Fachkräftesicherung in Schleswig-Holstein leisten und auf andere Branchen und Regionen übertragbar sind», so Madsen.

Es können Projekte mit einer Dauer von ein bis drei Jahren und einem Antragsvolumen ab 50 000 Euro gefördert werden. Als Träger kommen beispielsweise Kommunen, Kammern, Verbände, Stiftungen, Vereine, Einrichtungen der Wirtschaftsförderung sowie staatliche und staatlich anerkannte Hochschulen in Betracht.
Madsen erhofft sich aus den Projekten neue Impulse zur Fachkräftesicherung mit positiven Effekten für das gesamte Land. «Der Fachkräftemangel ist mittlerweile über alle Branchen und Regionen eines der drängendsten Themen unserer Unternehmen», sagte der Minister. «Deswegen stellen wir erhebliche zusätzliche Mittel zur Verfügung, um gute Ideen und Vorhaben zur Gewinnung und Bindung von Fachkräften zu unterstützen.»