Nach dem Ausscheiden von Geschäftsführer Arne Beck ist die Doppelspitze beim Verkehrsverbund NAH.SH wieder komplett – und erstmals zu 100 Prozent weiblich: Die Diplom-Ingenieurin Janina Moritz ist zur neuen Sprecherin der Geschäftsführung der NAH.SH GmbH bestellt worden. Die 41 Jahre alte Hamburgerin wird ab Januar die NAH.SH GmbH gemeinsam mit Birgit Austen (55) führen. Moritz war nach verschiedenen Stationen bei der DB Regio AG zuletzt Leiterin des Vertragsmanagements und Geschäftsführerin der „Regionalverkehre Start Deutschland GmbH“.
„Mit Frau Moritz haben wir eine erfahrene Führungskraft und Kennerin der Branche gewonnen. Sie kennt die Herausforderungen, mit denen wir angesichts der maroden Infrastruktur und knapper Kassen zu kämpfen haben“, sagte Verkehrsstaatssekretärin und NAH.SH-Aufsichtsratsvorsitzende Susanne Henckel (im Bild oben links). Moritz sei künftig vor allem für Infrastrukturprojekte, Verkehrsverträge und die Qualität im Bahnverkehr verantwortlich.

„Mit der Zuverlässigkeit der Bahn steht und fällt die Zufriedenheit der Fahrgäste. Die Qualität zusammen mit der DB InfraGO und den Eisenbahnverkehrsunternehmen zu verbessern, wird daher eine der vielfältigen Aufgaben von Janina Moritz sein“, so Henckel. Zusammen mit Austen, die weiterhin die Bereiche Fahrgastmarkt und Verbundsteuerung leite, habe der schleswig-holsteinische Nahverkehrsverbund nun erstmals ein weibliches Führungsduo. „Das ist wohl einmalig im Bundesgebiet“, sagte Henckel.
Janina Moritz: „Ein neuer Job, eine neue Rolle – aber die Leidenschaft bleibt: für verlässliche Mobilität und für den Nahverkehr in Schleswig-Holstein. Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit dem Team der NAH.SH, dem Land, den Kreisen und kreisfreien Städten sowie den Verkehrs- und Infrastrukturunternehmen daran zu arbeiten, den Schienenverkehr, aber natürlich auch die gesamte Mobilität weiter zu stärken: verlässlicher, verständlicher und näher an dem, was unsere Fahrgäste brauchen.“
Birgit Austen: „Ich freue mich sehr, dass wir mit Janina Moritz eine erfahrene Expertin gewinnen konnten. Besonders wertvoll ist, dass sie sowohl die Branche als das Land kennt und ihre Erfahrungen aus unterschiedlichen Perspektiven einbringen wird. Wir ergänzen uns fachlich hervorragend und uns verbindet der Anspruch, die öffentliche Mobilität in Schleswig-Holstein weiter voran zu bringen.“