Von der Heide sieht gute Chancen, der KVG bei der Rekrutierung von Fachkräften zu helfen

Staatssekretär Tobias von der Heide mit KVG-Geschäftsführer Andreas Schulz (links) und Prokurist Hauke Evers (rechts) vor einem der Elektrobusse

Nicht nur die Fahrgäste stellen der Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG) und ihren Bussen ein gutes Zeugnis aus: Verkehrs-Staatssekretär Tobias von der Heide zeigte sich heute bei seinem Antrittsbesuch vor allem vom raschen Aufbau der Elektro-Ladeinfrastuktur begeistert. Denn: Am Sitz in Kiel-Gaarden können seit Jahresbeginn alle 80 E-Busse binnen weniger Stunden aufgeladen werden und haben damit eine Mindest-Reichweite von 70 Kilometern. Auch die Busdepots werden nach Angaben von KVG-Chef Andreas Schulz und seinem Prokuristen Hauke Evers weiter mit Ladepunkten ausgerüstet.

Für von der Heide setzt die KVG damit europaweit Maßstäbe. Er erinnerte daran, dass der Betrieb für die Lade-Infrastruktur Fördermittel der WT.SH (Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH) erhalten hatte. «Zum ersten Mal gab es aus dem Fördermitteltopf des Landes gut 940.000 Euro für den Kieler Stadtverkehr – abgerufen wurden bisher knapp 900.000 Euro», so von der Heide.

Staatssekretär von der Heide nach dem Treffen weiter – Video starten…

Ein weiteres Thema zwischen den KVG-Chefs und dem Staatssekretär: Der große Fachkräftebedarf im ÖPNV-Sektor. Mit Blick auf das vor wenigen Tagen vom Landeskabinett in die Zielgerade geschickte „Welcome Center Schleswig-Holstein“ sieht von der Heide gute Möglichkeiten, den Personalbedarf künftig auch durch Zuwanderung aus Nicht-EU-Staaten zu decken.

In der Montagehalle über dem Dach eines E-Busses

Und auch wenn der momentan leicht abgespeckte KVG-Fahrplan infolge der vielen Sommerbaustellen für Rumoren in Teilen der Kundschaft sorgte. Alles in allem erteilen die Kielerinnen und Kieler dem Betrieb die gute Note 2. Das ergab im März eine Kundenbefragung. 2.580 Menschen waren Ende vergangenen Jahres während der Fahrt auf allen Buslinien in Kiel nach ihrer Zufriedenheit mit dem Verkehrsangebot befragt worden. Wie in der Schule konnten sie Zensuren vergeben – von „vollkommen zufrieden (Note 1) bis „vollkommen unzufrieden“ (Note 5). In fast allen acht Kategorien von Zuverlässigkeit bis Preis haben sich die Bewertungen gegenüber der Vorjahresanalyse verbessert. Am Ende wurde die Note 1,91 ermittelt – nach 1,96 im Vorjahr.

Hinterlasse einen Kommentar