Großer Bahnhof auf der Husum Wind: Nachdem Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck die Fachmesse offiziell eröffnet hatte, zeigten auf Einladung von Hinrich Habeck, Chef der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH), gleich drei prominente Landespolitiker Flagge: Neben Ministerpräsident Daniel Günther machten sich Wirtschaftsstaatssekretärin Julia Carstens und Energiewendestaatssekretär Joschka Knuth ein Bild der Leistungsschau um Erneuerbare Energien.

Am WTSH Gemeinschaftsstand mit18 Unternehmen informierten sich die drei über neue Firmengründungen im Land und innovative Geschäftsideen, die von der Wirtschaftsförderung unterstützt werden. Neue innovative Geschäftsideen kommen aus den Bereichen Onshore und Offshore Wind, Grüner Wasserstoff, Sektorenkopplung, Speichertechnologien, Digitalisierung, Recycling und Repowering.
Beeindruckt zeigten sich Carstens und Knuth nach eigenen Worten vor allem von Innovationen an der Schnittstelle von erneuerbarer Energieerzeugung und Digitalisierung. So hat sich mit der Firma NAECO Blue aus Bad Schwartau beispielsweise eine Firma auf den Weg gemacht, das Betriebs- und Wartungsmanagement von Windparks zu revolutionieren. Mit einer Software basierend auf Big-Data, künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen ermöglicht das Unternehmen Betreibern von Offshore Windparks ihre Energieproduktion zu maximieren.

Im Anschluss folgte ein Messerundgang, bei dem sich die Staatsekretärin und der Staatssekretär über Entwicklungen und Produkte aus der Energie- und Klimawirtschaftsbranche im Land informierten. Darunter fiel die Firma METEK, die Messtechnik zur Bestimmung von Wind und Temperatur in der atmosphärischen Grenzschicht und zur Erfassung von Niederschlag und Wolkenparametern entwickelt. Die Firma Nordgröön arbeitet an der Optimierung und Integration von Erneuerbaren Energien in das Stromsystem. Und mit der Firma ProTecBird hat sich erstmals ein Unternehmen aus Schleswig-Holstein auf die Vereinbarkeit von Arten- und Umweltschutz und einem gleichzeitig beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren Energien spezialisiert. Entsprechend positiv fiel das Fazit nach dem abschließenden Austausch WTSH-Chef Habeck aus.

Carstens machte nach ihrem Rundgang deutlich: „Erneuerbare Energien sind unser Standortvorteil Nummer eins. Wir wollen sie noch besser nutzen und auch mehr energieintensive Unternehmen auf dem Weg zum klimaneutralen Industrieland ansiedeln. Mit Unternehmerinnen und Unternehmen konnten wir heute in Husum über die Vorteile bei uns in Schleswig-Holstein, aber auch die Herausforderungen wie den Fachkräftemangel, passende Flächen, Strompreise oder Unternehmensunterstützung sprechen. Wir wollen und werden ein klimaneutrales Industrieland werden und setzen uns gemeinsam dafür ein, dass die Rahmenbedingungen stimmen. Von Strompreisen über Infrastruktur bis hin zu Fach- und Arbeitskräften.“
Staatssekretär Knuth erinnerte daran, dass Schleswig-Holstein ein Magnet für junge und innovative Zukunftsunternehmen ist. „Das ist heute einmal mehr deutlich geworden. Grüner Strom wird immer stärker zum Standortfaktor. Denn Innovationen entstehen oft da, wo Energie preiswert zur Verfügung steht. Leider legt die Bundesgesetzgebung uns immer noch regulative Fesseln an, die dafür sorgen, dass unser Standort nicht sein volles Potenzial entfalten kann. Das betrifft vor allem die günstige Nutzung von Grünstrom, der uns abgeschaltet werden müsste. Wir werden nicht müde, hierfür beim Bund auf Änderungen zu drängen“, sagte Knuth.
Das erste Bild und der erste Absatz handeln über NAECO Blue und nicht Predixxion. Bitte anpassen. Hier wurde das falsche Unternehmen genannt.
Im ersten Bild sind zusehen Sören Themann (CEO Subsea Europe Services), Felix Mertens (CEO NAECO Blue) und dann wie beschrieben.
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