Carstens zum Aktionsplan Ostsee: „Strandleben weiterhin überall möglich“

Ein Jahr nach der Entscheidung gegen einen Nationalpark informiert die Landesregierung entlang der Ostseeküste über den «Aktionsplan Ostseeschutz». Er ziele darauf ab, die Ostsee effektiv und nachhaltig zu schützen», sagte Umweltminister Tobias Goldschmidt bei der gestrigen Auftakt-Veranstaltung in Eckernförde.

Mit dabei: Tourismus-Staatssekretärin Julia Carstens. Zu möglichen Auswirkungen auf Urlauber sagte die CDU-Politikerin: «Für einen nachhaltigen Tourismus brauchen wir eine intakte Ostsee. Deshalb ist die Umsetzung des Aktionsplans enorm wichtig für den Tourismusstandort Schleswig-Holstein und eine Aufgabe, der wir uns alle stellen.» Das hätten auch die touristischen Akteure im Land immer wieder betont. Für Strandurlauberinnen und Strandurlauber werde sich aber nichts ändern: «Baden und den Strand genießen wird weiterhin überall möglich sein», versprach Carstens.

Zur Erinnerung: Im März letzten Jahres hatte sich die schwarz-grüne Regierungskoalition nach monatelanger und zum Teil scharf geführter öffentlicher Auseinandersetzung auf neue Schutzgebiete geeinigt. Die Pläne von Goldschmidt für einen Nationalpark verschwanden in der Schublade. Stattdessen sollen künftig rund 12,5 Prozent der schleswig-holsteinischen Ostsee und damit deutlich mehr als bisher unter strengem Schutz stehen.

Staatssekretärin Julia Carstens

Geplant sind drei marine Naturschutzgebiete auf knapp acht Prozent der Ostseefläche des Landes westlich der Insel Fehmarn, in der südlichen Hohwachter Bucht sowie zwischen der Schleimündung und Gelting. Die dafür nötigen Ausweisungsverfahren sollen nach Goldschmidts Angaben im Mai starten. Das Verfahren soll 2026 abgeschlossen sein.

Die bisherigen Natura2000-Flächen mit 4,5 Prozent der Ostseefläche erhalten einen strengeren Schutzstatus. Sie liegen bei der Sagasbank südlich von Fehmarn, beim Stoller Grund östlich der Eckernförder Bucht und in der Geltinger Bucht. Auf Landwirte im Einzugsgebiet der Ostsee kommen früheren Angaben zufolge Einschränkungen zu. Sie sollen die Einträge von Stickstoff und Phosphat bis zum Jahr 2030 um 10 Prozent und bis 2035 um 20 Prozent im Vergleich zu heute reduzieren.

Carstens mit Sport-Staatssekretärin Magdalena Finke

Sportstaatssekretärin Magdalena Finke betonte, die Ostsee sei eine beliebte Natursportstätte. «Deswegen ist der Aktionsplan von der Überzeugung getragen, dass sich Naturschutz und Wassersport in Einklang bringen lassen.» Agrarstaatssekretärin Anne Benett-Sturies verwies auf regionsspezifische, freiwillige Maßnahmen. «Mit den Ostseebeiräten werden freiwillige Maßnahmen in der Landbewirtschaftung entwickelt, die auf den Ostseeschutz einzahlen werden.»

Sowohl in Eckernförde als auch bei den weiteren geplanten Info-Veranstaltungen in Flensburg, Neustadt und Plön gibt es einen «Aktiv für die Ostsee-Markt», auf dem sich die Menschen informieren und mit ihrem eigenen Engagement einbringen können.

Ein Gedanke zu „Carstens zum Aktionsplan Ostsee: „Strandleben weiterhin überall möglich““

  1. Diese scheiß Verbotspolitik ist einfach nur noch zum Kotzen. Warum wird nicht einfach das Kinderkriegen verboten. Dann gibt es keine Menschen mehr und die Politiker brauchen nichts mehr verbieten.

    Like

Hinterlasse eine Antwort zu Jan Antwort abbrechen